Beiträge von wmk

    Zitat

    Original von hummel / GWD
    Der Bericht ist eine Frechheit. Die eigene Dummheit nur an den Unparteiischen festzumachen,
    und das noch in dieser Form, das ist einfach nur billig. Dang / Zacharias hatten sicher
    nicht ihren besten Tag, aber verloren hat das Spiel die Melsunger Mannschaft alleine. Aber
    hinterher sind es ja immer die anderen, die Schuld haben.

    Stefan

    "Richtig lesen" gehört nicht unbedingt zu Deinen Stärken, oder? Du tust nichts anderes als das, was Du gerade monierst: nur das herauspicken, was Dir gerade nach Stimmungslage in den Kram paßt. Schade eigentlich, denn dadurch registrierst Du nicht, daß "Deiner" Mannschaft mehrfach recht große Wertschätzung für die gezeigte Leistung entgegengebracht wird.

    Aber sei's drum. Für mich ist wichtiger, daß die Mindener Fans von gestern sich wesentlich besser "verkauft" haben als Du das jetzt hier tust. Niemand macht irgendetwas "nur" an den Schiedsrichtern fest. Daß sie aber in teilweise entscheidenden Phasen nicht unbedingt ein "glückliches Händchen" hatten, bemerkten trotz aller verständlicher Freude auch eingefleischte Ostwestfalen.

    So, der "offizielle" Bericht wird sicher morgen im Laufe des Tages auf der Homepage stehen, aber ich MUSS diesmal einfach schon vorher ein paar Sachen loswerden.

    Zunächst einmal: da haben heute einige Melsunger "auf dem allerletzten Loch gepfiffen", denn zu den nach wie vor nicht völlig auskurierten Verletzungen hat unter der Woche eine Grippe voll zugeschlagen. Kraus hat gar nicht gespielt, Sanikis hätte normalerweise auch nicht spielen können/sollen/dürfen- wie auch immer. In einem Spiel, das erwartungsgemäß eher Kampf als rauschende Spielzüge hergibt, ist sowas eine nicht zu unterschätzende Komponente.

    Was in der ersten Halbzeit Radek Musil gezeigt hat, das war schon recht dicht dran am Attribut "weltklasse". Eine Quote von 55% gehaltener Bälle bei immerhin 12 Gegentoren ist ein Wert, den nicht viele Torhüter bisher geleistet haben - schon gar nicht von Teams der unteren Tabellenhälfte. Insofern ist die Pausenführung nicht ganz so aussagekräftig wie man meinen könnte. Dennoch gebe ich Recht: es hätte bei etwas anderen Begleitumständen auch in einem Debakel für GWD enden können, wenn nicht nach dem 11:6 zwei Herren recht massiv auf den Plan getreten wären.

    Das spiel war kampfbetont, ja. Wie man in einer solchen Begegnung innerhalb 30 Minuten aber 9 Zeitstrafen und 8 Siebenmeter verhängen kann, das ist nicht nur mir schleierhaft gewesen. Die Zeitstrafen waren im ersten Abschnitt relativ gleich verteilt (GWD eine mehr), aber die Zeitpunkte waren für die MT schon als "katastrophal" zu betrachten.

    Was sich besagte zwei Herren so ab der 36. Spielminute gedacht haben, das möchte ich lieber gar nicht wissen. Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine so "geradlinige" Leistung gesehen habe. Wer sich den genauen Ablauf der Partie nochmal im DHB-Ticker vergegenwärtigt, der wird vermutlich zum gleichen Schluß kommen: "immer dann, wenn's strategisch günstig war" ...

    Trotz dieser sehr unrühmlichen Geschichten muß ich trotzdem völlig neidlos anerkennen, daß GWD schlicht und einfach verdammt clever die Gunst der Stunde genutzt hat. Gudjonsson hat sich von mehreren versemmelten Bällen nicht aus der Ruhe und dem Konzept bringen lassen, und hat richtig klasse die Bälle verteilt, und als es nötig war auch selbst Verantwortung übernommen. Kouzelev hat lange nicht getroffen, war aber auch vor seinen späten, wichtigen Toren für mich mit der beste Mindener. Ständiger Unruheherd, permanenter Lieferant von Strafwürfen (in "Zusammenarbeit" mit D/Z). Arne Niemeyer hat gezeigt, warum er so wichtig ist für Minden: er ist da, wenn er gebraucht wird.

    Das insgesamt vielleicht als gerechtes Ergebnis anzusehende Unentschieden wurde regelrecht gestohlen von den Schiedsrichtern. In der ersten Hälfte gab es - nach dem Regelwerk völlig korrekt - eine persönliche Strafe von 2 Minuten und einen Siebenmeter, als Balomenos beim Gegenstoß einem Mindener (weiß nicht mehr, wer es war - glaube Gudjohnsson) kurz auf den Unterarm schlug. Es kam noch zum Abschluß, aber Musil hielt. Regelauslegung in dieser Situation also völlig korrekt.
    5 Sekunden vor Schluß, nach dem Niemeyer-Treffer und erfolgtem Anwurf durch "schnelle Mitte", ging Hruby auf und davon in Richtung GWD-Tor, als er unsanft von Schäpsmeier gestoppt wurde. die meisten GWD-Spieler waren zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht wieder hinten! Laut Regelwerk ist hier in der letzten Minute der rote Karton absolut zwingend, und es hätte - ebenso wie in Halbzeit 1 - auch einen strafwurf geben müssen. Genau dieser wurde jedoch verwehrt, und die Uhr lief aus. Sorry, meine Herren Schiedsrichter, aber das war nicht korrekt!

    Die angesprochenen Auswechslungen: was will man machen, wenn sich eine Mannschaft weitgehend selbst aufstellt? Balomenos war stehend KO, als Sanikis doch noch kurzzeitig kam. Er hat kein Tor gemacht, aber sein Anspiel zum Treffer von Brouko war schon klasse. Wenn gesundheitsbedingt die Kraft zur entscheidenden Einzelleisstung fehlt, darf man das dem Trainer nicht unbedingt anlasten. Er hat's zumindest versucht. Hätte er nicht, wäre ihm das wiederum vorgeworfen worden. Wie sagt T.V.Kaiser so schön? "Ein Teufelskreis" ...

    Abschließend zu den Fans der Mindener ein paar Worte. Ich habe selbstverständlich die einschlägigen Berichte gelesen, und da gab es ganz sicher auch ein wenig Grummeln im Bauch vor dem Spiel. Was ich dann aber mitbekommen habe, das verdient mindestens ebenso Erwähnung wie die vorherigen Verfehlungen. Ich habe engagierte, lautstarke Fans erlebt, die über volle 60 Minuten ihre Mannschaft absolut vorbildlich unterstützt haben. Das betrifft die Gruppe der "Oben-Ohne-Fetischisten" hinter dem Tor ebenso wie den Fanblock. Ich unterstütze keine Stinkefinger und heiße sie nicht gut, aber sorry - das kommt nicht nur bei hartgesottenen Fans vor, sondern mitunter auch bei "ganz normalen" Zuschauern. Und darüber hinaus habe ich NICHTS anstößiges feststellen können! Also von meiner Seite aus Kompliment an eine "üble Truppe", die sich zumindest bei uns ganz anders benommen hat, als ihr Ruf das hätte erwarten lassen. Macht genau so weiter, dann wird es auch in Zukunft keine Gründe zur Verteufelung geben.

    So, und ganz am Ende bleibt nur, einem sympathischen Trainer Richard Radtka und seiner Mannschaft zu gratulieren für einen Sieg, den sie eigentlich nie hätten feiern dürfen. Trotzdem sage ich nicht, daß er "unverdient" war, denn selbst mit der geschilderten "Unterstützung" muß man mit so schmalem Kader erstmal die Energie aufbringen, nach 7-Tore-Rückstand zurückzukommen! Bis zum Rückspiel also, und dann wollen wir den Spieß 'rumdrehen ... :hi:

    JEDES Spiel will erst gespielt werden ... *phrasenschweinsuch*


    P.S.: Könnte bitte ENDLICH mal jemand das "MSG Melsungen/Böddiger" ersetzen durch den korrekten Namen "MT Melsungen"? Wird doch langsam echt peinlich ...

    Zitat

    Original von ctproudDeine ungeahndet-Kausalkette verbleibt mir rätselhaft. Ob einer zwei Minuten wegen eines Fouls bekommt hängt vom Foul ab, nicht, ob er zufällig noch im Kreis stand. Es gibt meines Erachtens keine Regel "Wenn er foult, dann gibt es Siebenmeter. Wenn er gleichzeitig noch im Kreis steht und es deswegen Siebenmeter geben müsste, kriegt er für das Foul noch 2 Minuten." Aber vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden.


    Jau, hast Du dann. Was ich damit ausdrücken wollte: Abwehr im Kreis ist sowieso Siebenmeter, auch ohne zusätzliches "persönliches" Foul gegen den anderen Spieler. Das war also der verhängte Strafwurf, und das ist damit auch vollkommen in Ordnung. Nur kommt eben (zumindest für mich) dieses begangene klare Foul in Richtung Hals als eigenständiges Vergehen dazu, und das bewegt sich je nach Regelauslegung und Wahrnehmung der Schiedsrichter zwischen Zwei-Minuten-Strafe und roter Karte. Davon jedoch war gar nichts zu sehen, so daß faktisch lediglich die Abwehr im Kreis "bestraft" wurde, das Foul jedoch "übersehen", bzw. nicht geahndet. Wäre ja noch schöner, wenn man ein möglicherweise gesundheitsgefährdendes Foul (Achtung: hier absichtlich übertrieben, um es klarer zu machen!) durch eine gleichzeitig begangene Lappalie straftechnisch mildern könnte.:pillepalle: War das klarer? ;)

    Und zum Thema "Fuß nach dem Strafwurf": dem Winkel des abprallenden Balles nach zu urteilen müßte es sich um den Bereich des unteren Oberschenkels oder Knies des Lemgoers gehandelt haben, was ja regeltechnisch gemeinhin auch als "Fuß":lol: bezeichnet wird. Ich saß übrigens Block A, rechts vom Häuschen, also nicht schlecht für diese Szene.
    Deswegen kann ich aber auch umso weniger über das Tor auf der anderen Spielfeldseite sagen, das von mehreren Leuten (auch in der Halle) angezweifelt wurde. Aber auch hier nochmal: für mich und aus meinem Blickwinkel habe ich das hingenommen und keinen Moment daran gezweifelt, daß die Kugel drin war.

    Zitat

    Original von eisbeer

    Aber Hauptsache erstmal über die SR gemault :nein:


    Dieser Kommentar ist ebenso überflüssig wie ein Kropf. Wären nicht die anderen genannten Aspekte, würde ich auch wesentlich schärfer in Richtung Referees fluchen, da kannst Du sicher sein.

    Es war teilweise schon absonderlich, welche Maßstäbe angelegt wurden. Einerseits wird ein schneller Gegenstoß der MT zurückgepfiffen, weil unbedingt gewischt werden muß/soll (sicherlich vertretbar wegen dem allgemeinen Verletzungsrisiko, wenn eben nicht gewischt wird). Seltsam, daß etwas später bei laufendem Spiel gewischt werden durfte. Andererseits bleiben Melsunger nach offensichtlichen Fouls (Valo, Djordjic) parterre, was ja normalerweise auch eine Schweißspur bedeuten sollte, aber auf eine Unterbrechung wartet man umsonst - also weder mögliche Behandlung noch wischen ...

    An die vielen, vielen ungeahndeten Fußspiele der Lemgoer Deckung möchte ich lieber nicht mehr denken. Wäre aber sicher interessant, die bei Nachbetrachtung am Video mal mitzuzählen. Fatal, wenn dabei so kritische Momente wie nach dem verworfenen Siebenmeter beim Stand von 24:25 sind, als durch die "clevere Fußbremse" der Ball in Lemgoer Besitz kommt, und das 25:25 erzielt wird.
    Das war übrigens genau der Siebenmeter, der auf das rüde Foul von Mocsai an Sanikis folgte. Verglichen mit dem Griff von Balomenos in die Schulter von Kehrmann (Rot prinzipiell in Ordnung) war dieser Würgegriff am Hals (innerhalb des Kreises stehend bei Wurfbewegung des Griechen) um keinen Pfifferling weniger rot. Siebenmeter war völlig OK allein schon für "Abwehr im Kreis". Das bedeutet dann allerdings auch, daß das eigentliche Foul am Spieler völlig ungeahndet blieb. Für mich leider nicht nachvollziehbar!

    Aber nochmal, damit das nicht wieder in den falschen Hals kommt: Heinz/Hock waren ganz sicher nicht ursächlich der Grund für die Niederlage. Den sehe ich nach wie vor in einer überdimensionalen Portion (Wurf-)Pech an diesem Abend, gepaart mit den von Trainer Trtík in der PK angeführten Konzentrationschwächen kurz vor Schluß. Wäre nur die Hälfte der Melsunger Holztreffer im Netz gelandet, oder hätte man en Ball nach den Abprallern auch mal im Besitz behalten können, hätte das Spiel schon viel früher einen ganz anderen Verlauf genommen. Wobei ich einen Sieg des TBV dennoch nicht als unmöglich bezeichnen würde. Aber der Spielverlauf wäre garantiert ein völlig anderer gewesen.

    Ein klitzekleiner Nachatz sei noch gestattet: sowohl bei Gesprächen mit Lemgoern nach dem Spiel, als auch im dortigen Forum wird selbst von Siegerseite eingestanden, daß so mancher Pfiff, gerade in der heiklen Schlußphase, ganz sicher nicht zum Nachteil der Heimmannschaft gereichte ...

    Und jetzt Schluß mit diesen Diskussionen. 2 ohnehin nicht eingeplante Punkte sind leider nicht mit nach Norhessen gegangen. Aber bei der gezeigten Leistung der Mannschaft, gerade nach dem schon hohen Rückstand vor der Pause, muß uns nicht bange sein vor den nächsten Aufgaben. Irgendwann kommt der Befreiungsschlag gegen einen der "Großen", darin bin ich mir ebenso sicher wie Fynn Holpert nach der Begegnung.

    Bitte genauer lesen!

    Ja, die Schiedsrichter waren nicht unbedingt die herausragenden Akteure gestern. Ja, sie haben nicht immer mit gleichem Maß gemessen. Ja, Melsungen wäre unter Umständen früher an Lemgo dran gewesen (bzw. an ihnen vorbei), wenn ... So weit stehe ich absolut zu den getätigten Aussagen.

    Was ich bestimmt nicht unterschreibe, das ist die Alleinschuld dieser beiden. Die MT hatte gestern in vielen Fällen einfach riesiges Pech. Allein die Holztreffer hätten locker genügt, am Ende einen oder zwei Treffer mehr zu haben als Lemgo. Was sogar noch schlimmer war: nicht einer der Holztreffer endete mit weiterem Ballbesitz. Zweimal pfefferte Stojanovic die Kugel dermaßen gegen die Latte, daß der Ball normalerweise fast bis Djordjic zurückgeflogen wäre. Nur leider kam es zweimal zum Kontakt mit der Hallendecke, was dann automatisch wieder Ballbesitz für den TBV bedeutete.
    Den Treffer, "der keiner war", habe ich übrigens von meiner Position aus nicht angezweifelt. Ich habe zur Beurteilung dieser Szene zwar sehr unglücklich und weiter weg gesessen, aber mir schien es schon so, als sei die Murmel hinter der Linie gewesen. Aber natürlich gehört auch das in den Kontext des Abends: nicht jeder hätte das Tor wohl gegeben.

    Noch so eine unglückliche Szene: die Abwehr blockt hervorragend, Djordjic will den Ball vor Überschreiten der Torauslinie noch berühren, um Abwurf zu bekommen. Leider kommt er dabei in's Straucheln, und der Ball geht von seiner Hand ins Seiten- statt ins Toraus. Damit trotz vorbildlicher Abwehrarbeit und tollem Einsatz vom Keeper weiter Ballbesitz für Lemgo und prompt das Tor.

    Es hat einfach nicht sollen sein gestern. Schade und traurig, aber war eben so. Mir hat der Auftritt trotzdem sehr gut gefallen, weil die Mannschaft Zusammenhalt demonstriert hat. Vielleicht war die rote Karte für Balomenos am Ende gar nicht sooo schlecht für den weiteren Spiel- und auch Saisonverlauf, denn man hat gesehen, daß die Truppe danach doch näher zusammengerückt ist. Mir macht das jedenfalls Mut für die nächsten Spiele.

    Zitat

    Original von Mister Bösi


    Hat Kehrmann frei vorm Tor um gekloppt.
    Muss man nicht geben, kann man aber.

    Genau so sehe ich das auch. Die meisten Gespanne hätten dafür sicherlich "nur" 2 Minuten gegeben, aber der rote Karton geht schon in Ordnung.
    Insgesamt eine recht faire Partie mit nur wenigen Zeitstrafen, obwohl beide Abwehrreihen ganz ordentlich zugepackt haben. Glückwunsch nach Lemgo zu zwei Punkten, die allerdings lange, lange Zeit fast mehr als auf der Kippe standen.

    Sehe ich ehrlichgesagt nicht so. Djordjic hat in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit genau das gutgemacht, was Kolpak zu Beginn vorlegte. Beide hatten nach 30 Minuten 6 Paraden stehen.
    Und in Halbzeit 2 hatte Djordjic auch nur eine Parade weniger als sein Gegenüber. Djordjic ging in einer Phase, als auf beiden Seiten plötzlich fast jeder Angriff einen Treffer brachte. Unter dem Strich hatten Djordjic und Musil gemeinsam in Halbzeit 2 genau eine Parade mehr auf der Liste als Kolpak, was exakt zum Resultat der zweiten Hälfte (13:12) paßt. Bei Djordjic kommt zudem im zweiten Durchgang noch der gehaltene Strafwurf gegen Haaß dazu.
    Fazit: ich sehe nicht, daß heute irgendetwas an irgendeinem Torhüter gelegen hätte. Die Gründe für die Niederlage sind an ganz anderen Stellen zu suchen. Aber das wird der Coach in gewohnt zuverlässiger Manier analysieren und garantiert auch entsprechend aufarbeiten. ;)

    Das Foul war ein Foul und fertig. Über Absicht zu spekulieren wenn jemand beim Tempogegenstoß dem ballführenden Spieler "Füßchen stellt" ist müßig. Zwischen "dumm gelaufen" und "fieser Aktion" ist bei solchen Szenen ein verdammt schmaler Grat, und somit sollte man's einfach bei der roten Karte belassen und nicht weiter nachkarten. Wenn ich überlege, was aus so einer Aktion an gesundheitlichen Folgen für den gefoulten Spieler resultieren kann, muß ich über eine Rechtfertigung für den roten Karton sowieso nicht weiter nachdenken - unabhängig von Absicht oder nicht.

    Gratulation an die Gäste für einen am Ende hauchdünnen und sehr glücklichen Sieg. Wenn Melsungen nur eine seiner Möglichkeiten zum Ausgleich in Halbzeit 2 genutzt hätte, wäre das Spiel anders ausgegangen. So hat die Rumpftruppe ihren ersten Auswärtssieg feiern können. Schon hart, wenn eine ganze Hälfte nur noch ein einziger Spieler zum Wechseln zur Verfügung steht. Deshalb Hut ab vor der kämpferischen Leistung, immer wieder neu vorzulegen und die Kiste hauchdünn über die Zeit zu bringen!

    Also was der Dan Beutler da heute in der zweiten Hälfte hält ist der Wahnsinn in Tüten. Sind zwar auch einige für Torhüter sehr "dankbare" Bälle dabei, aber da muß man die Knochen auch erstmal hinbekommen. :D

    Ende übrigens gerade eben 34:29

    OK, dann sorry. Ich habe das im Zusammenhang verstanden mit den Aussagen von Jens Pfänder in der PK, als er auch für HZ 2 die Zeitstrafen als Knackpunkte anführte. Nur da war der Käs' doch mental eigentlich schon längst gegessen.

    Zitat

    Original von TuS-Benjamin
    Diese blöden Zeitrafen nach der 12:7-Führung.... das hat Melsungen zurück gebracht.

    Naja der Fichte ist halt emotional! Und wenn der vierte Ball auf den Kopf geworfen wird (der erste hatte ja sogar getroffen) muss man ihn da auch mal verstehen.

    Ich habe schon bessere Schiedsrichterleistungen gesehen.


    Da sollte man dann aber auch erwähnen, daß diese 5 Tore Vorsprung nicht zuletzt durch eine doppelte Unterzahl der Gastgeber erst zustande kamen! Insofern sind die Wirkungen vielleicht eher psychisch zu sehen. Melsungen hat das schlicht und einfach besser verarbeitet. Die Zeitstrafen für N-L in HZ 2 kamen ja erst, als die Führung - wenn auch immer knapp - schon längst wieder auf Melsunger Seite war. Bilanz erste Halbzeit war 8:10, zweite Halbzeit 2:10. Insofern dienen die Zeitstrafen letztlich nur bedingt als Erklärung, wenn sie zugegebenermaßen auch teilweise zeitlich unglücklich kamen.

    Der Unmut von Friedrich ist schon irgendwo nachvollziehbar. Trotzdem möchte ich niemandem volle Absicht unterstellen bei Würfen in Richtung Kopf. Bei den Tempogegenstößen von Kraus beispielsweise ist der Melsunger schon längst in der Wurfbewegung, wenn der Keeper sich für hoch oder tief entscheidet. Aber das war in meinen Augen wirklich nicht der Aufhänger für die Niederlage. Die linke Seite bei Nettelstedt war in der ersten Hälfte klinisch tot. Solange beide Seiten verteidigt wurden hatten rechts Hermann und Hartmann Platz genug, um 10 von 12 Feldtoren zu schießen. Als die Umstellung in der Melsunger Abwehr kam war Schicht im Schacht. Ohne den aufgewachten Mraz in Halbzeit 2 und bei nur der Hälfte verwandelter Konter von Michal Kraus hätte es ein echtes Debakel für N-L geben können. DA würde ich mal ansetzen, und nicht alles auf die Zeitstrafen schieben. Die waren doch teilweise auch nur Resultat aus dem sich breitmachenden Frust.

    Balomenos laboriert noch an einer Verletzung, die er sich unter der Woche im Pokalspiel gegen Gummersbach geholt hat. Bis kurz vor dem Spiel war nicht klar, ob er überhaupt spielen kann. Deshalb auch Einsatz fast ausschließlich in der Abwehr.

    Zum Thema Schiedsrichter: die können eigentlich nur so pfeiffen, wie es die Mannschaften zulassen. Und da waren heut eben viele hakelige Situationen, die entsprechende "Würdigung" verdienten. Blecic konnte gar froh sein, daß er sein "rot" erst verspätet für 3x2 kassiert hat. Sein Foul 11 Sekunden vor Halbzeit an Kontic, für das er seine ersten 2 Minuten kassierte, war für mich allerdunkelster roter Karton. Habe selten sowas Mieses/Unfaires in einer Handballhalle gesehen.

    Ach ja, Kontic ... Wohl dem, der so einen "alten Mann" in seinen Reihen hat. Den wievielten Frühling durchlebt er gerade? Er ist auf dem besten Weg, sich ein Denkmal zu setzen. Über ihn könnte man ein Lehrvideo drehen zum Thema "Einsatzbereitschaft und Willensstärke"! Einfach nur KLASSE, was er da heute wieder geleistet hat! :Hail:

    Wieland, ich sehe das im Zusammenhang u.a. mit der uneingeforderten Äußerung des Herrn Dotzauer bezüglich "Übernahme von Verantwortung und setzen von Zeichen in früheren Zeiten". Dieser Part war doch seeeehr befremdlich und ließ fast abgrundtief blicken. Da gewinnt für mich als wirklich Außenstehenden dieser Artikel eine ganz andere Dynamik.
    Klar ist die angesprochene "gute Qualität" garantiert nicht gleichzusetzen mit einem handballerischen Leckerbissen. Man muß - wie schon an anderer Stelle angemerkt - das Spiel einfach an einer anderen Stelle der Skala einordnen. Gemessen an dem, was von zwei null-Punkte-Teams mit Verletzten auf Schlüsselpositionen zu erwarten war, fand ich das Spiel längst nicht so schlecht, wie es in der Halle gemacht wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. Wer Dr. Rastislav Trtík kennt, der kann auch diese Aussage in die "richtigen" Zusammenhänge setzen.

    Aber nochmal zurück zur Rolle der Presse. Du merkst selbst an, daß die PK "merkwürdiger war als sonst". Wie soll man das beurteilen als jemand, der pro Saison nur eine PK in Wetzlar mitbekommt? Ich hätte weiter auch nicht nachgekartet, wenn nicht der Artikel gepostet worden wäre, und ich nicht augenblicklich (auch ohne Kenntnis des Namens) das Gesicht des Herren vor Augen gehabt hätte. Seine Frage(n) gaben mir zeitnah schon einige Rätsel auf, die ich aber für mich persönlich nach Lektüre des Artikels weitgehend beantwortet sah. Vielleicht sehe ich ja wirklich Geister, weil ich nicht tief genug in der internen Wetzlarer "Szene" hänge. Aber die Bezüge zueinander - und da wirst Du mir dann vielleicht schon diese Gedankengänge zugestehen - sind doch zumindest nachfragewürdig und lassen eine ganze Menge Raum für "Verschwörungstheorien".

    Spätestens nach dem Lesen dieses Artikels steht für mich fest, daß da Methode hinter steckt. Dragan Markovic tut mir wirklich leid. Natürlich kann man "von draußen" Konzeptlosigkeit und Versäumnisse in taktischer Hinsicht hinterstellen, wenn ein Spiel verloren wird. Generell aber sollte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß da kein willenloser Gegner auf dem Feld steht, sondern eine ebenso vorbereitete und eingestellte Mannschaft.
    Wenn dabei letztlich kein ansehnliches Spiel zustande kommt, wenn selbst der Bundestrainer als Augenzeuge "erschreckendes Niveau" feststellt, wie an anderer Stelle zu lesen war, dann belegt das im Wesentlichen, daß es sich um kein "Spitzenspiel" gehandelt haben kann. Nur das dürfte vorher schon jedem klar gewesen sein, und das Attribut "Derby", das von was-weiß-ich-wem lediglich aufgrund gleichem Herkunftsbundesland als Pseudo-Argument natürlich Einzug finden muß, entlockt mir ehrlichgesagt auch eher ein müdes Lächeln als echte Beachtung.

    Aber zurück zum Anfang. Hält man sich die Pressekonferenz nach dem Spiel vor Augen, in der einige sehr merkwürdige Fragen gestellt wurden (selbst der Gästetrainer sah sich unaufgefordert genötigt, einige unverständlich vorgetragene Vorwürfe an Dragan Markovic sachlich zu kommentieren), dann bekommt der vorliegende Artikel ein völlig anderes Gesicht und einen für mich erschreckenden Hintergrund.
    In meinen (unbedarften?) Augen wird da massiv unter Zuhilfenahme (das ist wohl der treffendste aller verharmlosenden Begriffe) der Lokalpresse am möglichst kostengünstigen "Entsorgen" des Trainers gearbeitet. Ich erkenne also diverse Fragestellungen absolut wieder, vermisse aber die entsprechenden Erläuterungen und Richtigstelungen, die ebenfalls gegeben wurden. Boulevardjournaille in allerübelster Güte also.

    Unter dem Strich: selbst wenn man dem Trainer in fachlicher Hinsicht Mängel und Versäumnisse vorwerfen könnte, wäre der hier von Presseseite eingeschlagene Weg der denkbar lächerlichste. Jeder, der das teilweise unverständliche (ich vermeide das Wort "unwürdige") Szenario nach dem Spiel miterleben durfte, wird die Diskrepanz zwischen Hinterfragen und Schlußfolgern mühelos erkennen, was eine Wirkung des Pamphletes allenfalls beim "Fußvolk" erwarten läßt.
    Aber - ist das nicht vielleicht genau das, was "man" bezwecken will? Einfach um jeden Preis Stimmung machen gegen einen vorher definierten "Schuldigen"? Aber wer ist "man"? Und wer hat diesen vermeintlich "Schuldigen" dann schon vordefiniert? Nunja, diese Fragen möchte ich als Nicht-Wetzlarer mal besser nicht beantworten ...

    Ich wünsche der HSG jedenfalls vielleicht gerade wegen dieser unschönen Geschichten ein Überleben in der Bundesliga. Kein Verein (ganz abgesehen von den Trainern als Einzelpersonen) hat es verdient, auf solche Weise Stück für Stück der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden. Und vielleicht erlebe ich den Tag ja doch noch, wo das auch die "Strippenzieher" und die "Stimme des Volkes" einmal begreifen, daß es trotz aller wirtschaftlichen Abhängigkeiten auch um MENSCHEN geht, über die auf so üble Art in (unterstellter) konzertierter Aktion hinweggetrampelt wird. Ein wenig Contenance kann doch so schwer nicht sein - auch nicht für einen Herrn Ralf Waldschmidt -, oder?.

    Wer gestern nach dem Spiel auf die "leisen Zwischentöne" geachtet hat, die inhaltlich mitunter die Lautstärke eine Dampframme seitens eines Rainer Dotzauer hatten, kann gar nicht anders als "für" Dragan Markovic abzustimmen. Möchte das hier nicht wiedergeben, aber gerade am Umgang mit den Verletzten - insbesondere Golic - zeigen sich abgrundtiefe Differenzen, die gestern auch sehr deutlich in Worte gefaßt wurden ...
    Mir als Außenstehendem kam es jedenfalls nicht so vor, als ob der Baum brennen würde. Man sollte vielleicht eher von einem ausufernden Flächenbrand auf ganzer Waldfläche reden. :nein:

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Ok, danke für die Aufklärung, aber den Eindruck einer deutlichen Verstärkung unter dem Strich habe ich dennoch - vielleicht nicht quantitativ, dafür aber qualitativ.


    Das sollte doch eigentlich für jeden Verein Sinn der Sache sein, oder? Natürlich möchte ich den Spielern nicht zu nahe treten, die den Club verlassen haben. Aber ohne ein gewisses Potential nach vorn würden solche Wechsel wenig Sinn ergeben ...

    Zitat

    Original von Sternchen
    Gut das die MT noch 2 Deutsche hat wobei der eine nicht bei der MT spielt! Aber was soll man dazu noch sagen!? Da braucht man sich nicht zu wundern das da auch kein deutscher spielen will wenn man nichts versteht was einem der Trainer sagt!


    Du meinst Karsten Wöhler und Benni Hütt, der mit Zweitspielrecht für den Zweitligisten Gensungen/Felsberg ausgestattet ist. Vergessen tust Du dabei leider Sead Kurtagic, der ebenfalls deutscher Staatsbürger ist.
    Natürlich kann man die Herkunft der Spieler kritisch betrachten, keine Frage. Aber auch "Kleinigkeiten" wie Predrag Kontic als mittlerweile dienstältesten Melsunger darf man dabei nicht aus den Augen verlieren. Der Mann spielt seit 1997 (!!!!!) bei der MT. Da muß ich in anderen Kadern lange blättern, bis ich sowas finde - ob nun "Deutscher" oder nicht. Ich persönlich kann mir einen MT-Kader ohne Predrag Kontic kaum noch vorstellen ...
    Und zum Thema "Trainer nicht verstehen": unterhalte Dich einfach mal mit ihm. Du wirst staunen, daß das tatsächlich sehr gut möglich ist - auf deutsch! ;)

    Also bitte laßt doch einfach mal diese Plattitüden langsam weg. Das mag als "running gag" zu Beginn der vorletzten Saison mal ansatzweise witzig gewesen sein, aber inzwischen nervt es nur noch. :wall:

    Was soll sich getan haben? Und warum "ohne Ende"? Schon während der Saison 2 Spieler weg (Pregler, Holl), nach der Saison nochmal 2 (Hock, Radcenko). Dafür kommen genau 4 neue Aktive (Kurtchev, Stojynovic, Balomenos und Chalkidis). Bei näherer Betrachtung also eine gar nicht mal sooooo furchtbar sensationelle Zuwachsquote von exakt 0%, oder?

    Also ich gehe keinesfalls von einem "unfairen" Spiel aus. Daß Wilhelmshaven keine Waisenknaben auf's Spielfeld schickt ist bekannt. Da wartet eine knallharte 6:0-Deckung. Aber das hat mit heute nichts zu tun, und ist auch bereits die gesamte Saison so - ohne daß da "Unfairness" im Spiel wäre. Ich für meinen Teil habe großen Respekt vor dem Defensivverhalten der Norddeutschen, und unser Trainer wird die Jungs schon entsprechend einstellen. Nicht vergessen sollte man, daß auch wir von der Defensive leben, und Hynek, Kontic & Co. ebenfalls kräftig zupacken können. Das dürfte nachher kein kuschelweiches Geknuddel werden, aber Keilereien erwarte ich auch nicht. Gesunder Kampf eben - hoffentlich ...
    Auch die Schiri-Ansetzung ist bemerkenswert. Andler/Andler stehen für kompromißloses Unterbinden von (vermeintlich) zu heftigem Abwehrspiel. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... ;)