Den Zusammenhang zwischen erreichten Zielen und Besetzung der Trainerpoistion ist übrigens keineswegs zwingend.
Die DHB-Auswahl wurde 1978 z.B. mit Vlado Stenzel Weltmeister. Heute herrscht absolute Einigkeit darüber, dass man mit ihm 1982 zur Heim-WM besser nicht in das nächste Turnier gegangen wäre (Warnzeichen wie konzertierte Spielerrücktritte wegen des Trainers ignorierte damals der DHB, okay, Stenzel war Weltmeister, Moskau 1980 fand für den DHB bekanntlich nicht statt). Mit ein bissel mehr Glück hätte das 1982 übrigens auch eine Medaillie geben können.....(nach der WM war Stenzel natürlich 'weg' - das sportliche Resultat spielte da sicherlich nur eine untergeordnete Rolle bei der Entlassung)
Wenn nun Prokop jetzt bei der WM nur 10. werden sollte und es war nicht allzu desolat - und die Spieler würden vor der DHB-Geschäftsstelle in Dortmund am Westfalendamm eine Demo organisieren, damit er weiter machen kann..., Okay, warum nicht?
Das Gute an der Heim-WM ist ja, dass man nicht auf PR-Portale wie handball-world angewiesen ist, sondern Geschehnisse um die deutsche Mannschaft Gegenstand von Journalisten und einer breiteren Öffentlichkeit sein werden. Das erleichtert eine Diskussion und Urteilsbildung für eigentlich Unbeteiligte (also: Publikum) ungemein.
Ich finde die DHB-Mannschaft hier übrigens allgemein unterschätzt, die haben doch einen Super-Mittelblock (von der Besetzung her), TWs, die jederzeit Matchwinner werden können - okay, im Angriff müssen Trainerstab und Mannschaft GEMEINSAM etliches erarbeiten (nur den Schwung aus gelungenen Abwehraktionen mitzunehmen, wird nicht ausreichend sein - auf guten individuellen Fähigkeiten von Angriffspielern kann man sicherlich aufbauen )