Beiträge von wmk

    Die einzige mangelnde Fürsorgepflicht seitens der HBL sehe ich gegenüber den Vereinen, die wegen der haarsträubenden HSV-Eskapaden immer noch keine Planungssicherheit haben. Insofern hätte man den Schlussstrich wesentlich früher und rigoros ziehen müssen. Mein letztes noch rudimentär vorhandenes Verständnis gegenüber den Hamburgern löst sich angesichts solcher (anwaltlich gestützter) Frechheiten in Nichts auf. :nein:

    Zitat

    [...] Aufsichtsrat Matthias Rudolph erklärte sich bereit, die Kosten für das Schiedsgerichtsverfahren, inklusive Anwalt belaufen sie sich auf 20.000
    Euro, zu übernehmen, wenn er dafür die Champions-League-Trophäe mit nach Hause nehmen darf.

    Womit die immer wieder auftauchende Frage nach dem gegenständlichen geldlichen Wert solcher Pötte endlich auch mal beantwortet wird. :lol:

    Als Maßstab würde ich das allerdings nun doch nicht ansehen, weil die Urteilsfähigkeit gewisser Personen hinsichtlich monetär Bewertung ideeller Werte, vorsichtig ausgedrückt, gestört zu sein scheint. ;)

    Ich glaube, die Meldung zum EHF Cup erfolgt, um irgendeine Frist zu wahren, falls der HSV doch noch die lizenz bekommen sollte.


    Theoretisch so sicher auch gedacht. Aber mit den acht(!!!) Profis, die in den "nachgebesserten" Lizenzunterlagen ausgewiesen wurden? Naja, immerhin greifen die deutschen Clubs üblicherweise erst in der dritten Runde ein. So wären Hammergegner in den ersten beiden Runden wie Diaspora Düdelingen, Forza Palermo oder Vorwärts Spitzbergen schonmal erfolgreich vermieden ... :lol:

    Unfassbar. So langsam verliere ich wirklich jedes bisher noch "rudi"mentär vorhandenes Verständnis für diesen Klamaukverein. Nach neuesten Meldungen von handball-world.com will man tatsächlich sowohl für die 3.Liga als auch für den EHF-Cup melden. Wie lächerlich ist das bitte?
    Andererseits sagt man vereinbarte Freundschaftsspiele bei Amateurvereinen sang- und klanglos wegen Unlust ab. Und so ganz nebenbei wird verlautbart, über eine Insolvenz später mal entscheiden zu wollen. Naja, Insolvenzverschleppung ist ja auch nur ein Straftatbestand und im Fahrwasser der angekratzten Eitelkeiten zu vernachlässigen ... :pillepalle: :wall:

    Mensch, macht endlich das Licht aus da oben. So eine unwürdige Schmierenkomödie haben die Fans und alle, die sich ERNSTHAFT um eine Lösung bemüht haben, nun wirklich nicht verdient. :nein:

    Wären dann eigentlich die Verträge der Spieler hinfällig, sprich alle könnten sich ablösefrei neue Vereine suchen?


    Kommt auf den Einzelfall an. Sportlich gesehen ist das nicht mehr als ein Abstieg. Der Grund dafür ist erst einmal egal. Es liegt ja (bisher zumindest) keine insolvenz vor.
    Besteht über eine Vertragsklausel eine entsprechende Freigabeklausel (Bindung nur auf Grundlage der Spielklasse), Ist der Spieler "frei". Fehlt die Klausel, gilt der Vertrag normal in seiner abgeschlossenen Laufzeit weiter. Was übrigens auch für die konditionen gilt. Hens beispielsweise könnte also durchaus mit einer geschätzten halben Million im Jahr der teuerste Zweitligaspieler aller Zeiten werden ...

    fakt ist : gibts ne insolvenz ist das bisherige geld von a.r. auch weg (bis auf kleine quote) - kaufmännisch würde es also evtl. für a.r. sinn machen, nochmals geld zuzuschiessen, um sich mit langem atem seine kredite zurückzuholen, auch wenns dann nur 5-10% sind jedes jahr.....


    Würde also anders ausgedrückt heißen, dass es bei der Allmachtsstellung eines Einzelnen bleibt, der zur Rückeroberung seiner privaten Pfründe ein Profiunternehmen auf unbestimmte Zeit künstlich beatmet und mit dem absoluten Mindestmaß dahinvegetieren läßt. Tolle Vorstellung für alle, die mit diesem "Ungetüm" im Wettbewerb stehen. Und nicht nur ein Schlag, sondern permanente Prügel ins Gesicht all derer, die mehr oder weniger sauber wirtschaften und trotzdem "sportlich" ins Gras beißen. Es wird immer abenteuerlicher ... :nein:

    komme ich immer mehr zum Ergebnis, das der Handball national und international ein strukturelles Problem auf Funktionärsebene hat.


    Oh JA! Genau DAS ist der Ansatzpunkt. Da gibt es viel zu breite Hintern, die schon viel zu lange auf viel zu wertvollen Stühlen sitzen. Um es mit den Worten des Herrn Sarrazin zu sagen: "Der Handball schafft sich ab". Langsam beginnend, aber doch stetig weiter Fahrt aufnehmend. :help:

    "Nur um Platz acht zu spielen, funktioniert in Hamburg nicht. Wir müssen weiter den Anspruch haben, Kiel, Rhein-Neckar Löwen und Flensburg zu schlagen. Es gibt Pläne, dass wir nächste Saison guten Handball spielen. Ich bin optimistisch, das wir es noch hinkriegen. Es sind ja genügend Menschen dabei, die was können!“


    Eine unglaubliche Aussage. Das schreit ja geradezu nach Bestrafung. Man sollte froh sein, dass überhaupt so viele Türen offen gehalten werden und nicht noch verklausulierten Größenwahn absondern. Kurz und bündig: wer in der Not noch so in die Öffentlichkeit stellt, ist nicht mehr ernst zu nehmen.
    Sorry, aber da lasse ich auch "wenig Medienkompetenz" nicht mehr durchgehen. :wall:


    Mal eben die Zahlen rausfummeln:
    - "[...] den geplanten Ausgaben von 8,1 Millionen Euro [...]"
    - "Mindestens 1,5 Millionen Euro fehlen kurzfristig, um die Saison wirtschaftlich zu überleben."
    - "[...] Verzicht [...] einen Monatslohn [...]"
    - "[...] weitere 800.000 Euro an Einlagen und damit an verfügbarem Kapital heranzuschaffen [...]"
    - "Allein bis zum Saisonende summieren sich die Forderungen aller Gläubiger auf 3,55 Millionen Euro."
    - "[...] Etat müsste von 9,6 auf etwa fünf Millionen Euro [...]"
    - "[...] Darlehensforderungen von zwei Millionen Euro [...]"

    Nun ja, sollte das alles so stimmen, ergeben sich schon ein paar kleinere Vertändnisprobleme, was die Definitionen angeht. Sollte der Etat von 9,6 sowieso auf 8,1 zurückgefahren werden? Das wären 1,5 Millionen weniger. Sieht so eine "Konsolidierung" aus, wenn man sich vom großen Gönner freischwimmen will? Wenn 1,5 Millionen fehlen, und 800.000 beigeschafft werden sollten, dann ist es mit einem Monat Gehaltsverzicht (ca. eine halbe Million) immer noch nicht erledigt.

    Zudem sind weiter einige Sachen vollkommen unklar. Beispielsweise, ob die zum Schluss erwähnten Rudolph-Darlehen beeits in irgendeiner der genannten Zahlen drinstecken oder nicht. Die Gegenrechnung zwischen Gehaltsverzicht und Insolvenzgeld ist mir auch noch nicht ganz klar, vor allem der Beisatz "plus einem individuell auszuhandelndem Aufschlag". Insolvenzgeld wären dann also knappe 18.000 Euro innerhalb drei Monaten PLUS einen individuell auszuhandelnden Betrag X. Dagegen steht der "Gewinn" aus zwei Monaten Normalverdienst, wenn auf einen verzichtet würde. Bedeutet für mich, dass der mehrheitliche Teil der Mannschaft mit zwei regulären Monatsgehältern mehr als 18.000 Euro plus X, demzufolge mehr als 9.000 Euro pro Monat verdienen müsste, weil es sonst wohl kaum zu einem geschlossenen Verzicht käme. Oder haben die Großverdiener die "kleinen Fische" dermaßen unter der Knute, dass die zum Mitziehen praktisch genötigt werden?

    Ich werde den Eindruck nicht los, als seien die wahren Einkommensverhältnisse beim HSV noch längst nicht auch nur annähernd zu erahnen. Deshalb wird für mich eigentlich eine mögliche Lizenzerteilung, egal in welcher Instanz, immer fragwürdiger.


    Ja, es hängen Plakate und über die Vereine wurde schon kräftig Werbung gemacht. Auch das vorgelagerte Jugendturnier mt 80 Mannschaften ist wohl schon voll besetzt. Da wurde schon Geld für Werbung in die Hand genommen. Aber kann man da nicht Flensburg und Kiel für spielen lassen? Wenn Balingen für den HSV drin bleibt und den Platz übernimmt wäre es natürlich nicht so prickelnd.


    Das ist relativ. Ebenso wenig "prickelnd" wäre ein HSV, der vielleicht zwangsweise mit einer Truppe antreten muss, wogegen die des HBW die wesentlich attraktivere Option darstellen würde. Wer dort hingeht nur wegen des Namens und dann eventuell von der zur Schau gestellten Qualität bitter enttäuscht wird, dürfte kaum hinterher noch der gewünschten Ziel- und Ergebnisgruppe dieses Events angehören.

    Vielleicht hab ich ja was verpasst, aber was hat die HBL-Spitze damit zu tun? Das ganze ist doch vornehmlich durch Storm und Rost entstanden.


    Dann wäre das möglicherweise ein Trugschluss meinerseits. Bisher bin ich nach allem, was ich darüber gehört und gelesen habe, davon ausgegangen, dass dieser so groß aufgehängte "Tag des Handballs" einvernehmlich mit der HBL abgesprochen und mit Teilnehmern bestückt wurde. Sollte dem nicht so sein, dann Asche über mein Haupt!

    Edit: Ja, so wie Roter Teufel hatte ich das auch herausgelesen/verstanden.

    ähm, sorry, aber könnte nicht statt der Hamburger einfach der THW Kiel zum Tag des Handballes antreten...ich verstehe ohnehin nicht warum es die Hamburger sein sollten.....logisch wären doch die beiden Tabellenersten


    Der "Tag des Handballs" ist doch Geplänkel. Nicht das Event ist Stein des Anstoßes, sondern die Hintergründe. Die Wichtigkeit ist nicht das Ereignis selbst, sondern die damit einhergehende Verschleierung, dass bei der Auswahl der Teilnehmer (nebst entsprechender Begründung dafür) ganz einfach geschlampt wurde. Nach gegenwärtig öffentlich bekanntem Stand der Dinge hätte die HBL-Spitze wissen MÜSSEN, dass der HSV Handball ein ständiger Wackelkandidat sein würde. Das Vertrauen auf eine Fortdauer der deckelnden Privat-Finanzierung des Vereins ist m.E. einfach nur amateurhaft, wenn es denn wirklich ein soooooooo wichtiges Ereignis sein sollte. Insofern hängt an dem propagierten Großereignis tatsächlich nicht der Teilnehmer HSV Handball, sondern nicht weniger als die Reputation der HBL-Spitze. Denn die ist dahin, wenn der HSV ausfällt. (Der Tag selbst fällt schon nicht aus, keine Sorge)

    Vorab: nein, ich möchte den HSV NICHT einfach so aus der Liga und dem Leistungshandball kicken!

    Aber: WENN ein Blatt wie die BILD (zugegeben: nicht die seriöseste Quelle) schon von 1,5 Millionen Etatloch für die LAUFENDE Saison schreibt, und zudem eine den Lizenzunterlagen (angeblich) beigefügte Patronatserklärung laut jüngsten Veröffentlichung über die neuen (den Vereinen seit Mitte letzten Jahres wohl BEKANNTEN!!!) Lizenzrichtlinien keine Berücksichtigung für die KOMMENDE Saison mehr findet, halte ich jegliche weitere Diskussion für überflüssig. Denn entweder es existieren damit über diese Saison hinaus ohnehin Finanzlücken, die auf "normalem" Wege nicht in der gegebenen Zeit zu schließen sind (-> Lizenzverweigerung ohne wenn und aber), oder aber die aktuellen Nöte sind die einzigen echten Sorgen, weil die Finanzen für die Zukunft bereits ohne diese ominöse Patronatserklärung belastbar eingereicht wurden (-> Lizenzerteilung, eventuell unter mehr oder weniger scharfen Auflagen).

    Meine höchst privaten und persönlichen Schlüsse daraus: jede weitere detaillierte Meldung über die offensichtlich desaströsen finanziellen Gegebenheiten beim HSV Handball, nicht nur bezogen auf Liquidität und Vefügbarkeit eingeplanter Mittel, sondern auch strukturell(!), macht die aktiven Bestrebungen der HBL und einzelner Personen aus dem Kreis der HBL immer fragwürdiger. Bei 1,5 Millionen Euro aktueller Etatlücke bewegen wir uns mit jeder weiteren vergehenden Stunde immer dichter am Rande der Insolvenzverschleppung, die seitens der HBL mittels hektischer Betriebsamkeit in der Sache (-> Flugreisen zu Sponsoren des betroffenen Vereines, "Krisensitzungen") und nicht durch harte Fakten belegte Durchhalteparolen und pseudo-positive Wasserstandsmeldungen gestützt, und damit begünstigt wird. So gesehen ist der Schaden für die HBL (und die darin befindlichen Vereine) bereits jetzt groß. Die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen (auch der HBL!) hat für mich schon jetzt auch juristisch zu hinterfragende Risse. Gegen die möglichen Folgen daraus war die "Lex Gummersbach" eher ein kleiner Fisch ...

    Abgesehen davon, dass ich ebenfalls einige Entscheidungen aus diesem Spiel und vor allem der Endphase als diskussionswürdig einstufe, stelle ich das nunmehr feststehende Endergebnis nicht mehr in Frage. Das hat weniger damit zu tun, dass ich Melsunger bin, als vielmehr damit, dass es mehrere unterschiedliche Ansatzpunkte einer Diskussion gibt. Aktuell (und da verweise ich mal auch auf's SCM-Forum!) werden einfach alle Sachen wild in einen Topf geworfen und aus der Vielzahl der Aspekte eine Suppe gekocht, die nach "wir Ossis sind mal wieder betrogen worden" schmeckt. Wobei ich absolut nicht glaube, dass das gewünscht ist, sondern eine Art Ohnmacht der gefühlten Ungerechtigkeit gegenüber darstellt. Ich denke, im umgekehrten Fall hätten wir Melsunger vermutlich ebenfalls Zeter und Mordio geschrien, wären damit aber ebenso gescheitert, wie es der SCM mit dem möglichen Einspruch wahrscheinlich tun wird.

    Zu bedenken gebe ich nur Folgendes: Listet man alle fraglichen Momente der letzten 70 Sekunden auf und findet man dabei den ersten, wo wirklich den Regeln entsprechend eingehakt werden könnte, dann entkräftet man damit alles, was hinterher geschah. Hat Sellin also beispielsweise tatsächlich das Feld betreten und einen Wechselfehler begangen, hätte die Zeit bei sieben oder acht Sekunden vor Ende angehalten werden müssen und die Bank hätte eine Strafe kassiert. Damit müssen wir definitiv nicht mehr über die Disqualifikation für van Olphen vier Sekunden vor Schluss reden, denn das wäre dann ja wegen zwangsweise Zeitunterbrechung bereits vorher bei Aussprechen einer Strafe keine Behinderung gewesen. Danach könnte man die Uhr, mit einem Magdeburger mehr und einem Melsunger weniger auf dem Feld, erst weiterlaufen lassen. Was unter diesen Bedingungen aus einem dann ungehinderten Pass von Sandström nach vorn mit effektiv doppelt so langer verbleibender Zeit und sofort freiem Passkorridor geworden wäre, vermag absolut niemand von uns zu sagen. Jede Diskussion darüber erübrigt sich also. Ich hoffe, man kann verstehen, worauf ich hinaus will. Natürlich kann man den letzten Siebenmeter anzweifeln, aber er hat mit allem davor prinzipiell erst einmal nichts zu tun. Also was tun? Auf komplette Spielwiederholung entscheiden? Das wäre ebenso unverhältnismäßig wie eine nachträgliche ersatzlose Streichung eines laut Spielprotokoll gewerteten Treffers unmöglich ist.

    Bemerkenswert fand ich übrigens die Aussage von Uwe Jungandreas in der Presskonferenz: "Was ist im Sport schon Gerechtigkeit?". Es gibt keine objektive Gerechtigkeit, solange von Menschen gemachte Regeln von Menschen umgesetzt und von Menschen hinterher beurteilt (und/oder revidiert) werden. Fatal ist es natürlich, wenn an einer einzigen Aktion dieser vielen, die sich in der Schlussphase am Samstag abgespielt haben, derart viele Auswirkungen aufhängen, die wir in ihrer weiteren Folge auch momentan noch gar nicht absehen können. Noch sind zwei Spieltage, und noch kann Magdeburg an Melsungen vorbeiziehen und den sechsten Platz belegen. Aber damit steht immer noch in Frage, ob es überhaupt einen Unterschied macht. Vielleicht ergibt sich die Situation, dass der Sechste eben doch nicht europäisch spielen kann. Oder aber es tritt der (zugegeben sehr unwahrscheinliche) Fall ein, dass tatsächlich sogar der Siebte noch in den EHF-Cup rutscht. Was wird aus dem HSV und damit möglicherweise seinem EC-Platz? Darf sich dann eventuell sogar Hannover wieder Hoffnungen machen? Oder etwa Lemgo, Lübbecke und Wetzlar, die alle drei theoretisch Hannover noch von diesem achten Rang verdrängen könnten?

    Leute, bitte lasst die Kirchen im Dorf. Heute verlieren wir, und morgen gewinnt der Gegner. So ist das immer irgendwie im Sport, und irgendwie erwischt es jeden mal mehr oder weniger hart. Ich fand das Spiel an sich eine absolute Werbung für unseren Sport, vielleicht gerade wegen dem Ende. Da waren Emotionen pur, da war Gemenge, Rudelbildung, kontroverse Anschreiereien ... und am Ende blieb trotzdem alles friedlich und die Spieler haben sich genauso fair die Hände geschüttelt wie niemand sich zwischen irgendwelche gewaltbereite Fans stellen musste. Genau so muss es sein, und das macht unseren Sport doch auch aus.

    Milbertshofen, Schwabing (München), Rintheim (Karlsruhe), Wellinghofen (Dortmund), Rheinhausen (Duisburg/Ruhrpott), Niederwürzbach (Saarland), Grambke (Bremen) - die Liste ist lang und ließe sich noch ein ganzes Stück verlängern. Alles Schnee von gestern, weil alle diese Vereine trotz des tollen und potentiell ergiebigen Umfeldes (Bundesliga-)Geschichte sind. Immerhin hat es Rheinhausen nach den Abstecher in die Landesliga (6. Klasse) wieder bis in die 3. Liga geschafft (übrigens zuletzt mit den ehemaligen Melsunger Jörg Förderer als Trainer) und spielt da trotz ordentlicher Leistungen nun vor wenigen hundert Zuschauern.

    Nebenbei erschließt sich mir auch überhaupt nicht, inwiefern der THW nach einer Euro-Liga schreien sollte. Das könnte irgendwann das nächste "Sorgenkind" werden, auch wenn angeblich die vorhandenen Sicherheiten allemal ausreichen (sollen), die vor nicht allzu langer Zeit öffentlich gewordenen Defizite auszugleichen. Aktuell sehe ich nur wenige wirklich "gesunde" Vereine in der ersten Liga, und das sind nicht unbedingt die, die in der Tabelle oben stehen. Doch auch bei aktuell sorgenfreien kann sich das Blatt schnell mal wenden. Insofern tut die HBL überhaupt nicht gut daran, sich jetzt in diesem Ausmaß einzumischen. Denn sie könnten in der gleichen Form schnell wieder in der Pflicht stehen, einem anderen Wackelkandidaten genauso freimütig zur Seite stehen zu müssen (oder aber sich selbst durch Untätigkeit der Parteilichkeit und direkten Einflussnahme bloßzustellen).