Hallo allerseits!
Zuerst einmal die Spielstatistik (Quelle: HP des TSV Bayer Dormagen):
TSV Bayer Dormagen – HSG Gensungen/Felsberg 31:19 (16:9)
Dormagen: Kurth, Reckzeh (bei einem 7m.); Wisotzki (n.e.), Breuer (4), Koke (3), Meyer (3), Duin (2), Laurencz (1), Sieberger, Wernicke (1), Johannsen (3), Tesch (3), Lochtenbergh (8), Landsberg (3); Trainer: Kai Wandschneider.
Gensungen: Stahl (ab 31.), Meinl; Eidam, Ochmann, Untermann, Schröder (1), Negovan, M. Göbel (1), Viehmann (4/3), Duketis (2), Serfel (4), C. Göbel (5), Hütt (1), Pasaribu (1); Trainer: Dr Günter Böttcher.
SR: Gante/Steinebach (Siegen/Attendorn). – Z: 1.340. – Zeitstrafen: 8:2 Minuten (Tesch/zweimal, Meyer, Landsberg – M. Göbel). – Siebenmeter: 0:4/3 (Serfel an den Pfosten/12.) – Spielfilm: 3:0 (8.), 3:1 (9.), 6:1 (13.), 10:3 (18.), 14:5 (23.), 15:8 (27.), 16:9 (30.) – 16:10 (33.), 17:11 (37.), 19:13 (40.), 20:15 (43.), 26:17 (51.), 28:18 (55.), 29:19 (57.), 31:19 (60.).
Den folgenden Spielbericht habe ich gestern nacht noch in das Handball-Forum gestellt, das manche von Euch als das "verbotene" bezeichnen (warum eigentlich?):
"Der Grundstein zum deutlichen Sieg wurde schon in den ersten 10 Minuten gelegt. Durch unsere Abwehr gab es kein Durchkommen ( ), so dass die Gensunger immer irgendwann zu Verzweiflungswürfen gezwungen waren, die entweder in der Abwehr hängen blieben oder von Jojo gehalten wurden oder im Fangnetz hinter dem Tor landeten.
Szabolcs Laurencz hat angedeutet, was er kann: Wenn er richtig integriert ist werden wir sicher viel Freude an seinem Spiel haben. Technisch und kämpferisch hat er enorm viel drauf. Joey Duin hat auch sein Potential angedeutet, aber leider ist ihm heute noch viel misslungen. Da fehlt wohl noch die Bindung zu den Nebenleuten.
Man muss allerdings sagen, dass unser Angriff lange Zeit nur Ligadurchschnitt war. Zuhause gegen Durchschnittsmannschaften wie Gensungen reicht das aus, um deutlich zu gewinnen, aber nächste Woche in Balingen muss es besser werden.
Naja, mehr gab es nicht zu kritisieren. Es war ein Handballfest vor 1340 begeisterten Zuschauern.
Die Schiedsrichter Gante und Steinebach waren zwar nicht fehlerfrei, hatten die sehr faire Partie aber jederzeit im Griff."
Und hier der Bericht von Volker Koch, der für die Neuß-Grevenbroicher Zeitung schreibt. Da steht alles drin. 
1340 Zuschauer feierten ihren Verein
Bayers Abwehr aus Beton
Von Volker Koch
Zumindest bis Samstag Abend ist der TSV Bayer Dormagen Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga Süd . Beim 31:19-Triumph über die HSG Gensungen/Felsberg am Freitag steckten die Dormagener sogar den überraschenden Ausfall Florian Wisotzki weg.
So sehr sich die Gäste aus Gensungen auch mühten, sie bekamen ihre Gegenspieler vom TSV Bayer Dormagen nur selten zu fassen. Hier versucht Jonggi Pasaribu den Ungarn Szabolcs Laurenzc am Wurf zu hindern.
Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff feierten 1340 Zuschauer Freitag Abend „ihren“ TSV Bayer Dormagen mit stehenden Ovationen. Und das hatte sich der Handball-Zweitligist auch redlich verdient. Denn beim 31:19-Sieg (Halbzeit 16:9) boten die Schützlinge von Trainer Kai Wandschneider eine Leistung, die zu ihrem momentanen Tabellenplatz passt: Zumindest bis Samstag Abend, wenn die ebenfalls noch ungeschlagenen EHV Aue und SG Solingen den LTV Wuppertal beziehungsweise den TV Kornwestheim erwarten, sind die Bayer-Handballer erst einmal Spitzenreiter der 2. Liga Süd. Und wenn sie immer so einen Abwehrbeton anrühren wie am Freitag Abend, dürften sie auch Chancen haben, sich auf Dauer in diesen Tabellenregionen festzusetzen.
Es war schier unglaublich, was die Dormagener Deckung in der ersten Halbzeit leistete. Und das in einer Formation, die so noch nicht einmal in einem Trainingsspiel zusammen gewirkt hatte. Denn beim Warmmachen hatte Florian Wisotzki, der überragende Feldspieler der ersten beiden Meisterschaftspartien, seinem Trainer signalisiert, dass er wegen Kniebeschwerden nur im äußersten Notfall mitwirken könne. Ein Notfall, der Freitag Abend nicht eintrat, denn in der Deckungsmitte vertrat der bislang nur zu Kurzeinsätzen gekommene Junioren-WM-Vierte Oliver Tesch den längsten Dormagener Feldspieler glänzend. Die Folge: Es dauerte neun Minuten, ehe Jonggi Pasaribu das erste Tor für die Gäste erzielte.
Da hatte HSG-Trainer Dr. Günter Böttcher beim Stande von 0:3 bereits die erste Auszeit genommen. Böttcher wirkte zunehmend ratlos gegen die hellwache Dormagener 5:1-Abwehrformation. Nach einer Viertelstunde hatte er bereits den dritten Spieler auf der Mittelposition verschlissen. Ohne durchschlagenden Erfolg: Die Hausherren führten nach 13 Minuten mit 6:1. Daran hatte hinter der Betonabwehr auch Joachim Kurth seinen gehörigen Anteil, der am Ende mit 16 gehaltenen Bällen der gefeierte Star des Freitag Abends war. Auf der Gegenseite konnte Timo Meinl, am Samstag noch Gensungens Matchwinner beim 23:22 über die TSG Friesenheim, nur zwei Dormagener Würfe abwehren. Folgerichtig ließ ihn Böttcher angesichts eines 9:16-Pausenrückstandes auf der Bank. Und es schien, als ob der Torhüterwechsel die Gäste noch einmal zurück ins Spiel bringen sollte.
Denn dank zweier Paraden von Michael Stahl und etlicher Fehlpässe des in dieser Phase glücklosen David Breuer, hieß es plötzlich nur noch 16:11 für die Hausherren. Ausgerechnet Joey Duin, dem noch deutlich die fehlende Bindung an den Dormagener Tempohandball anzumerken ist, beendete die siebenminütige Torflaute des TSV Bayer Dormagen (17:11, 37.). Spätestens als sein niederländischer Landsmann Michiel Lochtenbergh und Nils Meyer auf 19:12 erhöhte hatten, war die zwischenzeitlich aufkommende Spannung wieder dahin. Am Ende tat Bayer dann sogar noch etwas für sein Torverhältnis - und freute sich anschließend über die erste Saisonniederlage seines schärfsten Meisterschaftsrivalen TSG Oßweil, der ebenfalls Freitag Abend überraschend mit 24:30 in Willstätt unterlag.
Gruß Flevo