Beiträge von Karl

    Ich meinte natürlich das volle Durchziehen des Angreifers beim Wurf mit ungebremster Landung im Gesicht des Gegners nach dem Verlassen des Balles der Wurfhand.

    Vor ca. 20 Jahren hat z.B. Goluza vom damaligen TuS Nettelstedt übrigens reihenweise solche Aktionen gemacht (auch mit der Knievariante) - wurde nie von den SRs geahndet und führte zu schwersten Verletzungen bei den Gegnern.

    Da ist ein Vorgehen der SRs von heute mir wesentlich lieber....(und ich weiss nicht, ob Johannsen sowas nicht auch schon häufiger passiert ist - keine Ahnung - und sei es auch nur durch schlechte Technik/Bewegungsabläufe)

    Nuja, Rote Karte gibts ja nicht nur bei voller Absicht....

    Eigentlich passiert so etwas einem Handballer nicht so häufig (genauso wie die Angreiferfouls im Sprungwurf mit Knie voran)- kann ich jetzt nicht beurteilen, ob Johannsson allgemein eine Wurftechnik hat, die solche Unfälle provoziert (dann WÄRE Rot natürlich völlig richtig)

    Absurd ist die rote Karte nicht.

    Hahaha, solche Spiele verliert Lübbecke seit 15 Jahren IMMER. :D

    Nuja, gut - was solls,wechseln sie halt ein paar Leute aus und steigen im Falle des Falles halt nächstes Jahr wieder auf. Ist eigentlich allesvöllig egal, spielen sie halt übernächste Saison mit ein paar Spielern wieder in der HBL rum...

    So ganz trau ich dem Braten aber irgendwie nicht - Friesenheim und Hüttenberg scheinen doch arg limitiert zu sein (wenngleich letztere 'tapfer') - N- Lübbecke treibt ja nun auch ganz klar einen bei weitem höheren finanziellen usw. Aufwand als die beiden anderen genannten (das Hüttenberg z.B. Erlangen daheim schlägt, glaub ich nicht - aber wenn Lübbecke weiter verliert...)

    Nuja, eigentlich isses wie immer---wäre aber wirkllich schon eine dolle Nummer, wenn Hüttenberg Lübbecke hinter sich ließe (den heutigen Sieg von friesenheim konnte ich leider nicht sehen, ist aber auch bemerkenswert)

    Jens schreibt:

    Zitat

    Und wenn ich mir die Wechselszenarien aus den 70ern zwischen GWD und Nettelstedt anschaue, gibt es noch mehr Beispiele.

    Ist nicht richtig...

    kein Spieler der nach Lübbecke wechselte, ist wieder in die 1. Männermannschaft von GWD zurückgekehrt (in dem genannten Zeitraum war die Verabschiedung Richtung Nettelstedt, falls es überhaupt eine gab, auch nicht so warm ;) ) - Talant Dushjebaev war überhaupt der erste von zwei Spielern, der direkt von Lübbecke nach Dankersen wechselte...und dann Arne Niemeyer (das war der Einzige, der GWD....-Lübbecke-GWD machte, das war aber nicht in den 1970ern )

    Der verlinkte Artikel ist schon eine korrekte Zusammenfassung des Sport-Bildinterviews.

    Tja, die Situation ist schon einzigartig - mir fallen weder national noch international keinerlei Parallelfälle ein.

    So Sachen wie "uns ist fast es egal, ob wir von Müller, Meier oder Prokop trainiert werden" (da Zitat war auch der Titel des Sport-Bild-Interviews) - sind natürlich Riesenkomplimente für den Trainer ;) Auch auf die Frage zu antworten, ob es noch zu Spielerrücktritten käme , dann mit "Ich denke nicht" zu antworten (also doch eher unbestimmt), zeugt doch davon, das Prokop immer noch auf Bewährung ist.

    Das Herausstellen von 'fachlicher Kompetenz' ist übrigens in pädagogischen Kontexten oft ein vergiftetes Kompliment (die 'Beziehungsebene' ist halt häufig noch viel. viel wichtiger - kennt man ja von der Schule oder Uni, die fachlich überragenden Lehrer/Dozenten sind nicht unbedingt die besten Lehrer/Pädagogen).

    Tja, die Verantwortung für ein schlussendliches Scheitern von Prokop (deren Mitursache das Mannschaftsklima wäre) läge zu 100% bei den für ihn abstimmenden DHB-Präsidiumsmitgliedern, die Spieler haben ihre Bedenken geäußert (deutlicher können sie ja nun fürwahr nicht mehr werden ).

    Will nicht ausschließen, dass alles gut geht - ob es aber nicht geradezu fahrlässig ist, dieses Risiko einzugehen? (zudem wird Prokop zu einer steten Selbstreflexion quasi gezwungen, die durchaus zu Hemmungen und Handlungen wider seiner Überzeugung führen kann. Er muss stark 'strategische Aspekte' immer im Hinterkopf haben und kann nicht mehr 'authentisch' sein)

    In der Handball-world Zusammenfasung des Handballwoche-Artikels steht aber nichts dacvon, in welcher Form alle Partien zu sehen sind:

    Sky zeigt auch kommende Saison alle Spiele der Handball-Bundesliga

    Kann ja auch z.B. per unkommentierten Livestream auf der Homepage sein (Sky zeigt ja auch alle Spiele der CL-Gruppen A+B). Könnte man allerdings kaum für jeden zugänglich machen wie die nicht-deutschen Gruppenspiele der beiden CL-Gruppen .

    Angesichts der allgemeine Lage so bei Sky mit Rechten (außer Fussball) kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen, dass die das so weiterlaufen lassen (obwohl, naja, z.B. 6 Partien mit Kommentatorenaufwand würden eigentlich auch reichen, um den Zweck zu erfüllen - bei Bedarf dann auch mehr. Aber ob man dann soviel dadurch sparen würde?)

    Na, vielleicht wird das Im 'Original', also im Handballwoche-Interview, morgen konkreter ausgeführt (vll gibts da auch interpretierbare Zwischentöne)

    Hab ich doch auch schon in einem der ersten Postings geschrieben (7- April 2018, 17,22 Uhr)

    Zitat

    ...Da kann man halt über verschiedene Erklärungsansätze spekulieren: das in der Mannschaftsarchitektonik sich bei CSM einiges verändert hat (dafür gibt es durchaus - vage- Anzeichen), das sie in Bukarest eigentlich schon 2016 alles erreicht hat und was neues probieren will oder halt finanzielle Anreize.

    Kann man spekulieren, das es eine Mischung aus allen drei Faktoren ist (@capitano: den dritten Erklärungsansatz mit den finanziellen Anreizen hast Du ja mit Absolutheit negiert. Darauf bezogen sich meine nachfolgenden Ausführungen, dass das mit einer finanziellen Verbesserung durch den Wechsel durchaus eine Rolle spielen könnte)....

    Nuja, in der rumänischen Presse schreibt niemend was aussagekräftiges zu den Gründen (Gullden gibt an, dass sie was reizvolles Neues machen will - naja, irgendwas muss sie ja sagen) - ist da geprägt von 'Dankbarkeit (umgekehrt ist Gullden auch sehr dankbar) , dass 'Queen Bella' drei Jahre bei CSM gespielt und den CL-Sieg 'geschenkt' hat.

    Sowas stellt uns Deutsche natürlich nicht zufrieden :D

    @Capitano: Achja, schönes Beispiel beiderseits dafür, wie schwer schriftliche Kommunikation ist (vor allem bei einem recht komplexen Gegenstand wie CSM, das man nur versuchen kann 'zu verstehen, durch seinen Kontext - okay, man kann auch sich mit der Feststellung zufriedengeben....der oder der , die oder die geben relativ viel Geld. Viel interessanter find ich aber die Handlungsmotivation dafür und auch die Restriktionen, die daraus erwachsen)

    Ja, der 'Streit' ist schwer zu verstehen :lol:

    Es geht darum, ob eine einzelne Spielerin in Brest mehr Gehalt bekommen könnte als in Bukarest.

    Capitano bestreitet das vehement - ich sage, das könnte sein, allein schon, weil CSM schlecht eine Spielerin besser bezahlen kann als die einheimische Neagu

    Um mehr gehts nicht ;) (mir zumindest)

    In Dänemark scheint mir auch ein Bruch durch die dort doch recht heftige Bankenkrise gekommen zu sein - die waren ja schon wesentlicher Träger. Sich da heute allzusehr zu exponieren (wie einst) durch reihenweise internationale Starverpflichtungen, würde Banken in der Öffentlichkeit angreifbar machen. Aber läuft ja auf sehr ordentlichem Niveau, nur halt unspektakulär, weiter...

    In Norwegen und Schweden scheint sich (traditionell) niemand so recht exponieren zu wollen und zur Zielscheibe von Kritik zu machen durch Sportspnsoring mit spektakulären ausländischen Verpflichtungen - trotz durchaus vorhandenen Interesse an der Sportart. Die Norweger aus Molde haben ja schon z.B. einige Ausländer (Link , tippe mal, dass das Halbprofis sind. Durch eine Berufstätigkeit können die ausländischen Spielerinnen in Westeuropa (z.B. Deutschland) ja noch zusätzliche finanzielle Mittel bekommen - in z.B. Rumänien erscheint ein normaler Halbtagsjob nebenbei mit vll. 200€ zusätzlichen Monatsverdienst eher unattraktiv für eine Westeuropäerin.

    Tja, wer die CL mal gewinnen will, darf dann halt als einheimische Spielerin in den genannten Ländern nicht spielen (Dänemark im Moment auch) - und geht dann zu den großen Vier....(falls die die Spielerin wollen)

    Das Gehalt ist in südostreuropäischen Ländern sicherlich mehr wert (Steuern in z.B. Schweden sollen ja wirklich heftig sein, wie Germanicus auch schrieb) - allerdings ist eine Million z.B. in Ungarn und besonders Rumänien auch viel mehr Geld als in Skandinavien und Westeuropa, was erst mal für Spitzenhandball bereitgestellt werden muss .

    Hierum ging es: Capitano schrieb

    Zitat

    Du glaubst doch nicht wirklich, dass Gullden in Brest mehr verdient als in Bukarest?]


    Und meine Meinung/Antwort auf die Frage dazu: Ja das ist möglich - selbst, wenn die Aufwendungen für die CL-Mannschaft in Bukarest insgesamt erheblich höher wären als in Brest im kommenden Jahr.

    Kann man doch irgendwie kaum bezweifeln, auch angesichts der ausführlichen Ausführungen zum Kontext ?(

    Übrigens hätte ich es viel besser gefunden, wenn Stenua, Dinamo oder Rapid eine Frauen-CL-Mannschaft aufgebaut hätten als der geschichtslose Verwaltungsverein CSM ohne abteilungsübergreifende Fans. Da wäre dann richtig 'Musik' drinnen... Aber die Ministerien als Träger (Stenua ist, außer Fussball, Verteidigungsministerium; Dinamo: Innen- Polizei; Rapid: Transport/Eisenbahn) gewährleisten da weit weniger Kontinuität als Kommunen und der Wille zu einem dann umstrittenen Vorhaben muss da sein (Dinamos aufwendiger Versuch war ja nur ein Strohfeuer, als trotz Starensemble und CL-Ankündigung der Aufstieg in die Liga Florilor misslang)

    Aber ist ja wunderbar, das Brest sich in der CL ernsthaft engagieren will, wäre schön, wenn es in einigen Ländern (incl. Deutschland) noch andere sinnvoll (!) erscheinende Vorhaben gäbe, die umgesetzt werden - gestern konnte man ja sehen, dass die Dominanz der großen Vier so groß ist, dass die Viertelfinalrückspiele nur noch als Formsache erscheinen.... Es gibt im Wettbewerb zudem zu wenig volle Hallen (gerne auch kleiner) mit großen Emotionen bei Publikum und Mannschaft

    Na, größter Batzen von 16 Millionen wären dann ja mindestens 10 Mio € ....

    Da hätte Neagu dann mit ihren 265 000 € ('echtes' Netto wie gesagt geringer, weil von der Auszahlung noch einiges an Abgaben abgeht) aber verdammt schlecht verhandelt (z.B. Männerhandball und Männerbasketball auf EHF-Cup Ebene gibts zudem übrigens bestimmt für lau, das permante Werben um die Weltranglistenerste Simona Halep für die CSM-Tennismannschaft basiert bestimmt auch auf ihre Ehrenamtlichkeit;- ebenso die Organisation und Finanzierung großer Teile des KInder-und Jugendsportbetriebes in einer Millionen- und Hauptstadt, Unterhalt von Gebäuden, Jugendleistungszentren mit hauptamtlichen Strukturen, Tennisplätze und so kosten auch kaum was).

    GSP hat übrigens in dem Artikel mit der Kopie des Überweisungsträgers an Neagu das Angebot von Brest an Gullden auf 300 000€ beziffert (detailliert weiß GSP zu berichten, dass da allerdings das Gehalt für ihren Mann, der als TW-Trainer bei CSM arbeitet, mit drin ist)- nicht auszuschließen ist natürlich, dass Brest seit Februar nochmal 'nachgelegt' hat), Im Link findet man übrigens eine halbe Gehaltsliste des europäischen und rumänischen Handballs

    Gabi Firea îi dă Cristinei Neagu cel mai mare salariu de bugetar din România: 22.000 de euro pe lună! - Cătălin Tolontan
    (von der Adresse nicht irritieren lassen, das ist der Blog eines GSP-Journalisten, der von der führenden Sportzeitung in Rumänien verlinkt wurde, vermutlich haben die das aus aus dem Grund nicht auf ihrer Homepage gemacht, weil die Stoßrichtung politisch ist - das Blog scheint der 'politische Arm' der eigentlichen Sportzeitung zu sein - und ist gegen die Partei von Firea ausgerichtet)

    Keine Ahnung, was von den Angaben außer zu Neagu zu halten ist (die sind von der Bürgermeisterin quasi bestätigt worden - die Reaktion von Gabriela Firea ist am Anfang des Artikels verlinkt). - ist ja auch eigentlich nicht so relevant.

    Ich halte von solchen nackten Zahlen nicht viel, deren Genese und genaue Bezugnahme auch unklar ist - aber die Ignoranz des sonst durchaus geschätzen Users Capitano lassen einen das bringen.

    Ich weiß nicht, wie hoch der Etat der Handball-CL-Mannschaft von CSM ist (woher soll man das auch wissen?), aber das er den "größten Batzen" des 16 Millionen Etats des Gesamtvereins ausmacht, kann man getrost ausschließen...

    Aber ist auch alles egal, Gullden dann in der CL bei Brest wird interessant werden (wie die Entwicklung dort), die Verabschiedung aus Rumänien erfolgt mit gegenseitigen 'Liebesbekundigungen'....und natürlich ist es auch spannend, wie das mit der modifizierten CSM-Mannschaft wird...

    CSM hat nach dem Haushaltsplan der Stadt Bukarest für 2018 sogar 16 Mio € Etat, von dem die Stadt 15 Mio € trägt (also 1 Million € erwirtschaftet der Verein selbst durch Werbe- Zuschauereinnahmen, Fernsehgelder usw.)

    Davon wurden allerdings x-Profimannmannschaften in verschiedenen Sportarten (kein Fussball!) mit (Stand 2015) 317 Vertragssportlern und insgesamt 4097 aktiven Sportlern finanziert (davon 1446 aktive Handballer). Zu 75% sind das Kinder, die dann wohl vorwiegend in den traditionellen Bukarester Vereinen im Jugendalter Sport weiterbetreiben. CSM wurde erst 2007 gegründet. Die Legitimationsbasis für die Leistungssportfinanzierung ist in Bukarest halt primär die Vorbildfunktion für die Jugend (in Osteuropa allgemein machen die sich übrigens ziemliche Gedanken darüber, warum man Leistungssport betreiben und finanzieren sollte - ist eigentlich in Deutschland kaum ein Thema: klar, da geht man ja auch von der 'Ideologie' aus, dass der privatwirtschaftlich getragen wird, was natürlich auch in größerem Ausmaße oft der Fall ist.)

    Nach Sparten wird der Etat im Haushaltsplan nicht ausgewiesen (manches wird z.B. im Verwaltungsbereich nicht so klar trennbar sein; Hauptamtlichkeit ist sicherlich weitaus mehr verbreitet in der Sportorganisation als in Deutschland), wenn man das mit anderen Zahlen aus den Haushaltsplänen der Städte im rumänischen Sport vergleicht, mag deine Zahl vll. ungefähr hinkommen (vll. unter Einbezug der von der Frauenmannschaft erwirtschafteten Einnahmen, die einen nennenswerten Teil der vom Verein erwirtschafteten 1 Mio € ausmachen werden).

    Um deine Ausgangsfrage zu beantworten (diese Etatdiskussion ist doch meist unergiebig):
    Capitano schreibt:

    Zitat

    Du glaubst doch nicht wirklich, dass Gullden in Brest mehr verdient als in Bukarest?


    Doch, halte ich durchaus für sehr gut möglich, vll.sogar wahrscheinlich (hui, da hab ich aber einen Riesenaufwand für die Begründung betrieben :lol: )

    On topic zu den Spielen heute:

    Tja, es gibt eine echte Top 4 - dahinter ist eine Lücke. Wer das in Budapest machen wird - keine Ahnung ?( (und wird vll. auch einen Zufallssieger geben)

    Och, die Luft wird in Brest an der Atlantikküste unstrittig besser sein als in Bukarest, ob das aber ein Wechselgrund ist? ;)

    Angesichts der Verehrung die Gullden seit ihrem sensationellen Auftritt im CL-F4 2016 in Rumänien entgegengebracht wird (ihre länger andauernde Formschwäche wurde in der Presse auch ignoriert), ist so ein Wechsel von einem Favoriten auf den CL-Gewinn nach Brest (die zudem Pineau auf ihrer Position haben!!) schon erklärungsbedürftig, das reizt zu Spekulationen

    Da kann man halt über verschiedene Erklärungsansätze spekulieren: das in der Mannschaftsarchitektonik sich bei CSM einiges verändert hat (dafür gibt es durchaus - vage- Anzeichen), das sie in Bukarest eigentlich schon 2016 alles erreicht hat und was neues probieren will oder halt finanzielle Anreize.

    Kann man spekulieren, das es eine Mischung aus allen drei Faktoren ist (@capitano: den dritten Erklärungsansatz mit den finanziellen Anreizen hast Du ja mit Absolutheit negiert. Darauf bezogen sich meine nachfolgenden Ausführungen, dass das mit einer finanziellen Verbesserung durch den Wechsel durchaus eine Rolle spielen könnte).....Auch bei Gullden ist ja das Problem, das es soooo furchtbar viele (auf einem Laien attraktiv wirkende) Optionen für sie nicht gibt...

    Kann gut sein, dass Brest jetzt da steht, wo Bukarest 2015 stand - mit der momentanen Stardoppelbesetzuung auf Mitte + Ana Gros + soliden Stamm ist eine gute Rolle im nächsten Jahr in der CL aber noch nicht garantiert (bei CSM war der im Herbst vor dem CL-Gewinn aber auch überhaupt nicht absehbar)

    Der Gulldentransfer (+ die 5-Milllionenetatankündigung) ist jetzt auf jeden Fall eine 'Duftmarke' (wie der Transfer von Ana Gros), der höchste Ambitionen nahelegt, das ist ja auch gut, weil Brest z.B. ein großes Stammpublikum hat, der Verein stagnierte allerdings diese Saison (CL wurde auch nicht ganz so dolle angenommen, EHF-Cup dann war sportlich enttäuschend).

    Da hab ich doch einen Erklärungsversuch angeboten, warum CSM nicht beliebig Geld im Wettbieten ausgeben kann (zumal für ausländische Spieler), selbst wenn es prinzipiell vorhanden wäre. Das Gulden "auf jeden Fall" mehr Geld in Brest verdient, hat übrigens keiner behauptet, aber man kann m.E. plausible Argumentationen entwerfen (vor allem, weil man sich doch etwas schwertut, schwerwiegende Wechselgründe zu finden)

    Vor allem bei der Bukarester Stadtverwaltung wird da seit der internationales Aufsehen erregenden Ballettaffäre - vgl. z.B. hier eine hohe Sensibilität vorhanden sein: verkürzt gesagt, ist da das gesamte Personal und das Publikum in Ausstand getreten, weil dort das ausländischer Personal exorbitant besser bezahlt wurde als die einheimischen Künstler (angeblich nur aufgrund der Tatsache, dass sie aus dem Ausland kamen)

    Im Handball gab es ähnliches: rumänische Spieler wurden mit sehr guten Verträgen von den Vereinen ausgestattet - um dann einen Gutteil ihres Gehaltes wieder in bar abzuliefern (die Antikorruptionsbehörde unterstellte dann, dass die Funktionäre das Geld behielten - aber jeder wusste, was damit geschah...., die Justizverfolgung verlief dann auch fast immer im Sande). Dadurch haben die Vereine dann dem finanzierenden Rat der Stadt vorgegaukelt, dass die Relationen des Gehaltes zwischen inländischen und ausländischen Spielern stimmen...

    Jetzt läuft alles über die Buchführung der Stadt und die Vereine sind meist quasi verstaatlicht....da ist sowas natürlich nicht mehr so leicht möglich. Hat natürlich den Nachteil, dass die Bürgermeister (wie in Bukarest Gabriela Firea) für alles haften, was im Handball passiert - und mancher scheut das Risiko

    Die EU und die von ihr finanzierten/beeinflussten sogenannten 'gesellschaftlichen Reformkräfte' finden staatlich organisierten Sport natürlich 'Mist' - aber anders geht es nicht. Ganz davon abgesehen, das z.B. ein Sponsoring einer Sparkasse in Deutschland natürlich auch indirekt eine Staatsfinanzierung ist, stört nur keinen.

    Vor dem Hintergrund kann CSM nicht in ein Wettbieten um Gullden eintreten (womöglich noch mit einem höheren Angebot als bei Neagu - sowas geht gar nicht).

    Bei Lekic, J. Radicevic und Cvijic muss man sich auch fragen, wo die eigentlich hinwechseln sollten (glaub kaum, dass die z.B. auf Dänemark Bock haben), da lag ein Wechsel nach Bukarest schon sehr nahe (und man könnte die Annahme haben, dass dazu keine exorbitanten Gehälter über Marktniveau gezahlt werden mussten), zumal ja auch Neagu zumindest mit Cvijic sehr gut klar kommt und Mehemedovic auch dort ist.

    Übrigens: ein Verein von der nationalen Bedeutung wie CSM oder Györ im Frauenhandball hätte sowohl in Frankreich als auch in Deutschland wahrscheinlich einen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung - wenn in Frankreich Frauenhandball richtig populär werden sollte (in Deutschland ist das sehr unwahrscheinlich, in Frankreich wäre das auch noch ein weiter Weg), dann würden die südosteuropäischen Vereine mittelfristig den Kürzeren ziehen.

    Das ist sehr wahrscheinlich....

    Bei Brest kursieren hohe Millionenangaben als Etat (Herbert Müller hat sich da auch mehrfach bei den hörenswerten THC-Pressekonferenzen auf YouTube geäußert), wenn man schon Gullden neben Pineau auf Mitte verpflichten kann....(was das soll, erschließt sich mir auch noch nicht so richtig - und Ana Gros dazu)

    Cristina Neagu erhält ca. 180 000€-200 000 netto in Bukarest (je nach Rechnungsart, dort sind die Gehälter veröffentlicht worden, die von der Bürgermeisterin bestätigt wurden), darüber wird auch ein Angebot von CSM an Gullden kaum gehen (wäre auch nicht gerechtfertigt).

    CSM verfügt als kommunaler Verein keineswegs über unbegrenzte Ressourcen, sondern steht unter ständigem öffentlichen Rechtfertigungszwang über die Mittelverwendung (solche Problem hat man bei einer Finanzierung wie z.B. bei Bietigheim nicht)

    Edit; hier noch ein Link (der in deutscher Übersetzung zu verstehen ist: 302 Moved - von den 22 000€ in der publizierten Dezembergehaltsabrechunung gehen aber nicht genau quantifizierbare Abgaben ab, so das man auf den von mir genannten Wert wohl kommt. Publiziert hat das Ganze übrigens mit GSP eine Sportzeitung, die sich in herzlicher Abneigung gegenüber der Partei der Bukarester Bürgermeisterin befindet.

    Der Chef der Eignerfamilie von GSP sitzt übrigens für 10 Jahre im Knast, seitdem ist die Sportzeitung recht politisch geworden - und wird amüsanterweise von deutschen Medien für ihren Kampf gegen 'Korruption' abgefeiert (z.B. hier), selbstverständlich unter völligem Verschweigen des Hintergrunds.

    Ja, das ist alles kompliziert, die neue PSD-Regierung hat jedoch durch Änderungen in der Gesetzgebung dafür gesorgt, dass nunmehr Leistungssport rechtlich unkomplizierter durch Kommunen finanziert werden kann .

    Die Probleme bei der anvisierten Rekrutierung von ausländischen/westeuropäischen Spielerinnen durch gleich einige rumänische Vereine kann man aber getrost darauf zurückführen, dass diese neue Lage gegenüber den potentiellen Neuzugängen nur schwer zu kommunizieren ist - der Bürgermeister von Baia Mare stößt z.B. sicherlich auf (vll. unberechtigte) Skepsis, wenn er erklärt, dass er rechtlich keine Möglichkeit mehr hatte, den HCM weiter zu finanzieren (Eingreifen der umstrittenen Antikorruptionsbehörde, der man nicht zu Unrecht vorwirft, eine Art unlegitimierte Nebenregierung zu sein mit einem weiten Korruptionsbegriff - deren Kompetenzen werden aber auch gerade von der Regierung beschnitten) - und das die kommunale Leistungssportfinanzierung nunmehr unproblematisch sei, zumal die Rechtskonstruktion in Baia Mare jetzt analog zu CSM ist, also die Mannschaft nunmehr Bestandteil der Stadtverwaltung ist.

    So hab ich das zumindest verstanden (Ergänzungen/Korrekturen hochwillkommen)

    Nuja, bei Vardar hat am Anfang Lazovic statt Lacrabere auf RR gespielt, sonst war doch die erste Sieben auf dem Tablett? Wegen der Überschneidung mit CSM vs. Metz konnte ich mir nur die erste Halbzeit angucken, Vardar merkt man m.E. deutlich die fehlende ernsthafte Wettkampfpraxis an. Zuhause sind die aber so stark, dass die Fahrt nach Budapest hochwahrscheinlich ist. Der Verlust von Vardar ist ein schwerer Schlag für die CL.

    In Bukarest war es das Spiel der überragenden Cristina Neagu, die von Anfang an präsent war (10/1 Tore aus 12 Versuchen und unzählige Anspiele) - an ihr orientierte sich die Mannschaft, die doch mit großer Spannung/Bangen in das Spiel gegangen ist...

    Metz hat einfach keine Alternative zu der Rückraumreihe Smits-Zaadi-Gros (die Slowenin traf in der 1. Hälfte herausragend), im Tor bekam Marina Rajcic an kaum einen Ball (bei der hatte man den Eindruck, dass sie auch nicht den 100. Siebenmeter von Gullden halten würde). Stimmt bedenklich hinsichtlich der Perspektiven von Metz, dass die nach der Schwangerschaft von Glauser nicht noch richtig auf dem TW-Markt aktiv wurden.

    Bei CSM setzte die hereinkommende Niombla Akzente, die für die passabel haltende Ungereanu reinkommende Grubisic hielt hervorragend - die Mannschaft hat einfach viel mehr Alternativen. Immerhin blieb Metz so diszipliniert, dass Bukarest kaum Gegenstöße laufen konnte (das wertet nochmal die Leistung von Bukarest im Positionsangriff auf - Gullden mit aufsteigender Form, auch Kurtovic kam nach unsicherem Beginn im Spielverlauf zu ihren Toren, Hagman blieb allerdings einmal mehr blass).

    Jo, das war schon ein Befreiungsschlag - für Per Johansson nach dem sicheren Pokalsieg letzte Woche (gegen Roman und Ramnicu Valcea) ein optimaler Einstand. Trainerthema geht natürlich weiter: Johansson wurde (wie letztes Jahr) nur bis zum Saisonende verpflichtet (Tomas Ryde war wohl die Nummer 1, war aber in seiner Firma unabkömmlich). Das bleibt für nächste Saison spannend: guckt man sich die Mannschaftszusammensetzung an, wäre Adzic naheliegend (in Podgorica scheint im Verein einiges in Bewegung zu sein, die 29jährige Ex-Spielerin Radmilla Petrovic ist da jetzt Präsidentin geworden), vielleicht steigt Ryde doch nochmal mit zeitlichem Vorlauf ins Trainergeschäft ein? (das wäre mein 'Wunsch', wäre sehr interessant - ganz ausgeschlossen scheint das nicht zu sein, irgendwo hab ich mal gelesen, dass er erwogen hatte, in Baia Mare Trainer zu werden, der rumänische Verband aber skeptisch hinsichtlich einer Doppelfunktion als Nationalmannschaftscoach gewesen ist).

    Aber ist ja keine Not, Johansson könnte ja auch weitermachen, er selbst erklärte übrigens, dass er etwas 'Wärme' versucht hat in die Mannschaft reinzubringen - Grund für Gulldens Wechsel nach Brest weiterhin unklar, hat sich Tränen weggewischt, nachdem sie nach Spielende gefeiert wurde (absolute Publikumsliebling in Bukarest, noch vor Neagu). Da man mittlerweile ja weiß, dass in Bukarest keine Phantasiegehälter gezahlt werden, liegen finanzielle Erwägungen als letztendlich ausschlaggebenden Faktor nahe.

    Okay, heute 17 Uhr gehts weiter - bei FTC-Rostov würde ich die Russinnen doch favorisieren, gespant bin ich drauf, ob die Montenegro-Fighters der verletzungsgeplagten Mega-Mannschaft aus Györ daheim Paroli bieten können (19 Uhr)

    Paul schreibt:

    Zitat

    ..es sei denn natürlich sie würden Stress schieben wollen. Montpellier spielt am Sonntag in der Liga. Vernünftig gedacht ist also das CL-Spiel in der Woche die richtige Ansetzung. War natürlich im Achtelfinale ein scheinbar unlösbares Problem, aber hier werden eben die älteren Rechte des französischen Ligaspiels respektiert.


    Die Flensburger Halle ist am Sonntag belegt...

    Ganz davon abgesehen, kann man davon ausgehen, dass die franzöische Liga und Montepellier im Falle des Falles das Ligaspiel verlegt hätten, damit Sonntag in Flensburg gespielt werden könnte.

    Nuja, wenn die Bietigheimer die ihnen nachgesagten finanziellen Resourcen haben, dann ist das doch schön und absolut nix gegen einzuwenden, wenn sie diese einsetzen. Da finde ich Klagen der Konkurrenz etwas 'kleingeistig' ....Bietigheim kann halt auch nur 7 Spieler auf dem Feld und 7 auf der Bank haben, da bleiben noch ein 'paar' übrig

    Was mir da nur irgendwie absolut fehlt, ist eine 'Geschichte' bzw. Zielsetzung/Konzeption, warum man das Ganze eigentlich betreibt. Diese 'Geschichte' haben fast alle Mannschaften in der CL.

    Falls das wirklich so sein sollte, dass mehrere Spielerinnen das bei weitem attraktivste finanzielle Angebot von Bietigheim ausschlagen (keine Ahnung, ob das so ist), dann sollte das da natürlich auch zum Nachdenken anregen. Auf dem internationalen Spielermarkt haben sie jetzt ja auch noch nicht so richtig Bäume ausreißen können (keine Ahnung, ob die die Zielsetzung CL-Final Four haben, dann wäre das aber notwendig)

    So aus der Beobachterperspektive heraus, würde ich als Spielerin spontan auch nicht unbedingt sagen - Bietigheim, toll, da will ich unbedingt hin

    Die 'Attacken' von Müller haben ein Gesicht, bei Bietigheim ist es jetzt ein anonymer Artikel auf der Homepage.

    Irgendwie verkaufen die sich auch ungünstig - auch dass man bei dieser Sache um das Müller-Ehepaar so ein großes Geheimnis drum macht, ist eigentlich unpassend bei einem Verein, der ja doch nationalen Anspruch hat (oder haben sollte) und damit verbunden ist auch eine gewisse Aufklärung und Information der Öffentlichkeit bei allgemein interessierenden Vorgängen (der THC macht das durch seine PKs vorbildlich - naja, zumindest wird da die eigene Perspektive dargestellt)

    So wird Bietigheim nie eine überregionale Resonanz finden oder womöglich als Lokomotive für den Frauenhandball in Deutschland fungieren (falls die das überhaupt wollen)