Nicht der Uli hat das zugegeben, sondern sein Staranwalt! Laut Welt-Artikel könnte man auf den ersten Blick meinen, er will seinen Mandanten in die Pfanne hauen, weil er ja wohl noch weitere Dinger losgelassen und Hoeneß damit zeitweise ziemlich irritiert hat.
Vielleicht soll da wirklich von etwas abgelenkt werden, aber unauffällig wirkt das nicht. Bin wirklich gespannt, worauf der Anwalt hinwirken will. Der Hoeneß hat heute jedenfalls bei mir verloren - Spekulationsgewinne aus der Schweiz hier nicht zu versteuern ist für mich das Eine (auch nicht in Ordnung), aber die Verluste aus diesen Geschäften dann hier als Verlustvortrag eintragen zu lassen, um Steuern auf sein normales Einkommen zu sparen, das finde ich noch 'ne ganze Stufe gieriger.
Das ist leider zwei Mal falsch.
Zum einen hat Feigen - der Anwalt - vollkommen berufstypisch eine Erklärung für seinen Mandanten abgegeben. Kein Anwalt gibt mal so eine eigene Erklärung ab, ohne diese mit dem Mandanten abzusprechen.
Dann hat Hoeneß auch nicht Verlustvorträge aus der Schweiz mit seinen anderen Einkünften hier verrechnet. Die Einkunftsquelle in der Schweiz war dem Finanzamt vollkommen unbekannt. Was meinst Du denn, wie das in der Praxis läuft? Geht da einer zum Finanzamt und sagt: "Hallo, ich habe hier 100 Mio zu verrechnen aus einem Wertpapierdepot, aber Zinseinnahmen habe ich da keine gehabt" und das Finanzamt sagt "Kein Problem, tragen wir mal so ein"?
Das Geld kam auch nicht von Rudolf Dassler, sondern von Robert Louis Dreyfus.
@ Geraldo
Wie kam es zu solchen Summen? Wenn Du Powertrading machst, wie Hoeneß, dann kommst Du auf solche Beträge. Angeblich hat Hoeneß ja 20 Mio bekommen und mit diesem Betrag herumgezockt. Da flossen - nach dem was bekannt ist - ja auch keine anderen Beträge aus seinem sonstigen Vermögen ein. Da können ja auch noch steuerfreie Spekulationsgewinne entstanden sein (Verkauf nach einem Jahr, Rechtslage bis 2008). Grob gerechnet:
Anfangsbestand 20 Mio
Spekulationsgewinne steuerfrei + 50 Mio
Zins- und andere Einnahmen (in Deutschland leider vergessen anzugeben) + 40 Mio
Spekulationsverluste innerhalb eines Jahres (in Folgejahren verrechenbar) - 105 Mio
= Endbestand 5 Mio
Die Frage nach anderen Verbrechen und deren Bestrafung stellt sich nicht. Da müßte man dem Stammtisch dann die Rechtsgewalt überlassen. Da würden dann Kinderschänder, sofern sie keine Politiker sind, die leider ihren Laptop im Zug verloren haben, aufgehängt. Solange das Volk nicht einmal unfallfrei "Diebstahl" definieren kann, sollte man es so lassen wie es ist.