SCM-Kaiser hat eine Einschätzung der Finanzlage durch eine Münsteraner (!!) Rechtsanwaltskanzlei erarbeiten lassen und läßt über die Volkstimme verbreiten, daß eine Insolvenz ihres Auftragsgebers nach Meinung der Kanzlei gegenwärtig nicht auf der Tagesordnung steht:
ZitatAnwaltskanzlei zur finanziellen Lage der Handball-GmbH : Kein Grund für Insolvenzantrag Von Michael Bock
Magdeburg. Die Handball Magdeburg GmbH ( HMD ) – die ausgegliederte Prof abteilung des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg – ist nicht zahlungsunfähig. Zu diesem Ergebnis gelangt die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Keller & Bauermeister ( Münster) in einer Stellungnahme für HMD-Geschäftsführer Holger Kaiser. Zuletzt hatte es Gerüchte über eine drohende Insolvenz der HMD gegeben ( Volksstimme berichtete am 2. Mai ). In den vergangenen Tagen war zudem kolportiert worden, dass einige Mitglieder des Aufsichtsrats ( dieses Gremium tagte gestern Abend ) Kaiser dazu auffordern wollen, Insolvenzantrag für die Gesellschaft zu stellen.
Die Rechtsanwälte kommen mit Schreiben vom gestrigen Tag zum Urteil, dass eine Überschuldung der HMD nicht gegeben sei. So bestünden keine Zahlungsrückstände bei Finanzämtern oder Sozialversicherungsträgern. Mit anderen Schuldnern seien Zahlungsziele vereinbart worden. Laut Schreiben belaufen sich die fälligen Verbindlichkeiten der HMD " derzeit auf etwa 100 000 Euro ". Allerdings würden der Gesellschaft " kurzfristig beträchtliche liquide Mittel zuf ießen ". So werde " in spätestens zwei Wochen " eine Zahlung der Städtischen Werke Magdeburg in Höhe von 238 000 Euro erfolgen. Ferner werde " in den nächsten Tagen " ein Betrag von 100 000 Euro durch die Sportmarketing GmbH ( MSM ) gezahlt. Aus den zwei nächsten Heimspielen gegen Gummersbach ( heute ) und Stralsund seien zudem Einnahmen von etwa 50 000 Euro zu erwarten.