Beiträge von Karl

    stürmerfoul: Die sehr erfolgreich in Polen und Rumänien arbeitenden Trainer leben Tausende von Kilometern entfernt und sprechen nicht die Landessprache (und halten sich kaum im Land ihres Teams auf - glaub, Tomas Ryde hat noch nie ein Spiel der Liga live in der Halle gesehen)

    Man sucht jetzt einen Trainer für die Frauen-Nationalmannschaft (punkt). Für 16-20 Spielerinnen mit denen bis 2017 intensiv gearbeitet werden muss. Jugendmannschaften interessieren da gar nicht, sind irrelevant (Juniorinnen und so auch, da reicht es aus, wenn der neue Trainer sich 2 oder 3 Videos anschaut, dann weiß er Bescheid, wer für ihn und 2017 interessant sein könnte) - wichtig für den zukünftigen Bundestrainer ist die WM 2017.

    Meiner Meinung nach sollte es ein Trainer sein, der emotionalisiert (Vestergaard war vll. nen bissel ruhig - und hat ja übrigens auch sein 'Demontage' zumindest 'öffentlich klaglos hingenommen). Herbert Müller - logo, das wärs...Der wirds aber nunmal wohl nicht...

    Ein starker Außenstehender ist sicherlich das naheliegendste, die gibts nur im Frauenbereich nicht, wenn selbst ein Mann mit den Referenzen von Vestergaard sich nicht durchsetzen kann - im Männerbereich gibt es aber Handballtrainer mit unangreifbarer Reputation

    Jau, wenn schon Männertrainer, hört sich Biegler sehr gut an (auch Petkovic wäre jemand - wenn man in die Richtung will, gäbe es auch noch Haseafendic). Auf jeden Fall jemand, der Entschlossenheit ausstrahlt und kein 'Kompromissler' ist...(und sein Trainerteam auch selbst zusammenstellt)

    Edit: wer nur an dem Threadthema interessiert ist, muss das jetzt nicht lesen ;)

    Doch nochmal, weil so nicht ;) heavymartin schreibt:

    Zitat

    Sag doch einfach , ja OK alle die Streamen sind unter den Ersten 6 in der Zuschauertabelle , da scheine ich wohl falsch zu liegen .
    Glaube mir , das tut auch gar nicht weh , und greift auch deine Ehre und dein ohne Zweifel großes Fachwissen NICHT an

    Natürlich streamen fast auschließlich die Bestplazierten in der Zuschauertabelle (die waren da auch schon vor den streams und sind das auch nach der Einführung der streams). Das muss aber zugleich nachdenklich machen - anscheinend wählen die Streamoption Vereine, bei denen es sowieso schon gut hinsichtlich Zuschauerinteresse läuft (wer sich z.b. als Bestandteil einer 'Roten Wand' sieht a la THC, der lässt sich auch durch einen zweitklassigen stream nicht aufhalten, die Halle aufzusuchen): aber anscheinend besteht ja Reserviertheit bei Vereinen gegenüber Streams, die sich nicht (ohnehin) eines überdurchschnittlichen Zuschauerzuspruchs erfreuen können.....und die werden sich das auch überlegt haben.

    In der Diskussion hier geht es um 2 Positionen (jetzt plakativ):

    a) die Foren-Mehrheitsposition: Alle Spiele der Bundesliga der Frauen müssen gestreamt werden auf einem Internetportal. Die Qualität soll einheitlich geregelt sein (möglichst hoch), freier Zugang gewährleistet sein (vll. alle Spiele 2. Liga auch noch dabei?)

    b) die Minderheitenposition: 2 oder 3 'hochwertige' Spiele der HBF sollen pro Spieltag gestreamt werden, dazu dann noch internationale Höhepunkte aus den nationalen Ligen der Damen und vll. gibt es auch noch eine Kooperation mit der CL. Nationalmannschaft der Damen (und Juniorenmannschaften) sollten auch dabei sein, internationale Turniere auch. Optimal wäre ein gemeinsames Portal mit dem HBL-Männerhandball (da tut sich ja vll. was mit der neuen Rechtevergabe im Männerbereich)

    Da hier im Forum ja auch Männer und Frauenhandball (auch von den Usern her) strikt getrennt sind, noch ein Hinweis: In der 2. HBL der Männer gibt es kaum Internetstreams, schon gar nicht von allen Spielen einer Mannschaft. Die meisten Vereine sind da organisatorisch/finanziell vermutlich weit besser aufgestellt als die meisten Vereine der HBF - warum verzichten die auf streams, wenn die Vorteile so klar und eindeutig sind, wenn man sich hier im Forum schon sogar dafür 'rechtfertigen' muss, wenn man nur denkbare Gegenargumente gegen SPIELBETRIEBSFLÄCHENDECKENDE Streams anführt? (sogar ohne die Argumente eindeutig zu bewerten)

    Achja, hier diskutieren überwiegend absolute Experten im Frauenhandball mit - ich glaub, ihr überschätzt die Attraktivität der Übertragungen ;) (ist ganz klar, wenn man jede Spielerin schon seit der Jugend 'observiert', dann ist jede Übertragung furchtbar spannend - die für den 'normal' Handballinteressierten und auch Normalo-Frauenhandballspielbesucher stinklangweilig und fehlerbehaftet ist).

    Achja - war das letzte Mal in einer deutschen Frauenhandballbundesligahalle zu Zeiten des Ablebens von Eintracht Minden (da aber lange Zeit regelmäßig), auch schon über 10 Jahre her. Das ist dann auch eher eine Außenperspektive gegenüber den hier sonst postenden Enthusiasten (so lassen sich unterschiedliche Perspektiven auch erklären). Hab nie den Eindruck versucht zu erwecken, da irgendwie "großes Fachwissen" im deutschen Bereich 'vorzutäuschen' - aber wie gesagt, manches sieht man aus ner anderen Perspektive (und ja auch nicht völlig sachlich unbeleckt) anders.

    Mal on topic: ich befürchte, weder Option a noch b wird kommen. Ich hab auch jetzt etwas den Überblick verloren :D : gibt es denn überhaupt einen aktuellen Anlass (also konkrete Planungen der Verantwortlichen), auf denen diese ganze Streamdiskussion hier basiert??

    Och, da brauchste dir keine Sorgen zu machen, die sind abgehärtet...(kann mir auch vorstellen, dass da etliche eher quasi aus 'Gewohnheit' die Halle besuchen und nicht um an süße Träume oder schlaflose Nächte zu gelangen)

    Ist irgendwie beruhigend, dass es in einer sich wandelnden Handballwelt trotzdem Gewißheiten gibt: solche Spiele wie heute verliert Lübbecke immer...(da gibts aus den vergangenen Abstiegen sehr schöne und denkwürdige Beispiele)

    Na, mal gucken, was jetzt kommt: neuer Trainer? Läuten überall in Europa die Telefone, um Spieler zu reaktivieren? (richtig neue kaufen geht ja nicht mehr wegen Wechselfrist, und: sofortiger Verkauf und damit aus dem 'Sichtfeld' der Verantwortlichen nehmen, geht auch nicht mehr - halt doch, in Frankreich gibts ja noch nen Transferfenster, ist zumindest bei den Frauen so, vll. kann man da ja ein paar Spieler hinschicken)

    Scheint an den Zugriffszahlen zu liegen, jetzt in der Pause war es besser...(nehme an, dass da einige 'ausgestiegen' sind). Pünktlich zur 2. Halbzeit wurde es wieder schlechter...

    Dieses mit der Co-Kommentatorin ist sehr gut, sollte man bei den mdr-streams auch machen (da würden dann auch die fachlichen Schwächen der mdr-Leute relativiert werden können)

    Noch ne letzte Anmerkung: die 3 Spitzenreiter der aktuellen Zuschauertabelle, die zugleich auch viel streamen, waren vor der Einführung der streams bestimmt die Schlusslichter der Zuschauertabelle? ;)

    Hm, das sind aber verschiedene Ebenen:

    Das ist ein Stream von einer Fernsehübertragung - das Fernsehübertragungen für den Frauenhandball gut sind - darüber braucht man ja nicht zu diskutieren.

    In anderen Threads werden ja unterschiedliche Auffassungen über die Wirkungen von reinen Internetstreams diskutiert, die z.B. den Bundesligaspielbetrieb vollständig abdecken (und das Erreichen von einem sich nicht in der Gegend des Spielortes wohnenden Publikums wird auch von den 'Spektikern' als Argument pro spielbetriebsabdeckenden Internetstream angesehen ;) )

    ich schreibt:

    Zitat

    Mäzentum, geht auf Dauer selten gut...große Knall

    Wieso ist das in Koblenz "nicht gut gegangen"? Das Ganze scheint ordnungsgemäß abgewickelt zu werden, die Spielerinnen wurden zuerst informiert und haben doch auch noch Zeit, sich einen neuen Verein zu suchen, der Spielbetrieb ist bis zum Ende der Saison sichergestellt.

    Wäre es denn besser gewesen, Sattler hätte gar nichts gemacht und es hätte dort nie Erstligahandball gegeben? Okay, 'kleine Lösung' ist in Koblenz keine Option, wenn man etwas dort macht und sich stark engagiert, möchte man es richtig und mit Ambitionen machen...nachvollziehbare Perspektive und Einstellung

    Und jetzt hat man halt festgestellt, dass für diesen Anspruch nicht das notwendige Umfeld geschaffen werden konnte...aus welchen Gründen genau, ist für die Entscheidung ja eher sekundär(so zumindest meine Perspektive, die auschließlich auf der PK basiert)

    Nuja, Martin so richtig überzeugend ist deine Argumentation für mich aber nicht, weil man ja nicht weiß, WARUM die Zuschauerzahlen sich positiv entwickelt haben (kann ja auch völlig unabhängig von streams sein - oder trotz der streams).

    Letztendlich weiß kein Verein zu 100%, ob ein stream sich für ihn positiv oder negativ hinsichtlich der Zuschauerresonanz auswirkt . Mancher Zuschauer wird auch gar nicht in der Lage sein, so einen stream zu finden und/oder zu starten....

    Klar, bei Appetithappen (von hochwertigen Spielen!), also gelegentlichen streams könnte man eher von einer Werbewirkung ausgehen...bei Totalübertragungen, hmmm...(kann auch von Ort zu Ort unterschiedlich von seinen Auswirkungen her sein)

    Ps. wurde die Zuschauerresonanz in der CL, gemessen an der Qualität der Gegner, beim THC nicht als 'steigerbar' empfunden? (der reguläre Livestream des THC aus der Bundesliga wird in der Tat keinen abhalten, in die Halle zu gehen :lol: Aber der ist ja nun kein Modellfall, zumindest wie ich ihn meist erlebt hab...)

    @handball2105: Avis Artikel zur jetzt aktuellen 'Schuldfrage':

    Zitat

    Wer den entscheidenden Fehler begangen hat, der zu der Kollision geführt hat, lassen die beteiligten Parteien im Unklaren.

    Das Problem Final 4 der EHF (28.05-29.05) existiert nicht, da werden einfach ein oder 2 Partien der HBL verlegt (wenngleich es natürlich schöner wäre, wenn der Bundesligaspielbetrieb insgesamt gänzlich ruhen würde, wenn schon das größte Ereignis des europäischen Vereinshandballs im Männerbereich in Deutschland stattfindet - so etwas ist auch eine Sache des Respekts vor der EHF und ihrer Veranstaltung. Eigentlich wäre das Ruhen des gesamten Ligabetriebs an dem Wochenende im Gastgeberland eine Selbstverständlichkeit).

    Würde übrigens bei der EHF auch bestimmt 'prima ankommen', wenn zeitgleich mit der EHF-Endrunde, es eine Konkurrenzspielübertragung bei Sport1 aus der HBL gäbe...(kann mir durchaus vorstellen, dass sich Sport1 das nicht entgehen lässt - die scheinen ja insgesamt angesäuert zu sein)

    S.B.: welche Märkte (mit "andere" war international gemeint?) gibt es denn so für z.B. verwertbare TV-Bilder von Balingen gegen Wuppertal?

    Alles was auch nur einigermaßen (international) marktrelevant ist, wird doch jetzt schon über Sport1 für das TV produziert

    kröstibull:

    Zitat

    Ich sehe das Problem nicht, wenn Flensburg und wir weiterkommen werden die CL Spiele um eine Woche vorverlegt und gut ist. Die BL Spiele werden dann halt nach hinten verschoben. Klare Prioritäten und gut ist.


    Nur mal so nebenbei (einem Deutschen interessiert das natürlich in der Regel nicht): Sowohl Flensburg als auch Mannheim haben übrigens auch Gegner mit eigenen Terminplanungen ;) (User 'Paul Jonas' hatte es ja schon angesprochen)

    Interessant das Zitat hier aus dem avis-Artikel:

    Zitat

    Immer wieder wird in der EHF-Zentrale in Wien hinter vorgehaltener Hand über Alleingänge der Deutschen geschimpft, der Solidargedanke des stärksten nationalen Verbandes der Handballwelt in Frage gestellt. Offiziell äußert sich dazu aber niemand, auf diplomatisch dünnes Eis möchte sich in der überschaubaren Handballwelt kaum jemand begeben


    Tja, wenn einige deutsche Funktionäre z.B. einer Konkurrenzveranstaltung zur CL aufgeschlossen gegenüberstehen - dann müssen sie vielleicht auch damit rechnen, dass man sich nicht trotzdem in allem nach ihnen richtet...(da wären dann die Löwen und die SG Opfer der sehr verständlichen und nachvollziehbaren Verärgerung über andere deutsche Akteure).

    Da lässt die EHF die jetzt halt mal ein bißchen 'zappeln'....

    Naja, es sollten in der 1. HBL schon gewisse Qualitätsstandards bei Videostreams eingehalten werden (was da im Moment in der Frauenhandballbundesliga an Wildwuchs Im Livestreambereich abläuft mit teilweise kuriosen Erscheinungen muss man nicht auf den Herrenbereich übertragen)

    Obs nun 3 Kamerapositionen unbedingt sein müssen, weiß ich nicht....Aber wenn man Livestreams anbietet, sollten schon in der 1. HBL Qualitätsstandards in punkto Technik und Kommentar eingehalten werden (sonst macht man halt keinen - bislang wurde ja auch Handball gespielt in der 1. HBL ohne flächendeckende Livestreams)

    Weiß noch jemand, welchen technischen Aufwand damals sportdigital betrieben hat? Das war in meiner Erinnerung ausreichend...(liegt jetzt ja schon ein paar Jahre zurück, aber damals war es offensichtlich nicht möglich livestreams von sehr vielen HBL-Spielen per paylösung durch eine private Plattform/Sender zu refinanzieren - würde ich auch für die Gegenwart im Hinterkopf behalten ;) Preise waren damals ja moderat, nach Anfangsschwierigkeiten hatten die ja die technische Seite auch im Griff)

    Hier gibts die gesamte (?) Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=6waTH7C3vaY

    42 Minuten, die sich wahrlich lohnen für jeden, der an Handball interessiert ist...(auch wenn er, wie ich, von der 2. Handballbundesliga der Frauen überhaupt keine Ahnung hat). Danke für die Verlinkung!

    Sehr interessant und großes Kompliment für die offene und sehr nachvollziehbare Darstellung der Gründe des (sicherlich) geordneten Rückzugs. Schade - ich befürchte nur, dass sich ähnliche Problemlagen in Zukunft eher häufen werden...(die Ansicht vertraten Manfred Sattler und der Vertreter von Weibern ja auch)

    Hat ja auch was mit CL zu tun, deshalb verlinke ich mal hier eine Anregung zur Osterlektüre.

    Kürzlich wurde ich auf eine lange Reportage/Spurensuche über Cristina Neagu in dem ambitionierten rumänischen Magazin DoR (decat o revista) aufmerksam, dass sich überwiegend auf narrative Art mit Kulturthemen beschäftigt (Link zur englischen Teilausgabe). Thema des gesamten Heftes von DoR ist "Recuperări" ('Recoveries'), tja, das passt....

    Wunderbar ist, dass der Text über Cristina Neagu nunmehr auch in das Englische übersetzt wurde (hätte ich mir meine langwierigen Übersetzungsversuche schenken können :rolleyes: , aber mit Übersetzung rechnet man ja nicht) - sicher, der Text ist sehr lang, aber man erhält Einblicke in den Handballsport (insbesondere in das Verhältnis Athlet-Körper), die ich so noch nirgends gelesen habe. Ich denke mal, das ist für jeden Handballinteressenten eine spannende und aufschlussreiche Lektüre (okay, man sollte Neagu schon mal spielen gesehen haben, dann kann man das natürlich besser einordnen) - auch zur tieferen 'Vorbereitung' auf die im nächsten Monat anstehende Proklamation von Cristina Neagu zur Welthandballerin 2015.

    Andreea Giuclea: Cristina Neagu: An 8 Worth a 10

    Ps. Leider ist im Inet nicht die graphische Gestaltung des Artikels übernommen worden - das Heft kann man sich aber für 3€ auf der Homepage runterladen (PayPal), kriegt man umgehend einen pdf-Downladlink per mail - Heft und Neaguartikel sind dann natürlich auf rumänisch; Heft per Post bestellen geht natürlich auch. Denke, so ein Journalismus ist eine kleine Anerkennung wert.)

    Harpiks: Natürlich sind 2000 ein sehr ordentlicher Zuschauerwert, ich bezog mich aber direkt auf Dein Posting (und dachte in unserem engeren 'Diskurskontext' ;) ) :

    Zitat

    Fast alle (2000 / 4000) Sitzplatzkarten sind für beide Spiele schon weg. Obwohl Metzingen dort etwas ortsfremd ist und die Ticketpreise relativ hoch sind.


    Das heißt ja, das die 2000 gegen Leipzig steigerbar sind (ging in dem Zusammenhang ja darum, dass ich von einem nicht so dollen Vorverkauf gegen Leipzig gesprochen/iwo gelesen habe - ob das jetzt der wahre Grund war, einen Livestream nicht anzubieten - keine Ahnung und muss ja auch nicht unbedingt geklärt werden)

    Durch son Internet-Livestreamportal allein wird Deutschland übrigens auch nicht zum 'Frauen Handball Wunderland'...(aber okay, da wird Konsens herrschen - wäre halt eine Entwicklung im Kontext von mehreren anderen)

    @harpics: danke für die sachkundige Korrektur/Einordnung! Bei Metzingen gegen Leipzig waren aber nur offiziell 2000 Besucher in Tübingen: European Handball Federation - 2015/16 Women's EHF Cup / Match Details

    Tusem Essen nimmt übrigens für seine Livestreams in der 2. BL Männer 5€ Gebühr (Aufzeichnungen kostenlos). Das wäre auch ein Weg - es ginge weniger um die Einnahmen, als das so doch die Entscheidung für den Gang zur Halle einfacher gemacht wird. Tja, aber generell gibt es natürlich eine große Hemmschwelle bei bezahlen für Content, zudem noch für einen Stream...(glaub nicht, dass das ein Weg für Frauenhandball ist).

    Voraussetzungen mögen auch von Ort zu Ort unterschiedlich sein (Oldenburg vll. jahrzehntelanges Stammpublikum, das eh kommt - erklärungsbedürftig ist allerdings auch, warum das Gros der Vereine nicht überträgt. Muss ja nicht nur an den Möglichkeiten liegen... ). Oft ist manches ja auch nicht ganz rational: ich spinne mal einfach rum: einen Stream gibt es, weil so auch die Sponsoren (bzw. ein Sponsor) sich so das Spiel live anschauen können. Erfundenes Beispiel - aber so undenkbar??

    So ganz von der Hand weisen, würde ich die von mir wiedergegebene Argumentation nicht - wenn die Rahmenbedingungen für Übertragungen aus der HBF jedoch attraktiver werden (z.B. durch ein einheitliches Konzept), dann wäre die argumentative Basis für eine solche skeptische Position kleiner.

    Harpiks schreibt:

    Zitat

    Du glaubst, dass sich (sagen wir mal potentiell 100 Zuschauer - mehr werden es wohl kaum sein) lieber vor einen Bildschirm setzen als live dabei zu sein? Wohl kaum. Wenn doch, dann bietet man wohl eher eine schlechte Unterhaltung in der Halle selbst; sei es sportlich oder von mir auch wegen dem Rahmenprogramm drumherum.

    Tja, warum hat Metzingen wohl neulich seine angekündigte EC-Übertragung aus Tübingen wieder gecancelt? (wenn ich das richtig im Kopf habe, wurden technische Gründe angeführt, die hier im Forum angezweifelt wurden - Kartenverkauf entsprach zu dem Zeitpunkt aber nicht den Erwartungen, wenn ich das richtig im Kopf habe).

    Vor allem für Zuschauer mit etwas längerem Anfahrtsweg ist doch ein livestream eine klare Alternative zum Hallenbesuch - ich brauch mich nicht 2 Stunden vorher ins Auto zu setzen, zur Halle zu fahren usw, sondern schalte 5 Minuten vorher den Computer an, spare dann auch noch 40€ (incl. Fahrtkosten) und vor allem viel Zeit.

    Das sind alles so Abwägungen, die bei den Vereinen so passieren werden (vor allem, wenn der Besuch eines Streamspiels mal nicht den Erwartungen entspricht) - andererseits kann so ein stream natürlich auch einen Werbeeffekt haben (und neues Publikum generieren: Da liest jemand z.B. in der Lokalzeitung mal von einem Stream des heimischen Vereins, schaltet den ein - gefällt ihm und dann geht er auch mal in die Halle und bleibt da 'hängen'. ('Hemmschwelle' den PC einzuschalten ist sicherlich kleiner als zum ersten Mal in die Halle zu gehen)

    Und prinzipielles Ziel ist es natürlich, dass die Mannschaft möglichst viele Zuschauer erreicht (ist ja auch nett, wenn auch in Dänemark, Cottbus, München und Montenegro z.B. Handball 'made in Oldenburg' gesehen wird), wenn halt nicht in der Halle, dann eben am PC (Fernsehen ist ja leider in Deutschland unrealistisch)

    Mal eine Frage des nur beiläufig Interessierten: Was war denn genau der Aufgabenbereich von Lamade?

    Erscheint mir alles plausibel: SAP möchte die Kontrolle weiterhin haben (gar nicht unclever: durch eine Beschäftigte, die nicht mit der Handballszene 'verschwägert' ist - die hatte bisher doch keine nähere Verbindung zum Handball, oder?) - dadurch ist dann aber auch gewährleistet, dass die den 'Deckel' bezahlen (und weil die wohl 'Herrin' der Zahlen ist, ist eine 'Mauschelei' unter Handballern ausgeschlossen). Fehlende sportliche Kompetenz (und 'Milieukenntnisse') hat natürlich auch Nachteile...hat SAP halt abgewogen...Aber Lamade ist ja übrigens auch nicht weg aus dem Unternehmen...

    Kann man das so interpretieren?

    Harpiks:

    Zitat

    Aber warum dänische/ungarische/rumänische Spiele? Mehr als ein paar hundert Zuschauer wird man damit eh nicht erreichen - außerdem, wer soll die Lizenkosten tragen?

    Um halt regelmäßig 'Programm' auf sportlich hohem Niveau zu haben (natürlich nur absolute 'Topevents' aus ausländischen Ligen). Die Lizenzkosten müssten natürlich exakt bei 0€ liegen (denk, das wäre machbar, Spiele werden ja eh fürs Fernsehen produziert - müsste man dann natürlich geoblocken). Aber da hat man natürlich das Problem mit Kommentaren/Kommentatoren. das ist auch bei deutschen Spielen ein Problem. Reine Livestreams ohne Kommentar sind halt auch nicht irgendwie auch nur annähernd massenkompatibel....und selbst der mdr kriegt es ja nicht immer hin, einen Kommentar in seinen livestreams sicherzustellen, den man nicht als 'Kuriosität' empfindet (bei den deutschen Vereinen mit ihren Eigenlösungen siehts da schon etwas besser aus - aber sowas kann sicherlich auch nicht jeder Verein bieten).

    Einbezug von CL wird leider wegen EHF-TV nicht gehen (ausländische Ligen sind in Deutschland auch interessant, weil man die Mannschaften da ja in der CL wiedersehen kann - okay, "könnten interessant sein").

    Ja, wenn man auch nur etwas überlegt wird es leider sofort sehr komplex.... (auch weils sportpolitisch vll problematisch wäre, wegen des DSB/NOK-Projekts Sportdeutschland)

    Hm, ich finde die Vermutung nicht unplausibel, dass so eine große Lösung Hallenzuschauer kosten würde (und anschauen tut sich das ein Hardcorepublikum oder regional Interessierte, die auch sonst zur Besucherklientel gehören). Ich fände das für mich natürlich klasse (obwohl, man gelangt ja wirklich nun wahrlich an Kapazitätsgrenzen, was man sich schon alles so interessantes anschauen kann per Inet...).

    Ein zentraler Anlaufpunkt für Handballstreams im Internet wäre aber immens wichtig (auch um technische Standards zu gewährleisten), man könnte da ja 2 Spiele von jedem Spieltag der Frauenbundesliga zeigen, vll. auch mal ein Spitzenspiel der 2. Liga oder auch internationale Spiele (Spitzenspiele dänische/ungarische/rumänische Frauenliga).

    Okay, das wäre ein immenser Aufwand (und Sportdeutschland als DSB-Projekt gibt es schon, das ist mir aber viel zu breit angelegt und von der Inhalteauswahl zu wenig 'elitär'). in organisatorischer und auch rechtlicher Hinsicht natürlich alles sehr schwierig und aufwändig... (und zudem scheinen mir viele deutsche Vereine auf ihre 'regionalen Medienpartner' fixiert zu sein, die ihre Internetstreams lieber selbst organisieren, auch wenn sie damit, wie beim THC, überfordert sind).

    Persönlich denke ich auch, dass der Frauenbereich versuchen sollte, (auch im Streambereich) stärker an den Männerbereich 'anzudocken' - beim Publikum dort ist schon ein Handballinteresse vorhanden....

    Mal ne Frage, die Planungen für die neue Halle in Eisenach werden konkret (das wird hier diskutiert: Lizenzierung 2015/2016) Wäre die auch für den THC von Interesse?