Bei Hanning merkt man bei der Fixierung auf die Olympiade ein bissel, dass der keine 20 mehr ist. Klar, früher war der olympische Zyklus DIE Maßheit im Sport, heute differenziert in Deutschland doch in der Öffentlichkeit kein Mensch mehr zwischen EM, WM und Olympischen Spielen (ist in anderen europäischen Ländern übrigens noch ein bissel anders)
Im Gegenteil, ein Olympiagold würde in der (öffentlichen) Wahrnehmung aufgrund der Vielfalt der Olympiawettbewerbe und der ungünstigen TV-Zeiten (Tokyo) sogar weniger wahrgenommen werden als Gold bei der Heim-WM.
Aber: Hanning wäre der Erste, der in der Geschichte des Hallenhandballs Olympiagold für den DHB holen würde (1980 war ja nicht der DHB).
Was ich wirklich befremdlich fand, war dass sowohl Michelmann als auch Kromer am Anfang ihrer Ausführungen von dem (unverhandelbaren) Olympiagold anfingen, das wirkt nun doch nicht so ganz situativ angemessen....
Die DHB-Auswahl hat(te?) ohne Zweifel eine sehr gute Zukunftsperspektive (Altersstruktur anderer Mannschaften!), da bedarf es eigentlich keiner 'orginellen' und riskanten Massnahmen a la dem, was man gestern erlebt hat - und auch keiner Wundertaktiker auf Bewährung, die jetzt versuchen sollen, sich den Unterschied zwischen Vereins- und Nationalmannschaft zu erschließen, und vor allem keiner Superfunktionäre mit größtem sportlichen Einfluss und großmäulig anmutenden Perspektivgelaber.