Beiträge von Karl

    Ochjo, die THC-PKs werden ja auch schon mit Bedacht ins Netz gestellt werden - Müller kommentiert da ja schon immer das gesamte Frauenhandballgeschehen - mit für Bietigheim wenig schmeichelhaften Unterton, und allgemein auf höchst unterhaltsame und informative Weise (ich höre mir das zumindest immer sehr gerne an)

    Aber so ein bissel Konkurrenzdenken schadet ja nicht - dem THC ist ja auch Leipzig abhanden gekommen - gibt dem Ganzen ja auch ein wenig Würze...warum nicht ein wenig polarisieren?

    Was so der 'spirit' bzw. Leitidee/Zielsetzung in Bietigheim ist, da mit erheblichem Aufwand eine Mannschaft zusammenzubauen, die auch nächstes jahr voraussichtlich irgendwo in der CL-Hauptrunde ausscheiden wird (immerhin! Aber so interessiert das nur absolute Insider in Deutschland), hab ich immer noch nicht so ganz verstanden (Halle und so ist ja auch nicht optimal, eigener Nachwuchs in der Mannschaft nicht vorhanden)

    Edit: Harpiks hat es dankenswerterweise in einem zeitlich überschneidenden Posting konkretisiert

    Crusty schreibt:

    Zitat

    Ich denke, man muss Konstrukte wie HSVH oder Paris SG nicht mögen


    Jo, das ist schon richtig. Hab den Aufstieg der SG von Anfang an verfolgt, das war schon eine kontinuierliche Weiterentwicklung über einen Zeitraum von über 20 Jahren mit einer starken regionalen Verankerung - super...

    Paris hat schon sehr viel bewirkt für die Weiterentwicklung des französischen Handballs (ohne das ich da jetzt in Begeisterung über das PSG-Konstrukt verfalle)....solche Geschichten, wie die von Flensburg, lassen sich heute halt auch nicht mehr so einfach wiederholen, z.B. wegen Wegfall der Ausländerbegrenzung...Anders als Lemgo (als annähernd vergleichbarer Verein) konnte das auch in die Zeit der Internationalisierung des Handballs und dem Aufkommen von Konkurrenzvereinen (außerhalb Spaniens) bis in die Jetztzeit verstetigt werden.

    Kielce, Veszprem und Vardar sind ja auch nicht irgendwelche Spielzeuge von irgendwelchen Leuten, sondern prägen schon den Handball in ihren jeweiligen Ländern , finden sehr breite öffentliche Resonanz und dienen auch als Instrument zur Stärkung der jeweiligen Nationalmannschaften. Die Finanzierungsmodi müssen zwangsläufig anders sein, da die netzwerkartigen deutschen Strukturen an vielen Orten dort halt aus historischen Gründen nicht existieren - und nicht annähernd Kartenpreise wie in Kiel oder Flensburg realisierbar sind (übrigens hat das auch traditionelle Gründe: in staatssozialistischen Gesellschaften waren Kartenpreise für Sportveranstaltunegn halt eher symbolischer Natur, solche Einstellungsmuster wirken durchaus nach)

    Problem ist natürlich, dass es nur 4 Plätze bei den CL-Final Fours gibt (und das ist da natürlich Maßstab aller Dinge. Die deutschen Vereine haben den Vorteil, dass sie etwaige Misserfolge in der CL über die Liga kompensieren können.)

    Achja, die abfälligen Äußerungen über konkurrierende Vereine machen aber schon einen überheblichen Eindruck. Beispiel:

    Zitat

    Aktuell ist Kielce am Wanken. Der Wechsel von Tobias Reichmann nach Melsungen zeigt, dass in Kielce nicht alles toll ist – Quelle: 302 Found ©2018


    Die Beweisführung ist wirklich zwingend, von einem Vereinsvertreter, der gerade 6 Spieler verliert ;) (ganz davon abgesehen, dass Melsungen übrigens im Prinzip über einen finanziellen Background verfügt, der den von Kielce sicherlich übertrifft, wenngleich er nicht voll ausgespielt wird)

    Wenn man Meesenburgs Argumentationsmuster auf die SG anwenden würde, dann könnte er sagen, dass die SG seit Jahrzehnten mit viel Geld systematisch den skandinavischen Handball ausplündert....initiiert wurde das Ganze einst unter reger Beteiligung eines dubios erscheinenden Sparkassen-Finanzierungssystem (Staatsunternehmen!)

    Zitat

    Was ist, wenn morgen Gazprom sagt, wir wollen wieder eine große russische Mannschaft haben? Dann stellen die acht Russen auf, und acht Spieler müssen von irgendwo herkommen – Quelle: 302 Found ©2018]


    Immerhin - 8 russische Spieler....Denke schon, dass ein russischer Spitzenhandballverein nur zu begrüßen sei.

    Ach, natürlich bleibt die SG auf absehbare Zeit europäisch konkurrenzfähig (und das ist gut so), dafür sorgt allein schon die recht zahlungsbereite Zuschauerbasis und die regionalpolitische Vernetzung (z.B. Hallenneu- und Umbauten) - diese Ressentiments gegen andere Vereine zu schüren in der Form, erscheint mir jetzt doch sehr vordergründig auf die Fanseele gerichtet.

    Hm, der Savvas ist schon ein ganz interessanter Mann, drei RL (vier mit Pusica) wären jetzt auch schon ein bissel viel (Bilbija wird aktuell auch einen ganz guten Vertrag haben, GWD kann da jetzt schlecht, aus Etatgründen, mit einem 'Nachwuchskräftevertragsangebot' kommen).

    Angesichts der ja nun recht mäßigen Publikumsresonanz (sicherlich verschärft noch durch die neuen Anwurfzeiten), muss man den Gesellschaftern ja auch erstmal hoch anrechnen, dass der Aufwand auf dem recht hohen Level und mit Perspektiven weitergefahren wird (da kann man aber keinen Riesenkader haben)

    Wenn das alles funktioniert, dann hätte die Dankerser Mannschaft schon eine Perspektive Richtung einstelligen Tabellenplatz (auch weil die Mannschaft nächste Saison viele vielversprechende, entwicklungsfähige und junge Spieler hat).....muss natürlich erstmal funktionieren. Das Potential ist im nächstjährigen Kader prinzipiell höher als im diesjährigen.....sind natürlich auch Unwägbarkeiten dabei....(z.B. Rückraumvariante: Bilbija - Michalzyk - Rambo/Cederholm hätte die Variabilität natürlich erhöht; auf die verschiedenen Dankerser Angriffsformationen hätten sich die Gegner nur schwerlich vorbereiten können; Abwehr-Angriffs-Wechsel natürlich ein Problem, Bilbija wird ja seit seiner letzten Verletzung auch nicht mehr in der Abwehr eingesetzt, hatte zeitweilig da ja durchaus halbwegs passable Ansätze)

    Bei Bilbija bin ich echt gespannt, wo er hinwechselt, eigentlich ist er ja noch ein bißchen im Rekonvaleszentenstatus (im Spiel gegen die Füchse konnte man nach seiner zweijährigen Verletzungspause zum erstenmal sehen, das er auch wieder beweglich und konsequentin Zweikämpfe reinging). Das könnte vll. durchaus auch Richtung CL gehen....(Celje, Plock, Zagreb, neu formiertes Vardar, irgendwie sowas?)

    Tja, das hätte eine ganz, ganz große Karriere werden können, nach dem Wechsel als Supertalent in jungen Jahre von Celje nach Spanien dann gleich die schwerste Schulterverletzung, die ihn jahrelang quasi außer Gefecht setzte, dann halt die Verletzungsserie bei GWD als er bester Feldtorschütze der HBL war - wäre wirklich interessant, wenn er jetzt, auch mit 34, einen richtig passenden und ambitionierten Verein finden sollte.

    Nuja, M Lijevski wurde genannt, Lackovic könnte man noch anführen (Klimovetz wurde dann ja zum Deutschen), das wars dann aber schon in über 30 Jahren SG in der HBL - alles übrigens keine Fälle für das von Obotrit angesprochene Kurzzeitgedächtnis.

    Das mit dem Mi-FR ist doch reine Theorie - unsportlich wäre es, wenn Montpellier das CL-Spiel auf Donnerstag (parallel zum Stuttgartspiel) ansetzen würde und die EHF dem zustimnmen würde.

    Das passiert aber nicht....und sowas stand auch noch nie zur Diskussion-

    Die CL in ihrer jetzigen Form gab es übrigens in der Tat vor dem SKY-Vertrag (Warum hat man da keine Klausel eingebaut, dass die CL-Mannschaften am Mittwoch HBL spielen können?) Warum sollen völlig Unbeteiligte (wie die ausländischen CL-Vereine) in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt werden und sich dem HBL/SKY-Diktat unterwerfen?

    Einer der drei Sonntagstermine von Barcelona war das Entgegenkommen gegenüber den RNL.

    Ich würde das so formulieren, dass die HBL und der Sky-Fernsehvertrag den deutschen CL-Vereinen einen Wettbewerbsnachteil verschafft (der von den deutschen CL-Vereinen befürwortet wird)

    Ostersonntag 12.30 Uhr....

    Da fällt es ja selbst schwer, das familiär so zu organisieren, das man wenigstens eine Halbzeit am Bildschirm verfolgen kann...

    Wenns wenigstens Ostermontag um die Uhrzeit wäre...(auch Mist, aber wenigstens etwas besser)

    Meinte nur das mit den wenigen Nicht-Skandinaviern bei der SG.

    Glaub solche 'Bleibemuster' kann man nicht nachweisen, hängt ja auch von vielen anderen Faktoren ab. Lübbecke hat z.B. einen hohen generellen 'Umschlag' von Spielern, verpflichten recht viele Ex-Jugos. Tja, liegt dann wohl eher nicht an der Nationalität....Da hilfts dann wenig, Statistiken aufzustellen (zumal Korrelation ungleich Kausalität ist)

    Bei GWD und THW sehe ich z.B. spontan gar kein Muster hinsichtlich Bleibezeit. Konjunkturen kann man natürlich feststellen: Franzosen gibts gar nicht mehr in der HBL, Russen, Spanier, Polen, Ungarn, Rumänen sind (noch) seltener geworden usw.

    Klar gibts Unterschiede: am Zusammenbruch des 'SG-Finanzierungssystems' (ums mal freundlich auszudrücken) von Sparkassen-Eilts waren die Spieler unbeteiligt - für die sportlichen Probleme tragen die Veszpremer Spieler aber Verantwortung.

    Immer gilt aber: wenn die Spieler einverstanden sind oder zumindest nicht rechtlich aktiv werden, geht alles (Tclip und Konsorten sind ja nicht klageberechtigt)

    Hm, würde den Druck auf Veszprem nicht unterschätzen....den Umbruch jetzt können sie finanzieren (der ist ja auch unabwendbar und erforderlich), das muss aber nicht heißen, dass sie mehrere Umbrüche umstandslos umsetzen können. Die stehen in Ungarn auch sehr, sehr stark im Fokus der Öffentlichkeit...

    TCLIP: Für Tastaturentests und so gibt es hier übrigens sogar einen eigenen Unterbereich: https://www.handballecke.de/board7-intern/…und-laberforum/

    Ahh gut, interessant, nur M. Lijewski dann noch (Djordic ist ja 'halber'* Deutscher) - Bogdan Wenta z.B. dann noch (wo wir bei Polen sind), grad nachgeschaut, war erstaunt, dass das sogar 4 Jahre bei der SG war.

    Jo, ist schon auffällig

    Keine Ahnung, ob die Veszpremer Spieler (vll. stillschweigend) einverstanden sind....Soviel Zeit war ja auch noch nicht seit dem Skjernspiel.

    Nuja, wenn Du (und andere) das sicher wissen, das sie es nicht sind....Ich kann da weder widersprechen noch zustimmen (hab auch keinerlei Gewißheit, was minimál béren in diesem Falle genau bedeutet)

    Nuja, wenn die jetzt alle fristlos kündigen und nachhause fahren würden, dann sollten wir das schon schnell mitkriegen.

    ...wer sagt denn, dass in Veszprem die Mannschaft nicht auch einverstanden ist mit den Maßnahmen....

    weiteres Beispiel:

    Zitat

    Osmann: Beständigkeit ist wichtig, aber Alltag und Durchhalteparolen sind tödlich. Bei uns hatte es im Aufstiegsjahr nach 5:9 Punkten gekracht. Damals wurden vorübergehend die Gehälter eingefroren. Rechtlich sicher nicht korrekt, aber alle haben es akzeptiert. Als Trainer habe ich dann klare Veränderungen herbeigeführt. Am Ende stand die Serie von 53:1 Punkten. Auch ich hatte mit Co-Trainer und Kapitän sowie Manager Thomas Dröge und Präsident Frank Seidenzahl absolute Vertrauenspersonen zur Seite


    Im Kreuzverhör: „Fehler darf man machen, nur nicht immer dieselben“ – Eisenach | Thüringer Allgemeine

    Aber ist ja bestimmt auch wieder was ganz anderes.... ist ja in Deutschland gewesen;)

    Kann auch einfach sein, dass süd(ost)europäische Spieler in einer skandinavisch dominierten Mannschaft (inklusive Trainer) häufiger Eingewöhnungsschwierigkeiten haben.

    Ist bei der SG aber schon auffällig - so richtig fällt mir da ganz spontan als langjähriger 'SG Held', der nicht skandinavisch oder deutsch ist, nur Milomir Mijatovic ein - und das ist 30 Jahre her.

    Deutschland ist auch in der EU (wo ist denn da ein Zusammenhang?)- und da wurden im Handball auch schon Gehälter gekürzt und eingeforen. Ganz zufälliges Beispiel, weil es grad die Forensuche ausspuckte (und auch einen CL-Verein betraf):

    SG Flensburg-Handewitt kürzt Gehälter

    Die enttäuschesten Menschen in Veszprem sollten die Spieler sein - über die sportliche Situation in dieser Saison. Die Palmarsson-Geschichte war natürlich auch schon ein mieser Einstieg in die Saison - und schafft generell schlechte Stimmung ....

    Sowas kann auch leicht zu Fragen hinsichtlich der Sinnhaftigkeit der Verpflichtungen von ausländischen Top-Spielern führen - Kontext dieser Verpflichtungen sind ja schon die Förderung der einheimischen Spieler durch eine international starke Mannschaft. Spitzenhandball legitimiert sich dort (und fast überall sonst in der Handballwelt) anders als in Deutschland...

    Punkteprämien in der Liga und sowas brauchen doch nicht vertraglich in den Spielerverträgen festgelegt zu sein (oder Prämien für ungarischen Pokal/Meisterschaft)

    Außerdem kann man ja auch auf Verständnis bei den Spielern hoffen bzw. dieses erwarten - Gelder sind ja zudem nicht gestrichen, sondern nur eingefroren.

    Wer das nicht akzeptiert, nuja, der hat in Veszprem nix zu suchen (den Standpunkt könnte man einnehmen - wenns halt irgendwie vertraglich ist, dann kriegt der halt sein Geld und kann auf der Tribüne sitzen bzw. sich einen neuen Verein suchen)

    Man muss das auch vor dem Hintergrund des kürzlichen Heimspiels in der Liga gegen Szeged sehen

    Es ist auch schwer vorstellbar, dass man das Eigengewächs Südmeier gegen Zintel 'eintauschen' würde - wenn Südmeier schon keinen neuen Vertrag bekommt, dann deshalb, weil man sich eine deutliche sportliche Verstärkung erhofft - das scheint mir bei dem Weissrussen weit wahrscheinlicher zu sein.

    Tja, der Kader für nächste Saison ist damit nicht sehr breit, bei Verletrzungen kann es da, vor allem im Angriff zu Problemen kommen. Eine Weiterverpflichtung von Bilbika würde das Möglichkeitsspektrum erheblich ausweiten (Bilbija wird ja fast nur dann eingesetzt, wenn der spielstarke Angriff im Verlaufe des Spiels Durchsetzungsschwierigkeiten hat - und das war jetzt fast immer der Fall)

    Mit dem Weissrussen, Cederholm, Doder und Savas (der immerhin 1,90) sind jetzt 4 der 6 Rückraumspieler nicht sonderlich groß (für die Außenspieler gilt das auch) - hm, sich nur auf spielerische Akzente verlassen?

    Weiterhin fehlt im Kader ein emotionaler Leader, der wird auch Padshyvalau nicht sein (in der Abwehr merkte man das z.B. gegen die Füchse aber auch tw. Melsungen deutlich). Die untere Tabellenhälfte hat man ja auswärts und daheim recht gut im Griff - wo es halt gegenwärtig schwierig ist, das ist gegen obere Mannschaften über 60 Minuten so zu spielen, dass man punktet (gut mitspielen tut man ja häufig über weite Strecken)

    Insgesamt aber eine recht interessante Kaderzusammensetzung.