Ein ganz "normales" Ergebnis mit einem völlig verrückten Spielverlauf. Hier der Bericht von der hp des TSV:
"Das 39. Pflichtspiel des Jahres 2005 war für die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen noch einmal ein Kraftakt der besonderen Art. Einen Tag vor Heiligabend schien den Rheinländern bei der SG Bietigheim-Metterzimmern nach den Strapazen der letzten Wochen im vorletzten Spiel des Jahres langsam aber sicher „das Benzin auszugehen“.
Denn 900 Zuschauer in der Viadukthalle von Bietigheim trauten kurz vor dem Seitenwechsel ihren Augen kaum und ließen sich spontan zu stehenden Ovationen für ihre SG hinreißen, als Rechtsaußen Gerrit Winnen zum 19:11 für den Aufsteiger abschloss. Zwar verkürzte Joey Duin noch zum Halbzeitstand von 12:19 aus Dormagener Sicht, aber da schien die vierte Saisonniederlage des Tabellenzweiten und Aufstiegsaspiranten schon so gut wie besiegelt.
„Wir waren in der ersten Hälfte einfach ‚nicht auf der Platte’. Dann war ich in der Kabine sehr laut, so laut wie noch nie in meiner Zeit in Dormagen, wo ich ja auch immerhin schon seit 2001 bin“, so TSV-Trainer Kai Wandschneider. Was immer Wandschneider seinen Schützlingen „angedroht hat“, es zeigte Wirkung. Einhergehend mit einer nun offensiven 4:2-Deckung, statt der leidlich funktionierenden 6:0-Abwehr der 1. Hälfte, kämpfte sich der TSV ins Spiel zurück, während die Bietigheimer mit der veränderten Situation nicht mehr zu Recht kamen.
Zwar erzielte Rechtsaußen Gerit Winnen in der 53. Minute per Siebenmeter das 26:23 für seine Farben, doch dass es der letzte Treffer der Schwaben sein sollte, ahnte zu dem Zeitpunkt noch niemand. Winnen selbst war es, dem sich nach Wisotzkis Anschlusstreffer zum 26:24 (54.) die Chance auf Treffer 27 bot, doch scheiterte er per Strafwurf an dem sich in Hälfte zwei erheblich steigernden Joachim Kurth im Dormagener Tor.
Dann drehten Michiel Lochtenbergh per Strafwurf, Kjell Landsberg per Gegenstoß und Lochtenbergh mit einem weiteren Gegenstoß die Partie endgültig. 26:27 hieß es nun aus Sicht der Gastgeber, als Junioren-Europameister Christian Heuberger auch noch ein Stürmerfoul unterlief. Doch auch die Dormagener hielten die Partie spannend. Durch eine Zeitstrafe für Kjell Landsberg 95 Sekunden vor dem Ende war der TSV in Unterzahl und Torge Johannsen scheiterte im Angriff.
So bot sich den Bietigheimern in Überzahl die Chance, doch noch einen Punkt in eigener Halle zu retten. Diese Chance machte allerdings TSV-Keeper Kurth zunichte, als er einen Wurf des freistehenden Markus Kübler von Linksaußen parierte und seine Farben zum Ballbesitz verhalf. So brachte Torge Johannsen dann neun Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem Treffer zum 28:26 den fünften Auswärtssieg der laufenden Saison unter Dach und Fach.
Nun heißt es für die Dormagener noch einmal „voll tanken“, damit am 30. Dezember um 20 Uhr daheim im TSV Bayer Sportcenter gegen den ThSV Eisenach, der am Abend die SG Solingen mit 25:19 bezwang, ein gelungener Jahresabschluss begangen werden kann. 1.000 Karten wurden im Vorverkauf bereits abgesetzt, so dass mit einer erneut tollen Kulisse gerechnet werden darf. Die TSV-Geschäftsstelle ist für den Vorverkauf in der kommenden Woche zu den bekannten Öffnungszeiten besetzt.
Die Spielstatistik:
SG Bietigheim-Metterzimmern - TSV Bayer Dormagen 26:28 (19:12)
Bietigheim: Toskic (bei einem 7m), Honisch; Winnen (9/4), Grimm (2), Salzer, Amann (1), Heuberger (1), Pflugfelder, Epple (4/1), Henning (1), Kübler (3), Rose (4), Bartels; Trainer: Severin Englmann.
Dormagen: Kurth (1.-16., 31.-60.), Reckzeh (16.-30.); Wisotzki (5), Breuer (4/1), Koke (1), Meyer (2), Duin (4), Laurencz, Sieberger, Wernicke, Johannsen (5), Tesch (2), Lochtenbergh (2/1), Landsberg (3); Trainer: Kai Wandschneider.
SR: Moles/Pittner (Heddesheim/Hemsbach). – Z: 900. – Zeitstrafen: 10:12 Minuten (Grimm, Henning, Kübler, Rose, Bartels – Johannsen/zweimal, Landsberg/zweimal, Meyer, Tesch). – Siebenmeter: 6/5:4/2 (Kurth hält gegen Winnen/56. – Honisch hält zweimal gegen Breuer/4. und 42.). – Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (4.), 3:3 (8.), 3:5 (9.), 5:7 (11.), 11:7 (18.), 11:8 (19.), 12:10 (22.), 16:10 (26.), 16:11 (26.), 19:11 (30.), 19:12 – 19:14 (34.), 20:14 (34.), 21:17 (40.), 23:18 (43.), 25:19 (47.), 25:23 (52.), 26:23 (53.), 26:26 (57.), 26:27 (58.), 26:28 (60.)."
Gruß Flevo