Beiträge von Karl

    Wenn die Darstellung der Situation am OLG Düsseldorf so zuträfe, hätte das bei einer Weiterverfolgung der Sache durch GWD wirklich zu ner unglücklichen Situation für die HBL geführt.

    Die wäre selbst bei einem überschaubaren Verfahrensverlustrisiko ja fast genötigt gewesen, GWD sofort in die 1. HBL aufzunehmen, da nen Prozessverlust in Düsseldorf für die HBL im September fatale Auswirkungen gehabt hätte. Das hätte die HBL allerdings schwerlich kommunizieren können, da man vor dem LG Dortmund ja gewonnen hat.

    Okay, auf GWD-Seite wusste man bestimmt auch, dass man dann nicht die stärkste 'moralische' (man beachte die Anführungszeichen) Position hat - jedenfalls keine so starke, um dann wirklich verantworten zu können, die HBL in sone Position zu bringen...(die womöglich dazu geführt hätte, dass man trotz Scheiterns in Dortmund erstklassig ohne Entscheidung in Düsseldorf geblieben wäre). Über so einen Klassenerhalt könnte man sich dann doch nicht richtig freuen....

    Tja, Grundproblem ist die Verschränkung von Sport- und ordentlicher Gerichtsbarkeit....(je mehr man sich das überlegt, desto mehr erschließt sich einen der Sinn einer allzuständigen Sportgerichtsbarkeit in Sportsachen, aber den Weg gab es jetzt in dieser Sache noch nicht einmal mehr - und ne Rückkehr ist wohl auch nicht mehr möglich, allein wegen diesen ganzen neuen Rechtsformen)

    Naja, man muss aber das hier vll. noch berücksichtigen:

    Zitat

    Auch die lokale Politik war in den Kompromiss eingebunden: Aufgrund des nun anstehenden provisorischen Umbaus wird der Gymnastikraum der Halle nicht mehr zur Verfügung stehen - allen betroffenen Vereinen wurde kurzfristig ein Ausweichquartier angeboten. Im Erstliga-Jahr 2013/14 hatte der ThSV noch eine Ausnahmegenehmigung erhalten, musste letztlich als Strafe lediglich zwei Partien im fränkischen Coburg bestreiten - damals hatten betroffene Vereine und Lokalpolitik den Wegfall der kleinen Halle für den Breitensport noch ausgeschlossen.


    HBL-Gesch鋐tsf黨rer Bohmann: Der ThSV Eisenach erf黮lt "nun auch die Hallenstandards"

    Okay, wenn der ThSV Eisenach bislang nicht über den Raum für die Errichtung einer Tribüne verfügen konnte, dann ist das natürlich nen starkes Argument...

    Aber warum taucht das jetzt erst so plötzlich (jedenfalls für mich als flüchtigen Leser in der Angelegenheit) in der Berichterstattung auf ?( ....

    Da kann man echt nur spekulieren - bis hin zu nem 'Showkampf' zwischen HBL und ThSV: mit dem gemeinsamen Ziel, die Stadt zur Verfügbarmachung der Gymnastikhalle 'zu nötigen'...(HBL hat jetzt Vorschriften iwie durchgesetzt; ThSV Eisenach auch zufrieden - Stadt hat nachgegeben...) Das wäre wirklich mal ne gelungene (gemeinsame) Aktion von HBL und ThSV gewesen...(die sie natürlich nur schlecht breit rumerzählen könnten)

    Jo, Handball ist auf jeden Fall phantasieanregend :cool: , aber, naja......sooooo völlig unplausibel ist die 'Showkampfhypothese' vll. auch nicht (zumal die HBL ja nicht nen Feind der Mitgliedsvereine ist, sondern nen Helfer und Unterstützer)

    @roterteufel: Die Berichterstattung war zumindest informativer und aufschlussreicher als Deine bislang ;)

    Ich wäre Dir aber sehr dankbar, wenn Du deine eigenen Eindrücke hier zusammenfassen würdest, die du aus dem Dortmunder Landgerichtssaal mitgenommmen hast.

    Das ist hier halt nen Dilemma, dass wir quasi fast immer über nur unvollständig bekannte Sachverhalte diskutieren....wobei zu berücksichtigen ist, dass mt-Artikel (Knicker),handball-world (etwas unklare Verfasserschaft) und 1. (direkt nach Prozess) und auch 2. Stellungnahme (direkt nach Verkündung) des GWD-Anwalts weitgehend kompatibel sind.

    Ja, es ist traurig, wie beschränkt (und sehr oft extrem oberflächlich) die Berichterstattung über die HBL ist - sagt einiges über die nur lokale/regionale Bedeutung des Hnadballbundesligaspielbetriebs aus.

    Wär ne tolle Sache, wenn wir hier 10 ausführliche Berichte aus Zeitungen, Blogs usw. vom Prozessverlauf hätten....gibts aber leider nicht....

    Naja, TCIP, für ein Vorgehen, dass ein 'Sprengen' der HBL zur Folge haben könnte (egal, für wie hoch man die Erfolgswahrscheinlichkeit hält), gibt es nicht nur bei GWD Vorstand und Gesellschaftern keine Mehrheit - ich bin mir sicher, dass es die auch bei sehr vielen anderen Bundesligisten nicht gäbe.

    Letztendlich hätte GWD auch nix davon, im September dann plötzlich wieder Erstligist zu sein...(und nach nem positiven Urteil wäre man ja dann wohl nicht mehr Zweitligist, sondern 'müsste' in der 1. Bundesliga spielen - mit all den Problemen auch für den Verein mit so einer nachträglichen Zuordnung in die Spielklasse während einer laufenden Saison).

    Das mit der Zuständigkeit des OLG Düsseldorf ist natürlich blöde (kann die Ausführungen der damit verbundenen Problematik nur 'zur Kenntnis' nehmen und gehe von der Richtigkeit erstmal aus)

    Wenn man die Berichterstattung so verfolgt, wurde von den 100 Minuten der Verhandlung anscheinend 95-98 Minuten nur über für die letztendliche Entscheidung irrelevantes Zeug geredet - GWD hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, zu den für die Richterin entscheidenden Punkt in der Verhandlung Stellung zu beziehen (da der Punkt ja geklärt schien zugunsten von GWD - ob da nen Mißverständnis vorlag oder die Richterin ne unüberlegte Äußerung machte oder sie schlichtweg, 'unüblicherweise' ihre Meinung änderte - keine Ahnung). Sowas kann natürlich zu 'Irritationen' führen....(zumal die Richerin ja durch die Schriftsätze der beiden Parteien vorbereitet in die Verhandlung ging)

    Find die Publikation der Gründe in dieser nachvollziehbaren Form sinnvoll....man hat ja Verpflichtung die Gründe für diesen (zunächst überraschend anmutenden) Schritt seinem Publikum zur Kenntnis zu bringen.

    Als Verfasser der jetzigen Erklärung zeichnet übrigens GWD Minden allein (nicht wie in der vorherigen Erklärung der GWD-Anwalt und GWD gemeinsam), wenngleich man aus dem Sprachduktus heraus auf eine persönlichen Verfasserschaft schließen kann - sicherlich nen Zeichen dafür, dass dies die Meinung/Auffassung der Ebenen von GWD Minden ist (und nicht einer einzelnen Person)

    Achtung - Polemik:

    Naja, nen mögliches Motiv für die Eisenacher Vereinsführung könnte auch sein, dass sie mal konkret abchecken wollte, ob man für ne Spieldurchführung außerhalb Eisenachs sehr gute Konditionen von irgendeinem Hallenbetreiber erhält. Das war nicht der Fall...also Einbau der Sitzreihen...

    So was wäre natürlich Publikumsverarschung hoch zehn.....war auch nur ne Idee, die mir so gekommen ist, als ich jetzt von der 'Wende' gelesen hab....(2. denkbares Motiv: 'Einsparung der Umbaukosten' liegt natürlich auf der Hand und wurde ja schon diskutiert).

    Naja, sicher zu begrüßen, dass es jetzt Erstligahandball in der Aßmann-Halle gibt

    Jo, wobei Arne Niemeyer dann ja mit Hagen (wenn man das jetzt als Station werten will) den dem OSC Dortmund geografisch nächsten Bundesligisten gewählt hat.

    Rainer Niemeyer hat dann ja (wenn ich mich richtig erinner) noch in Spenge gespielt (kann bei Arne ja noch kommen) - eigentlich verliefen nach GWD (Wechsel nach Dortmund war aus beruflichen Gründen) aber seine weiteren Stationen enttäuschend (in Dortmund kam er an dem schon recht alten Stammtorwart nicht vorbei, den er eigentlich ablösen sollte - Name fällt mir grad nicht mehr ein - und in Lemgo nicht an Matze Räber; Nettelstedt war 2. Liga).

    Bei Arne war sicher sein erste GWD-Zeit auch (zumindest bislang) die Glanzzeit:

    Okay, Nationalmannschaft unterscheidet sich - Arne konnte sich nie richtig etablieren, Rainer Niemeyer wurde im WM-Endspiel 1978 eingesetzt (als 'Russenschreck', nem Namen, den er in vergangenem Spielen erworben hatte, statt dem sonstigen Zweittorwart Rudi Rauer).

    Ahja, danke, hat die HBL also für den Fall der Weigerung aller 4 Vereine ne 'Sicherung eingebaut.

    Zitat

    Die geforderten Mindesteintrittspreise für drei Spiele (davon voraussichtlich zwei Spiele des Heimteams und zwei Spiele mit Beteiligung eines Erstligisten) sind meines Erachtens fair,

    Das setzt aber voraus, dass man sich alle 3 Spiele angucken will - der Kreis derjenigen, die sich für alle 3 Spiele interessieren und fürs komplette Angucken von der 1. bis zur letzten Sekunde 2 halbe Tage ihrer Lebenszeit verwenden möchten, würd ich für sehr überschaubar halten...

    Man guckt sich doch am ehesten das Finalspiel am Finaltag an (mit der einheimischen Mannschaft gegen den stärksten Gegner, wenn die einheimische Mannschaft sich am Vortag nicht qualifiziert, tja..): und soll dafür teilweise dann mehr als im Pflichtheimspiel in der 1. Bundesliga gegen den THW Kiel zahlen - für nicht wenige Paarungen am ersten Spieltag müssten die Zuschauer doch zudem eher Geld bekommen ;)

    Siehe steamboatwillis eindrucksvolle (und noch erweiterbare) Auflistung der 'Topevents':

    Du bist jetzt auf 'Nichtantreten' eingegangen - es ging aber nur um die Verweigerung der Durchführung: war den drei anderen Teilnehmern der Solinger Runde ja auch möglich,......

    Nen ganz konkreter Hinderungsgrund für nen Erstligisten könnten z.B. eigene Turniere sein: in Lübbecke und Minden findet z.B. eine Woche vor den 'Erstrunden Final Fours' der Spielothek-Cup statt (u.a. auch mit Lemgo; Hildesheim), der ist für die Zuschauer viel preiswerter und attraktiver (Eintrittspreise von 7,50 bis 2,50€ pro Spieltag) - und auch nicht grad mit Zuschauern überlaufen....

    Diese beiden Erstigisten wären bestimmt nicht davon begeistert, ne 'Final Four-Runde' übernehmen zu müssen....(und aufgrund der von der HBL erzwungenen Eintrittspreise noch ihr Publikum zu verärgern)

    @BHC: Man beachte auch die entschuldigend anmutendenden Ausführungen zu den Eintrittspreisen auf der HP (ist die Interpretation der Eintrittspreise als Turnierpreise denn nun korrekt? Zumindest, wenn man nur für den 1 oder 2. Tag Zeit hat, ist das trotzdem mehr als 'sportlich')

    Zitat

    Die Eintrittspreise für die reformierte erste Pokalrunde sind von der spielleitenden Stelle vorgegeben – so zahlen Erwachsene für das Turnierticket 20 Euro, die Eintrittskarte für Schüler bis 14 Jahre kostet 15 Euro. Weitere Ermäßigungen sind nicht vorgesehen und die Eintrittspreise gelten einheitlich für alle Plätze.

    Was wäre eigentlich passiert, wenn sich auch der BHC geweigert hätte? (okay, als Bundesligist fühlt man sich vll. nen bissel moralisch verpflichtet, sowas dann zu machen, aber könnt ja sein, dass einer keine Lust hat...)

    na, da fallen mir nach Talant aber auch noch andere Spieler ein, die sicher nennenswerte Einnahmen generiert haben - das organisatorische Umfeld gehört aber sicher nicht dazu....(um on-topic zu bleiben - und das wollte ich eben eigentlich auch nur sagen, aber man muss hier ja immer ganz deutlich formulieren: eigenfinanzielle Motivation des RAs für seine eventuelle Empfehlung eines Gangs nach Hamm kann man getrost ausschließen...)

    Kellox: nee, nee, glaub schon, dass ich mit der pointierten Zusammenfassung im letzten Posting die GWD-Interpretation der Haltung des Gerichts (auch unter Berücksichtigung des Verhandlungsverlaufs) richtig wiedergegeben habe:

    Zitat

    Wenn ich jetzt die GWD-Mitteilung richtig interpretiere, hätte GWD demnach (nach Auffassung des Gerichts) in der Sache 'Recht', kriegt aber nicht schnell 'Recht'

    GWD - PM:

    Zitat

    Vorbehaltlich der zu erwartenden Entscheidungsgründe hat das Gericht nun den geltend gemachten Anspruch von GWD zwar dem Grunde nach bejaht, die erf8rderliche Dringlichkeit mit Verweis auf die frühe Kenntnis der Abstiegsregelung jedoch zu Lasten von GWD verneint

    GWD ist erstaunt - Gang nach Hamm wird erwogen;

    Handball-Bundesliga - GWD Minden - DKB Handball-Bundesliga

    unter anderem:

    Zitat

    ...GWD nimmt diese Entscheidung mit Erstaunen zur Kenntnis, da das Urteil den Hinweisen der Kammer in der mündlichen Verhandlung am 19.06.2015 widerspricht. Nach diesen ausdrücklichen Hinweisen sei der HBL e.V. verpflichtet, durch umfassende, alle Eventualitäten berücksichtigende Regelungen über Auf- und Abstieg zur bzw. aus der Lizenzliga Planungsunsicherheiten der betroffenen Vereine zu verhindern; GWD habe nicht früher reagieren können und müssen. Vorbehaltlich der zu erwartenden Entscheidungsgründe hat das Gericht nun den geltend gemachten Anspruch von GWD zwar dem Grunde nach bejaht, die erforderliche Dringlichkeit mit Verweis auf die frühe Kenntnis der Abstiegsregelung jedoch zu Lasten von GWD verneint und GWD auf den regulären sport- und schiedsgerichtlichen Rechtsweg verwiesen. Näheres wird sich aus den schriftlichen Entscheidungsgründen ergeben.

    GWD wird unverzüglich prüfen, ob gegen das Urteil Berufung zum Oberlandesgericht eingelegt wird."

    © GWD Minden - RA Horstmann

    @Lothar/MT-Zitat: Puhhhh, das es zu nem rechtlichen Vorgehen kommt, war ja schon während der Saison klar - GWD hat ja extra den letzten Spieltag abgewartet, um (nach GWD-Auffassung) klageberechtigt zu sein.

    Hm,, wenn der Grund sein sollte, dass man 1 Sekunde vor Abpfiff des Friesenheimspiels die EV hätte beantragen müssen, wär das Ganze jetzt schon etwas unbefriedigend (auch weil der Grundsachverhalt dann gar nicht geprüft worden wäre)

    Oder: was versteht das LG jetzt unter 'während der Saison''?

    GolfNovember schreibt:

    Zitat

    Angenommen: Minden gewinnt in Dortmund und die HBL beschließt tatsächlich, nach Hamm zu gehen. Ich glaube kaum dass Hamm noch im Juno entscheiden wird. Somit müsste (nach meinem Rechtsverständnis) Minden Erstligist sein, da am 1. Juli die Saison beginnt und ein nachträglicher Ausschluss schwierig wird.

    Jo, wäre von Seiten der HBL reine Rechthaberei - macht keinen Sinn nach Hamm zu gehen (und ne wichtige Grundsatzfrage, die unbedingt geklärt werden muss, da künftige ähnliche Konstellationen unvermeidbar sind, isses ja auch nicht)

    Da das Verfahren ja auch fast 'partnerschaftlich' verläuft (unter größtmöglicher Vermeidung von Erregen von Aufsehen beider Seiten), stünde das wohl auch kaum an.