Wenn man bedenkt, dass auf Steuerhinterziehung Freiheitsstrafen bis zu 10 Jahren verhängt werden können (§ 370 AO), haben die Richter mMn ein gerechtes Urteil gesprochen.
Da ist zum einen die unvorstellbar hohe Summe, zum zweiten kam alles nur tröpfchenweise ans Tageslicht und zum dritten vermuteten die Richter, dass Hoeneß die Absicht hatte, Steuern zu hinterziehen. Denn warum wurde das Ganze über eine Schweizer Bank abgewickelt? Gibt es in der Weltstadt München keine Banken, die diese Geschäfte abwickeln können? Klar kann in der Steuererklärung mal was vergessen, aber Millionenbeträge über viele Jahre???? Glaube ich nicht und die Richter haben es auch nicht geglaubt.
Auf der anderen Seite war Hoeneß am Ende geständig und hat Reue gezeigt. Dies vermutlich aus taktischen Gründen, aber das ist legitim.
Wichtig ist, dass es keinen "Promibonus" gegeben hat. Ein Fußballmanager darf nicht anders behandelt werden als das ehemalige Vorstandsmitglied eines ehemaligen Staatsbetriebes oder ein Bauunternehmer aus der Provinz. Und spätestens bei Letzterem würde keiner darüber diskutieren, ob Knast angebracht ist oder nicht.
Gruß Flevo