Beiträge von Outsider81

    Bekanntgabe der Atzorn-Nachfolger Anfang Mai
    Nach dem überraschenden Ende des Ermittlers Casstorff am Hamburg "TATORT" ist innerhalb der ARD eine Kommissarstelle vakant geworden. Bis Anfang Mai wird die Stelle besetzt.


    Das sagte die Fernsehspielredakteurin des NDR-TATORTS, Doris J. Heinze, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Dort wird auch berichtet, dass sich Atzorn und Heinze einvernehmlich "trennen" wollten. Treffend stellt die SZ fest: "Einvernehmlichkeit beschreibt einen Zustand, in dem zwei nicht mehr das gleiche, sich aber sonst nichts Böses wollen."


    Für Atzorn und Karven entwickelt der NDR derzeit ein weiteres Fernsehspiel - keinen TATORT! Bild:NDRAbschiedsgeschenk für Atzorn und Karven
    Im Gegenteil: der NDR schenkt Atzorn und seiner Filmfreundin Ursula Karven zum Abschied noch ein Fernsehspiel, das gerade entwickelt wird. Näheres hierzu wurde noch nicht bekannt. In einer NDR-Erklärung, die heute veröffentlicht wurde, sagt Volker Herres, NDR Programmdirektor Fernsehen: "Robert Atzorn hat dem Hamburger TATORT 7 Jahre lang einen starken Charakter gegeben. Jetzt sind wir überein gekommen, dass es mit der Figur Jan Casstorff nicht weitergehen wird. Neuen NDR-Filmen mit Robert Atzorn und anderen Kollegen des Hamburger 'Tatort´-Teams sehe ich bereits mit Spannung entgegen."

    Atzorn selbst ließ zum Ende seiner TATORT-Laufbahn erklären, seine Figur sei "auserzählt". Der 62-jährige weiter: "Ich finde, die Figur ist auserzählt - und wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören. Wassermänner wie ich möchten Veränderungen, jetzt reizen mich neue Rollen."
    tatort-fundus hatte die Info zu erst
    Das Ende der Figur Atzorn wurde über Ostern vorzeitig bekannt: am Ostersonntag veröffentlichte der tatort-fundus diese Meldung exklusiv. Erst am Ostermontag wurde auch Deutsche Presseagentur (dpa) auf die Meldung aufmerksam, veröffentlichte diese aber erst am Dienstag früh nach Recherchen bei der Filmproduktionsfirma Studio Hamburg. Dort war man am Morgen erst nicht zu sprechen und verwies auf die Meldung des NDR, die zu dieser Zeit gerade erstellt wurde.

    Die Fans nahmen die Meldung teilweise mit Bedauern, teils mit Freude auf. Die Figur hatte immer wieder stark polarisiert und die Gemüter bewegt. Als störend empfanden die meisten Fans die starke Einbindung des Privatlebens des Ermittlers in den ersten Folgen, was sich aber später legte.


    Francois Werner


    http://www.tatort-fundus.de

    Zitat

    Original von Mister Bösi


    Wir Fans können zumindest nicht viel ändern, die Bundesliga ist ja bekanntlich die zuschauerstärkste Meisterschaft der Welt.

    Ähmm Frage, was hat die Zuschaueranzahl mit modernem Fußball zu tun?

    Zitat

    Original von michel b.
    Robert Atzorn (Tatort in Hamburg) steigt übrigens aus der Serie aus, zur Zeit steht er für die letzte Folge vor der Kamera.

    Hatte ich doch schon oben erwähnt;)

    Zitat

    Original von Felix0711
    :sorry: Oli, dass Ehrlicher in Rente geht :(

    Willste mich produz ähhhh provoziere? :D

    Obwohl, schade dass ich ihn net in meinem geplanten Splattertatort verhackstückeln kann :P


    DAS TATORT-PHÄNOMEN

    Mischung aus Vertrautem und Neuem macht Krimis zum Kult
    Sonntag, 20.15 Uhr, erstes Fernsehprogramm: Tatort-Zeit. Regelmäßig verfolgen mehr als 20 Prozent der deutschen Zuschauer um diese Zeit die Ermittlungsarbeit der Kommissare der erfolgreichsten Krimireihe des Landes. Der Tatort ist längst Kult, es gibt sogar Fan-Clubs.


    In vielen Kneipen oder privaten Wohnzimmern treffen sich Krimifreunde zum gemeinsamen Fernsehabend - etwa die Mitglieder des Clubs «Soup + Crime» in Frankfurt. Mit einer Schüssel voll vegetarischer Suppe in den Händen, vor sich auf dem Tisch ein Glas Wein, genießt auch Jochen Bliß sein «Wochenendritual».

    Er trägt - so oft es die Witterung zulässt - sein «Soup + Crime»- T-Shirt. Es zeigt eine weiße Suppenschüssel mit Einschusslöchern, aus denen blutrote Tomatensuppe quillt. Daneben das klassische Tatort- Fadenkreuz. «Als wir vor mehr als zwei Jahren feststellten, jeder guckt sonntags alleine, haben wir uns zusammengetan», erzählt Bliß. Aber warum ausgerechnet Tatort? «Die Serie hat etwas Vertrautes, das kannte man bereits als Jugendlicher. Sogar der Vorspann ist noch der alte», sagt der 35-Jährige.

    Auch für die Literaturwissenschaftlerin Immacolata Amodeo macht die Faszination des Tatorts vor allem die Verbindung von Bekanntem und Neuem aus. «Um die festen Elemente des Genres "Krimi" kann die Handlung mit ihren kulturellen, regionalen und sozialen Aspekten gut herumgesponnen werden», sagt die Professorin an der Jacobs University Bremen. Amodeo beschäftigt sich bei ihren Forschungen unter anderem mit dem Zusammenhang von Verbrechensdarstellungen in verschiedenen Medien und kulturellen Mustern.

    «Den Reiz der Nachahmung und Wiedererkennung kennen wir bereits von der antiken Tragödie - dies ist eine anthropologische Konstante», sagt die Professorin. Eingebettet in dieses Raster könnten gut etwa aktuelle, gesellschaftskritische Fragen debattiert werden. Interessant findet Amodeo unter anderem die Figur der Bremer Kommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel): nicht nur, dass hier eine Frau «Chefin» im Team ist - sie ist zudem allein erziehend.

    In der Folge «Schatten» wird die Kommissarin von ihrer Vergangenheit in der linken Szene eingeholt. Der Fall eines ungeklärten Anschlages auf einen Verlag wird wieder aufgerollt, Lürsen vorübergehend vom Dienst suspendiert.

    Ob die Vergangenheit der Eltern in der «Anti-Atomkraft-Bewegung», Gewalt in Schulen oder Ermittlungen im rechtsradikalen Milieu: «Die Reihe Tatort ist ein Seismograph über die Befindlichkeiten in der Republik», sagt Amodeo. In den Folgen stelle sich Deutschland «selbst dar, als Einheit der regionalen Vielfalt». Durch diese kulturelle Verankerung werde der Tatort von vielen als intellektueller Fernsehgenuss betrachtet, auch wenn Krimis lange eher «verschämt» konsumiert worden seien.


    Der Tatort zeige in seiner 36-jährigen Geschichte die «soziale Realität» in Deutschland und sei ein «Spiegel der Gesellschaft», sagt auch Professor Gebhard Henke, Tatort-Koordinator für die ARD. «Der Genre-Film beschreibt die Gesellschaft manchmal besser als ein gesellschaftskritischer Film». Nach Ansicht des Medienwissenschaftlers Lothar Mikos sind «Tatort-Krimis in erster Linie eine Milieustudie». «Die Suche nach dem Täter rückt häufig in den Hintergrund, psychologische und gesellschaftliche Fragen in den Vordergrund», sagt der Professor für Medienwissenschaft an der Hochschule für Film und Fernsehen «Konrad Wolf» in Potsdam- Babelsberg.

    Dabei gehe es zudem häufig darum, die Motive «sozial auszuleuchten». Zu den Ermittlerteams, in deren Fällen es besonders oft um soziale Probleme geht, zählt Mikos Max Ballauf (Klaus J. Behrend) und Freddy Schenk (Dietmar Bär/WDR) aus Köln, die Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl/BR) sowie Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe/SWR). Allerdings müsse auch bedacht werden, dass die großen Sendeanstalten auch mehr Tatorte im Jahr lieferten.

    Bei den Ost-Tatorten mit den Ermittlern Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade/MDR) aus Leipzig werde «jenseits der Kriminalfälle auch ein Sittenbild der neuen Bundesländer» gezeichnet, sagt Mikos. «Da kommen auch mal westliche Unternehmer vor, die Ossis über das Ohr hauen.» Tatorte insgesamt vermittelten ein realistisches Milieu: «Die Fälle müssen wahrscheinlich sein.» Dies sei von der Tendenz her immer schon so gewesen, bereits im ersten Tatort «Taxi nach Leipzig», der sich «ganz extrem an der sozialen Wirklichkeit des geteilten Deutschlands» orientierte. Über die Jahre hinweg verzeichnet der Medien-Professor einen «Trend zu mehr Kommissarinnen und hin zum Team». Ein Ermittler-Duo biete mehr dramaturgische Möglichkeiten - besonders bei gemischtgeschlechtlichen Teams.

    Auch in Leipzig wird künftig eine Frau ermitteln: Simone Thomalla («Kinderärztin Leah») löst 2008 gemeinsam mit Schauspieler Martin Wuttke das Duo Sodann/Lade ab. Während Thomalla in Leipzig geboren wurde, kommt Wuttke aus Gelsenkirchen. «Für seine Figur überlegen wir uns auch gerade eine passende West-Biografie», sagt Sven Döbler, der beim MDR Tatort-Redakteur ist. Allerdings spiele die «Ost-West- Problematik» in den Leipziger Tatorten inzwischen keine so große Rolle mehr. «Das war nach der Wende interessanter.»


    Was die Auswahl von Drehorten betrifft, ist es das Wichtigste, dass sie «authentisch» sind und zur Geschichte passen, sagt Döbler. Da muss der Osten nicht ewig vor der Plattenbau-Kulisse spielen - es kann auch mal eine schicke Villa sein. «Wir haben manchmal das Problem mit der Erwartungshaltung der Zuschauer, wie nach ihrer Meinung der Osten auszusehen hat», erzählt der Redakteur. Manche wünschten sich die neuen Bundesländer, wie sie sie «vom Verwandtschaftsbesuch» in den 70er Jahren kennen, anderen seien die Kulissen zu langweilig und unmodern.

    Als der Kieler Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg/NDR) in der Folge «Das Ende des Schweigens» gerade das - vermeintliche - Geständnis des Hauptverdächtigen in den Händen hält, wird in der Karlsruher Kneipe «Zwiebel» eine neue Runde Pils bestellt. Regelmäßig treffen sich hier Krimi-Fans zum gemeinsamen Fernsehen am Sonntagabend. Auf einem Klavier steht ein großer Flachbildschirm, pünktlich um 20.15 Uhr wird die Musik in der Kneipe leise gestellt.

    Die Stimmung in dem kleinen Kreis von etwa 20 Zuschauern ist entspannt, man kennt sich. Zwar sind Kommentare zum Film nach dem Motto «Ich weiß, wer es war» nicht erwünscht, aber herzhaft gelacht werden darf dann doch, etwa wenn der Kommissar seine Kollegin Jung etwas länger im Arm hält, als es sein müsste.

    Auch in mehr als einem Dutzend weiterer Kneipen in Deutschland wird es jeden Sonntagabend spannend. Unter anderem im «Haddocks» in Mainz oder im Wiesbadener «60/40» treffen sich Tatort-Begeisterte regelmäßig zur gemeinsamen Verbrecherjagd vor der Flimmerkiste. Einer der «größten» Tatort-Fans in Deutschland schaut sich die Folgen dagegen meist allein an: François Werner aus Stuttgart betreut die sehr ausführliche Internetseite «Tatort-Fundus» und wird dafür auch von den ARD-Redaktionen unterstützt.


    Für Werner macht das Format von 90 Minuten einen großen Teil des Erfolges aus. «Die Art und Weise, wie die Geschichten erzählt werden, ist nur so möglich», sagt der 33-jährige Verlagsangestellte. Für ihn bedeutet die Krimireihe «intelligente Unterhaltung». Wenn sozialkritische Themen verarbeitet werden, schafften es die Macher meistens, «den erhobenen Zeigefinger weg zu lassen». Die inzwischen zahlreichen Wiederholungstermine in den dritten Programmen nutzt Werner nicht. «Ich kenne die Folgen alle schon», sagt er. Außerdem würde ein Griff ins Regal reichen: Werner hat die Tatort-Folgen komplett auf Video archiviert.


    Andrea Löbbecke, dpa

    http://www.tatort-fundus.de

    Zitat

    Original von Jasmin1986
    Ich habe Respekt vor diesem Mann er hat sich sein Geld selbst er arbeitet und von daher kann er damit machen was er möchte. Alles andere ist Neid.

    Liebe Jasmin, erstens bin ich nicht neidisch auf Hopps Kohle, zweitens solltest Dich mal über die Arbeitsbedingungen in seiner einstigen Firma SAP informieren, ob dann noch so positiv über ihn sprichst?

    Robert Atzorn dreht seinen letzten Hamburg-TATORT
    Kurz vor Ostern wurde bekannt: Der Schauspieler Robert Atzorn wird den TATORT verlassen und in Kürze seinen letzten TATORT drehen. Damit hat der Schauspieler seit 2001 in 15 TATORTen den Hamburger Kommissar Jan Casstorff verkörpert. Als Grund wurde genannt: "Die Figur ist auserzählt".


    Robert Atzorn hört auf und wird sich anderen filmischen Herausforderungen widmen Wie der tatort-fundus exklusiv aus Hamburger Filmkreisen erfuhr, wurde das Ende der Figur Jan Casstorff in der Woche vor Ostern bekannt gegeben. Beschlossen worden sei es aber schon Mitte März.

    Damit endet nach 7 Jahren die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem renommierten Schauspieler. Schon kurz nach Ostern, am 16. April, beginnen die Dreharbeiten zur letzten Folge Unter Strom mit Atzorn als Kommissar Jan Casstorff. Sterben werde der Ermittler nicht, es werde aber eine starke "Abschiedsfolge", hieß es.

    Der Figur Casstorff hatten die Autoren und Regisseure in der Vergangenheit viel aufgebürdet: sein Sohn entpuppte sich erst als "Kuckuckskind", seine Ex-Frau kreuzte in den ersten Folgen auf und brachte sein Leben kräftig durcheinander, auch seine Mutter starb. In der letzten Folge Liebeshunger musste Casstorff dann einen Mord an einer Prostituierten klären, mit der er früher ein Verhältnis hatte.

    So wird es auch in der letzten Folge für Casstorff wieder aufregend: seine jetzige Freundin, die Staatsanwältin Wanda Wilhelmi, verschwindet spurlos. Als die Ermittlungen durch das LKA verstärkt werden, taucht eine alte Kollegin auf, die ehemalige Assistentin Jenny.

    Ursprünglicher Arbeitstitel für diese Folge war "...und tschüss" - ein Folgentitel, der einen bevorstehenden Abschied andeuten könnte. Aus diesem Grund hatte der tatort-fundus schon Ende Februar recherchiert. Der Titel sei ursprünglich aber nicht auf den Weggang des Ermittlers bezogen. Als das Ende der Ermittlerfigur intern beschlossen wurde, ist auch die Folge umbenannt worden.

    In Kürze mehr.


    Francois Werner / 08. April 2007

    Letzte Klappe für Kommissar Ehrlicher ist gefallen
    Am Dienstagabend ist in der Gemeinde Parthenstein südöstlich von Leipzig die letzte Klappe für TATORT-Kommissar Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und seinen Kollegen Kain (Bernd Michael Lade) gefallen. Die letzte Folge trägt den Titel „Die Falle“ und wird am 11. November 2007 ausgestrahlt. Vorher wird am 28. Mai noch "Racheengel" gezeigt. Dann ist nach 45 Folgen und über 15 Jahren Schluss.


    Am Dienstag, dem 3. April 2007 fiel für die Hauptkommissare Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade) die letzte Klappe beim MDR-"Tatort". Der letzte Fall des Duos nimmt ein leises Ende. Ehrlicher verabschiedet sich in die Rente. Bild:MDR/Axel Berger Die letzte Klappe fiel genau dort, wo es das Leipziger Ermittlerduo in den vergangenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit hingeführt hat: am TATORT. In der letzten Szene, die gedreht wurde, finden Kain und Ehrlicher die Leiche des Generalbauunternehmers einer gutbürgerlichen Neubausiedlung. Er wurde, wie erwartet: ermordet. Auffällig: In der Siedlung hatte sich kurz zuvor eine Frau erhängt, die scheinbar gegen Geld sexuelle Dienstleistungen angeboten hat. Ehrlicher und Kain machen sich im Folgenden daran, das Geheimnis der Siedlung zu lüften. Wenn die beiden das geschafft haben, wird Ehrlicher pensioniert – und Kain wagt einen beruflichen Neubeginn fernab von Leichen und Mördern.
    Neues Ermittlerduo nimmt im Mai Ermittlungen auf
    Das Ausscheiden des mittlerweile 70 Jahre alten Sodann war bereits im Dezember angekündigt worden, der MDR widersprach damals Gerüchten, Sodann verlasse im Unfrieden den Sender. Es werde auch weiterhin gemeinsame Projekte zwischen Sodann und dem MDR geben, erneuerte eine Sprecherin am Dienstag die damalige Ankündigung des MDR. Konkretes stehe aber noch nicht fest. Im Mai beginnt der MDR bereits die ersten Drehtage mit dem neuen Ermittler-Duo Simone Thomalla und Martin Wuttke. Andreas Keppler und Eva Saalfeld – so heißen die Neuen beim MDR-TATORT. Ehrlicher und Kain sind bald Geschichte.
    Peter Sodann sagt: "Ein bisschen ist auch eine Last weggefallen. Jetzt geh' ich eben neue Wege." Bernd Michael Lade ergänzt: "Es war schon eine sehr lange Zeit. Das muss man jetzt erstmal setzen lassen..."


    Sodann geht schweren Herzens
    Anlässlich seines 70. Geburtstags im vergangenen Jahr hatte Peter Sodann noch gesagt, wenn man ihn lasse und das Publikum ihn weiter sehen wolle, so könne er sich vorstellen, den Ehrlicher noch zehn weitere Jahre zu verkörpern. Doch man lässt ihn nicht, im Dezember verkündete der Fernsehdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Wolfgang Vietze, das Aus für das beliebte Ermittler-Duo: "Wir wollen für die Zukunft denken. Sicherlich hat das Alter dabei auch eine Rolle gespielt. Wir hoffen nun, dass wir mit der neuen Besetzung weitere zehn Jahre ebenso erfolgreich sind."
    Der erste TATORT mit Sodann mit dem Titel „Ein Fall für Ehrlicher“ flimmerte am 19. Januar 1992 über die Bildschirme, damals ermittelte der Hauptkommissar noch in Dresden. Ab dem Jahr 2000 ging es nach dem ersten „Einsatz in Leipzig“ in der ostdeutschen Messemetropole weiter. Sodann war damit seinem Wohnort Halle an der Saale wieder ein Stück näher gerückt, wo er als Intendant das „neue theater/nt“ leitete. Die Intendanz musste er 2005 bereits abgegeben, nachdem die Stadt seinen Vertrag nicht verlängert hatte.


    Dem Namen stets Ehre gemacht
    Sein Ehrlicher war eine Figur, die sich im Lauf der Zeit kaum verändert hat. „Laut Goethe verändert sich der Mensch überhaupt nicht“, sagte Sodann in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Allerdings sei zu hoffen, dass er reifer, vollständiger werde. Oder eben auch ehrlicher. Dem Namen seiner Figur hat Sodann stets Ehre gemacht: Er war ein ehrlicher Kommissar, ein Mensch, der sich nicht versteckte. Sein Bruno Ehrlicher machte nicht immer gute Miene zum bösen Spiel. Wenn Ehrlicher genervt war, dann war er brummig, wenn es ihm nicht gut ging, dann bekam das seine Umwelt durchaus zu spüren. Als Ossi, der einen Chef aus dem Westen vor die Nase gesetzt bekam, ging er Konflikten nicht aus dem Weg: "Ich habe Straftaten aufgeklärt, die welche waren und sind - unabhängig davon, ob der Staatschef Honnecker oder Kohl heißt."


    Viel Ehrlicher in Sodann
    Insofern steckt in Bruno Ehrlicher eine Menge Peter Sodann. Der 1936 in Meißen geborene Sodann ist dafür bekannt, dass er sich nicht verstellt und selbst auch kaum einmal ein Blatt vor den Mund nimmt. Als Student der Theaterhochschule in Leipzig war das dem gelernten Werkzeugmacher im Studentenkabarett „Rat der Spötter“ zum Verhängnis geworden; wegen „konterrevolutionärer“ Texte wurde er 1961 verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Während seiner Zeit als Intendant des „nt“ war seine Programmauswahl nicht immer nach dem Geschmack der Stadtoberen. Zum 25. Jubiläum des Theaters hätte er ausscheiden wollen, doch schon ein Jahr zuvor wurde sein Vertrag nicht verlängert.
    Nach seinen eigenen Worten wurde er „vor die Tür gesetzt“. Auch wenn dies stets bestritten wurde, so soll Sodann den Stadtoberhäuptern in Halle zu wenig angepasst, zu eigenwillig und sozialkritisch gewesen sein. Von diesem Ruf wollte 2005 vermutlich auch die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) profitieren, die Sodann als parteilosen Kandidaten in die Bundestagswahl schicken wollte. Sodann sagte zunächst zu, zog sich nach zwei Tagen jedoch wieder zurück. Zuvor hatte ihm der MDR unter Verweis auf entsprechende Statuten der ARD mitgeteilt, als Kandidat und eventueller Abgeordneter könne er nicht mehr als Ehrlicher im TATORT mitwirken. Da er lieber „ein politischer Schauspieler als ein schauspielernder Politiker“ sein wollte, verzichtete Sodann auf die Kandidatur.

    Mehr als 80 Mörder überführt
    Nun aber muss er sich doch von Ehrlicher verabschieden, seine zweite Haut als Kommissar abstreifen. Gemeinsam mit Bernd-Michael Lade als Kain hat er mehr als 80 Mörder überführt. Einen Lieblings-TATORT hat er nicht, aber einer hat ihn nach eigenen Aussagen besonders berührt. „Das war 'Laura, mein Engel'“, sagte er der AP. In dem 1994 zuerst ausgestrahlten Film ging es unter anderem um Kindesmissbrauch. „Man wird es mit TATORT-Fällen nicht klären können, aber man kann anfangen, ernsthaft darüber nachzudenken“, meinte Sodann. Der nachdenkliche Ehrlicher – manch einer wird bereits anfangen, ihn zu vermissen, wenn am 11. November der Abspann zum letzten Tatort mit Sodann läuft.


    Geheimnis wird nicht gelüftet
    Eine Frage bleibt bis zum Schluss offen. Eine der Fragen, die viele TATORT-Fans in den letzten Jahren am meisten beschäftigt hat. Eine Frage, mit der sich zahlreiche Zuschauer regelmäßig auch an den tatort-fundus wandten: Die Frage nach Kains Vornamen! Doch sie wird auch in der letzten Folge nicht beantwortet...
    In den vergangenen Jahren war diesbezüglich immer wieder spekuliert worden. Zwischenzeitlich hatte die ARD in ihrem Internetangebot Kain den Vornamen Klaus gegeben – wohl um den vielen Zuschaueranfragen in irgendeiner Weise zu begegnen. MDR-Redakteur Sven Döbler hatte hingegen gegenüber dem tatort-fundus schon vor Jahren gesagt: „Kain hat keinen Vornamen. Sein Name ist erfunden worden als Korrelat zu dem sprechenden Namen seines Kollegen: Ehrlicher.“


    ddp/ap/tg / 3.April 2007 (aktualisiert: 9.April)

    Gott sei Dank! :D Und mal ehrlich, wenn interessierts wie der Kain mit Vornamen heißt? Mich net;)


    http://www.tatort-fundus.de

    Zitat

    Original von Felix0711


    Verstehe ich auch nicht. Wer wünscht sich nicht einen Vater, der einem mal eben eine riesige Multifunktionsarena zum Spielen hinstellt. Ich kenne sowas nur im Maßstab 1:87...

    :lol:

    Zitat

    Original von Snuffmaster
    Also Doping ist so eine Sache...es erfolgt bewusst aber sicherlich auch unbewusst...ein Profisportler will ich nicht sein, der mehr Medikamente nicht nehmen darf, als manche im Jahr an Geld verdienen...Man muss es ja nur mal im Alltäglichen sehn: Man hat Kopfschmerzen...was kann man nehmen, oder darf ich überhaupt was nehmen...und als nicht Sportler kann ich einfach eine der 10 verschiedenen Medikamente nehmen.

    Richtig, und genau das finde ich äußerst fragwürdig!