Samstag, 4.2.2006, 16.30 Uhr, EWE Arena Oldenburg
VfL Oldenburg - TSG Ketsch
- 31.01.2006 TSG-Bären mit Elan in das Emsland
Der 16. Spieltag der 1. Bundesliga der Frauen hat es gerade für die unteren Tabellenregionen in sich. Während der Tabellenletzte SG 09 Kirchhof beim Tabellenvorletzten PSV Rostock seine Visitenkarte abgibt, müssen die Hand-ballfrauen der TSG Ketsch in der EWE Arena Oldenburg ebenfalls zu einem richtungsweisenden Spiel reisen. Ein Heimsieg des PSV vorausgesetzt, könnten die Ostsee-Städter auf die TSG Ketsch aufschließen. Es sein denn, die Bären setzen in Oldenburg den Aufwärtstrend fort und bringen etwas Zählbares in die Kurpfalz mit.
In der Tat geht bei den Roten vom Altrhein derzeit ein Ruck durch das Team, denn sowohl Kampfgeist als auch Siegeswille haben sich seit Anfang des Jahres deutlich gesteigert. Auch Bären-Coach Karin Euler sieht ein eindeutiges Formhoch: „Das Team leistet vor allem in der Abwehr Hervorragendes, wir wollen weiter punkten und zeigen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben“. So will sich die Euler-Truppe auch in der EWE Arena gleich zu Anfang hellwach präsentieren – und den gleichen Elan wie beim verdienten Heimsieg gegen Frankfurter HC an den Tag legen.
„Mit dem jetzigen Abschneiden bin ich nicht zufrieden. Ich will in Oldenburg mehr erreichen“, prangert der Trainer des VFL Oldenburg, Leszek Krowicki, den bisherigen Saisonverlauf an. Als Konsequenz plant man daher einen größeren Umbau zum Saisonende, das Emsland-Team steht vor einem Jahr des Umbruchs. Gleich zehn Verträge laufen beim VfL am Saisonende aus und Krowicki will handeln: „Anders als vor der jetzigen Saison will ich die Gelegenheit nutzen, die Mannschaft nach meinen Vorstellungen zusammenzustellen. Neue Gesichter und eine neues, höheres sportliches Niveau sollen zukünftig dafür sorgen, die Ränge in der schmucken EWE – Arena (Fassungsvermögen 2.500 Zuschauer) besser zu füllen. Diese neue Marschrichtung unterstützt auch das VfL – Präsidium „Auch wenn die gute Talentförderung im Verein seit Jahren ihre Früchte trägt, so benötigt die Mannschaft auch Spielerinnen mit internationalem Niveau, um unsere hohe Zielsetzung zu verwirklichen“, so der VfL Präsident Bredehorn. Zum neuen Aussehen des Teams wollen die VfL – Verantwortlichen zwar noch nichts konkretes sagen, „aber es ist kein Geheimnis, dass wir eine neue Rückraumreihe suchen“, so Krowicki.
Sportlich soll das Team in der laufenden Runde noch so viel Punkte wie möglich holen, sicher wollen sich die Spielerinnen durch gute Leistungen für neue Verträge in Szene setzen. Aktuell muss man auf Olesija Heinowski verzichten, die sich Mutterfreuden entgegensieht und ab sofort mit dem Leistungssport aussetzt.
Auch nach dem 31:21 - Sieg gegen den Thüringer HC stehen die Emsländer weiterhin auf dem 9. Tabellenrang. Der VfL-Trainer kommentierte diesen Sieg wie folgt: \"Das war heute unser bestes Saisonspiel. Es war ein sehr interessantes Handballspiel. Meine Mannschaft hat heute sehr gut in der Deckung gearbeitet. Durch diese gute Abwehrleistung ist es uns gelungen den Gegner unter Druck zu setzen und wir sind zu einfachen Tempogegenstoßtoren gekommen. Eine starke Vorstellung kann ich Torfrau Janice Fleischer bescheinigen, die heute überragend gehalten hat.\" Mit weiteren Siegen will man sich mehr ins Tabellenmittelfeld schieben.
Gefährlichste Angreiferinnen des VfL – Teams sind insbesondere Magdalena Urdea und Jana Oborilova, die beide unter den Top 20 der aktuellen Torschützenliste zu finden sind. Mittlerweile hat sich auch die langzeit-verletzte National-Spielerinnen Marion Erfmann zurückgemeldet, die das Angriffsspiel deutlich belebt.
Das Erfolgserlebnis des am Ende deutlichen 25:19 – Heimsiegs gegen den Frankfurter HC hat bei TSG Ketsch natürlich das Selbstbewusstsein gesteigert. „Der Heimerfolg war einfach toll, ein super Gefühl, so kann es weitergehen“, so die einhellige Meinung des Teams am vergangenen Freitagabend. Auch das Trainerteam will den Aufwärtstrend fortführen, mit der gezielten Spielvorbereitung wurde bereits mit dem Montagstraining begonnen. Natürlich muss auch die 5-stündige anstrengende Busreise weggesteckt werden. Hi
Quelle: TSG-Ketsch.de