Beiträge von Karl

    FTD (ohne Autorenangabe):

    Zitat

    Die Handball-Bundesliga (HBL) übt Kritik am deutschen Meister THW Kiel

    Auch mit dem Rücktritt von Manager Uwe Schwenker sei man in der Aufarbeitung der Bestechungsvorwürfe nicht weiter vorangekommen, monierte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

    «Ich hätte mir mehr Antworten gewünscht und wünsche mir eine aktivere Arbeit des THW. Wo gingen die Zahlungen hin? Wofür kann das Geld sein? Für Bestechung oder doch was anderes? Man kann Geld ja nicht einfach verschwinden lassen. Wir sind weiter im Nirwana und brauchen möglichst schnell Klarheit», sagte Bohmann der «Hamburger Morgenpost». «Aber vielleicht ist es das Kalkül des THW, alles lange im Nebel zu lassen.»

    Der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte Bohmann: «Noch bevor die Akten von der Staatsanwaltschaft geholt wurden, hatten die Gesellschafter des THW eine interne Prüfung der Bücher vorgenommen und keine Auffälligkeiten festgestellt. Nun gibt es diese doch. Das hätte man vorher bemerken müssen. Schließlich ging es nicht um 20 Euro für Briefmarken. 50 000 Euro sind eine andere Größenordnung.» Auch nach dem Rücktritt Schwenkers habe man keinerlei Erkenntnisgewinn. «Wir werden uns bemühen, dass da was passiert», sagte Bohmann.

    Schwenker hat sich bislang geweigert, den fünf Gesellschaftern sowie dem Beirat des THW Aufklärung über dubiose Zahlungsanweisungen und ungeklärte Bargeldabhebungen von insgesamt mehr als 100 000 Euro in den vergangenen Jahren zu geben. Daraufhin ist er zum Rücktritt gedrängt worden, der bei einer Pressekonferenz in Kiel verkündet wurde.


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    @fmueller: bitte auch 2.2 lesen (vor allem den letzten Teil - ist doch eine Spekulation/Gedanke, der einem sofort kommt):

    Zitat

    2.2 Wenn Bestechung dazu nachgewiesen wird (mit Wissen/Beteiligung anderer Personen innerhalb des THWs!), dann gibt es noch Leute, die noch einiges an Reputation zu verlieren haben - das wäre eine echte Existenzgefahr für den THW (und Schwenker bräuchte mit keinerlei 'Dankbarkeit' von irgend jemandem zu rechnen bzw. drauf spekulieren)

    @Steamboatwilly: Schön - aber ich denke, es ist für eine allgemeine Diskussion förderlich die Differenzierung beizubehalten.

    zu 1) das ist im Prinzip Deine Option 2 noch etwas ausgeführt (Deine von mir zitierte Textstelle mitlesen)

    zu 2)
    2.1 wenn es bei der 'Veruntreuung' bleibt ('bleibt' muß man ja mittlerweile fast sagen), dann würde beim THW alles beim Alten bleiben - nuja, Schwenker könnte mit seinem Schweigen (bei bestimmten Konstellationen) quasi/defacto der 'Retter' des THWs sein

    2.2 Wenn Bestechung dazu nachgewiesen wird (mit Wissen/Beteiligung anderer Personen innerhalb des THWs!), dann gibt es noch Leute, die noch einiges an Reputation zu verlieren haben - das wäre eine echte Existenzgefahr für den THW (und Schwenker bräuchte mit keinerlei 'Dankbarkeit' von irgend jemandem zu rechnen bzw. drauf spekulieren)

    2.1.und 2.2 können schon für Schwenker einen Unterschied machen (für den THW als Gesamtes und evtl. auch Einzelpersonen eh)

    Es ist vielfältiger: ich würde z.B. noch unbedingt das Szenario aufführen, daß die folgende Sache mit einem oder mehreren Gesellschaftern abgesprochen war (zwecks öffentlicher Darstellung und zum Wohle des THWs und vll. auch Schwenkers - und man dann halt auf der gestrigen Sitzung ein bißchen 'Show' gemacht hat: 'plötzlich' hat sich Schwenker geweigert ;)):

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    US war auf anraten seines Anwaltes nicht bereit den Verwendungszweck den Gesellschaftern offen zu legen, obwohl er (a) als Geschäftsführer dazu gesetzlich verpflichtet ist, und (b) ihm für diesen Fall der Rauswurf angekündigt wurde.

    Ps. Die strafrechtliche Seite ist doch gar nicht so wichtig, da droht bei Veruntreuung wahrscheinlich Bewährung: naja, okay.

    Viel, viel wichtiger ist sowohl für Schwenker als auch für den THW die Bestechungssache (Veruntreuung ist dagegen, nuja: 'peanuts' - nicht im juristischen Sinne, aber von den realen Folgen her)

    Zum THW-Angestellten Serdarusic war Schweigen im Walde? (ich meine ja nur: wenn man so die Staatsanwaltsschaftsakten liest, wie der THW das so tut...da wird ja auch 'irgendwas' zu Serdarusic drinstehen - und nicht nur, daß er Herrn V. ganz gut kennt..).

    Nuja, vom THW ist aber auch wirklich nun absolut gar nichts hinsichtlich irgendeiner Klärung von Sachverhalten innerhalb des Gesamtkomplexes zu erwarten...

    Schwenker von der Front abgezogen - weitermachen wie bisher.

    Das Video von der PK ist wirklich sehenswert - heute nach der Präsidiumssitzung gibt es ja vll. schon wieder was neues. Ich finde das transparent. Kempmanns Äußerungen über Kretschmar sind ja kaum noch an Schärfe zu überbieten - und übertreffen Kretschmar/Biegler auf der letzten PK ja bei weitem. Etwas seltsam für einen Aufsichtsratsvorsitzenden - ich dachte immer, daß man da primär das Präsidium kontrolliert: und das hat doch noch gar keine Stellung bezogen - oder?

    @Frohwein: Auch vor diesem Hintergrund glaube ich erstmal keine Angabe von Kempmann/Kaiser: erstmal die andere Seite hören - vll. kann man dann erahnen, wieviel von den Ausführungen 'Halbwahrheit' ist.

    Was mir so auffällt ist, daß da so alle parteipolitisch aktiv sind/waren: der 'Ankläger' im Video Johannes Kempmann war ja sogar Fraktionsvorsitzender der Grünen in niedersächsischen Landtag. Nun ist er Energiemanager (Vorstandsmitglied) bei den Stadtwerken Mageburg, wo die Stadt Mehrheitsgesellschafter ist.

    Ist für jemanden, der das Milieu nicht kennt (naja, Sachsen-Anhalt war ja weit über die unmittelbare Nachwendezeit politisch berüchtigt) alles schwer einzuschätzen.

    Irgendwie muß der Handballsport in Magdeburg aber doch auch ohne importierte Politenergiemanager (mit Anhang) zu organisieren sein (die und ähnliches scheinen mir da ja fast massenhaft beim SCM vorhanden zu sein) - na gut, die Strukturbedingungen in den ostdeutschen Bundesländern unterscheiden sich wohl immer noch wesentlich von den westdeutschen (und das Magdeburg Landeshauptstadt ist, wird auch eine wesentliche Strukturvariable für das Umfeld sein). Ob allerdings Kretschmar nun die Lösung ist...

    Das kommt auf die Aktenlage an.

    Ich meinte das aber eher in Bezug auf das angebliche alleinige 'Schalten und Walten' von Uwe Schwenker beim THW.

    Achja, interessant ist auch, ob auf der Pressekonferenz was zu Serdarusic kommt. Der bezieht doch auch noch munter sein Geld vom THW. Da kann man als Arbeitgeber doch auch mal eine Stellungnahme zu dem Ganzen von ihm mal verlangen...

    Loran:

    Zitat

    Wir brauchen doch nicht darüber zu diskutieren, ob US jetzt alleine schalten und walten durfte oder nicht.

    Och, das ist aber eine sehr wichtige Frage. Was ist denn eigentlich mit dem Buchhalter, gegen den auch ermittelt werden soll?

    Nuja, die Gesllschafter sind ja auch keine Einheit - kann gut sein, daß nur Einzelne eingeweiht gewesen wären. Da gäbe es dann auch Interessendivergenzen.

    Und: wenn US das alles schon Rudolph erzählt hat (in welcher Formulierung auch immer), dann ist es nun wirklich nicht unwahrscheinlich, daß er des auch mal einen oder zwei Gesellschaftern gegenüber zumindest erwähnt hat (und z.B. das angebliche Gespräch Nielsen/Schwenker und angeblich des nun in den USA weilenden Gesellschafter Grote..)

    Naja, die neue Verteidigungslinie des THWs zeichnet sich ja schon ab (und man kann den Verdacht hegen, daß das eine gemeinsame 'Verteidigungslinie' von Schwenker und den THW-Gremien ist) - aber so ab 11h ist man schlauer (ich glaube aber: nicht viel)

    Nadiner schreibt:

    Zitat

    es ist immer verwerflich einem Einzigen die Alleinherrschaft zu ermöglichen

    Tja, war das denn wirklich so? Wenn man z.B. so sieht, daß die Frau eines Gesellschafters Geschäftsstellenleiterin ist (...und auch mit ihrem gesellschaftermann Finca-Gast bei Rudolph an jenem ominösen Abend gewesen ist..).

    Oder war Schwenker eher (schon immer) der Mann für die Öffentlichkeit - das Gesicht fürs Fernsehen oder die KN halt - und als 'underdog' der Mann fürs 'Grobe'?) Als sehr populärer Spieler war er für die Medien-Rolle ja von Anfang an prädestiniert.

    Also ich hab eher nicht so den Eindruck, daß alle THW-Gesellschafter am Montag im Sportteil sich so informieren, wie denn 'mein THW' gespielt hat. Dazu hat der THW auch schon eine zu große gesellschaftliche Bedeutung.

    Und vor allem: der Ostseehallenbesitz hängt an Personen/Firmen, die mit dem THW eng verbunden sind. Na, kommen jetzt (im Falle des Falles) Millionensubventionen der Stadt Kiel?

    Bilbo schreibt:

    Zitat

    steht auch in den KN, und damit gehe ich davon aus, dass es zutrifft, dass US "auf Anraten seiner Anwälte" den Gsellschaftern keine Auskünfte gegeben hat, was mit dem in Frage stehenden Geld passiert ist.

    Oh, danke Bilbo - ja, dann stimmt das.

    Das riecht aber verdächtig nach einer 'ganz miesen Show'. (und es riecht förmlich danach, daß die Showmaster nicht nur Schwenker und sein Anwalt sind...). Das ist zumindest mein erster Eindruck.

    Wenn das hier stimmt, was Spiegel-online schreibt (auf unklarer Quellenlage): das wäre aber 'putzig':

    Zitat

    Nach Medienberichten hat der Club Uwe Schwenker beurlaubt. Zuvor sollte er sich zu Manipulationsvorwürfen äußern - und verweigerte die Aussage.


    [URL=http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,617773,00.html]Link

    Nuja, vll. sein größter Dienst an den THW? (bzw. genauer: gegenüber den Gesellschaftern). So ganz uneigennützig wird das aber wohl auch nicht sein. Nuja, ein Versuch ist es vll. wert. Interessante Konstellation, wenn Schwenker einfach weiterhin jede Aussage verweigern würde.

    Muß nichts bedeuten, aber fällt doch sehr auf (handball-world):

    Zitat

    deren Geschäftsführer Dr. Hubertus Grote zugleich Mitglied des Aufsichtsrat des THW ist. Grote hatte nach KN-Informationen allerdings aufgrund einer USA-Reise nicht an der Sitzung teilgenommen.

    Grote soll doch angeblich der 3. Mann gewesen sein beim Gespräch Nielsen-Serdarusic-Gesellschafter. (Grote ist Gesellschafter, nicht Mitglied des Aufsichtsrates bzw. Beirat).

    Frohwein schreibt:

    Zitat

    Des weiteren steht in den Regularien, dass Verstöße nach zwei Jahren ab Tatzeitpunkt verjähren (Ziffer 19, s.u.), wenn kein Verfahren eingeleitet ist. Bezogen auf das CL-Finale 2007 könnte diese Regelung also wichtig werden, für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass eine SR-Manipulation nachgewiesen werden kann.

    Eine rechtskräftige Verurteilung gibt es bis zu dem Zeitpunkt garantiert nicht - damit ist die Strategie der 'Aufklärung' der EHF ja offensichtlich.

    Ob das nun "unwahrscheinlich" ist, daß eine SR-Manipulation nachgeweisen werden kann, kann ich nicht abschätzen. Gut, okay: dann würde die EHF halt 'argumentieren' , daß Geldzahlungen an die SR keinerlei Einfluß auf deren Spielleitung hatten.

    Elusis schreibt:

    Zitat

    Dann wird es meiner Meinung nach darauf hinaus laufen, dass die Untreue nachgewiesen wird, alle davon überzeugt sind, dass bestochen wurde,

    Das wäre der 'worst case' für den Handball. Witte und so und auch das weitüberwiegende Gros der Handballzuschauer würde das aber kaum stören.

    'Leute mit Anspruch' (bitte Anführungszeichen beachten, finde aber grad keine bessere Formulierung) würden sich aber mit Grausen vom Handball abwenden bzw. sich nur noch darüber lustig machen. Zumindest in der Kieler OH würde es einen gewissen Publikumsaustausch geben - naja, die 'Stimmung' würde dann vermutlich sogar besser werden, das würde von manchem hier sogar gefeiert werden.

    Zitat

    Ein Gespräch unter Alkoho

    Noch wichtiger als dieses Finca-Gespräch ist doch die Serdarusic-Enthüllung gegenüber den RNL - nur: darüber liest man halt weniger. Auch die 3er Runde Nielsen, Schwenker und (vermutlich) Grote ist ja nicht uninteressant.

    Ach, da können noch so viele Sachen kommen, von denen die Öffentlichkeit noch gar keine Ahnung hat.

    Tja, so ganz überrachend kommt das Dementi aus Minden-Dankersen nicht (ebenso wie das Interesse an Szücs). Hotti Bredemeier gewohnt offen und ohne Marketing-Blabla:

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    GWD -Minden: "Hotti" dementiert Meldung des "Express"
    Minden (much). Der Meldung des Kölner Boulevard-Blattes "Express", Nikolas Katsigiannis, Torhüter des Handball-Bundesliga-Zwangsabsteigers HSG Nordhorn habe bei GWD Minden unterschrieben, trat Mindens Manager Horst Bredemeier entschieden entgegen. "Der Kölner Express wiederholt seine eigene Meldung nur immer wieder. Zurzeit unterschreibe ich gar keine Verträge", so "Hotti", "die Finanzkrise ist auch in Minden angekommen. Wir haben leichte Einbußen im Sponsorenbereich und müssen erstmal sehen, mit welchem Etat wir für 09/10 planen können. Es wird für alle etwas schwieriger." Er bestätigte indes, Verhandlungen mit Katsigiannis, der auch beim VfL Gummersbach im Gespräch ist, sowie mit seinen HSG-Kollegen Steffen Weinhold (Rückraum rechts) und Csaba Szücs (Rückraum links) geführt zu haben. "Momentan liegen aber alle Gespräche auf Eis", schilderte Bredemeier, "still ruht der See."

    MT-Online

    Naja, wenn es das denn mal wäre.

    War ja abzusehen, daß jetzt der 'Krieg' innerhalb der THW-Gremien losgeht.
    Man muß natürlich deutlich sagen: der THW haftet mittlerweile für jegdliche evtl. 'Verfehlungen' als Ganzes (da kann man jetzt nun schwerlich argumentieren: der und der hat Alleingänge gestartet)

    Edit: Den wohl wichtigsten Zeitungsartikel der letzen Wochen als Ganzes dokumentiert:


    Ps. Wer ist Gerhard Müller? (ist son Artikel nicht eher die Sache von Reimer Plöhn und Konsorten)

    Nee, fast ausgeschlossen.

    Soviel 'Ironie' traue ich dem MT wirklich nicht zu, daß sie mit der weitverbreiteten Internetaversion (zumal im 'ländlichen Raum') spielt - und die Funktionäre des Westfälischen Handballverbandes und die SRs bei einem eigentlich ernsten Thema/Problematik mitmachen.

    EditEinen Kommentar gibts auch noch dazu: MT-Kommentar

    Das soll ein Aprilscherz sein ?(

    Es stellt sich natürlich auch die Frage, warum die Personen, die das der Verbandsgerichtsbarkeit zur Kenntnis bringen, sich nicht erst an die Gruppenmitglieder wendeten - und sie auf die Problematik hinweisen.

    Weiß ich nicht - ich denke, es gehört sich unter Sportlern so, daß man das zuerst mal unter sich klären sucht, bevor man die Verbandsgerichtsbarkeit einschaltet. Und man braucht ja alles nicht ganz so ernst zu nehmen, wenn in einem sozialem Netzwerk ein geschlossener Benutzerkreis sich 'krass'/überspitzt/vermeintlich lustig unterhält. Man darf da wie im Chat alles nicht so wörtlich nehmen - freilich sollte auf Grenzen hingewiesen werden.

    Wenn da SRs (oder sonst wer - Konkurrenzvereine? ist immerhin Oberliga) systematisch soziale Netzwerke nach Gruppen durchsuchen (über google kommt man da ja nicht hin, sondern man muß sich zweimal anmelden: im sozialen Netzwerk und in der Gruppe um das zu lesen) - und dann nicht Kontakt mit den Gruppenmitgliedern aufnehmen, sondern gleich zur Sportjustiz laufen: das hinterläßt für mich erstmal (auf der Basis der Fallschilderung im MT) einen üblen Beigeschmack.