Die Swastika "P" (Sanskrit: 8M58M$? „Glücksbringer“), auch Hakenkreuz oder Sonnenrad, ist ein sehr altes religiös-rituelles Symbol und war schon früh in verschiedenen Kulturen auf fast allen Kontinenten bekannt. Funde in Schweden und Ägypten lassen auf ein Mindestalter von 14.000 Jahren schließen.
Ihre Verwendung als Parteiabzeichen der NSDAP hat dazu geführt, dass die Swastika in der heutigen westlichen Kultur als Symbol des Nationalsozialismus verstanden und ihre Verwendung und Darstellung abgelehnt wird. In Deutschland ist die Verwendung grundsätzlich strafbar (weiteres dazu siehe unten).
Vor allem in Süd- und Ostasien steht die Swastika nach wie vor in der ursprünglichen Tradition.
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Verbreitung
Im Deutschen sind Swastika und Hakenkreuz die gebräuchlichen Namen; weiter gibt es den Begriff „Sonnenrad“ und die heute nicht mehr gebrauchte Bezeichnung „Winkelmaßkreuz“. Das Hakenkreuz (crux gammata oder Gammadion, weil aus vier umgekehrten Haken - dem griechischen Buchstaben Gamma - bestehend) ist ein sehr altes Sonnenzeichen und eines der ältesten Symbole der Menschheit. Vielerorts wird es als Sonnensymbol, oftmals auch als Symbol der Sonnenbewegung aufgefasst und im übertragenen Sinne als Zeichen des Lebens und der Wiedergeburt.
Kretominoisches Hakenkreuz
In früheren Kulturen war es auf vier Kontinenten (bis auf Australien) verbreitet. Es hatte verschiedene Bedeutungen, wie z. B. Fruchtbarkeit. Die Swastika gab es beispielsweise in der kretominoischen Kultur auf Kreta (ab etwa 3500 v. Chr.; oft Motiv der Vasenmalerei), in Mesopotamien und im Reich Elam, im Buddhismus oder im Hinduismus (oft in Verbindung mit der Gottheit Ganesch). Gelegentlich ist es in alten Synagogen zu finden, in frühchristlicher Zeit wurde es auf Fresken und Steinplatten als Kreuzsymbol verwendet. In der romanischen Ornamentik ist es verbunden mit der Mäanderlinie, als „Schutzmittel gegen den Teufel“, zu finden. Auch auf gotischen Bauwerken ist es mitunter in Europa zu sehen. Die Römer haben es ebenfalls verwendet. Im Römisch-Germanischen Museum in Köln ist ein antiker römischer schwarzweißer Mosaikfußboden mit linksdrehenden Hakenkreuzen und sie umgebenden Ornamenten zu besichtigen.
Nebenformen
andere Swastikaformen
Die Swastika hat zahlreiche Nebenformen. Die Endungen können nach rechts oder nach links führen. In vielen Formen ist die Swastika rund und nicht rechteckig. Viele Nebenformen haben eigene Bedeutungen.
Bedeutung im westlichen Kulturkreis
Vor dem sogenannten „Dritten Reich“ symbolisierte das Hakenkreuz bei den Kelten ein Wagenrad, an dem brennende Fackeln befestigt sind. Ein solches Rad wurde bei Festen einen Berg herabgerollt. Durch die Rotation und den Fahrtwind bildeten die lodernden Flammen das Hakenkreuz. In der vorchristlichen germanischen Kultur, wo es auch Fyrfos genannt wird, symbolisiert das Hakenkreuz den wirbelnden Hammer des Donar und ist somit vor allem ein Symbol für die Kräfte der irdischen Natur, die sowohl Schutz, als auch Schaden, Vernichtung und Wiedergeburt bringen können.
Bis zur Verwendung durch die NSDAP erlebte das Hakenkreuz, vor allem in Europa und den USA, eine Renaissance. So warb zum Beispiel die Coca-Cola-Company 1925 mit einem Schlüsselanhänger in Hakenkreuzform, wohlwissend um das positive Image der Swastika. In der deutschen Goa-Trance-Szene findet das Symbol heute gelegentlich wieder Verwendung. Seit 1910 ist das Hakenkreuz das Emblem der Isländischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft und bis heute in Verwendung.
Ein aufrecht stehendes blaues Hakenkreuz, jedoch ohne Beziehung zum Nationalsozialismus, war Hoheitszeichen der finnischen Luftwaffe von 1918 bis 1944. Auch verschiedene finnischen Orden verwendeten das Hakenkreuz (z.B. Mannerheim-Kreuz). Bis heute trägt es der Orden des Freiheitskreuzes. Die Hakenkreuze der Collane des finnischen Ordens der Weißen Rose wurden erst 1963 beseitigt. Die heutige Flagge des Finnischen Präsidenten (siehe Siniristilippu) zeigt das Freiheitskreuz mit dem integrierten Hakenkreuz. Auch der lettische Bärentöterorden verwendete das Symbol .
In Polen (2. Republik 1918–1939) wurde das Hakenkreuz von der Luftgestützten Kampfgas-Verteidigungs Liga, und, in Anlehnung an die Volkskultur der Tatrabewohner , als Regimentsabzeichen des 1., 2., 4., 5., und 6. Gebirgsjägerregiments („Goralenschützer“, vgl. Goralen) benutzt.
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