ienbaum und Hecker kämpfen an allen Fronten – Krämer-Comeback möglich
(pl/16.1.2007-0:35) Von Peter Lenz
Gummersbach – Die Macher des VfL Gummersbach um Jochen Kienbaum und Stefan Hecker arbeiten derzeit auf Hochtouren, um die Zukunft des Handball-Bundesligisten wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
Wie stellt sich künftig die Führungsriege des VfL Gummersbach auf? Kommt vielleicht doch Hans-Peter Krämer als Aufsichtsratsvorsitzender der Handball-Profis zurück? Bleibt Stefan Hecker Geschäftsführer? Können die VfL-Verantwortlichen das sechsstellige Liquiditätsloch stopfen? Bekommen die Spieler um Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson für die kommende Saison Verstärkung, um weiter vorne mitmischen zu können? Fragen über Fragen, die derzeit für jede Menge Ungewissheit sorgen – auch VfL intern.
Fakt ist, dass sich kommende Woche - erstmals nach dem Rücktritt von Hans-Peter Krämer als Aufsichtsratsvorsitzender - die Führungsriege komplett trifft, um die vakante Position des „Big-Bosses“ zu besprechen. Jochen Kienbaum hatte bekanntlich bereits signalisiert, den Posten des Aufsichtsratschefs zu übernehmen. Doch auch im Fall von Krämer zeichnet sich ein Sinneswandel ab: Unter gewissen Bedingungen ist der ehemalige Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzende bereit, seinen Platz an der VfL-Spitze doch wieder einzunehmen.
Und Stefan Hecker? Zurzeit stellt sich der Geschäftsführer noch voll in den Dienst der Gummersbacher, was nicht zuletzt seine beachtliche Bilanz in Sachen „Business-Partner“ (mittlerweile mehr als eine Million Euro Sponsoren-Gelder) belegt. Der ehemalige Weltklasse-Keeper hat aber auch weiterhin besten Kontakt zu seinem Heimatverein TuSEM Essen. Die kommende Woche wird also spannend.
Aber nicht nur aus diesem Grund versprechen die kommenden Tage einiges an Brisanz, auch sportlich sollen bis nächste Woche wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden. So steht der VfL nach wie vor in engem Kontakt mit Daniel Buday. Der 64-fache Rückraumspieler der ungarischen Nationalmannschaft steht derzeit in Diensten von MKB Veszprem, dem Champions League-Viertelfinalgegner des THW Kiel. Und Buday würde liebend gerne zur neuen Saison zum VfL wechseln. Hier gilt es aber noch, kurzfristig die Konditionen abzuklären. Und einen weiteren ungarischen Top-Spieler haben die Gummersbacher an der Angel.
Ob die beiden aber wirklich zum VfL wechseln werden, hängt nicht unerheblich von Gummersbachs finanzieller Zukunft ab. So arbeiten Kienbaum und Hecker derzeit fast ohne Unterlass daran, die auslaufenden Verträge von wichtigen Sponsoren wie beispielsweise TUI aufzufangen. Da sind selbst die akquirierten 50.000 € von Hartmut Lademacher (LHS) nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Auch wenn man beim VfL die Wörter „finanzielle Krise“ derzeit noch meidet, so ist die Situation nicht unbedenklich. Immerhin hängen weiter etliche Altlasten düster über Gummersbach. Dazu kommen so Luxus-Arrangements wie die Austragung der Vereins-EM, die die allgemeine finanzielle Verfassung nicht wirklich verbessert haben…
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