Beiträge von Gottfried

    Ich mußte erst mal wieder nach ganz oben scrollen, um mir das Thema in die Erinnerung zu holen. Unterhaltsam war es trotzdem allemal, trotzdem ich nicht viel verstanden habe und Kay, Frankie und Edith mir immer noch nicht vorgestellt wurden.

    Zum Thema paßt auch ein Artikel im aktuellen (Schrift-)Spiegel. Einen Link finde ich aber leider nicht.

    Das alles hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Die Tatsache, daß Deutschland eben doch ein Einwanderland ist, führt dazu, daß man sich auch mit der Religion dieser Einwanderer beschäftigen muß. Sprich: Gibt es christlichen Religionsunterricht, so muß es auch islamischen geben. Daß dieser auf Deutsch abzuhalten ist, kann eigentlich nicht das Thema sein. Oder sollen Libanesen, Syrer, Marokkaner etc. auf türkisch unterrichtet werden?

    Zitat

    Original von nadiner
    Hmm, wieder keine Gesinnungsrichtung angegeben und dazu noch Schalke ... von den Farben her hätte ich fußballtechnisch eher auf den BVB getippt :D.

    Wer regiert den überhaupt in deinem Lieblingsland - sind die nicht auch linksausgerichtet!?

    Ja, sind sie. Aber links ist in Australien etwas anderes als in Deutschland.

    Zitat

    Original von nadiner
    ... es ist aber auch jetzt unfair, dass sich fast alle auf dich eingeschossen haben. Das zeigt aber auch, dass diese politische Richtung jetzt und in Zukunft nicht (mehr) mehrheitsfähig ist und sein wird.

    Ich zähle mich zur Partei der Steuerzahler. Es ist schon richtig, daß die immer mehr abnehmen und daß ich als solcher nicht zu den Linken zählen kann. Außerdem: Wer austeilt, der darf auch einstecken. ;)


    @ meteo

    Bei allem Verständnis für die Lage der SPD, aber Ypsi hat niemand inn die Arme der Linken getrieben. Sie hatte schon vorher das gleiche Programm und hätte sich einfach ehrlicherweise dazu bekennen sollen.

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    Original von nadiner
    Hmm, na was denn dann? Die Diskussion hatten wir glaube ich schon einmal...

    Hesse, Schalker und Socceroo.


    @ Snuffi

    Es ist nur eine Frage des Standpunktes, wer die Fundamentalopposition betreibt. Die SPD wird ihr Programm versuchen einzubringen und die CDU das ihrige. Und da die Linien einigermaßen voneinander entfernt verlaufen, wird die jeweils andere Seite immer mit diesem Vorwurf überschüttet werden. Der eine denkt, daß die Studiengebühren abgeschafft gehören, der andere will sie beibehalten. Der eine will Gesamtschulen (schickt seine Kinder aber selbst auf Privatschulen), der andere eben nicht. Der eine 12 Jahre bis zum Abi, der andere nicht.

    Im Kern geht es ja schon immer um die Sache, und die ist nun mal mit einer Partei verknüpft. Von daher geht es also auch immer um sich...

    Ich habe mich zugegebenermaßen noch gar nicht damit beschäftigt, was denn nun passiert, wenn die einen nicht können und die anderen ohne Mehrheit im Amt bleiben (aber ich denke, da bin ich nicht alleine). Wenn es auf Stillstand hinausläuft, dann dürfte der Wähler schon ein Einsehen haben, daß Neuwahlen eine stabile Regierung bringen müssen. Aber natürlich spielt auch da wieder die Parteitaktik eine Rolle. Ruft die CDU sie aus, weil sie die SPD als demoliert genug ansieht, um selbst wieder mit einem blauen Auge ins Amt gewählt zu werden? Das wäre wohl eher wahrscheinlich, als daß die SPD einen zweiten Anlauf nimmt, bekennt sich zur Linken-Option und hofft, daß ihr ihre Stammwähler nicht von der Stange springen?

    Ich glaube, ohne eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der "Linken" wird das Fünfparteiensystem dauerhaft bleiben, wobei es natürlich immer schwer ist, die Wähler einer - zumindest im Westen - rein auf Populismus fixierten Partei wieder abspenstig zu machen. Hätte mal einer der etablierten Parteien ein Mitglied in den Landtag wählen lassen, der nach der Wiedereinführung der Stasi schreit - das Geschrei wäre riesengroß gewesen. Der Linken sieht ihr Wähler so was nach - die anderen haben es ja nicht besser verdient. Da nutzt es auch nichts, die Dame postwendend aus der Fraktion auszuschließen - sie hat diese Gesinnung ja nicht seit heute erst.

    Wie hier in Hessen kann die Linke auch fünfzehn Mehlsäcke aufstellen. Da geht es nicht um irgendwelche Positionen, sondern darum, es den anderen zu zeigen. Oskar und Gregor helfen uns schon. Solange man speziell den Flaschengeist Lafontaine nicht wieder ins die Flasche stopft und den Stöpsel oben drauf setzt, wird sich an der derzeitigen Lage nichts ändern.

    Ich habe auch meine Zweifel, ob es der CDU damit gedient ist, immer weiter nach links zu rutschen und die SPD an der Linken aufzureiben. Ein wenig mehr Unterstützung - gerade bei einer Großen Koalition - wäre da sicher angebracht.

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    Original von Ronaldo
    Der Fehler von Ypsilanti war, dass sie auch nach der Wahl noch sich deutlich gegen die Linke ausgesprochen hat

    .

    Zumal ihre Positionen fast deckungsgleich sind und waren.

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    Original von Ronaldo
    Bleibt zu hoffen, dass das allen demokratischen Parteien (nicht nur der SPD, ganz besonders auch der CDU, die hier den falschen Saubermann spielt) eine Lehre ist. Ich halte Neuwahlen für unvermeidlich und dann bitte mit einer "Wunsch-Koalitionsaussage" aber nicht mit K.o.-Aussagen. Permanente Neuwahlen können nicht das Ziel sein, es muss den Parteien gelingen den Wählerwunsch zu respektieren und in Koalitionen umzusetzen. Ob nun als Rot-grüne Minderheitsregierung mit Tolerierung der Linken oder als Jamaika-Koalition ist dann eher Geschmackssache.

    Tja, der Wählerwille ist auch Geschmacksache. Es muß dem Wähler auch schon klar sein, daß - wenn er rot wählt und rot-grün nicht zustande kommt - "seine" SPD auch nach anderen Mehrheiten suchen kann, muß und auch wird. Genauso gilt das für die CDU, FDP und Grüne. Ich muß mir schon bewußt sein, daß ich die Kröte schlucken muß, daß meine Stimme für eine Koalition genutzt wird, die ich vielleicht vorher nicht so wollte, die aber unter den gegebenen Umständen die sinnvollste Lösung ist.

    Oder auch nicht.

    Man kann Roland Koch und der Hessen-CDU ja bestimmt einiges vorwerfen und nachtragen. Sie haben aber nach der Wahl nicht ihre Aussagen von vorher über Bord geworfen, wie das Ypsilanti getan hat. Von daher muß sie sich schon den Schuh anziehen, derzeit auf dem schmalsten Brett herumzutanzen, denn irgendwelche Schwarzgeld-Affären rechtfertigen den eigenen Wortbruch doch auch nicht. Aber da ist die Wahrnehmung doch teilweise sehr selektiv in den betroffenen Kreisen.

    Steuertarif progressiv. 10% der oberen Einkommen zahlen 50% der Einkommensteuer.

    Sonderabschreibung für selbst genutzte Immobilien gibt es nicht.

    Film- und Schiffsfonds sind schon lange nicht mehr verrechenbar, abgesehen davon große Kapitalvernichtung gewesen (Umschichtung von Dumm an Gerissen).

    Wenn Du Elterngeld und Kindergeld haben willst, dann bekomme Kinder. Ob man bei 154 € im Monat von einer großarteiligen Umverteilung reden kann, sei mal dahingestellt. Familien-KV genauso. Im übrigen frage ich mich, ob "arm" oder "reich" mehr Kindergeld beziehen.

    Die Beitragsbemessungsgrenzen wurde 1999 empfindlich hochgesetzt, mit Ausnahme der KV würde sie auch wieder zu höheren Leistungen führen. Außerdem zahlt bis zu dieser der Besserverdienende mehr.


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    Original von huth10
    Bei dieser ausreichend Umverteilung von wohlhabend zu arm muss der Single ohne eigenes Kapital und der gerade noch soviel verdient, dass er nicht mal einen Wohngeldanspruch hat, dich fragen was er falsch gemacht hat.

    Daß Du noch arbeiten gehst vielleicht. Das Problem ist bekannt, aber es wird und wurde nicht dadurch gelöst, daß man anderen in die Taschen greift. Recht gebe ich Dir darin, daß sich in Deinem - vermuteten - Einkommensbereich Lohnerhöhungen kaum netto bemerkbar machen.

    Zitat

    Original von tausendfeuer
    Was spricht eigendlich dagegen, mal eine Politik zu machen, die den Abstand zwischen den 10% Gutverdienenden und den unteren Schichten verkleinert ??? Im letzten halben Jahrhundert ist die Schere immer weiter auseinander gegangen....

    Wer sagt denn, daß die Linke das will? Wie sieht es denn bei Lafontaine persönlich aus? Abgesehen davon gibt es ausrechend Umverteilungsinstrumente, die nur keiner mehr so wahrnimmt.


    Zitat

    Original von ck
    [polemik] hast du die abonniert? und kriegt @demokrat gottfried den sportteil ab? [/polemik]

    Ab einem gewissen Alter sollte man mit Headbangen aufhören :wall: :wall: :wall:

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    Original von nadiner
    Und Gottfried: Meinst du nicht etwas (Ypsilantimonis, Wortbruchlanti, Al Jazeera etc.) zu übertreiben? Das liest sich sich schon ziemlich heftig.

    Das ist nur Ausdruck meiner "Zustimmung" zu solchen Personen. Zumindest von Hallebad Wellebad habe ich ja vor der Wahl noch etwas gehalten, aber er ist ja nicht besser als Koch, wenn er ihm nicht einmal die Hand gibt...

    Aber zurück zum Thema. Frau Metzger hat keine Lust mehr, kann ich auch verstehen, wenn ich heute ihre Miene sehe. Ypslilanti wird sich vielleicht doch von den Chaoten unterstützen lassen. Allerdings war es ihre Taktik, sich erst zur MP wählen zu lassen, dann Neuwahlen auszurufen und schließlich als amtierende MP ins Rennen zu gehen (wieso kommt mir beim Gedanken an ihren heutigen Pressekonferenzauftritt die Assoziaton "Maschinenpistole" in den Sinn?). Ich schätze, das kann die SPD nun auch knicken. Die haben sich mittlerweile m.E. vollkommen vergaloppiert und kommen aus dem Dilemma auch nicht mehr raus.

    Ich denke, wie man mit Frau Metzger umspringt, würde man in jeder anderen Partei doch auch. Das ist traurig, aber wahr. Trotzdem glaube ich nicht, daß Ypsilanti alle Stimmen aus ihrer eigenen Partei bekommen würde; zu tief sind die Gräben mittlerweile.

    Zitat

    Original von tausendfeuer
    Es gibt in Hessen eine Mehrheit für linke Politik.

    Die gibt es eben so nicht, was der Tag heute gezeigt hat. 46,1% schwarz-gelb, 44,2% rot-grün, 5,1% Trottel, die bestimmt nicht zum Regieren angetreten sind (mit denen Ypsilantimonis von vornherein aber regieren wollte, die verlogene Schlange).

    Wortbruchlanti hat doch nicht mal die volle Unterstützung in eigenen Reihen für rot-grün-dumm, Frau Metzger steht nicht alleine da. Die Königsmörder in Nordhessen hatten das Messer schon lange offen in der Tasche.

    Ich garantiere Dir, daß eine Neuwahl in Hessen, bei der rot-grün-behämmert als solches antreten würde, keine 25% hätte.

    Das ist peinlich bis zum Anschlag, wie sich Ypsilanti und Heil heute präsentieren. "Großen Respekt" vor der Entscheidung Ypsis hat Herr Heil geäußert. Naja. Ich habe großen Respekt vor Frau Metzger und ihren Aussagen!

    Was aber passiert nun? Nun ist nicht nur Roland Koch demoliert, sondern Ypsi kommt für die Führungsposition auch nicht mehr in Frage. Vielleicht ist das ja das Beste, was passieren konnte.

    Ich denke schon, daß es zwischen dem ehemaligen Osten und dem Westen einen fundamentalen Unterschied bei den Linken gibt. Das sieht man ja auch bei den Lebensläufen der sechs Linken-MDL hier in Hessen oder Äußerungen dieser Giftspritze bei Euch dort in Niedersachsen :D

    Im Osten hingegen besteht die PDS ja durchaus auch aus pragmatischen Menschen, die nicht aus Protest in die Politik gegangen sind, und daß das bürgerliche Lager in Neuzonesien nicht so weit verbreitet ist, ist ja auch kein Geheimnis.

    Bei den Grünen war und ist das ein wenig anders, wenn man sieht, wer sie heute oftmals wählt. Nicht in Hessen, aber in anderen Ländern stehen die der CDU mittlerweile genauso nahe wie der SPD oder der FDP.