Beiträge von Outsider81

    Zitat

    Original von Felix0711


    Jetzt muss ich aber doch mal fragen, was du dir unter einem "guten" Tatort-Kommissar vorstellst? Muss es da die ganze Zeit Bumm-Bumm machen wie bei Schimanski oder wie sind deine Vorlieben?

    Ich finde, dass Kain/Ehrlicher (die Namenskombination kann schon einiges) ein gutes Trio äh... Quartett sind und gucke die Tatorte mit ihnen immer gerne. Natürlich ist die Figur des Ehrlicher kein Haudrauf, aber es macht ja gerade den Reiz des Tatorts aus, dass die Kommissare völlig unterschiedliche Charaktere sind. Mit Palü, Bienzle und Ehrlicher ist der "ruhige" Part in der Vergangenheit etwas überbelegt gewesen, das gebe ich zu, aber ein eher ruhiger Charakter tut dem Tatort auch mal gut.

    Ja Schimmi war echt cool, ansonsten is mein momentaner Liebling die gute alte Lena, aber auch Batic/Leitmayer, Ballauf/Schenk und einige der noch net so etablierten Kommissarre finde ich ganz klasse. Nur Bienzle, Palu, Ehrlicher fand/find ich LANGWEILIG!

    Ronaldo: Nen Splattertatort wäre echt mal nen schlecht;) Einen mit Aliens gabs ja schonmal.

    Nadine: PMF ?

    Trauer in der Bundesliga: Max Merkel ist tot

    Max Merkel galt als einer der erfolgreichsten Bundesliga-Trainer. Am Dienstag verstarb der gebürtige Österreicher im Alter von 87 Jahren. Foto: AP

    MÜNCHEN -
    Der große Zampano ist tot. Trainer-Legende Max Merkel starb am Dienstagabend im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit in seinem Haus in Putzbrunn bei München. Der gebürtige Wiener hinterlässt Ehefrau Marion und seine Tochter Maxi (34). "Sein Tod erfüllt mich mit Trauer", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger in seiner ersten Reaktion, "er war ein großartiger Trainer und auch ein Unterhaltungskünstler." Uwe Seeler, der beim Urlaub in Österreich von der Nachricht überrascht wurde, bezeichnete Merkel als "tollen Trainer, netten Menschen und Spaßvogel, der bis ins hohe Alter immer einen Spruch auf den Lippen hatte."

    Merkel hatte gleich drei erfolgreiche Karrieren erlebt. Zunächst als eisenharter Verteidiger, wo er sowohl für Österreich, als auch für Deutschland jeweils ein Länderspiel bestritt. Anschließend als Trainer, wo er mit Rapid Wien (1957), 1860 München (1966), dem 1. FC Nürnberg (1968) und Atlético Madrid (1973) insgesamt vier nationale Meistertitel gewann. Und schließlich 28 Jahre lang als Kolumnist der "Bild".

    Nicht erst dort war Merkel für seinen Wiener Schmäh gefürchtet. Als Trainer der Münchner "Löwen" wurde er 1967 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer Geldstrafe von 10 000 Mark verdonnert, weil er bemerkte, das einzige Positive am 1. FC Köln sei der Geißbock: "Und der stinkt auch noch."

    Über deutsche Funktionäre behauptete er: "Die wissen nicht einmal, dass im Ball Luft ist. Die glauben doch, der springt, weil ein Frosch drin sitzt." Und seine Trainings-Methoden erklärte er mal mit einer Anekdote: "Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter."

    Doch Merkel war auch ein harter und vor allem erfolgreicher Arbeiter. "Er war in seiner Zeit einer der besten Trainer in Deutschland", sagte Bayern Münchens Trainer Felix Magath nach der Kunde von Merkels Tod: "Der deutsche Fußball beklagt den Verlust einer Persönlichkeit."

    Auch beim 1. FC Nürnberg, der unter Trainer Merkel 1968 seine bislang letzte deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, herrscht große Trauer. "Max Merkel war ein erfolgreicher, großer Fußballtrainer. Der 1. FCN und der Fußball in Deutschland haben ihm unendlich viel zu verdanken", sagte Club-Präsident Michael A. Roth.

    Merkels Motto war "Zuckerbrot und Peitsche", damit musste er bei seiner ersten Station als niederländischer Nationaltrainer (1954 bis 56) in 18 Spielen nur eine Niederlage hinnehmen, besiegte unter anderem Weltmeister Deutschland 1956 mit 2:1. In München und Nürnberg wurde er allerdings im Jahr nach dem Titel jeweils entlassen, der FCN stieg anschließend sogar als bis heute einziger Titelverteidiger ab.

    Anschließend ging Merkel nach Spanien, zunächst zum FC Sevilla. "Das war vielleicht die schönste Zeit", sagte er: "Weil das alles mit menschlicher Wärme verbunden war." Zu seiner Zeit in Madrid Mitte der 70er-Jahre kaufte er sich ein Reihenhaus in Putzbrunn vor den Toren Münchens, wo er zuletzt mit seiner Ehefrau Marion zurückgezogen lebte. Seitdem er auf Grund von Rückenbeschwerden auf das Tennisspielen verzichtete, widmete er sich mehr und mehr klassischen Konzerten. Auch ein Wein-Liebhaber war Merkel, aber andere als österreichische kamen ihm nicht auf den Tisch.

    Seine Kolumne pflegte Merkel, der für zwei Kurzgastspiele (Schalke 1975/76 und Karlsruhe 1981/82) noch mal in die Bundesliga zurückkehrte, bis zuletzt. Noch in diesem Sommer hieß es in der "Bild": "Max merkelt wieder". Es sollte das letzte Mal gewesen sein.

    HA
    erschienen am 30. November 2006

    http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/30/646342.html

    Ich hab nun ein Beispiel was zwar nen bissl off-topic is, aber den Unsinn von Überwachungsaktionen, wie ich finde, deutlich macht. im Herbst letzten Jahres wurde in Viernheim ein , glaube ich, 5 jähriges Mädel sexuell mi9ssbraucht, da erste Fahndungserfolge nichts erbrachten wurden alle Viernheimer, obwohl der Täter ja auch ein nicht Viernheimer hätte sein können oder älter bzw. jünger, zwischen 20 und 30, da laut Täterbeschreibung dieser so alt sein soll, zu einem Speicheltest geladen. Diese zogen sich dann erstmal ewig in die Länge, es sind natürlich nicht alle angeschriebenen erschienen, da sie ja nichtzu dem Test gezwungen werden können und der Täte istr noch auf freiem Fuß.
    Fazit unnötige Kosten und ein Eingriff in die privatssphäre etlicher Unschuldiger. Ich hoffe nur das meine Daten auch wirklich vernichtet wurden!

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    Original von michel b.
    Das nennt man wohl eine Gesetzeslücke. Wobei der Vergleich mit dem Fall von 1961 doch fragwürdig erscheint. Der Mann damals hatte schlicht einen Informationsvorsprung, jedoch nicht den Ausgang des Ereignisses manipuliert.

    Richtig! Dass ist nämlich in meinen Augen ein GRAVIERENDER Unterschied.

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    Original von knightkiller
    Ich würde diese Änderungen nicht so sehr begrüßen, da im Moment auch die "schlechten" Mannschaften wenigstens noch einige Torerfolge haben. Wenn die Änderungen wirklich durchgeführt würden, dann hätten die Mannschaften noch weniger zu feiern.

    Dafür verlieren dem Gegner unterlegene Teams höher als früher und Überaschungen sind seltener, daher denke ich wären Regeländerungen gerade für schwächere Teams auch interessant.

    Zitat

    Original von Trollinger

    Gegen Kritik ist ja gar nichts einzuwenden, im Gegenteil, aber wie sagt man so schön: Der Ton macht die Musik

    Finde ich auch. Man sollte Respektvoll uns sachlich Kritik äußern können. Im übrigen gibt es wenige Handballer die so viel für den deutschen Handball getan haben als Bernhard Kempa.

    In einem anderen Thread sind einige Vorschläge Bernhard Kempas nachzulesen in denen er Regeländerungenfordert da er beklagt das mittlerweile zuviel Tore im Handball fallen.Da ich diese Meinung teile würde ich gerne von euch erfahren ob Ihr deerselben Meinung seid und wenn ja, welche Regeländerungsvorschläge ihr habt. Ich persönlich würde die "alter" schnelle Mitte Regelung wieder begrüßen, bei der nach dem Anpfiff zuerst der Ball bzw. Ball führende Spieler die Mittelinie überqueren musste bevor andere Mitspieler dies durften.

    (25.11.2006)
    Ackermann vor Freispruch zweiter Klasse
    Mannesmann-Prozess soll gegen Millionenzahlung eingestellt werden / Entscheidung nächste Woche

    Von M. Döbler, S. Kaiser, H. Mortsiefer und J. Zurheide


    Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und seine Mitangeklagten im Mannesmann-Prozess können mit der Einstellung des Verfahrens rechnen – gegen Zahlung von 5,8 Millionen Euro. 3,2 Millionen Euro soll Ackermann übernehmen – im Prozess hatte er sein Jahreseinkommen auf 20 Millionen Euro beziffert. Einen entsprechenden Vorschlag machten die Anwälte Ackermanns vor dem Landgericht Düsseldorf. Die Staatsanwaltschaft stimmte zu, weil das Verfahren sehr lange dauern würde, die Schuld der Angeklagten vermutlich aber eher gering sei.

    Aus Justizkreisen hieß es, das Gericht werde wohl zustimmen. Das Verfahren könnte schon am kommenden Mittwoch eingestellt werden. Ackermann würde dann wie die anderen fünf Angeklagten nicht verurteilt und wäre nicht vorbestraft. Damit ist sein Verbleib an der Spitze der größten deutschen Bank gesichert. Zwar wollte sich das Institut nicht offiziell dazu äußern. Es wurde aber darauf verwiesen, dass es nach einer Einstellung des Verfahrens keinen Grund für Veränderungen an der Spitze der Deutschen Bank gebe.

    Ackermann will die Geldauflage aus eigener Tasche bezahlen. Das sei seine eigene Entscheidung gewesen, die Deutsche Bank sei auch bereit gewesen, die Geldbuße aus der Kasse des Hauses zu zahlen, erfuhr der Tagesspiegel aus seinem Umfeld. Er sei von den Aktionären gedrängt worden, die Einstellung des Verfahrens zu betreiben, um der Bank voll und ganz als Vorstandschef zur Verfügung zu stehen. Zuletzt hatte sich vor allem der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser gegen diese Variante gewandt und auf einen Freispruch gehofft. Esser, der die strittigen Prämien von rund 15 Millionen Euro erhalten hatte, soll 1,5 Millionen Euro zahlen, Ex- Mannesmann-Aufsichtsratschef Joachim Funk eine Million, der einstige IG-Metall-Chef Klaus Zwickel 60 000 Euro, Ex-Konzernbetriebsratschef Jürgen Ladberg 12 500 und der frühere Direktionsmitarbeiter Dietmar Droste 30 000 Euro.

    Aktionärsvertreter und Finanzexperten begrüßten die absehbare Verfahrenseinstellung. „Ich halte das für das Beste, was passieren konnte“, sagte Wolfgang Gerke, Professor für Bankwesen an der Universität Erlangen-Nürnberg. Auch Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, äußerte sich positiv, sprach aber von einem „Freispruch zweiter Klasse“. In der Politik wurden indes Zweifel laut. Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg-Otto Spiller, nannte die Absprache zwischen Verteidigung und Anklage „merkwürdig“.

    In dem Prozess ging es um die Ausschüttung von 57 Millionen Euro im Zuge der Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone im Jahr 2000. Das Landgericht hatte alle Angeklagten 2004 freigesprochen, der Bundesgerichtshof hatte das Urteil jedoch aufgehoben.


    http://www.tagesspiegel.de

    Das Gerechtigkeit auf Erden eine nie sich erfüllende Utopie ist, zeigt das Ende des Mannesmannsprozesses. Mit Genuss würde ich Ackermann, Esser und Co. ihre "Hackfressen" polieren! Solche Verbrecher haben die Freiheit nicht verdient!!!

    Zitat

    Original von Mike
    bei der ersten hallen-handball-weltmeisterschaft 1938 in berlin gewann deutschland gegen dänemark 11:3 / deutschland gegen österreich 5:4 und deutschland gegen schweden 7:2
    back to the roots - herr kempa :pillepalle:

    Damals betrug die Spielzeit auch noch 2*15 min, die taktische Aufstellung ähnelte der des Feldhandballs, es gab noch keine schnelle Mitte, das Spiel steckte noch in "Kinderschuhen" etc.

    Bären melden sich im Abstiegskampf zurück


    HANDBALL: Gestern Ketscher 31:26-Sieg gegen Thüringer HC



    (c) Schwetzinger Zeitung / Steffi Lang - 23.11.2006 * rk


    Die Erstliga-Handballerinnen der TSG Ketsch haben am letzten Spieltag des Jahres 2006 vor der EM-Pause die rote Laterne abgegeben. Durch den überraschenden, aber vollauf verdienten 31:26 (18:16)-Sieg gestern Abend gegen den Thüringer HC in der Neurotthalle kletterten die Bären vom letzten auf den zehnten Platz, den ersten Nichtabstiegsrang, und profitierte dabei vor allem von der Dortmunder 20:26-Niederlage bei der HSG Blomberg-Lippe sowie dem Göppinger 25:34 gegen die DJK/MJC Trier.

    Es war der erste Ketscher Heimsieg der Saison und der insgesamt dritte doppelte Punktgewinn für die Truppe von Trainerin Karin Euler, die auf Spielmacherin Astrid Wörner und die zweite Torhüterin Mandy Burrekers (beide Fingerbruch) verzichten musste. Auf THC-Seite standen die verletzten Alexandra Uhlig sowie die Ex-Ketscherin Nadine Härdter und Lucie Fabikova zwar auf dem Spielberichtsbogen, doch zum Einsatz kamen sie alle drei nicht.

    Nach etwas verhaltenem Beginn und einem 3:5-Rückstand (7.) legte der Außenseiter TSG die Nervosität ab, stabilisierte sich in der Defensive und hielt die Fehlerquote im Angriff niedrig. Gerade dies sollte am Ende neben dem enormen Kampfgeist und dem Siegeswillen den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben. Nach dem 15:10 (21.) allerdings hatten die Bären wieder ihren fast schon obligatorischen Hänger gegen Ende der ersten Hälfte, der den Gast zum 16:16 ausgleichen ließ (29.). Bis zur Pause allerdings betrug der Ketscher Vorsprung beim 18:16 wieder zwei Treffer.

    Und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Bären, dass sie sich beide Punkte holen wollten. Über 22:18 (38.), 25:21 (45.) und 27:23 (54.) hielten sie die Truppe von Dago Leukefeld auf Distanz. Endgültig war der Sieg aber erst in trockenen Tüchern, als Torhüterin Ilka Arndt etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende beim 29:25 einen Siebenmeter der zuvor treffsicheren Saskia Mulder hielt.

    "Meine Mannschaft hat heute sehr gut gekämpft und mir das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht", freute sich TSG-Trainerin Karin Euler. "Ketsch war engagierter als wir, der Sieg ist verdient", zeigte sich ihr Gegenüber Dago Leukefeld als fairer Verlierer.

    TSG: Arndt, Voss (bei einem Siebenmeter); Ullrich, Kuhn, Merkel (8/4), Augsburg (7), E. Garcia Almendaris (1), Trunk (2), F. Garcia Almendaris (2), Gubernatis, Huber (1), Ju. Löbich (4), Brückmann (6), Laverroux.

    THC: Schanze, Wehr (n.e.); Sommerlund (3), Jurack (4), Kartheuser (4), Bohm (3), Watzke, Höhne (3), Minevskaja, Mulder (9/6), Uhlig, Wenzl, Härdter, Fabikova.

    Schwetzinger Zeitung - 23. November 2006

    Nichtabstiegsplatz ist nur eine Momentaufnahme


    HANDBALL: In der Frauen-Bundesliga fallen erst ab Januar die wichtigen Entscheidungen



    (c) Schwetzinger Zeitung / Von Steffi Lang und Mike Junker - 24.11.2006 * rk


    Die TSG Ketsch war, neben dem neuen Spitzenreiter HC Leipzig, der große Gewinner des 13. Spieltages der Saison 2006/2007 in der 1. Handball-Bundesliga der Frauen. Der nicht erwartete 31:26 (18:16)-Sieg gegen den Thüringer HC war gleichbedeutend mit dem ersten Heimsieg der Runde und dem dritten Sieg insgesamt, der einem Befreiungsschlag im Abstiegskampf gleichkam. Durch den doppelten Punktgewinn gab die TSG die rote Laterne ab und kletterte auf den zehnten Platz, der, wäre jetzt bereits Saisonschluss, den Nichtabstieg bedeuten würde. Frisch Auf Göppingen verlor das Heimspiel gegen Trier und rutschte auf den vorletzten Platz ab. Buxtehude kletterte durch das 27:26 gegen Oldenburg vom vorletzten auf den neunten Platz.

    Neues Schlusslicht ist Borussia Dortmund. Der BVB verlor das Kellerduell bei der HSG Blomberg-Lippe mit 20:26, was gleichbedeutend mit der zehnten Saisonniederlage war. Doch damit nicht genug: Der BVB steht erstmals in der Bundesliga-Geschichte auf dem letzten Platz. Und Trainer Thomas Happe malt eine düstere Zukunft: "Ich denke nicht, dass wir in der EM-Pause personell noch einmal nachlegen können. Ich erwarte jetzt, dass die beiden Abstiegsplätze zwischen Ketsch, Göppingen und meiner Mannschaft ausgespielt werden."

    Auch Aufsteiger Göppingen überwintert nach der Niederlage gegen die Trierer Miezen auf einem Abstiegsplatz. "Wir haben im nächsten Jahr Ketsch und Buxtehude zuhause und schauen nach vorne. Da machen wir uns nicht verrückt", ist FA-Coach Hagen Gunzenhauser optimistisch, den Klassenerhalt realisieren zu können.

    Nur den Ligaerhalt haben auch die Bären im Visier, die nach zwei herben Klatschen gegen die Spitzenmannschaften Nürnberg und Trier gegen den Thüringer HC wieder einmal für positive Schlagzeilen sorgten. Vor allem in puncto Kampfgeist überzeugten die Schützlinge von Trainerin Karin Euler, die auf die verletzte Spielmacherin Astrid Wörner ebenso verzichten musste wie auf ihre zweite Torhüterin Mandy Burrekers (beide Fingerbruch). THC-Trainer Dago Leukefeld konnte ebenso nicht mit seinem Bestaufgebot antreten. Mit Nadine Härdter, Alexandra Uhlig und Lucie Fabikova fehlten drei Leistungsträgerinnen. "Es ist eingetreten, was ich befürchtet habe. Wir konnten zu keiner Phase die kämpferischen und Abwehr-Qualitäten der fehlenden Spielerinnen ausgleichen. Hinzu kam, dass mehrere Spielerinnen in der Defensive ohne Einstellung agierten."

    Die Einstellung stimmte

    Thema Einstellung: Die stimmte bei den Bären von der ersten bis zur letzten Minute. Dies honorierten die Fans - nur 350 fanden den Weg in die Halle - indem sie gut mitgingen und als "achter Mann" hinter ihrer Mannschaft standen. Das war Balsam auf die Wunden der Bären. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie was kann", freute sich auch Abteilungsleiterin Andrea Lemberger über die Pluspunkte 6 und 7. Da konnte sie auch die schwache Kulisse verschmerzen, für die sie ihre eigene Erklärung schnell parat hatte: "Wahrscheinlich haben uns die Leute nicht zugetraut, dass wir was reißen und sind deshalb erst gar nicht gekommen."

    Diejenigen, die da waren und sich womöglich gegen die Fußball-Champions-League und das Spiel der SG Kronau/Östringen gegen Lemgo und für die Bären entschieden, mussten ihr Kommen nicht bereuen. Die ganze Mannschaft kämpfte bis zum Umfallen. Eine sehr gute Note in einer geschlossen guten Mannschaft, die für ihre Verhältnisse wenige Fehler im Angriff machte, verdiente sich Julia Löbich, die auf der Wörner-Position in die Bresche sprang, vier Tore erzielte und gemeinsam mit Franziska Garcia Almendaris Ball und Kolleginnen unermüdlich nach vorne trieb. Auch Friederike Gubernatis fing sich nach Startschwierigkeiten und zwei Zeitstrafen im zentralen Bereich der 4:2-Abwehr in der ersten Halbzeit. Bruni Merkel versenkte alle vier Siebenmeter nervenstark und traf aus dem Spiel heraus weitere vier Mal gegen Ex-Nationaltorfrau Michaela Schanze. Natalie Augsburg war auch nicht durch eine voll austamponierte Nase an ihren letzten beiden Treffern zu hindern. Bei einer Aktion in der Abwehr fanden die Finger ihrer Gegenspielerin irgendwie den Weg in die Nase der siebenfachen Torschützin, die in der 40. Minute beim 22:19 blutend vom Parkett musste. Nach kurzer Behandlungspause war die Leistungsträgerin aber wieder einsatzbereit. Auch aufgrund der guten Entwicklung und der überzeugenden Leistungen hätte die 23-Jährige als kleines Bonbon und Anerkennung für das bisher Gezeigte einmal eine Einladung zu einem DHB-Lehrgang verdient.

    Maike Brückmann bewies erneut, dass sie eine Verstärkung ist. Die Rückraumspielerin trug sich insgesamt sechsmal in die Torschützenliste ein. Überhaupt war der Angriff eine wohltuende Überraschung, suchte mit Schnellangriffen vom Anspielpunkt oder aus der Defensive heraus mit einfachem Kreuzen die "einfachen" Tore. Gelang dies nicht auf Anhieb, ließ die TSG den Ball laufen bis sich eine günstige Gelegenheit bot. "Geduld - Geduld", forderte Euler mehrfach von der Bank ihre Schützlinge zu besonnener Spielweise auf. Ein in letzter Zeit selten zutage getretenes Selbstbewusstsein wurde schon nach dem 12:10 (18.) demonstriert und in ein 16:10 nur wenig später umgemünzt. Der kurze Rückfall in alter Fehler (16:16/28.) war schnell wieder vergessen und ging im Halbzeitjubel unter.

    Schwetzinger Zeitung - 24. November 2006