Beiträge von Gottfried

    Ich glaube, über die Neid-Latte sind wir schon hinüber gesprungen, Meikel.

    Mir geht es so, daß ich das Image des kleinen Dorfvereins, der wunderbaren Systemfußball spielt und von lauter Saubermännern betrieben wird, satt habe, wenn ich gleichzeitig sehe, wie diese feinen Fußballspieler da hinlangen wie gestern im Spiel beim VfB.

    Hoffenheim wird in letzter Zeit für meinen Geschmack noch zu sehr geschont. Cottbus hätte für gleiches Auftreten zwei rote Karten bekommen. Das nennt man wohl Welpenschutz.

    Zitat

    Original von Dickmann
    [quote]Original von OsloStar
    und eventuell eine schwere Verletzung. Ich stimme da eher dem DSF-Reporter von heute morgen zu, der sagt, dass Obasi sich hier selbst geschützt hat, indem er zuvor abgeknickt ist, um eben nicht voll getroffen zu werden. Sieht halt nur extrem dämlich aus. Ausgleichende Gerechtigkeit war dann vielleicht, dass das Hoffenheimer Tor eigentlich Abseits war.

    Den Unfug des DSF-Reporters habe ich mit Schrecken gehört. "Er knickt ein, um sich selbst vor einer Verletzung zu schützen." Da kommt mir das kalte Grausen.

    Indem Obasi überhaupt einknickt, nimmt er eine eigene (Knie-) Verletzung in Kauf, denn ansonsten kann er den hereingleitenden Abwehrspieler einfach überspringen und dem Ball folgen.

    Denjenigen, der von den Linken zur FDP wechselt, möchte ich mal kennenlernen. ;)


    Zitat

    Original von Lord Vader
    Das ist eine mögliche Sicht der Dinge

    Für mich sieht es so aus

    Koch wollten weiterhin nur die "echten Schwarzen", daher dort kein Zuwachs

    Die enttäuschten der Mitte haben sich von der SPD hälftig an Grüne und Besserverdienenden Partei orientiert, weil die Linke für sie nicht wählbar erscheint.

    Ich schlließe mich dem Mit-Brot an. ;)

    Ich habe noch schon oft die Mär gelesen, daß die FDP Ansichten vertrete, die zur Finanzkrise geführt hätten. Fakt ist, daß die Weichen für solchen Kapitalismus (ist es überhaupt noch Kapitalismus, oder einfach Schneeballismus) in den Zeiten einer rot-grünen Bundesregierung gestellt wurden.

    Der gemeine Liberale, oder auch Besserverdienende, wie ich ihn kenne, hat auch erhebliche ethische Probleme mit den Vorgängen, die zur Finanzkrise geführt haben.

    Verbriefte Rechte an überteuerten US-Immobilien, die mit der Hoffnung auf 80-fache Wertsteigerung derselben durch x-Hände gingen und dabei immer mehr wert wurden, bis sie irgendwann eben keinen Abnehmer mehr fanden, wodurch die Blase geplatzt ist.

    Ist es nicht merkwürdig, daß sich in einem großen Maße daran auch bundesdeutsche Landesbanken beteiligt haben, deren Zweck doch ein ganz anderer sein sollte? Außer gescheiterten Landes- und Bundespolitiker ein eintragliches Gnadenbrot einzubringen natürlich...

    "Heuschrecken" oder wie auch immer man diese "Eigenkapitalgeber" nennen mag, die sich als "Eigenkapitalnehmer" herausstellen, indem sie gesunde Unternehmen erwerben, den Kauf durch Schulden auf diese Unternehmen finanzieren, die vorher vorhandenen liquiden Mittel und dazu auch Teile dieser durch Schuldenaufnahme hereingekommenen Geldbestände als Dividende ausschütten.

    Ja - das geht zu einem sehr großen Maß zu Lasten der jeweiligen Arbeitnehmer solcher Unternehmen! Und später auch irgendwann einmal zu Lasten der Kunden des Unternehmens, die dann feststellen, daß der böse Kostendruck des internationalen Wettbewerb, selbstverständlich auch die Globalisierung und die globale Erwärmung dazu führt, daß die Produkte nur noch aus Plastikteilen bestehen und nicht mehr aus solidem Keramik, um sich einen Badeinrichtungshersteller einmal herauszupicken.

    Das hat für mich nichts mit liberaler Einstellung oder gar Wirtschaftspolitik zu tun, sondern einfach nur mit niederen Instinkten der Beteiligten. Ich bin grundsätzlich immer gegen staatliche Eingriffe, aber hier hätte man eingreifen müssen und nicht darauf pochen, der Markt regele das schon.

    Es ist ein wenig zu kurz gesprungen, wenn nun SPD- oder CDU-Politiker, die die Regeln hätten ändern können, mit dem Finger auf eine Partei zeigen, deren vermeintliches Prinzip sie hier angewandt hätten "und nun schaut mal, daß Liberalismus nichts taugt". Das ist schon reichlich infam - wie derjenige, der auf eine öffentliche Toilette geht, leise furzt und vorwurfsvoll schnüffelnd seinen Nebenmann anschaut.

    Das nur am Rande zu den nichthessischen Einflüssen dieser Wahl.

    Mein Eindruck der Wahl ist eher der, daß der gemeine Hesse eben nicht die Mähr der Ypsitruppe aufgeschnappt hat, daß die FDP sich ihrer "staatsbürgerlichen Pflicht" einer Ampelkoalition versagt habe, wodurch sie erst in die Bredouille gekommen sei, mit den Linken koalieren bzw. sich den denen dulden lassen zu müssen. Denn die landespolitischen Ziele von FDP und den Teilen der SPD, die dort am Ruder waren (und noch immer sind, denn Sid Schäfer-Gümbel war einer der hauptsächlichen Macher im Hintergrund, wobei er sich in letzter Zeit davon wieder distanziert hat), waren zu 100% diametral. Da standen sich sogar die CDU und SPD näher.

    Ein weiteres teilweise nichthessisches Faktum ist für mich die Tatsache, daß sich der gemeine Hesse, wohl aber auch der gemeine Deutsche, von der ehemaligen eher wirtschaftsgfreundlichen CDU nicht mehr vertreten fühlt. Man mag von ihm halten, was man will, aber wenn ein Friedrich Merz und andere wirtschaftspolitische Sprecher so ausgebremst werden und nun das Handtuch hinwerfen, dann treibt man dieses Klientel eben zur FDP.

    Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, daß in der letzten Zeit die politische Diskussion immer mehr beherrscht wurde von sozialem Dies und Das. Am sinnbildlichsten dafür steht doch die Aussage, die Konjunktur ließe sich über die Einkommensteuer kaum ankurbeln, denn 50% der Leute zahlen ja keine. Wenn aber 50% keine Steuern zahlen und - wie der Stammtisch es ja meint - "der Reiche auch nicht" - wer denn dann?

    Die FDP zieht eben solche Leute des Mittelstands an, die in dieser Interpretationsfalle sitzen. Was hier in der Finanzkrise alles falsch gelaufen ist, ist aber bestimmt nicht im Mittelstand entstanden.

    Im übrigen bin ich auch für strenge Managerhaftung und ein strikter Gegner von Versicherungen, die die Konzerne für die Haftung ihrer Manager bezahlen (müssen). Das ist nichts anderes als Vollkaskomentalität auf höchster Ebene, hat aber mit Hessen nichts zu tun.

    Schäfer-Gümbel - das noch als letztes hessisches Faktum - hat sich früh als Bayern Münschen-Fan geoutet. Das hat ihm sicherlich den Rest zu den 25% gekostet. :D

    Ich entführe mich doch nicht selbst! :thefinger:

    Auf die Welt hat der Fall auch schon Einzug gehalten:

    Zitat

    ... Das griesgrämige Kastenbrot mit den viel zu kurzen Armen warb seit Herbst vergangenen Jahres in der Altstadt für den Kinderkanal (Ki.Ka), der in Erfurt seinen Sitz hat. Die Landeshauptstadt stellte Anzeige gegen die Hausbesetzer, die sich in einem Schreiben zu dem Diebstahl bekannten. „Das macht man nicht!“, kommentierte Ki.Ka-Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp das Verschwinden.

    In dem Schreiben eines sogenannten „129 A-Teams“ hieß es, dass „Bernd das Brot“ zu gegebener Zeit wiederkommen werde. „Man hätte Bernd fragen müssen, aber selbst dann hätte er sicherlich nicht zugestimmt“, sagte Kottkamp. Bernd finde Entführungen „Mist“ und ganz besonders seine eigene.

    Die Erfurter Kulturdirektion zeigte sich erstaunt darüber, dass „Bernd das Brot“ bei den Bewohnern des Besetzen Hauses offensichtlich so beliebt ist und fasste das Ganze mit den Worten von „Bernd das Brot“ zusammen: „Das ist nicht komisch!“

    ...

    „Alles was er will, ist wieder an seinen angestammten Platz zurück gebracht zu werden“, warb Kottkamp für die Rückkehr der Figur. „Wenn überhaupt, dann gehört Bernd den Ki.Ka-Zuschauern, und die wollen ihn auf alle Fälle zurück. Soviel steht fest.“

    Ich bin ja schon irgendwie auch persönlich entsetzt über die Schlechtheit der Welt.


    Zitat

    Hausbesetzer entführen "Bernd das Brot"

    Es gibt ein Bekennerschreiben, doch von Bernd dem Brot fehlt bislang jede Spur: Eine mehr als zwei Meter große Figur des griesgrämigen Kastenbrots ist aus der Erfurter Altstadt entführt worden.

    Der Star des ARD/ZDF-Kinderkanals (Ki.Ka) "Bernd das Brot" ist von seinem angestammten Platz am Erfurter Rathaus von Hausbesetzern entführt worden. Das Fehlen der über zwei Meter großen Kunststofffigur wurde am Mittwoch in der Stadtverwaltung bemerkt, hieß es aus der Kulturdirektion.

    [URL=http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,602679,00.html]Quelle und weiterlesen[/URL]

    Alle Jahre wieder darf der Hesse durch den Regel zum Wahlbüro schlappen. Wobei viele noch keine Lust dazu hatten:

    Bei tristem Winterwetter wählen die Hessen heute einen neuen Landtag. In den ersten Stunden nach Öffnung der Wahllokale zeichnet sich eine geringere Wahlbeteiligung als 2008 ab.

    Quelle und weiter