Beiträge von horny01

    Prestige-Duell in der Color Line Arena
    Wer behält den THW Kiel zumindest in Sichtweite? Die Frage soll heute (19.10 Uhr/DSF live) das Nordderby der Handball-Bundesliga zwischen dem HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt beantworten – eine Partie mit spezieller Würze nicht nur wegen der sportlichen Krise der Hanseaten.
    Hamburg

    – Zwischen dem HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt hat sich eine ähnlich herzliche Handball-Rivalität entwickelt wie zwischen der Fördestadt und dem THW Kiel. Spätestens seit HSV-Mäzen Andreas Rudolph mit Blazenko Lackovic und Marcin Lijewski zwei internationale Spitzenkräfte von der SG weglockte, ist dieses Nordderby mit einer schönen Portion zusätzlicher Brisanz aufgeladen.

    „Es ist ein besonderes Spiel, es kann gar nicht normal sein“, sagt dann auch Lijewski, der sich in sechs Jahren in Flensburg zu einem der besten Rückraum-Linkshänder der Welt entwickelt hat und dort drei Pokalsiege und eine Meisterschaft gefeiert hat. Während beim lang angekündigten Wechsel des Polen von allen Seiten mit offenen Karten gespielt wurde, begleiteten den Lackovic-Coup einige schrille Misstöne. Rudolph präsentierte seinen Einkauf ausgerechnet als Dreingabe zum Champions-League-Sieg der Hamburger über die SG am 8. März dieses Jahres – die Flensburger wurden von dieser Nachricht völlig überrascht.

    Richtig glücklich sind die Hamburger mit den spektakulären Transfers noch nicht geworden. Der Saisonstart ist dem Team von Trainer Martin Schwalb missraten. Bei bereits neun Minuspunkten kann der Tabellenzehnte den ersehnten Titel angesichts der Furcht erregenden Dominanz der Kieler fast schon abschreiben. Erfolge im Pokal und in der Champions League konnten Clubchef Rudolph nicht trösten. Der Multi-Millionär sorgte am Montag für Aufsehen, als er seinen Rücktritt androhte: „Dann könnten sich die sportliche Führung, die Geschäftsstelle und das Team alleine der Verantwortung stellen und sich nicht mehr hinter mir verstecken.“

    Die Flensburger werten dies als durchsichtiges Manöver vor dem Prestige-Duell mit der SG, gegen die angesichts der Vorgeschichte eine Schlappe besonders schmerzen dürfte. „Das ist natürlich Taktik, um die Spieler noch einmal anzutreiben“, vermutet Trainer Kent-Harry Andersson. „Er will die Mannschaft wachrütteln, er verlangt eine Reaktion“, meint SG-Manager Fynn Holpert.

    Allerdings stimme eine solche Drohgebärde in der momentanen Situation der Handball-Bundesliga mit den wirtschaftlichen Turbulenzen in Essen, Stralsund und Nordhorn auch bedenklich. „Es ist gefährlich, wenn alles von einem Mäzen abhängt. Rudolph darf das nicht so einfach hinwerfen. Er sollte wissen, dass im Sport auch bei großem finanziellen Einsatz nicht alles planbar ist“, sagte Holpert.

    Der Flensburger Geschäftsführer sieht den HSV trotz allem auf dem richtigen Weg. Der Dauerkartenverkauf und das Medieninteresse in Hamburg seien noch nie so groß gewesen, der HSV sei immer noch im Aufschwung.

    Diesen zu bremsen werden sich die Flensburger jedoch nicht scheuen. „Wir fahren nach Hamburg, um zu gewinnen“, kündigte Ljubomir Vranjes kämpferisch an. Der SG-Kapitän war beim bislang einzigen Flensburger Bundesliga-Sieg in der Color Line Arena vor einem Jahr der herausragende Akteur neben Torhüter Dan Beutler. In seinem schwedischen Keeper sieht Trainer Andersson einen großen Trumpf der Gäste: „Dan kennt Marcin Lijewski und Blazenko Lackovic von tausenden Würfen im Training. Das kann ein Vorteil sein.“

    Allerdings weiß der SG-Coach auch, dass der derzeitige Tabellenrang kein Gradmesser für das Potenzial der Hamburger ist. „Da ist Klasse auf allen Positionen. Jetzt ist auch noch Pascal Hens wieder da. Hamburg hat große Variationsmöglichkeiten. Zum Glück können Lackovic und Hens nicht beide spielen.“ Der Ausfall von Bertrand Gille am Kreis falle kaum ins Gewicht, da dort jetzt Dimitri Torgowanow „spielt wie in seinen früheren Tagen“. Bei der SG gibt es außer dem Langzeitverletzten Alexander Petersson keine Ausfälle. Nur Lasse Boesen plagen Fußbeschwerden, aber der sagt: „Ich bin Däne, also spiele ich.“

    HSV-Coach Martin Schwalb erwartet den Tabellendritten (17:3 Punkte) mit Respekt: „Wir stehen vor einer sehr schweren Aufgabe. Die SG hat ein Top-Team und schwimmt momentan auf einer Welle der Euphorie. Ich erwarte ein sehr enges Spiel mit echter Derbystimmung.“

    Blazenko Lackovic hofft, das aktuelle Tabellenbild ein wenig korrigieren zu können. „Es stört schon, dass Flensburg so weit vor uns liegt. Die Situation ist für uns nicht einfach, aber da müssen wir jetzt durch. Es ist wichtig, dass alle wieder heiß sind auf Handball“, sagte der Kroate.Jan wrege

    Na, das ;)hört man doch gerne im hohen Norden

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    Original von Crusty

    "Wir untersagen jegliche Pfiffe gegen Blazenko L.. Auch das Anstimmen von "Ihr werdet nie deutscher Meister" wird mit Hallenverbot geahndet.... ;)

    Bin ja mal gespannt, ob Schwalbe darauf wieder reagieren wird. In Flensburg hat er da ja zur Stehplatztribühne geschaut und eine abwehrende Handbewegung gemacht...dieses Mal wird er wohl wissen, dass wir Recht hatten :D

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    Original von Crusty

    Vermutlich...modernes Marketing.....
    Aber warum müssen ausgerechnet wir Flensburger Damoklesschwert, Prügelknabe, Ventil, Rubikon und was weiß ich noch in einer Person sein? ;(

    Am besten wir gewinnen in HH und helfen somit bei den Entscheidungen ;)

    Also mal ehrlich...der steckt doch nicht zig Millionen in den Verein, hält den alleine am Leben und haut dann jetzt ab und lässt ihn zusammenbrechen. Könnte höchstens sein, dass ihn die Finanzkrise hart trifft und er deswegen zügig aussteigt...aber da hoffen wir wohl umsonst. ;)

    Hoffe auf ein Unentschieden, gehe aber eher von einem knappen Heimsieg aus. Die ganzen Ex-Flensburger werden Schwalbe schon genügend Tips geben können. Und HH kann einfach nicht so schlecht weiterspielen...zumal vor eigenem Puplikum.

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    Original von spiderman
    @horny
    mich wundert das mit der flensburger krankheit gar nicht schließlich haben sie zwei von den krankheitserregern geholt ;)
    glückwunsch nach balingen

    Da kann ich Wintermutes Gemütszustand sehr gut nachvollziehen. Die letzten Jahre war es häufig so, dass die SG überragendes Potential gehabt hat, aber häufig an mangelnder Einstellung gescheitert ist. Nun stimmt die Einstellung, aber das Potential ist zur Zeit leider noch nicht da....wie mans macht, macht mans falsch :D

    HH scheint die alte Flensbuger Krankheit bekommen zu haben. Kent Harry sagt auch vor jedem Spiel gegen kleinere Gegner "Wir unterschätzen diesen Gegner nicht und sind top motiviert und vorbereitet" - Und häufig kam dann sowas dabei raus.

    Zitat

    Original von spiderman
    hast du was anderes erwartet horny :rolleyes:
    schlechte schiris warscheinlich war lemgo auch ein tick zu laut und dann noch die ansage war zum gähnen :nein:
    und dann noch sg fan ohweia ;)

    Ich entschuldige mich hiermit in aller Demut und gelobe Besserung :D Der nächste Sieg des THW wird von mir mit uneingeschränkter Solidarität begleitet werden :angel:

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    Original von thwkiel82


    Tja das Gähnen bekomme ich auch wenn ich Spiele von der SG sehe, z.B. bei der Championsleague

    Man, da wird aber jemand zickig :lol: Als neutraler Zuschauer muss man bei so einem einseitigen Spiel ja nicht gleich ins Schwärmen kommen oder ??