Quelle: Spiegel-Online
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VfB Stuttgart beurlaubt Trapattoni
Die Geduld des VfB Stuttgart mit seinem italienischen Trainer Giovanni Trapattoni ist am Ende. Am Abend hat der Fußball-Bundesligist den seit seinem Dienstantritt umstrittenen "Maestro" mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Ein Nachfolger ist bereits in Sicht.
Stuttgart - Die Vereinsführung habe die Entscheidung, die ihr sehr schwer gefallen sei, nach einem persönlichen Gespräch mit Trapattoni getroffen, hieß es in einer Presseerklärung. "Giovanni Trapattoni ist ein absoluter Gentleman und der erfolgreichste Vereinstrainer der Welt. Trotzdem hat sich seine Arbeit mit der Mannschaft nicht so effizient und erfolgreich wie von uns allen erhofft gezeigt", teilte VfB-Präsident Erwin Staudt mit. "Aus diesem Grund sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass wir trotz der fortgeschrittenen Saison mit einem neuen Trainer unser ursprünglich anvisiertes Saisonziel - einen Platz im internationalen Geschäft - erreichen können."
Der Nachfolger für Trapattoni, mit dem auch Co-Trainer Andreas Brehme seinen Hut nehmen muss, soll bereits morgen um 11 Uhr erstmals das Training leiten. Dabei könnte es sich um den erst im Dezember bei Schalke 04 entlassenen Ralf Rangnick handeln, der schon einmal in Stuttgart gearbeitet hat. Laut der "Bild"-Zeitung soll dagegen Armin Veh als Trapattoni-Nachfolger präsentiert werden.
"Die Mannschaft bekommt nun neue Impulse und muss in den nächsten Wochen eine entsprechende Reaktion zeigen. Jeder Einzelne hat nun die Chance, sich aufs Neue zu beweisen und seinen Pflichten gegenüber dem VfB Stuttgart und seinen Anhänger gerecht zu werden", sagte VfB-Teammanager Horst Heldt.
Der Verein, der am 16. und 23. Februar gegen den FC Middlesbrough um den Einzug in das Uefa-Pokal-Achtelfinale kämpft, zog mit der Trennung von Trapattoni den Schlussstrich unter die fortdauernde Diskussion um den Italiener. Trapattoni hatte sich vor allem durch die lange Zeit von ihm praktizierte Rotation sowie die ausbleibenden Siege in die Kritik gebracht.
In den ersten drei Rückrundenspielen in diesem Jahr erzielten die Stuttgarter noch kein Tor. Insgesamt kamen die mit dem Anspruch auf einen Champions-League-Platz in die Spielzeit gestarteten Schwaben in dieser Saison bis dato nur auf fünf Siege und zwölf Unentschieden. Zuletzt spielte die Mannschaft vor eigener Kulisse 0:0 gegen den SV Werder Bremen. In der Tabelle liegt der VfB auf dem siebten Platz und muss um den erneuten Sprung ins internationale Geschäft zittern.
har/sid