Beiträge von Outsider81

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    Original von Claudi1981
    Wo siehst du hier 'ne Uhr? Dit liegt bestimmt an deinem Rechner... :baeh:
    Bei mir passt das irgendwie... ;)

    Haha, ich meine natürlich die Uhrzeit die bei den verfassten Beiträgen steht.

    Bissige Bären erst in der Schlussphase auf der Verliererstraße


    Bundesligist TSG Ketsch schlägt sich beim 30:32 in Leipzig achtbar / Klassenerhalt weiter möglich

    Die Erstliga-Handballerinnen der TSG Ketsch müssen weiter um den Klassenerhalt zittern. Die Bären gerieten am Samstag beim HC Leipzig nach einer kämpferisch und spielerisch guten Leistung erst in den letzten fünf Minuten auf die Verliererstraße und unterlagen mit 30:32 (14:16).


    Eigentlich wollte der deutsche Meister und Pokalsieger die "Pflichtaufgabe" gegen die Roten vom Altrhein nutzen, sich weiter einzuspielen und auf die Titelverteidigung und das Pokalfinale vorzubereiten. Doch ganz so einfach machte es die Bären-Truppe von Trainerin Karin Euler den Gastgebern in der mit über 1500 Zuschauern besetzten Ernst-Grube-Halle in Leipzig nicht. Die Ketscherinnen präsentierten sich von Anfang an bissig und aggressiv in der Deckung und zeigten über weite Strecken eine engagierte Leistung. Natalie Augsburg, die ab der nächsten Saison beim HC Leipzig unter Vertrag steht, erzielte in der ersten Minute das Führungstor für die Bären, Maike Brückmann erhöhte Sekunden später auf 2:0. Den Anschlusstreffer des HCL durch Idalin Borges Mesquita per Siebenmeter beantwortete Astrid Wörner umgehend mit ihrem Tor zur 3:1-Führung. Natalie Augsburg hielt mit zwei weiteren Toren in den ersten zehn Minuten die Roten in Front. Bis zur 20. Minute konnte der HCL bis auf vier Tore zum 15:11 davonziehen, bevor die Gäste noch zum Halbzeitstand von 16:14 verkürzen konnten.

    Die beiden ersten Treffer nach der Pause waren wieder Natalie Augsburg vorbehalten, die so zwei Minuten nach Wiederanpfiff den 16:16-Ausgleich herstellte. Ungläubiges Staunen dann beim Publikum, das zunehmend ruhiger wurde, als wiederum Franziska Garcia-Almendaris, und Svenja Huber die Bären beim 21:24 mit drei Toren in Vorsprung brachten. Selbst in Unterzahl behielt der Außenseiter die Führung, kämpfte und glänzte mit erfolgreichen Spielzügen. Bis fünf Minuten vor Schluss - bei der 29:28-Führung für die Bären durch Maike Brückmann - lag die Sensation in der Luft, doch dann setzte sich der Favorit doch noch durch. Den Angriffen von Ulrike Stange, Anne Ulbricht und der spät eingewechselten, stark agierenden Karolina Kudlacz hatten die Ketscherinnen nichts mehr entgegenzusetzen: "In dieser entscheidenden Phase schwanden bei uns die Kräfte, da konnten meine Leichtgewichte im Team gegen die körperlich überlegenen Leipzigerinnen nicht mehr mithalten", musste Trainerin Karin Euler enttäuscht zugeben.

    Dabei sei die späte Niederlage umso ärgerlicher, "weil wir den Sieg schon in der Tasche hatten, den Sack aber nicht endgültig zugemacht haben". Dramatik pur in den Schlussminuten, als sich der HC Leipzig durch Treffer von Idalin Borges Mesquita und Anne Ulbricht doch noch mit viel Glück, aber auch mit den besseren Nerven absetzen konnte. Ketschs Brunhilde Merkel gelang Sekunden vor der Schlusssirene nur noch der 30:32-Anschlusstreffer. Beste Werferin bei den Bären war Kreisläuferin Franziska Garcia Almendaris, die mit zehn Toren überzeugen konnte. Natalie Augsburg erzielte acht Treffer für ihren Noch-Verein. "Wir haben gekämpft wie die Berserker und doch verloren", so Trainerin Karin Euler, die ihre geknickten Spielerinnen in dieser Woche vor dem letzten Heimspiel der Saison wieder aufrichten muss. Zum Glück hätten die Bären aus der unglücklichen Niederlage in Leipzig keine Verletzten zu beklagen.

    Drei Stunden nach der Partie beim HCL war dann auch klar: Die Ketscherinnen sind weder abgestiegen noch haben sie den Klassenerhalt geschafft. Borussia Dortmund hat mit einem 31:23 Heimerfolg gegen Frisch Auf Göppingen zunächst die Abstiegsränge verlassen. Auf einem Abstiegsplatz findet sich jetzt der Buxtehuder SV wieder, der in Trier mit 23:36 unterlag. Die drei letzten Teams liegen vor dem abschließenden Spieltag am kommenden Samstag mit jeweils elf Punkten gleich auf, hinter der TSG Ketsch mit einem Punkt Vorsprung. Sollten die Bären die Leistung von Leipzig auch am Samstag in ihrem Heimspiel gegen Nürnberg abrufen können, dürfte der Klassenerhalt aus eigener Kraft gelingen. Ansonsten muss Buxtehude zu Hause gegen Blomberg/Lippe unterliegen und Dortmund beim FHC Frankfurt/Oder leer ausgehen oder Tabellenführer Leipzig in Göppingen beide Punkte holen.

    TSG Ketsch: Arndt, Burrekers, Ullrich, Zapf (1), Merkel (2), Augsburg (8), E. Garcia Almendaris, Trunk (1), Wörner (1), F. Garcia Almendaris (10), Gubernatis (1), Huber (2/1), Brückmann (4).

    Schwetzinger Zeitung
    26. März 2007


    http://www.ketscher-baeren.de
    erstellt am 26.03.2007

    Leipzig entgeht gegen Ketsch nur knapp einer Blamage


    Im letzten Heimspiel der regulären Saison vor den Meisterschafts-Play-offs trafen die Damen vom HCL auf einen bissigen und auch ein wenig unterschätzten Gegner aus Ketsch. Das Team von Karin Euler zeigte über weitere Strecken sehenswerten Handball, der die Leipziger Favoritenrolle schnell in den Schatten stellte. Am Ende fehlten den Gästen nur fünf Minuten, um in der Ernst-Grube-Halle vor 1568 Zuschauern für die große Überraschung zu sorgen. Beste Werferinnen des Spiel waren Franziska Garcia Almendaris (Ketsch/9 Tore) sowie Susann Müller und Idalina Borges Mesqutia (HCL/je 6 Treffer). Durch den achtzehnten Saisonsieg verteidigte Leipzig seine weiße Heimweste, Ketsch muß weiterhin um den Klassenerhalt bangen.


    Beste Werferin des Spiels: die Ketscher Kreisläuferin Franziska Garcia Almendaris überzeugte mit 10 Toren gegen den amtierenden Meister.
    Natalie Augsburg, die ab der nächsten Saison beim HC Leipzig unter Vertrag steht, sorgte schon in der ersten Minute für das erste Gegentor für ihren neuen Arbeitgeber. Ihre Mannschaftskollegin Maike Brückmann erzielte kurze Zeit später sogar die 2:0-Führung für die Gäste aus Ketsch. Leipzig hingegen verschlief die ersten Minuten komplett, zeigte in der Abwehr nur eine durchschnittliche Leistung und musste nach dem Anschlusstreffer von Idalina Borges Mesquita sofort den dritten Gegentreffer durch Astrid Wörner hinnehmen.

    Die Hausherrinnen schienen den Gegner unterschätzt zu haben. Die Damen aus Ketsch, die immer noch um den Verbleib in der ersten Bundesliga bangen müssen, zeigten in den ersten Minuten hingegen eine engagierte Leistung. Obwohl sie das Deckungszentrum des HC Leipzig, der im Angriff zumeist lediglich durch Siebenmeterentscheidungen zu Toren kam, nicht überwinden konnten, zeigten das Team von Karin Euler genügend Spielwitz, um die Außen freizuspielen. Besonders bereits genannte Natalie Augsburg hielt mit ihren drei Toren in den ersten zehn Minuten ihr Team im Spiel und auch in Führung.

    Nach und nach kam der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger aber besser in Schwung. Else Marthe Sørlie-Lybekk konnte in der 14. Minute erstmals ihr Team in Führung bringen (7:6). Beide Mannschaften leisteten sich dabei viele Fang- und Abspielfehler, Fehlwürfe sowie Lücken in der Deckung. Als logische Konsequenz zog Karin Euler daraufhin in der 16. Minute ihre Grüne Karte, um das Spiel ihres Teams wieder zu beruhigen. Dennoch zog der HCL durch die Tore von Ragnhild Sørlie, Susann Müller und Ulrike Stange auf bis auf vier Tore (15:11) davon, ehe Marlene Zapf und Franziska Garcia Almendaris für Ketsch noch zum Pausenstand von 16:14 verkürzen konnten.

    Auch nach der Pause verzichtete HCL-Coach Martin mit Karolina Kudlacz und Ingrida Radzeviciute auf zwei etablierte Stammkräfte im Rückraum der Leipzigerinnen. Ketsch nutzte die Situation, um drei Minuten nach der Pause wieder den Ausgleich zu erzielen. Besonders die sonst so starke Deckung des deutsche Meisters fand in der Ernst-Grube-Halle kein probates Mittel gegen die agilen und durchsetzungstarken Spielerinnen der TSG Ketsch. Die Quittung folgte in den nächsten zehn Minuten. Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum als Franziska Garcia-Almendaris und Svenja Huber die Gäste beim 24:21 mit drei Toren in Führung brachten.

    Der klare Außenseiter zeigte dem Favoriten, was Kampfgeist bedeutet, hielt selbst in Unterzahl den Vorsprung, und konnte in der 48. Minute beim Stand von 26:24 aus Sicht der Gäste weiter von der Überraschung träumen. Besonders Franziska Garcia Almendaris sorgte dabei immer wieder für Tore und den psychologisch wichtigen Vorsprung für die Gäste, den auch die nun eingewechselte Karolina Kudlacz zunächst nicht verringern konnte.

    Drei Minuten ohne Torerfolg für die Damen aus Ketsch drehten das Blatt jedoch wieder. Else-Marthe Sørlie-Lybekk und Idalina Borges Mesquita glichen für den HC Leipzig in der 54. Minute (28:28) aus. Dramatische Schlussminuten bahnten sich an. Am Ende setzten sich die bessere Nervenstärke und ein wenig auch das Glück durch. Dass das an diesem Nachmittag reichte, lag nicht zuletzt daran, dass die Gäste in den letzten Minuten keine klaren Spielzüge mehr erkennen ließen und auch in der Abwehr nicht mehr richtig zupackten. Anne Ulbricht und Karolina Kudlacz, die in den letzten Minuten immer stärker wurde, sorgten für einen schmeichelhaften Leipziger 32:30-Sieg.

    24.03.2007 - Holger Putz Quelle HBVF


    http://www.ketscher-baeren.de
    erstellt am 25.03.2007

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    Original von Teddy

    Wie ich auf die Erwähnung von Bollywood-Filmen reagiere, ist doch nun wirklich meine Sache, oder? Und ich finde meine Reaktion nicht komisch, sondern vernünftig ...

    Die gute alte Bollywooddiskussion. Im übrigen Lisa kannste nächsten Dienstag bis Freitag mich bsuchen kommen, zu dem Teitpunkt wird in meiner Heimat ein derartiger Film produziert.

    Bären mit Blick auf Torverhältnis auf Schadensbegrenzung aus

    Für die abstiegsbedrohten Ketscher Erstliga-Frauen zählt in Leipzig nur, die Niederlage in Grenzen zu halten

    Noch ist im Abstiegskampf der 1. Handball-Bundesliga Frauen keine endgültige Entscheidung gefallen. Zwei Spieltage vor Saisonende ist noch völlig offen, wer am Ende die Plätze 11 und 12 belegt und in die 2. Liga muss. Die TSG Ketsch, die am vergangenen Wochenende auf eigenem Parkett nur zu einem 28:28-Unentschieden gegen den Tabellenletzten Borussia Dortmund kam, hat den Abstand auf die Abstiegsränge nicht vergrößert. Einen wichtigen Sieg landete dagegen Frisch Auf Göppingen mit dem 29:26 gegen den VfL Oldenburg.


    Am Samstag um 16 Uhr haben die Bären - jetzt mit zwölf Punkten noch auf dem neunten Platz - einen unbezwingbaren Gegner vor sich: Die Roten vom Altrhein gastieren beim deutschen Meister und Pokalsieger HC Leipzig in der Ernst-Grube-Halle. Danach ist erst einmal Warten angesagt, um Stunden später dann den Rechenschieber auszupacken: Zunächst gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Ergebnis der Partie Dortmund (neun Pluszähler) gegen Göppingen (Vorletzter mit elf Punkten), danach der Leistung des Buxtehuder SV (Zehnter mit elf Punkten), der sich nach dem vergangenen Wochenende von Trainerin Heike Axmann trennte und am Samstagabend bei der DJK/MJC Trier antreten muss.

    Die Leipziger gewannen zuletzt das Ost-Derby beim Thüringer HC auch ohne Spielmacherin Rikke Nielsen und Torfrau Chana Masson souverän mit 33:26. Der HCL zeigte wieder einmal eine starke Teamleistung, ist längst für die Play-offs qualifiziert und hat im DHB-Pokal neben dem Buxtehude, Göppingen und dem 1. FC Nürnberg das Ticket für die Final-Four-Begegnungen Ende April in Riesa in der Tasche. Die Sachsen-Truppe von Trainer Morten Arvidsson kann deshalb im Heimspiel gegen die TSG Ketsch hochkonzentriert die Verteidigung des Doubles angehen.

    Den Bären dagegen flatterten beim Unternehmen Klassenerhalt auf eigenem Parkett zuletzt gehörig die Nerven, obwohl das TSG-Bundesliga-Team jede Menge Chancen hatte, das Spiel gegen die Borussen zu gewinnen. "Es ist vermessen, beim Spiel gegen Leipzig auch nur von einem einzigen Punkt zu träumen", zeigt sich Trainerin Karin Euler realistisch und hofft, das Ergebnis einigermaßen erträglich zu gestalten. Dabei wollen die Ketscher besonders auf das Torverhältnis achten, denn das könnte am letzten Spieltag eventuell über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden.

    "Wir werden kämpfen und selber alles geben, um uns eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen", verspricht Euler, die ihre enttäuschten und "ziemlich geknickten" Spielerinnen im ersten Training nach dem Spiel gegen Dortmund wieder aufrichten musste: "Ein Sieg und zwei Punkte hätten aber an der derzeitigen Konstellation auch nicht viel geändert."

    Wenig nervenstark zeigte sich auch Natalie Augsburg: Die Linksaußen, die nach einer längeren Verletzungsunterbrechung erstmals wieder auf dem Parkett stand, vergab in einer entscheidenden Phase der Partie zwei hochkarätige Chancen. Am Samstag steht "Nata" auch noch unter besonderer Beobachtung der Fans des HC Leipzig, wechselt sie doch nach Saisonende zum sächsischen Top-Club: "Die Fans wollen sehen, wer diese Natalie Augsburg ist", sagt die 23-Jährige, die ihre Handverletzung ("Der kleine Finger bleibt zwar krumm, aber für Handball reicht es allemal") überstanden hat und in der Messestadt nicht mehr so "übermotiviert" ans Werk gehen will: "Das war bitter, wie ich meine Chancen zum Schluss vergeben habe, aber aus Fehlern lernt man schließlich auch."

    Davon ist auch Trainerin Karin Euler überzeugt, die sich vor dem Spiel beim Meisterschaftsfavoriten noch einmal mit ihrer Linksaußen unterhalten möchte: "Natalie wird vor der Kulisse ihres neuen Vereins alles geben für ihre Bären, damit die den Klassenerhalt doch noch schaffen."

    Die endgültige Entscheidung, wer aus der Bundesliga absteigen muss, wird ohnehin erst eine Woche später am letzten Spieltag fallen: Borussia Dortmund muss dann beim Frankfurter HC antreten, und der Buxtehuder SV erwartet die HSG Blomberg-Lippe. Und die TSG Ketsch und Frisch Auf Göppingen müssen sich zum Abschluss der Runde jeweils zuhause mit den Top-Teams aus Nürnberg und Leipzig auseinandersetzen. vw

    Schwetzinger Zeitung - Volker Widdrat -
    23. März 2007


    http://www.ketscher-baeren.de
    erstellt am 23.03.2007

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    Original von OsloStar
    Fakt ist, ohne die Familie Hopp bzw. Daniel Hopp (bekennender Eishockeyfans), würde es heute weder die Adler bzw. den MERC geben,!

    Der alte MERC existiert schon seit einigen Jährchen nicht mehr, Pleite gegangen. Der Nachfolge MERC hat meines Wissens nach überhaupt nichts mit den Adlern zu tun.

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    Original von Glücksschweinchen
    Hallo,

    eigentlich wollte ich in Mannheim live dabei sein. Aber irgendwie habe ich immer noch keine Karten. Wie kann ich an Karten kommen? Mit Schwaniwolli hab ich mich schon in Verbindung gesetzt, da kam aber nichts mehr zurück, meldet sich einfach nicht mehr. Gibt es eine andere Möglichkeit ohne Kreditkarte?

    Versuch Schwanniwolli telefonisch zu erreichen.

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    Original von Karl
    Da kann ich mich Bundesbibo grundsätzlich nur anschließen (ich kenne die Szenen allerdings nicht).

    Die Konsequenz hat bisher m.W. noch kein Bundesligist gezogen (Anlaß gabs ja schon - ich erinnere nur an Goluza)

    Wurde Baumgartner seinerzeit nach seiner Spuckattacke nicht auch suspendiert?

    Bei den Bären flattern die Nerven - Chance vertan

    Abstiegsendspiel in der 1. Frauen-Bundesliga zwischen Ketsch und Dortmund findet beim 28:28 (12:11) keinen Sieger


    Was ist ein Pluspunkt für die TSG Ketsch im Abstiegsduell gegen Schlusslicht Borussia Dortmund wert? Ist der Zähler in der Endabrechnung um den Klassenerhalt zu wenig oder reicht es trotzdem? Diese Frage stellten sich sowohl die Spielerinnen, der Trainerstab sowie die Verantwortlichen und Fans der TSG Ketsch nach dem 28:28 (12:11) in der Neurotthalle nach der Partie gegen die Borussinnen. Keiner wusste es am Samstag genau, es konnte nur spekuliert und der Rechenschieber bei der Betrachtung des Restprogramms der Abstiegskandidaten bemüht werden: Ketsch hat 12:28 Punkte und ein Torverhältnis von minus 99, bei zwei vermeintlich unlösbaren Aufgaben in Leipzig und zu Hause gegen Nürnberg. "Da wäre es vermessen, von einem Punkt zu träumen", weiß Trainerin Karin Euler.


    Die aktuelle Bilanz der Konkurrenz: Buxtehude (11:29/-66, muss noch gegen Trier und Blomberg-Lippe ran) sowie Göppingen (nach dem gestrigen 29:26-Sieg gegen Oldenburg 11:29/- 111, in Dortmund und daheim gegen Leipzig) sowie Dortmund (9:31/-82, das Göppingen erwartet und nach Frankfurt/Oder muss).

    Trotz aller Spekulationen war aber eines auch Fakt: Die Ketscher Bären hatten die Chance zum doppelten Punktgewinn selbst in der Hand, nutzten diese gegen die sich nie aufgebenden Borussinnen aber nicht. Diese mühten sich redlich, machten in einer immer engen Partie Drei-Tore-Rückstände wett (2:5/8.; 9:12/27.; 18:21/46.), während Ketsch den Sack einfach nicht zumachte.

    Chancen, das Spiel zu gewinnen, waren auf alle Fälle vorhanden. Von zehn Siebenmetern verwandelte die TSG gerade einmal die Hälfte. Da zollten die Gastgeberinnen, bei denen der Kampfgeist stimmte, ihren flatternden Nerven Tribut - wie auch bei zahlreichen Tormöglichkeiten, die nicht den Weg in das von Jokelyn Tienstra gut gehütete BVB-Tor fanden.

    Apropos Nerven: Die lagen auch bei Natalie Augsburg blank. Die Linksaußen, die nach einer Fingerverletzung erstmals wieder auf dem Parkett stand, agierte unglücklich und avancierte in der spielentscheidenden Phase unter den Augen von Bundestrainer Armin Emrich zur tragischen Figur. Nachdem Linkshänderin Friederike Gubernatis (die 18-Jährige machte erneut in der Abwehr und im Angriff ein sehr gutes Spiel und schoss sieben Tore) dreieinhalb Minuten vor Ende das 28:28 erzielt hatte, vergab "Nata", die nach der Saison zum HC Leipzig wechselt, zwei hochkarätige Chancen.

    Und auch Hallensprecher Lothar Bauer war die Anspannung anzumerken: Er verschlief in seiner "Kanzel" unter dem Hallendach einen Wechsel im Bärentor - Ilka Arndt machte von der 39. bis 54. Minute Platz für Mandy Burrekers. Die peinliche Folge der Bauer-Auszeit: Bei drei Burrekers-Paraden lobte er Arndt lautstark über das Hallenmikrofon.

    Lob vom Ketscher Hallensprecher kann es in der nächsten Runde für die beiden Keeperinnen auch weiterhin geben, denn beide haben signalisiert, weiterhin für Ketsch spielen zu wollen. Dies teilte Brigitte Haller, Geschäftsführerin der Spielbetriebs GmbH "Ketscher Bären" mit.

    Haller standen nach dem Remis gegen Dortmund allerdings auch tiefe Sorgenfalten auf der Stirn, denn die Personalverhandlungen gestalten sich aufgrund des Fragezeichens hinter der Ligazugehörigkeit in der Saison 2007/2008 nun noch zäher, denn das Remis war Gift für die Verhandlungen mit eventuellen Neuzugängen und Wackelkandidatinnen im TSG-Kader wie Maike Brückmann.

    Dass die Trauben im Abstiegskampf in den beiden noch ausstehenden Partien sehr hoch hängen, das meinte TSG-Trainerin Karin Euler bei der Pressekonferenz, die allerdings versprach: "Wir werden fighten bis zum Umfallen." Ihr Pendant Thomas Happe machte hingegen in Optimismus: "Wir haben noch die Chance auf den Klassenerhalt."

    TSG Ketsch: Arndt, Burrekers (39. bis 54.); Ullrich, Zapf, Merkel, Augsburg (2), E. Garcia Almendaris (1), Trunk, Wörner (8/5), F. Garcia Almendaris (3), Gubernatis (7), Huber (2/1), Ju. Löbich, Brückmann (5).

    Borussia Dortmund: Tienstra, van der Wal (45. bis 54.); Spriestersbach (6), Pusic (5), Hrabovska (7/2), Surholt (3), Suhr, Brandes, Lütz (1), Glathe (1), Köhler, Taniguchi, Kliewe (3), Fiedel (2).

    Schiedsrichter: Heinz/Hock (Waiblingen). - Zuschauer: 750. - Siebenmeter: 10/5 : 4:2. - Zeitstrafen: 14:14 Minuten.

    Beste Spielerinnen: Gubernatis, Wörner - Spriestersbach, Hrabovska.

    Spielstationen: 1:0, 3:1, 5:2, 5.5, 8:6, 9:7, 12:9, 12.11 (HZ), 14:12, 16:16, 16:17, 21:18, 22:22, 24:24, 25:26, 27:28.

    Schwetzinger Zeitung - Steffi Lang -
    19. März 2007


    http://www.ketscher-baeren.de
    erstellt am 19.03.2007