Beiträge von Karl

    Das war jetzt aber auch wirklich deren einzig überzeugendes Spiel (und selbst das IMHO auch nur halbwegs)....ein bißchen Glück mit den Paarungen (was jetzt die Leistungen der Japanerinnen und Tschechinnen nicht schmälern soll) und man ist sehr schnell im Halbfinale (auch wenn das trotzdem sehr hart erkämpft werden musste)

    Sehr schön (da lief es ja auch gut, das Einzige, was es aus meiner TV-Sicht zu 'meckern' gab, war die für das TV ungünstige räumliche Anlage der Halle - aber das ist halt so).

    Der DHB hatte jetzt natürlich schon den Anspruch, ein Ereignis von (inter)nationalen Rang zu veranstalten, da kann man nicht nur in der Provinz bis zum Halbfinale spielen (Magdeburg hat auch noch von der WM 2007 einen guten Ruf, ist relativ nahe an Berlin - da können die Medienvertreter schnell 'rüberhopsen' - in Leipzig war es bestimmt auch nicht förderlich, dass da die HCL-Strukturen weggebrochen sind)

    Das ist klar, dass die Lokalpresse (und auch die Presse aus den Herkunftsorten der deutschen Spielerinnen) einsteigt (wenngleich in unterschiedlichem Ausmaße - die Volksstimme hat jetzt auch keinen lokalen Frauenhandballbezug).....Ich meinte jetzt eher geschmückte Geschäfte und Rathäuser, eingerichtete Treffpunkte für die ausländischen und deutschen Besucher...

    Für Trier, Bietigheim und Oldenburg ist natürlich so eine Frauen-WM auch eine größere Sache als für die Großstadt Leipzig (mit Fußball und Männerhandball) und Magdeburg (SCM, Fussball, Halle mit vielen Ereignissen). Nehme mal an, dass in Hamburg der 'Star' auch die Arena ist...

    Man muss natürlich auch berücksichtigen, dass der internationale Frauenhandball (nicht nur in Deutschland) keine Boombranche ist...(außer in Frankreich, vll. sogar eher rückläufig? )

    Graphitteller schreibt:

    Zitat

    . Eine Handball-WM (zudem noch bei den Frauen) ist kein Sport-Event, wo man sich zehn Tage an einem Ort ein Hotelzimmer nimmt (wie z. B. bei einer Leichtathletik-WM)!]


    Jo- und ist ja für ausländische Besucher schwer planbar, schienen mir deshalb mehr ausländische Fans in der Vorrunde vor Ort zu sein als in der KO-Phase (insgesamt bislang vielleicht doch in einer für die Organisatoren eher enttäuschenden Anzahl, zumindest ab Achtelfinale).

    @Hamburg: Jau, die Organisatoren werden auf jeden Fall hoffen, dass die Norwegerinnen heute die Russen schlagen (die Norweger mit Finalrundenkarten dachten sicherlich, Planungssicherheit zu haben...)

    Frage: Findet die WM in den einzelnen Spielorten eigentlich auch außerhalb der Halle und den Lokalzeitungen statt? Oder merkt man in den (z.B. Innen)städten gar nix von dem Turnier?

    Sowas zählt ja auch zum 'Spirit' des Turniers, der mir vor dem Bildschirm ein bissel fehlt (Atmosphäre in den Hallen - ich wil jetzt nicht schon wieder auf attraktives musikalisches Leitmotiv und komische Taschen zum Player of the match usw. rumreiten..., aber ist klar, was gemeint ist)

    Man muss natürlich auch sagen, dass es bestimmt für die Organisatoren (die ja auch z.B. einen finanziellen Rahmen berücksichtigen müssen und auf Kooperationspartner angewiesen sind) bestimmt kein leichtes Spiel war, das Ganze zu organisieren...die werden nicht nur in offene Türen eingerannt sein.

    Interessant: enttäuschte/selbstkritische Anmerkungen der WM-Organisatoren gibt es - nachgefragt von Journalisten und abgedruckt werden sie aber ausschließlich im Ausland (in diesem Falle von den Dänen, naja, bei denen war es vor 2 Jahren aber auch nicht ganz so dolle bei etlichen Spielen). Auch skandinavische Spielerinnen zeigten sich enttäuscht (hier als Beispiel ein Bericht des dänischen Portals V2 in der google translate Version)

    302 Moved
    Was mich wirklich mal interessieren würde, ist, was das für Besuchergruppen sind, die für Hamburg (anscheinend) eine Menge Karten gekauft haben.

    Jau, hat dann für Montenegros Mischung aus Teenagern und Routiniers dann doch nicht gereicht - hätte auch einiges zusammenpassen müssen. Das französische Spiel vermag ich nicht so recht einzuschätzen.

    Gut gefielen mir übrigens die koreanischen SRs, die das Spiel laufen gelassen haben (Schulze/Tönnies hätten nach den Maßstäben ihres gestrigen Auftritts bestimmt 30 Zeitstrafen gegeben). Die SRs haben dem Spiel 'gedient' - es nicht versucht zu prägen.

    Schade, dass das Spiel für die nicht so 'eingeweihten' Zuschauer vermutlich nicht ganz so attraktiv war (und 'Jungterrier' Ema Ramusović verletzungsbedingt auf der Bank bleiben musste, deren Kampfgeist und Mimik/Ernsthaltigkeit ist ja auch immer unterhaltsam).

    Ich find übrigens, das die beiden Kommentatoren das heute insgesamt (bei beiden Spielen) ganz ausgezeichnet gemacht haben - grad auch Daniel Stephan (sicher, man hätte noch mehr zu dem spezifischen montenegrischen Kontext mit dem neuen 'Buducnost-Konzept' erzählen können - aber das wäre dann wohl zu speziell gewesen)

    Schön! Sehr spielintelligente Mannschaft (was man von den Däninnen nicht grad behaupten kann) - naja, jetzt gegen den Sieger aus Frankreich-Montenegro (sicher nicht völlig unlösbar).

    Die haben zudem immer eine 'Explosion' von Bella Gullden noch in der Hinterhand (sicher, die war heute auch sehr gut, aber. wenn die einen richtigen Lauf hat..) - der bedarf es in einem eventuellen Finale dann auch.

    Tja, jetzt Montenegro - Frankreich,- Montenegro dank des günstigen Turnierbaums sogar mit Chancen aufs Finale (würde es denen sehr gönnen, glaubs aber nicht....)

    Zitat

    Wer pfeift denn eigentlich heute und morgen die Viertelfinalspiele? ]


    Geb mir mal selbst die Antwort für die Spiele heute:

    Schweden - Dänemark: Alpaidze/Berezkina (Russland)

    Montenegro - Frankreich: Koo/Lee (Südkorea)

    Qulle. eine Kopie des IHF-Daily Bulletin auf Facebook (spontan kann ich das auf der etwas unübersichtlich IHF-page nicht finden)

    Wenn Du nur die Schlussphase und Verlängerung eines Spiels gesehen hast, kannst Du das kaum beurteilen....(ich hab übrigens die beiden von Löwenherz angeführten Spiele nur nebenbei gesehen und deshalb bewusst im Konjunktiv geschrieben und die 'schwache' Formulierung "umstritten' gewählt)

    Löwenherz schreibt:

    Zitat

    Ich finde es sehr bemerkenswert, welchen Bonus die erfolgreichsten Teams der letzten Zeit - insbesondere Norwegen, Holland und Olympiasieger Russland - bei den Schiedsrichtern haben. In 2 Fällen hat dieser Bonus heute die Spiele entschieden. Besonders extrem sehe ich das bei Holland, schon während des gesamten Turniers (was unsere verdiente Niederlage gegen die Holländerinnen nicht beschönigen soll).


    Damit hätten wir dann gestern 3 von 4 Spielen mit einer umstrittenen SR-Leistung (Schulze/Tönnies gehören sicherlich auch dazu) - das ist schon ein bißchen viel...

    Wer pfeift denn eigentlich heute und morgen die Viertelfinalspiele? Kann das nicht finden (überhaupt fehlt mir ein zentraler Anlaufpunkt im Internet, wo wirklich alle Infos versammelt sind, das war bei vergangenen internationalen Ereignissen aber auch nicht anders)

    Holland quasi in Hamburg, ohne Im Turnierverlauf bislang so recht überzeugen zu können...

    (halte für sehr unwahrscheinlich, dass die wackeren Tschechen ihren Husarenritt gegen Rumänien wiederholen können - war auch in mehrerlei Hinsicht eine günstige Konstellation für sie - zudem haben die Holländerinnen eine andere Spielanlage als ihr heutiger Gegner: Tschechinnen haben auch fast 'alles' erreicht, dann kommt ja oft Spannungsabfall)

    Die Art und Weise ist schon tragisch für die Rumäninnen....(entscheidend vielleicht die vielen vergebenen Chancen direkt nach der Halbzeit, als man sich hätte absetzen können)

    Puhh, das die Tschechinnen das so durchgezogen haben - Respekt

    Denke ich auch- und schwerpunktmäßig wohnen die in Süddeutschland (heute in Leipzig scheinen es dann auch gleich ein paar weniger zu sein - neutrale Zuschauerzahl dürfte von Zweistelligkeit nicht weit entfernt sein). Schon seltsam, dass die Ausrichter in Trier sich davon überrascht zeigten..

    Halbzeit 3 für Rumänien (überragende Neagu, tschechischer Trainer hat schon 'Fraudeckung' aufgegeben, weil das auch nichts gegen sie bringt).

    Spiel ist aber völlig offen (auch wegen der etwas eigen, aber durchaus korrekt pfeienden SRs) - mir wäre wohler, wenn TW Paula Ungereanu nicht zurückgetreten wäre...

    Schön - aber nur, wenn die Spiele eng und interessant werden...(was bisher so im Fernsehen übertragen wurde, war ja leider eher eine Negativwerbung für den internationalen Frauenhandballsport - incl. übertragene nichtdeutsche Spiele)

    Nuja, die Holländerinnen haben ja schon Bekanntschaft mit Südkorea gemacht :D (und soooo überragend waren sie gegen Deutschland nun auch wieder nicht). Das könnte sehr attraktiv werden (hm, bei den Spanierinnen weiß ich nicht - ein weiterer Kraftakt?? Glaub, dass die Norwegerinnen die Niederlage gegen Schweden wegstecken können - und den nunmehr sehr schweren Weg im Turnier konzentriert angehen werden)

    Hahaha, in Leipzig wird zur Übergabe durch Moustafa und Michelmann des (monumentalen) President-Cups vor vll. 100 Zuschauern 'We are the Champions' gespielt - eine polnische Spielerin macht (scherzhaft) Anstalten, den in diese komisch-absurde Sporttasche für den 'Player of the match`' einzupacken :D

    Jau, die Zuschauerzahl war jetzt nicht so dolle...

    ich denke nicht, dass man dem Bundestrainer allzuviel Vorwürfe machen kann, halte es schon für glaubwürdig, dass er eine völlig zerstrittene Mannschaft fokussiert hat - den Ausfall von Hubinger halte ich für fatal (die spielt einfach ruhiger und souveräner als die durchaus couragiert spielende Gubernatis, schon aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen). Bei Geschke dachte ich schon, dass der so eine Jochen Fraatzrolle zugedacht war (also LA. der auch aus dem Rückraum kommt), das wurde überhaupt nicht umgesetzt.

    Dank gebührt ihm auf jeden Fall, sich der Aufgabe angenommen zu haben (nachdem der DHB eine Doppelfunktion der Idealbesetzung Herbert Müller nicht haben wollte, so wird das jedenfalls in der ausländischen Presse dargestellt)

    Biegler musste sicherlich auch Kompromisse machen - glaube z.B. kaum, dass ihm die (unter Etikettenschwindel angetretende) holländische B-Mannschaft als zentraler Testspielgegner so recht gewesen ist (eine Maßnahme des Verbandes, um das öffentliche Interesse anzuheizen) - eine Zielsetzung Achtelfinale + x (wie ihn auch andere ambitionierte Verbände benannt haben) wäre für die Mannschaft sicherlich besser gewesen (nach dem erschreckenden Litauenspiel hätte man da sicher überlegen können, etwas mit den Zielsetzungen runterzufahren)

    Biegler selbst blieb ja immer in seinen 'konkreten' öffentlichen Äußerungen sehr vage, sowohl vom organisatorischen als auch vom taktischen (da kenne ich ihn vom SCM ganz anders, wo er wahnsinnig viel erklärt hat), nuja, Sommerfeld könnte man vielleicht ein bißchen als 'Verbandsaufpasser' interpretieren.

    Man kann die Mannschaft durchaus auch als Opfer des Verbandes und Teilen der unkundigen deutschen Öffentlichkeit sehen (wenn in den Tagesthemen z.B. nach dem Auftaktsieg gegen Kamerun vom WM-Gold die Rede war).

    Klar, der Verband hat zunächst im Auge, sein Turnier zu vermarkten... (und durch die sehr günstige Auslosung, dann ja auch durch die Turnierbäume vom Achtelfinale, ergaben sich Möglichkeiten...)

    Ps. sehr aufschlussreich fand ich diese Passage aus einem Bericht der FAZ vor dem Turnier:

    Zitat

    Isabell Klein hat als kopfgesteuerte Spielerin in Frankreich dazugelernt. Viele Jahre setzte sie sich am frühen Morgen in Kiel ins Auto, fuhr etwa 150 Kilometer nach Buxtehude und arbeitete dort als Projektmanagerin einer Medizintechnikfirma. Dann kam das Training. Abends ging es zurück nach Kiel. Beruf, Handball, Familie – die Organisation all dessen lag bei ihr. Dominik Klein spielte schließlich alle drei Tage mit dem THW Kiel. Die Familie brauchte vier Babysitter, um den Alltag zu organisieren. Jetzt genügt ein australisches Au-pair-Mädchen für Colin. Freudig sagt Isabell Klein: „Wir können sogar abends zusammen Abendbrot essen.“ Sie genießt die Unterschiede: „Vieles in Frankreich ist viel verpeilter als bei uns. Wir sind ja gewohnt, dass alles perfekt läuft. Wir sind durch unser Leben gehetzt, alles war durchgeplant. Hier herrscht Laissez-faire, und ich muss sagen, diese Lockerheit hat auch Vorteile.“


    Mit französischer Lockerheit spielt Isabell Klein bei der WM

    Nuja, z.B. Cristina Neagu sagt glaubwürdig, sie hätte sich mit 13 Jahren dazu entschlossen,Weltklassespielerin zu werden (...und sie hätte noch nicht viele Bücher ihrem Leben gelesen). Die Erwartungshaltung an die Spielerinnen in Deutschland ist halt, an vielen verschiedenen Fronten zu kämpfen (wenn eine Spielerin in Deutschland nur Handball spielt, wird sie 'schräg' angeguckt- wenn der DHB da jetzt verstärkt irgendwelche Maßnahmen ergreift, die 'Vereinbarkeitsproblematik' anzugehen, dann doktert er nur an Symptomen rum).