Enke ist zu einer tragischen Figur geworden. 2 Tage nach seinem Suzid habe ich das Gefühl, dass sich was ändern könnte im Profisport. Oder Grundsätzlich. Deisler war der erste Mensch, der mit diesen Problemen in die Öffentlichkeit gegangen ist. Die Hähme der gegnerischen Fans und der eigenen Mitspielern waren katastrophal. Er hatte die Konsequenz gezogen, und dem Profisport Ade gesagt. Enke hatte Angst, dass es ihm auch so gehen würde. Burn-Out oder Depressionen sind eine schwere Krankheit, die anders als Krebs meiner Meinung nach viel zu wenig Akzeptanz hat in der Bevölkerung. Der ganze Druck, der beim Leistungssport aufgebaut wird, macht Krank.
Aber um vom Sport wegzukommen. Auch so in der Gesellschaft ist diese Krankheit weiter verbreitet als viele denken. Ich kenne aktuell einen Fall im nahen bekanntenkreis und einen Fall, der es halbwegs wieder hintersich gebracht hat. Aber beide haben nach Monaten des Schweigens auch die öffentlichkeit gesucht. Uns informiert. Wenn nicht den Mut zu diesem Schritt hat, kann dies öse Enden.
Ich finde es richtig, dass über Enke so berichtet wird. Einfach aus den Aspekten heraus, um ander Menschen a) wachzurütteln, mehr aufeinander aufzupassen, b) mehr respekt voreinander zu haben, c) die Betroffenen, die es noch nicht merken, dass sie Depresionen haben (die Krankheit kommt schleichend) wachzurütteln und sich zu öffnen, d) eine Krankheit in den Mittelpunkt zu stellen.
Bei Stromberg sagt Erni: Depressionen ist eine normale Krankheit. Wie Krebs.
Nur das man püber Krebs im allgemeinen deutlich besser bescheiod weiß als über Depressionen.
Jeder Mensch sollte sich Gedanken auch machen, ob die Leistungsanforderung, die er an einen anderen Menschen stellt, auch tatsächlich berechtigt sind, oder überfordert. Ist der ständige Leistungsdruck, unter denen Leistungssportler stehen wirklich noch gerechtfertigt?