Sport1
Wien - Schweres Los für die SG Flensburg-Handewitt.
Der noch amtierende Deutsche Pokalsieger trifft im Halbfinale der Champions League auf Vereins-Europameister Ciudad Real. Im Hinspiel hat der spanische Spitzenklub zunächst Heimrecht.
Im zweiten Halbfinale kommt es zum Duell zwischen Veszprem und Portland San Antonio. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien.
Die Hinspiele finden am 25./26. März statt, die Rückspiele eine Woche später am 1./2. April.
Eine Rechnung offen
"Das Los ist okay", sagte SG-Geschäftsführer Thorsten Storm Sport1.de. "Das Rückspiel findet in Flensburg statt. Das haben wir uns gewünscht. Ciudad Real ist zwar eine Weltauswahl, aber wir haben eine der besten Mannschaften der Welt."
Zudem habe die SG noch eine Rechnung offen mit den Spaniern: Im Finale des Pokalsieger-Wettbewerbs 2001/2002 setzte sich Ciudad Real mit 31:22 und 27:32 durch. Überschattet wurde das Duell von Tumulten während des Hinspiels in Spanien, in deren Folge Ciudad Reals Trainer Veselin Vujovic jahrelang gesperrt wurde.
Für die Flensburger hätte es schlimmer nicht kommen können. Veszprem war das Wunschlos von Trainer Kent-Harry Andersson. Ciudad Real dagegen ist der Top-Favorit auf den Titel.
Das Team von Talant Duschebajew ist gespickt mit Superstars, darunter der frühere Magdeburger Olafur Stefansson, der französische Europameister Didier Dinart, die Slowenen Ales Pajovic und Sergej Rutenka, die kroatischen Olympiasieger Petar Metlicic und Mirza Dzomba, die spanischen Weltmeister Urios und Entrerrios und und und.
Zum zweiten Mal im Halbfinale
Flensburg hatte sich im Viertelfinale der Champions League nach einem Krimi denkbar knapp im deutschen Vergleich gegen Meister THW Kiel durchgesetzt.
Einem 32:28-Erfolg in der Ostseehalle folgte am vergangenen Samstag zwar eine 32:34-Heimniederlage, dennoch erreichte die SG zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Halbfinale der "Königsklasse".
2004 stand Flensburg sogar im Finale, unterlag aber gegen den slowenischen Klub Celje.
Michael Schwartz