Beiträge von Gottfried

    Jetzt kommen mir aber die Tränen. Die arme Süddeutsche Zeitung unterliegt dem öffentlichen Druck, Wasserstandsmeldungen in einer Form abzugeben, die den Schluß naheliegen, daß es sich um den Zustand der Badewanne nach dem Hereinleiten des allerletzten Wassertropfens handelt?

    Die SZ nimmt hier keine Rücksicht auf zu Guttenberg, das ist auch gut so. Aber erweckt zunächst den Eindruck, das Ergebnis der Untersuchung stünde bereits fest,

    Zitat


    In einem Gutachten kommt die Universität Bayreuth zu dem Schluss, dass der Ex-Minister mit Absicht abgeschrieben haben muss. Anders lassen sich die kopierten Passagen nicht erklären.

    um später dann widersprüchlich darzustellen:

    Zitat


    Noch allerdings ist der Bericht der Bayreuther Kommission, der auch Professoren anderer Universitäten angehören, nicht ganz fertig.

    Bis Ende April sollen einige redaktionelle Änderungen eingearbeitet werden - vor allem aber ringt die Hochschule derzeit mit Guttenbergs Anwälten. Diese hätten, so heißt es, "Vorbehalte" angemeldet gegen eine Veröffentlichung des Uni-Berichts und seines für Guttenberg wenig schmeichelhaften Ergebnisses.


    Wie dem auch sei - wenn die Uni Bayreuth ein Gutachten erstellt, wieso fragt es dann bei zu Guttenbergs Anwälten nach, ob sie mit dem Ergebnis einverstanden sind?


    Ich finde den Artikel nicht interessant, sondern vor allem wirr! Die Verbidung der Anti-AKW-Bewegung mit dem 2.WK ist m.E. komplett konstruiert und Unsinn.

    Geht mir auch immer so mit Dingen, die ich nicht sehen und verstehen will.


    Pellets hatte ich mir seinerzeit beim Hausbau überlegt. Nachteil: Ein Raum ist weg und über die Feinstaubbelastung konnte oder wollte auch niemand eine vernünftige Aussage treffen. Erdwärme hätte mich am meisten überzeugt, aber das ist geologisch leider nicht überall unbedenklich möglich - es war aufgrund des Sandsteingehalts im Erdreich uninteressant. Leider.

    Was haben randalierende Demonstranten mit den gestrigen Wahlen zu tun?

    Gar nichts. Natürlich gar nichts.

    Wahrscheinlich waren das hier auch politisch nicht "engagierte" Bürger, sondern ein Tsunami.


    Es wäre schon nett, wenn wenigstens mal die Begrifflichkeiten stimmen würden, denn gerade im Bereich der Förderung der erneuerbaren Energien ist vieles, was als "Subvention" bezeichnet wird, keine Subvention. Subventionen setzen nämlich voraus, dass der Staat zahlt - und das eigentliche Instrumentarium des EEG sind garantierte Einspeisevergütungen, die von den EVU gezahlt werden (und dann auf die Endverbraucher umgelegt werden), dabei ist der Staat nicht beteiligt.

    Mag sein, daß man das nicht als Subvention im eigentlichen Sinne bezeichnen kann. Es ist nämlich kein Marktpreis, sondern ein staatlich festgeschriebener Preis, da ist es im Endeffekt egal, ob man das als Subvention bezeichnet oder nicht.

    Wie hoch hätte ich es dieser Regierung angerechnet, wenn sie trotz Japan ihren Kurs weiter verfolgt hätte und glaubhaft geblieben wäre. So falsch der Kurs der Regierung auch ist (wir haben doch in Brockdorf als Schüler die stichaltigen Argumente schon Ende der 70er Jahre geliefert, wir haben sie 1986 bestätigt bekommen) - seid doch einmal konsequent.

    Rumlavieren, ob in der Atomfrage oder Libyen - Frau Merkel und Co. haben fürwahr ausgedient.....
    Ich habe fertig..... ;)

    Auch wenn das hier off-topic ist: Hundertprozentige Unterstützung. Ich konnte es mir nie vorstellen, so etwas mal sagen zu müssen, aber eine solch desolate Regierungsmannschaft hatte Deutschland (nach 1945) noch nie, obwohl sich Rot-Grün viel Mühe gegeben hatten.

    Eine dermaßen führungsschwache mit dem FDJ-Fähnchen im Wind herumwedelnde Kanzlerin braucht niemand. Die eiert ja nicht nur in Atomfragen herum, sondern blamiert Deutschland auch beim Rettungsschirm-Eurogipfel, was in letzter Zeit leider nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die es verdiente. Ein Bundesaußenseiterminister, der dafür gesorgt hat, daß Deutschland nur aus - auch noch falschen - wahltaktischen Überlegungen dauerhaft bei der UN wieder an den Rand gedrängt wird. Undsoweiterundsofort.

    Der geeignetste Rettungsschirm wäre ein Schlauchboot gewesen, in das man Merkel, Schwesterwelle und Co. von Lampedusa aus nach Nordafrika geschickt hätte!

    Ich habe fertig.

    Dieser Schiedsrichter, der zugegebenermaßen ziemlichen Mist gepfiffen hat, ist in letzter Konsequenz aber nicht für das Ausscheiden der Bayern verantwortlich.

    So einen Vorsprung darf man niemals aus der Hand geben.

    Erkläre doch mal "Charisma". Und selbst wenn Du es ihm nicht zusprichst, dann kannst Du nicht von Dir auf die - nach Umfragen - Mehrheit des Volkes schließen, die ihm im Berliner Grau eben ein solches Alleinstellungsmerkmal abnahmen.

    Er hatte seinen großen Durchbruch mit der Causa Opel, als er vollkommen zurecht gegen den politischen Mainstream die Staathilfen für ein lotteriges Unternehmen eben nicht mit unterstützen wollte. Für einen jungen Politiker damals eine starke Haltung, denn 99% der sonstigen Berliner Gesäßschnüffler und Verwaltungsnullen hätten sich in so jungen Jahren mit Rücksicht auf ihre Politkarriere eine solche Haltung nicht zugetraut.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/der…-recht-1.454974

    Das ist richtig. Ghostwriter oder wissenschaftliche Dienste kann man so nicht entlarven.

    Meine eigene wissenschaftliche Karriere liegt eben vor dem Internet; aber ich habe ja auch gehört, daß es heute entsprechende Software bei den Unis geben soll. Daher meine Frage.

    Was ich in der ganzen Diskussion nicht so richtig mitbekommen habe:

    Wie wurde die Arbeit denn als plagiatisch entlarvt und hätte man die so vorhandenen Plagiatsentlarvungswerkzeuge nicht auch bei der Uni Bayreuth einsetzen können oder müssen?

    Zu Deinem 1.
    Es ging mir nicht um die Aberkennung des Doktortitel. Die halte ich natürlich auch für rechtens. Es geht mir um die zwischenzeitlich eingereichen Strafanzeigen gegen KT, auf deren juristische Aufarbeitung ich gespannt bin.

    Zu Deinem 3.
    Natürlich hast Du aus Historikersicht recht. Meine (nur, aber selbst geschriebene!) Diplomarbeit beschäftigte sich mit der Gewinnübertragung nach § 6b EStG. Da ist die sportliche Betätigung unter dem Kaiser für viele wohl interessanter. Es ging mir darum, daß mir der Doktortitel alleine nichts bedeutet, sondern die Qualifikation an sich. KT ist wohl an seinem Ehrgeiz gescheitert, da unbedingt etwas in Nachtsitzungen neben vielen anderen Dingen eine Arbeit erstellen zu müssen.

    Die Frage ist halt, ob man einen solchen Titel unbedingt haben muß, um weiter zu kommen.

    Wer Leute aus dem Westend Frankfurts kennt, der hört immer wieder, daß der gute Joschka sich beim Steinewerfen nur nie hat erwischen lassen und die Pistole, die mit seinem Auto transportiert wurde, vergißt man ja auch immer wieder. :rolleyes: Wobei man ihm und seinen Mitstreitern zugute halten muß, daß aufgrund ihres Einsatzes sehr viele schöne alte Villen erhalten blieben.

    Jetzt sollten wir nicht den Fehler machen und an KT andere Maße anlegen wollen als an sämtliche anderen Bundespolitiker. Oder sollten wir doch?

    Ich kenne jemanden, der hat ihn einmal auf einer wirtschaftspolitischen Diskussion erlebt und ihn schon damals als sehr guten Redner, aber inhaltlich leer beschrieben. Und wo ist der Unterschied zu Gabriel? Zu Gysi, Özdemir, Nahles, Pofalla, Seehofer, Westerwelle? Zu Lafontaine undundund? Der Unterschied in der öffentlichen Wahrnehmung ist der, daß jemand, der innerhalb kürzester Zeit so schnell so weit nach vorne kommt (daß er keinen Abschluß hat, weiß doch die breite Masse nicht) und sich so perfekt in Szene setzt, irgendwann mit der Nase gegen eine Wand läuft, ja laufen muß. Natürlich macht man sich als schneidiger Freiherr ja nicht nur Freunde. Und je mehr man oben ist, desto schärfer weht der Wind und desto lauter klingt das Wetzen der Messer. Gleichzeitig hat man viele "Freunde", und auch die Universität Bayreuth schmückt sich mit seinem Konterfei. Bis....

    KT hat eine nicht haltbare Doktorarbeit abgegeben. Er hat sie erst scharf verteidigt, dann nicht mehr so scharf verteidigt, dann leichte Fehler erkannt und nach einem intensiven Lese-Wochenende deutliche Mängel selbst erkannt. Das war - neben der unbestrittenen wissenschaftlichen Fehlleistung - eine politische Fehlleistung, über die er gestolpert ist. Und es tut auch nichts zur Sache, daß der wissenschaftliche Ausschuß wohl auch versagt hat, denn er muß und darf nicht davon ausgehen, betrogen zu werden. Es wird ja auch niemand angeklagt, dessen Geldbeutel geklaut wurde, nur weil er einen dabei hatte mit Geld darin.

    Man sollte aber gerade von gestandenen Juristen dennoch ein wenig Zurückhaltung verlangen können, was die Unterstellung von Vorsatz betrifft. Ich dachte, die Unschuldsvermutung gilt auch hier noch und hoffe, daß die eingegangenen Klagen - neben dem marktschreierischen Verhalten auch hier im Forum - eine juristisch saubere Aufarbeitung dieser Vorwürfe ergibt. Ich maße mir hierüber nämlich keine Vorverurteilung an.

    Was erwarten wir denn von einem Berufspolitiker? Einem, der zuerst Juristerei betreibt, dann auf einmal Wirtschaftsminister sein soll und dann Verteidigungsminister? Erwarten wir da wirklich vollkommene Fachkenntnis? Wenn ich Gesundheitsminister wäre, müßte ich auch erst mal jeden Ministerialbeamtem über sämtliche Details fragen, was bei der Hauptstadtpresse bestimmt irgendwann dazu führt, mich als Trottel darzustellen. Fachleute gibt es immer seltener in Berlin und da ist KT genauso wenig schlecht oder gut wie andere.

    Er hat eben diesen Pathos, den das Volk wohl liebt (das nur auf die Bild zu schieben, halte ich für eine Fehlinterpretation). Ich denke, es kam bei ihm weniger auf den Inhalt, sondern auf die ihm zugeschriebene Führungsstärke an. "Man" sehnt sich nach einem "Leader". Einem, der aus dem Einheitsbrei der MdB-Masse herausragt und dem man nicht mit Verwaltungsmuff in Zusammenhang bringt.

    Die beiden MdB in meinem Wahlkreis haben übrigens beide einen Doktortitel.

    Dr. Peter Tauber von der CDU befaßte sich dabei mit "Der Entwicklung des Sports und des Turnens innerhalb der deutschen Armee während des Ersten Weltkriegs an Front und Etappe. Die Arbeit lässt sich allerdings nicht ausschließlich der Sportgeschichte zuordnen, sondern befindet sich vielmehr in einer Schnittmenge mit der "modernen" Militärgeschichte." (http://www.sehepunkte.de/2009/07/14829.html)

    Sein Lebenslauf ist gekennzeichnet von Schule, Studium, JU, wissenschaftliche Mitarbeit an der Uni, Bundestag

    Der Lebenslauf von Dr. Sascha Raabe (SPD) stellt sich (mit Ausnahme der JU) fast identisch dar. Er war vorher Bürgermeister einer Kleinstadt. Ob seine Doktorarbeit ähnlich staatstragenden Themen gewidmet war wie die von Dr. Tauber kann ich leider nicht finden.

    Als Schalker stehe ich sicher nicht im Verdacht, pro BxB zu sein. ;)

    Ich kann nur wiederholen, was ich schon in einem anderen Forum geschrieben habe (STRG C und so...):

    "Bayern hatte 69,3% Ballbesitz (Quelle: Bundesliga.de). Was hat denn der Reif da erzählt, als er nach 20 Minuten dem BVB 2/3 Ballbesitz anrechnete? [Blockierte Grafik: http://board1.2min.eu/images/smilies/confused.gif]

    Aber das Spiel zeigte deutlich, daß Ballbesitz und Ballkontrolle eben nicht Spielkontrolle bedeutet. Es regt mich einfach auf, wenn eine Mannschaft nach vorne spielen müßte, aber hinten phlegmatisch den Ball hin- und herschiebt. Was soll denn beim 1:3 noch schlimmeres passieren, als den Ball vielleicht bei einem Risikopaß oder schnellem Anspiel nach vorne doch mal zu verlieren?

    Van Gaal hat das Spiel (auch) verloren, weil er gar nicht oder wenn, dann falsch, auf das Spielgeschehen reagiert hat. Ribery und Robben wurden immer gedoppelt; das geht dann ganz einfach, wenn der jeweilige Außenverteidiger nicht nach vorne mithilft. Müller in der Mitte alleine auf weiter Flur überlastet und Schweinsteiger hatte eben mal einen ganz schlechten Tag, weil auch alleine gelassen. Da hätte Gustavo mit in die Doppel-6 gemußt. Wieso er ausgerechnet ihn auswechselte, verstand ich nicht.

    Ansonsten hat der BxB den Bayern gestern Fußball vorgemacht. Vielleicht war zu sehr in den Köpfen der Münchner, daß man Inter geschlagen habe und Dortmund eine kleinere Nummer sei? Ich weiß es nicht. Jedenfalls hatte ich schon nach 20 Minuten den Eindruck, daß die Bayern irgendwie überrascht von der Kombinationssicherheit des Gegners waren und mehr reagierten als agierten.

    Der Schiedsrichter hat aus meiner Sicht eine gute Spielleitung gezeigt. Die Entscheidung gegen Gomez war knapp, aber wohl richtig. Aus dem Spiel heraus kann eine solche Entscheidung aber auch anders ausfallen. Ob Pinocchio bei seinem Handspiel (daß es eins war, ist wohl unstrittig) im Strafraum war oder außerhalb, war für mich aus den Sky-Kameras nicht so eindeutig zu sehen. Dafür gibt manch ein Schiedsrichter auch einen Elfmeter gegen Lahm, als der das Trikot von Pinocchio strapazierte - in einer vollkommen ungefährlichen Situation, deswegen verstehe ich den Trikotzupfer von Lahm nicht wirklich.

    Für den neutralen Betrachter wie mich, war das Spiel übrigens eine Augenweide. Kaum Unterbrechungen, ein guter Spielfluß und hohes Tempo."

    Glückwunsch Dortmund zum leider absolut verdienten (wenn auch geschenktem) Sieg in München und damit darf selbst der kühnste Bayer(n)-Fan der Borussia zum Titel gratulieren. Diese Mannschaft und die Fans haben es sich absolut verdient. Für Bayern muss jetzt irgendwie der 2. Platz her, also pack ma's! :hi:


    Was meinst Du mit geschenkt?

    Ihr wärt vermutlich unter den 5%, die aktuell sind. ;)

    Allerdings ist das auch eine zweischneidige Angelegenheit, was kaum einer so richtig bedenkt.

    Denn nehmen wir mal an, sämtliche Übungsleiter eines Vereins würden nicht auf den ihnen zustehenden Aufwandsersatz verzichten, und sich den auszahlen lassen wollen - dann stünden ziemlich viele Amateurvereine am Rande der Insolvenz.

    Denn Satz 6 dieses § 10b Abs. 3 sagt eindeutig aus: "Der Anspruch darf nicht unter der Bedingung des Verzichts eingeräumt worden sein."

    Sprich: Wenn Du als Verein per Satzung o.ä. Deinen Übungsleitern, o.ä. einen Anspruch auf Geldersatz einräumst, so muß das ohne Bedingung geschehen, daß diese gleichzeitig darauf verzichten, um sich statt dessen eine Spendenbescheinigung ausstellen zu lassen.

    Nach der Logik dürfte ein Verein private Aufwendungen nur ersetzen, wenn dies schriftlich vorher vereinbart wird? Kannst du dafür eine Rechtsquelle nennen?


    Gerne. Das steht so in § 10b Abs. 3 Satz 5 EStG: "Aufwendungen zugunsten einer Körperschaft, die zum Empfang steuerlich abziehbarer Zuwendungen berechtigt ist, können nur abgezogen werden, wenn ein Anspruch auf die Erstattung der Aufwendungen durch Vertrag oder Satzung eingeräumt und auf die Erstattung verzichtet worden ist."

    ... Was auf jeden Fall immer geht, ist eine Spendenbescheinigung über die gefahrenen Kilometer. ...

    Da wäre ich vorsichtig. Eine Spendenbescheinigung über Aufwandsersatz darf der Verein eigentlich nur ausstellen, wenn es eine vertragliche oder sonstige Vereinbarung gibt, nach der Dir Kilometergeld zusteht. Denn nur wer auf etwas verzichtet, auf das er einen Anspruch kann, kann damit eine Spende tätigen.

    Daß das in der Praxis oftmals anders läuft, weiß ich wohl. Aber es macht es nicht richtiger.