Zitat
Original von Arcosh
Alle Jahre wieder: HBL verleiht Jugendzertifikat 2010
Flensburg ist nicht mehr dabei. Wie kommt das?
Aus dem Flensburger Tageblatt:
Ärger mit dem Jugendzertifikat
Ärger ganz anderer Natur droht der SG mit der Ligaorganisation HBL. Die hat in dieser Woche das "Jugendzertifikat 2010" an zwölf Vereine der Handball-Bundesliga verliehen. Darunter THW Kiel, HSV Hamburg oder Rhein-Neckar Löwen, nicht aber die SG Flensburg-Handewitt. Das Zertifikat, das die Flensburger 2008 und 2009 problemlos erlangten, bescheinigt hohe Qualität der Nachwuchsarbeit bei Training, Betreuung und Ausbildungskonzept. Flensburg hat den Förderverein get in touch, ein Handballinternat, ein Team von hochqualifizierten Trainern und den aktuellen deutschen B-Jugendmeister vorzuweisen. Die Zertifizierungskommission lobte die SG-Jugendarbeit dann auch "über den grünen Klee", wie Manager Holger Kaiser berichtete, allerdings fehlt ein Stück Papier.
Dabei handelt es sich um die B-Lizenz für einen Athletiktrainer, von denen die die SG gleich drei beschäftigt: Sven Teich, Daniel Berger und Stergios Stavropoulos. Alles ausgewiesene Fachkräfte. Teich und Berger genossen ihre Ausbildung jedoch bei privaten Unternehmen, deren Nachweise die HBL nicht anerkennt, wie SG-Jugendkoordinator Klaus Gärtner erläuterte. Verlangt wird die Lizenz eines dem Deutschen Olympischen Sportbund angehörigen Verbandes. Stavropoulos verfügt über eine C-Lizenz, erworben beim Deutschen Amateurboxverband. Eine Anmeldung von Stavropoulos zum B-Lizenz-Lehrgang war der HBL bislang nicht verbindlich genug.
"Das ist nur ein formeller Akt", sagt Kaiser, der sicher ist, dass die SG im Einspruchsverfahren das Zertifikat noch erlangt. "Bei der Nachwuchsarbeit gibt es zwei Dimensionen: Was auf dem Papier steht - da tricksen einige nach Strich und Faden. Und was real passiert - da ist die SG in der Tabellenspitze. Wir reichen das jetzt nach und werden das Zertifikat bekommen", so der Manager. Andernfalls würde es teuer werden für die SG. Vereine ohne Zertifikat müssen eine Strafzahlung in Höhe von einem Prozent der Bruttogehälter von Spielern und Trainern leisten. Im Fall der SG würde sich das zu mehreren Zehntausend Euro summieren.