Beiträge von wmk

    Der Unterschied dürfte u. a. in den Mehreinnahmen liegen, die sie sicherlich haben werden, wenn sie die nächste Saison BuLi statt 3. Liga spielen (von Sponsoren, aus Kartenverkäufen usw.). Ausserdem würden sie ja nicht automatisch nach einem Jahr 3. Liga wieder aufsteigen, das könnte ja evtl. sportlich schiefgehen.

    Spielen sie denn jetzt auch nächste Saison EHF-Pokal? Gemeldet hatten sie doch. Bis wann müßten sie denn solvent bleiben, um da mitspielen zu können?


    Dazu müssen sie nichtmal solvent sein. Es reicht, wenn sie von der HBL als sportlich qualifizierter Erstligist gemeldet werden. Eine Lappalie also. ;)

    Edit: Und nicht zu vergessen was wir heute gelernt haben - wenn der böse Onkel HBL nicht macht was bockiges Kindchen HSV will, dann hilft das unabhängige Schiedsgericht. :P

    Habe ich das richtig verstanden?

    Mit der Frist mit zum 01.07.2014 und nicht bis zum 30.06.2014 ist der H$V so oder so in der neuen Saison als Erstligisten dabei? Entweder als wiedererstarkter Neureich-Verein oder als insolventer erster Absteiger?

    Das ist doch alles ein riesiger Skandal!!!!


    In mir festigt sich immer mehr der Verdacht, dass genau DAS der Deal im Kern der Sache ist. Denn wenn ich es richtig beurteile (siehe mein -fragendes- Posting etwas weiter oben), steht der HSV damit in jedem Fall schonmal als schlimmstenfalls Zweitligist der Saison 2015/16 fest.

    Ich brauche jetzt mal Aufklärung. Es geht um diesen Passus in der Stellungnahme der HBL:
    Mit der heutigen Entscheidung des Schiedsgerichts steht der HBW
    Balingen-Weilstetten als Absteiger der DKB Handball-Bundesliga fest.
    Ebenso steht fest, dass die HG Saarlouis Absteiger der 2.
    Handball-Bundesliga ist.

    Da für die kurzfristigen Auflagen als Erfüllungsfrist der 1. Juli genannt wurde, und der bereits in der neuen Spielzeit liegt, gilt die offizielle Abschlusstabelle, Balingen steigt ab und Hamburg qualifiziert sich für den EHF-Cup. Würde ja bedeuten, dass der HSV faktisch doch die Lizenz hat, immerhin zum Stichtag für die Bundeliga gemeldet zu sein.
    Was passiert nun, wenn die kurzfristigen Auflagen nicht erfüllt werden? Der HSV müsste dann Insolvenz anmelden und gälte als erste Absteiger. Am ersten Tag der angelaufenen Saison! Die Bundesliga würde dann sogar möglicherweise mit 17 Teams spielen (müssen), falls alles zusammenbricht. Für mich jedoch die wahrscheinlichere Variante: weil alternativ ein Rückzug in die 3. Liga dann auch nicht mehr möglich wäre, wohl aber (bei fristgemäßer Meldung und Absolvierung aller Bundesliga-Pflichtspiele) der Start übernächste Saison in der 2. Liga "gesichert" ist, feiert sich der HSV durch die Farce-Saison. Was das gleiche Resultat wäre, wie jetzt in die 3. Liga zu gehen und den sofortigen (unkalkulierbaren) Wiederaufstieg wenigstens ins Unterhaus zu stemmen. Nur eben ohne jede Anstrengung und selbst mit minimalstem Etat überhaupt bereits in trockenen Tüchern.
    Ist ein solches Szenario rechtlich denkbar? Falls ja, kann ich mir den Hintergrund dieses "Verhandlungsmarathons" heute schon irgendwie vorstellen ...

    und wie :D


    Irgendwie habt ihr den Schuss nicht gehört. Hier geht es absolut nicht um Sympathie oder Antipathie dem HSV gegenüber, und noch viel weniger um die Befindlichkeiten von "Fans" oder einzelnen Personen. Diese Entscheidung per se ist ein Schlag ins Gesicht des Handballsports in diesem Land, und das gleich auf mehreren Ebenen. Gummersbach findet nachträglich durch den HSV Bestätigung und legitimiert damit indirekt unseriöses Geschäftsgebahren mittelständischer Unternehmen in Deutschland, denn nichts anderes sind die Spielbetriebsgesellschaften von Profi-Sportmannschaften.

    "Bis zum 1. Juli" heißt doch, dass zum Stichtag die alte Saison abgeschlossen und die neue gestartet wäre. Damit stünde, falls die Auflagen nicht erfüllt würden, der HSV wieder vor dem Nichts, müsste endgültig Insolvenz anmelden, und wäre damit vom ersten Tag der Spielzeit an als Absteiger zu betrachten. Als Balinger würde ich mich jetzt verscheißert fühlen ohne Ende.

    Die einzige mangelnde Fürsorgepflicht seitens der HBL sehe ich gegenüber den Vereinen, die wegen der haarsträubenden HSV-Eskapaden immer noch keine Planungssicherheit haben. Insofern hätte man den Schlussstrich wesentlich früher und rigoros ziehen müssen. Mein letztes noch rudimentär vorhandenes Verständnis gegenüber den Hamburgern löst sich angesichts solcher (anwaltlich gestützter) Frechheiten in Nichts auf. :nein:

    Zitat

    [...] Aufsichtsrat Matthias Rudolph erklärte sich bereit, die Kosten für das Schiedsgerichtsverfahren, inklusive Anwalt belaufen sie sich auf 20.000
    Euro, zu übernehmen, wenn er dafür die Champions-League-Trophäe mit nach Hause nehmen darf.

    Womit die immer wieder auftauchende Frage nach dem gegenständlichen geldlichen Wert solcher Pötte endlich auch mal beantwortet wird. :lol:

    Als Maßstab würde ich das allerdings nun doch nicht ansehen, weil die Urteilsfähigkeit gewisser Personen hinsichtlich monetär Bewertung ideeller Werte, vorsichtig ausgedrückt, gestört zu sein scheint. ;)

    Ich glaube, die Meldung zum EHF Cup erfolgt, um irgendeine Frist zu wahren, falls der HSV doch noch die lizenz bekommen sollte.


    Theoretisch so sicher auch gedacht. Aber mit den acht(!!!) Profis, die in den "nachgebesserten" Lizenzunterlagen ausgewiesen wurden? Naja, immerhin greifen die deutschen Clubs üblicherweise erst in der dritten Runde ein. So wären Hammergegner in den ersten beiden Runden wie Diaspora Düdelingen, Forza Palermo oder Vorwärts Spitzbergen schonmal erfolgreich vermieden ... :lol:

    Unfassbar. So langsam verliere ich wirklich jedes bisher noch "rudi"mentär vorhandenes Verständnis für diesen Klamaukverein. Nach neuesten Meldungen von handball-world.com will man tatsächlich sowohl für die 3.Liga als auch für den EHF-Cup melden. Wie lächerlich ist das bitte?
    Andererseits sagt man vereinbarte Freundschaftsspiele bei Amateurvereinen sang- und klanglos wegen Unlust ab. Und so ganz nebenbei wird verlautbart, über eine Insolvenz später mal entscheiden zu wollen. Naja, Insolvenzverschleppung ist ja auch nur ein Straftatbestand und im Fahrwasser der angekratzten Eitelkeiten zu vernachlässigen ... :pillepalle: :wall:

    Mensch, macht endlich das Licht aus da oben. So eine unwürdige Schmierenkomödie haben die Fans und alle, die sich ERNSTHAFT um eine Lösung bemüht haben, nun wirklich nicht verdient. :nein:

    Wären dann eigentlich die Verträge der Spieler hinfällig, sprich alle könnten sich ablösefrei neue Vereine suchen?


    Kommt auf den Einzelfall an. Sportlich gesehen ist das nicht mehr als ein Abstieg. Der Grund dafür ist erst einmal egal. Es liegt ja (bisher zumindest) keine insolvenz vor.
    Besteht über eine Vertragsklausel eine entsprechende Freigabeklausel (Bindung nur auf Grundlage der Spielklasse), Ist der Spieler "frei". Fehlt die Klausel, gilt der Vertrag normal in seiner abgeschlossenen Laufzeit weiter. Was übrigens auch für die konditionen gilt. Hens beispielsweise könnte also durchaus mit einer geschätzten halben Million im Jahr der teuerste Zweitligaspieler aller Zeiten werden ...

    fakt ist : gibts ne insolvenz ist das bisherige geld von a.r. auch weg (bis auf kleine quote) - kaufmännisch würde es also evtl. für a.r. sinn machen, nochmals geld zuzuschiessen, um sich mit langem atem seine kredite zurückzuholen, auch wenns dann nur 5-10% sind jedes jahr.....


    Würde also anders ausgedrückt heißen, dass es bei der Allmachtsstellung eines Einzelnen bleibt, der zur Rückeroberung seiner privaten Pfründe ein Profiunternehmen auf unbestimmte Zeit künstlich beatmet und mit dem absoluten Mindestmaß dahinvegetieren läßt. Tolle Vorstellung für alle, die mit diesem "Ungetüm" im Wettbewerb stehen. Und nicht nur ein Schlag, sondern permanente Prügel ins Gesicht all derer, die mehr oder weniger sauber wirtschaften und trotzdem "sportlich" ins Gras beißen. Es wird immer abenteuerlicher ... :nein:

    komme ich immer mehr zum Ergebnis, das der Handball national und international ein strukturelles Problem auf Funktionärsebene hat.


    Oh JA! Genau DAS ist der Ansatzpunkt. Da gibt es viel zu breite Hintern, die schon viel zu lange auf viel zu wertvollen Stühlen sitzen. Um es mit den Worten des Herrn Sarrazin zu sagen: "Der Handball schafft sich ab". Langsam beginnend, aber doch stetig weiter Fahrt aufnehmend. :help:

    "Nur um Platz acht zu spielen, funktioniert in Hamburg nicht. Wir müssen weiter den Anspruch haben, Kiel, Rhein-Neckar Löwen und Flensburg zu schlagen. Es gibt Pläne, dass wir nächste Saison guten Handball spielen. Ich bin optimistisch, das wir es noch hinkriegen. Es sind ja genügend Menschen dabei, die was können!“


    Eine unglaubliche Aussage. Das schreit ja geradezu nach Bestrafung. Man sollte froh sein, dass überhaupt so viele Türen offen gehalten werden und nicht noch verklausulierten Größenwahn absondern. Kurz und bündig: wer in der Not noch so in die Öffentlichkeit stellt, ist nicht mehr ernst zu nehmen.
    Sorry, aber da lasse ich auch "wenig Medienkompetenz" nicht mehr durchgehen. :wall:


    Mal eben die Zahlen rausfummeln:
    - "[...] den geplanten Ausgaben von 8,1 Millionen Euro [...]"
    - "Mindestens 1,5 Millionen Euro fehlen kurzfristig, um die Saison wirtschaftlich zu überleben."
    - "[...] Verzicht [...] einen Monatslohn [...]"
    - "[...] weitere 800.000 Euro an Einlagen und damit an verfügbarem Kapital heranzuschaffen [...]"
    - "Allein bis zum Saisonende summieren sich die Forderungen aller Gläubiger auf 3,55 Millionen Euro."
    - "[...] Etat müsste von 9,6 auf etwa fünf Millionen Euro [...]"
    - "[...] Darlehensforderungen von zwei Millionen Euro [...]"

    Nun ja, sollte das alles so stimmen, ergeben sich schon ein paar kleinere Vertändnisprobleme, was die Definitionen angeht. Sollte der Etat von 9,6 sowieso auf 8,1 zurückgefahren werden? Das wären 1,5 Millionen weniger. Sieht so eine "Konsolidierung" aus, wenn man sich vom großen Gönner freischwimmen will? Wenn 1,5 Millionen fehlen, und 800.000 beigeschafft werden sollten, dann ist es mit einem Monat Gehaltsverzicht (ca. eine halbe Million) immer noch nicht erledigt.

    Zudem sind weiter einige Sachen vollkommen unklar. Beispielsweise, ob die zum Schluss erwähnten Rudolph-Darlehen beeits in irgendeiner der genannten Zahlen drinstecken oder nicht. Die Gegenrechnung zwischen Gehaltsverzicht und Insolvenzgeld ist mir auch noch nicht ganz klar, vor allem der Beisatz "plus einem individuell auszuhandelndem Aufschlag". Insolvenzgeld wären dann also knappe 18.000 Euro innerhalb drei Monaten PLUS einen individuell auszuhandelnden Betrag X. Dagegen steht der "Gewinn" aus zwei Monaten Normalverdienst, wenn auf einen verzichtet würde. Bedeutet für mich, dass der mehrheitliche Teil der Mannschaft mit zwei regulären Monatsgehältern mehr als 18.000 Euro plus X, demzufolge mehr als 9.000 Euro pro Monat verdienen müsste, weil es sonst wohl kaum zu einem geschlossenen Verzicht käme. Oder haben die Großverdiener die "kleinen Fische" dermaßen unter der Knute, dass die zum Mitziehen praktisch genötigt werden?

    Ich werde den Eindruck nicht los, als seien die wahren Einkommensverhältnisse beim HSV noch längst nicht auch nur annähernd zu erahnen. Deshalb wird für mich eigentlich eine mögliche Lizenzerteilung, egal in welcher Instanz, immer fragwürdiger.


    Ja, es hängen Plakate und über die Vereine wurde schon kräftig Werbung gemacht. Auch das vorgelagerte Jugendturnier mt 80 Mannschaften ist wohl schon voll besetzt. Da wurde schon Geld für Werbung in die Hand genommen. Aber kann man da nicht Flensburg und Kiel für spielen lassen? Wenn Balingen für den HSV drin bleibt und den Platz übernimmt wäre es natürlich nicht so prickelnd.


    Das ist relativ. Ebenso wenig "prickelnd" wäre ein HSV, der vielleicht zwangsweise mit einer Truppe antreten muss, wogegen die des HBW die wesentlich attraktivere Option darstellen würde. Wer dort hingeht nur wegen des Namens und dann eventuell von der zur Schau gestellten Qualität bitter enttäuscht wird, dürfte kaum hinterher noch der gewünschten Ziel- und Ergebnisgruppe dieses Events angehören.

    Vielleicht hab ich ja was verpasst, aber was hat die HBL-Spitze damit zu tun? Das ganze ist doch vornehmlich durch Storm und Rost entstanden.


    Dann wäre das möglicherweise ein Trugschluss meinerseits. Bisher bin ich nach allem, was ich darüber gehört und gelesen habe, davon ausgegangen, dass dieser so groß aufgehängte "Tag des Handballs" einvernehmlich mit der HBL abgesprochen und mit Teilnehmern bestückt wurde. Sollte dem nicht so sein, dann Asche über mein Haupt!

    Edit: Ja, so wie Roter Teufel hatte ich das auch herausgelesen/verstanden.

    ähm, sorry, aber könnte nicht statt der Hamburger einfach der THW Kiel zum Tag des Handballes antreten...ich verstehe ohnehin nicht warum es die Hamburger sein sollten.....logisch wären doch die beiden Tabellenersten


    Der "Tag des Handballs" ist doch Geplänkel. Nicht das Event ist Stein des Anstoßes, sondern die Hintergründe. Die Wichtigkeit ist nicht das Ereignis selbst, sondern die damit einhergehende Verschleierung, dass bei der Auswahl der Teilnehmer (nebst entsprechender Begründung dafür) ganz einfach geschlampt wurde. Nach gegenwärtig öffentlich bekanntem Stand der Dinge hätte die HBL-Spitze wissen MÜSSEN, dass der HSV Handball ein ständiger Wackelkandidat sein würde. Das Vertrauen auf eine Fortdauer der deckelnden Privat-Finanzierung des Vereins ist m.E. einfach nur amateurhaft, wenn es denn wirklich ein soooooooo wichtiges Ereignis sein sollte. Insofern hängt an dem propagierten Großereignis tatsächlich nicht der Teilnehmer HSV Handball, sondern nicht weniger als die Reputation der HBL-Spitze. Denn die ist dahin, wenn der HSV ausfällt. (Der Tag selbst fällt schon nicht aus, keine Sorge)