Nuja, wenn man sich den Kader von Buducnost anschaut und vor allem die Vereinspolitik von denen, dann wirkt z.B. der THC wie eine heimatlose Söldnertruppe
(mit z.B. ihren 10 Ausländerinnen)
Nee, nix gegen den THC, die Arbeit dort macht einen sehr guten Eindruck (das war jetzt ein grober Keil zu Harpiks Beitrag
) - das 'beleidigte Leberwurst spielen' hier, weil deutsche Vereine nicht die CL gewinnen, irritiert aber doch ein wenig...
Auf dem internationalen Spielermarkt ist der deutsche Handball auch im Frauenbereich nunmal eindeutig ein 'Nehmerland' - und zwar über die ganze Liga hinweg! Die Lage und Perspektive ist ja auch gar nicht soo schlecht, die Liga ist sehr stark mit guten Zuschuerzahlen im internationalen Vergleich, bei der Nationalmannschaft lässt es sich angesichts der Entwicklungen in anderen Ländern (Altersstrukturen!) fast kaum vermeiden, dass die Nationalmannschaft mittelfristig in die absolute internationale Spitze vordringt. Probleme gibts halt in der öffentlich Wahrnehmung, aber das ist vll. auch ganz gut so - wenn das so wäre wie in dem kleinen Montenegro, dann würden deutsche Frauenmannschaften ganz Europa restlos leerkaufen (so eine Situation hatte man ja bei den Männern nach dem Bosman-Urteil)
Einen CL-Gewinner aus Deutschland brauch ich nicht, einfach, weil das hier dem Frauenhandball nix wesentliches bringen würde - weil das in Deutschland fast unbeachtet bleiben würde (außer bei denen die dann die Übertragung des CL-Endspiels im 3. Programm des Südwestrundfunks finden würden - zwischen den Fussballregionalligaspielübertragungen). Klar, zum großen Handballand Deutschland gehört auch eine starke CL-Mannschaft - der Ansatz von Leipzig mit der Konzentration deutschen Nationalspielerinnen mit ausländischen Ergänzungen (die man leider nicht mit der nötigen Spielstärke und im notwendigen Umfang realisieren konnte - und die Konkurrenz um deutsche Spielerinnen ist nunmal groß angesichts der breiten Vereinslandschaft in Deutschland) ist imho im Prinzip der sympathischte Weg.
Die 2. Halbzeit von THC versus Podgorica hat wieder mal die Strukturprobleme des montenegrinischen Handballs gezeigt - Dreh und Angelpunkt ist einfach (wie bei Vardar) die quasi fehlende nationale Liga - die jungen montenegrinischen Spielerinnen können einfach keine Spielpraxis sammeln. Wirklich spannend ist, wie und ob Podgorica den (wohl beabsichtigten) Umbruch zur nächsten Saison hin zu der monenegrinischen Mannschaft der 2. Halbzeit macht...(die hätten ja auch in der Vergangenheit sicherlich ganz anders auch auf Einkaufstour gehen können - da ist es aber halt nicht egal, mit welcher Mannschaftszusammensetzung Erfolge erreicht werden).