Beiträge von Karl

    Das kommt auf die Aktenlage an.

    Ich meinte das aber eher in Bezug auf das angebliche alleinige 'Schalten und Walten' von Uwe Schwenker beim THW.

    Achja, interessant ist auch, ob auf der Pressekonferenz was zu Serdarusic kommt. Der bezieht doch auch noch munter sein Geld vom THW. Da kann man als Arbeitgeber doch auch mal eine Stellungnahme zu dem Ganzen von ihm mal verlangen...

    Loran:

    Zitat

    Wir brauchen doch nicht darüber zu diskutieren, ob US jetzt alleine schalten und walten durfte oder nicht.

    Och, das ist aber eine sehr wichtige Frage. Was ist denn eigentlich mit dem Buchhalter, gegen den auch ermittelt werden soll?

    Nuja, die Gesllschafter sind ja auch keine Einheit - kann gut sein, daß nur Einzelne eingeweiht gewesen wären. Da gäbe es dann auch Interessendivergenzen.

    Und: wenn US das alles schon Rudolph erzählt hat (in welcher Formulierung auch immer), dann ist es nun wirklich nicht unwahrscheinlich, daß er des auch mal einen oder zwei Gesellschaftern gegenüber zumindest erwähnt hat (und z.B. das angebliche Gespräch Nielsen/Schwenker und angeblich des nun in den USA weilenden Gesellschafter Grote..)

    Naja, die neue Verteidigungslinie des THWs zeichnet sich ja schon ab (und man kann den Verdacht hegen, daß das eine gemeinsame 'Verteidigungslinie' von Schwenker und den THW-Gremien ist) - aber so ab 11h ist man schlauer (ich glaube aber: nicht viel)

    Nadiner schreibt:

    Zitat

    es ist immer verwerflich einem Einzigen die Alleinherrschaft zu ermöglichen

    Tja, war das denn wirklich so? Wenn man z.B. so sieht, daß die Frau eines Gesellschafters Geschäftsstellenleiterin ist (...und auch mit ihrem gesellschaftermann Finca-Gast bei Rudolph an jenem ominösen Abend gewesen ist..).

    Oder war Schwenker eher (schon immer) der Mann für die Öffentlichkeit - das Gesicht fürs Fernsehen oder die KN halt - und als 'underdog' der Mann fürs 'Grobe'?) Als sehr populärer Spieler war er für die Medien-Rolle ja von Anfang an prädestiniert.

    Also ich hab eher nicht so den Eindruck, daß alle THW-Gesellschafter am Montag im Sportteil sich so informieren, wie denn 'mein THW' gespielt hat. Dazu hat der THW auch schon eine zu große gesellschaftliche Bedeutung.

    Und vor allem: der Ostseehallenbesitz hängt an Personen/Firmen, die mit dem THW eng verbunden sind. Na, kommen jetzt (im Falle des Falles) Millionensubventionen der Stadt Kiel?

    Bilbo schreibt:

    Zitat

    steht auch in den KN, und damit gehe ich davon aus, dass es zutrifft, dass US "auf Anraten seiner Anwälte" den Gsellschaftern keine Auskünfte gegeben hat, was mit dem in Frage stehenden Geld passiert ist.

    Oh, danke Bilbo - ja, dann stimmt das.

    Das riecht aber verdächtig nach einer 'ganz miesen Show'. (und es riecht förmlich danach, daß die Showmaster nicht nur Schwenker und sein Anwalt sind...). Das ist zumindest mein erster Eindruck.

    Wenn das hier stimmt, was Spiegel-online schreibt (auf unklarer Quellenlage): das wäre aber 'putzig':

    Zitat

    Nach Medienberichten hat der Club Uwe Schwenker beurlaubt. Zuvor sollte er sich zu Manipulationsvorwürfen äußern - und verweigerte die Aussage.


    [URL=http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,617773,00.html]Link

    Nuja, vll. sein größter Dienst an den THW? (bzw. genauer: gegenüber den Gesellschaftern). So ganz uneigennützig wird das aber wohl auch nicht sein. Nuja, ein Versuch ist es vll. wert. Interessante Konstellation, wenn Schwenker einfach weiterhin jede Aussage verweigern würde.

    Muß nichts bedeuten, aber fällt doch sehr auf (handball-world):

    Zitat

    deren Geschäftsführer Dr. Hubertus Grote zugleich Mitglied des Aufsichtsrat des THW ist. Grote hatte nach KN-Informationen allerdings aufgrund einer USA-Reise nicht an der Sitzung teilgenommen.

    Grote soll doch angeblich der 3. Mann gewesen sein beim Gespräch Nielsen-Serdarusic-Gesellschafter. (Grote ist Gesellschafter, nicht Mitglied des Aufsichtsrates bzw. Beirat).

    Frohwein schreibt:

    Zitat

    Des weiteren steht in den Regularien, dass Verstöße nach zwei Jahren ab Tatzeitpunkt verjähren (Ziffer 19, s.u.), wenn kein Verfahren eingeleitet ist. Bezogen auf das CL-Finale 2007 könnte diese Regelung also wichtig werden, für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass eine SR-Manipulation nachgewiesen werden kann.

    Eine rechtskräftige Verurteilung gibt es bis zu dem Zeitpunkt garantiert nicht - damit ist die Strategie der 'Aufklärung' der EHF ja offensichtlich.

    Ob das nun "unwahrscheinlich" ist, daß eine SR-Manipulation nachgeweisen werden kann, kann ich nicht abschätzen. Gut, okay: dann würde die EHF halt 'argumentieren' , daß Geldzahlungen an die SR keinerlei Einfluß auf deren Spielleitung hatten.

    Elusis schreibt:

    Zitat

    Dann wird es meiner Meinung nach darauf hinaus laufen, dass die Untreue nachgewiesen wird, alle davon überzeugt sind, dass bestochen wurde,

    Das wäre der 'worst case' für den Handball. Witte und so und auch das weitüberwiegende Gros der Handballzuschauer würde das aber kaum stören.

    'Leute mit Anspruch' (bitte Anführungszeichen beachten, finde aber grad keine bessere Formulierung) würden sich aber mit Grausen vom Handball abwenden bzw. sich nur noch darüber lustig machen. Zumindest in der Kieler OH würde es einen gewissen Publikumsaustausch geben - naja, die 'Stimmung' würde dann vermutlich sogar besser werden, das würde von manchem hier sogar gefeiert werden.

    Zitat

    Ein Gespräch unter Alkoho

    Noch wichtiger als dieses Finca-Gespräch ist doch die Serdarusic-Enthüllung gegenüber den RNL - nur: darüber liest man halt weniger. Auch die 3er Runde Nielsen, Schwenker und (vermutlich) Grote ist ja nicht uninteressant.

    Ach, da können noch so viele Sachen kommen, von denen die Öffentlichkeit noch gar keine Ahnung hat.

    Tja, so ganz überrachend kommt das Dementi aus Minden-Dankersen nicht (ebenso wie das Interesse an Szücs). Hotti Bredemeier gewohnt offen und ohne Marketing-Blabla:

    Zitat

    GWD -Minden: "Hotti" dementiert Meldung des "Express"
    Minden (much). Der Meldung des Kölner Boulevard-Blattes "Express", Nikolas Katsigiannis, Torhüter des Handball-Bundesliga-Zwangsabsteigers HSG Nordhorn habe bei GWD Minden unterschrieben, trat Mindens Manager Horst Bredemeier entschieden entgegen. "Der Kölner Express wiederholt seine eigene Meldung nur immer wieder. Zurzeit unterschreibe ich gar keine Verträge", so "Hotti", "die Finanzkrise ist auch in Minden angekommen. Wir haben leichte Einbußen im Sponsorenbereich und müssen erstmal sehen, mit welchem Etat wir für 09/10 planen können. Es wird für alle etwas schwieriger." Er bestätigte indes, Verhandlungen mit Katsigiannis, der auch beim VfL Gummersbach im Gespräch ist, sowie mit seinen HSG-Kollegen Steffen Weinhold (Rückraum rechts) und Csaba Szücs (Rückraum links) geführt zu haben. "Momentan liegen aber alle Gespräche auf Eis", schilderte Bredemeier, "still ruht der See."

    MT-Online

    Naja, wenn es das denn mal wäre.

    War ja abzusehen, daß jetzt der 'Krieg' innerhalb der THW-Gremien losgeht.
    Man muß natürlich deutlich sagen: der THW haftet mittlerweile für jegdliche evtl. 'Verfehlungen' als Ganzes (da kann man jetzt nun schwerlich argumentieren: der und der hat Alleingänge gestartet)

    Edit: Den wohl wichtigsten Zeitungsartikel der letzen Wochen als Ganzes dokumentiert:


    Ps. Wer ist Gerhard Müller? (ist son Artikel nicht eher die Sache von Reimer Plöhn und Konsorten)

    Nee, fast ausgeschlossen.

    Soviel 'Ironie' traue ich dem MT wirklich nicht zu, daß sie mit der weitverbreiteten Internetaversion (zumal im 'ländlichen Raum') spielt - und die Funktionäre des Westfälischen Handballverbandes und die SRs bei einem eigentlich ernsten Thema/Problematik mitmachen.

    EditEinen Kommentar gibts auch noch dazu: MT-Kommentar

    Das soll ein Aprilscherz sein ?(

    Es stellt sich natürlich auch die Frage, warum die Personen, die das der Verbandsgerichtsbarkeit zur Kenntnis bringen, sich nicht erst an die Gruppenmitglieder wendeten - und sie auf die Problematik hinweisen.

    Weiß ich nicht - ich denke, es gehört sich unter Sportlern so, daß man das zuerst mal unter sich klären sucht, bevor man die Verbandsgerichtsbarkeit einschaltet. Und man braucht ja alles nicht ganz so ernst zu nehmen, wenn in einem sozialem Netzwerk ein geschlossener Benutzerkreis sich 'krass'/überspitzt/vermeintlich lustig unterhält. Man darf da wie im Chat alles nicht so wörtlich nehmen - freilich sollte auf Grenzen hingewiesen werden.

    Wenn da SRs (oder sonst wer - Konkurrenzvereine? ist immerhin Oberliga) systematisch soziale Netzwerke nach Gruppen durchsuchen (über google kommt man da ja nicht hin, sondern man muß sich zweimal anmelden: im sozialen Netzwerk und in der Gruppe um das zu lesen) - und dann nicht Kontakt mit den Gruppenmitgliedern aufnehmen, sondern gleich zur Sportjustiz laufen: das hinterläßt für mich erstmal (auf der Basis der Fallschilderung im MT) einen üblen Beigeschmack.

    Tja, ich weiß nicht - entweder ist er extrem falsch beraten worden (wenn man dazu steht, das bedauert und auf den grundsätzlich geschlossenen Benutzerkreis hinweist, dann gibt es garantiert keine 6 Monate) - oder das ist tatsächlich hinter seinem Rücken geschehen (auf Mißbrauch zu beharren, wenn das nicht stimmt, wäre echt dreist. Das will ich niemanden unterstellen).

    Gibt ja auch Mittellösungen (wenn man wahrheitsgemäß z.B. sagt: ich war das nicht - habe aber Verständnis, wenn ihr mir nicht glaubt). Es liest sich im Artikel aber eher nach Konfrontationskurs an (also auch falsch beraten worden).

    Kann natürlich auch sein, daß die Sache mit den 'Ordentlichen Gerichten' die Verteidigungsstrategie vor dem Sportgericht bestimmt hat ('Ordentliche Gerichte' im Hintergrund sind für Sportgerichtsverhandlungen eigentlich immer kontraproduktiv).

    Um die Wahrscheinlichkeiten einschätzen zu können, müßte man sein Benutzerprofil und die Gruppeninhalte (und sonstigen Internetgewohnheiten) kennen.

    Prinzipiell: Klar, 'krasse Äußerungen' im Internet sind ein Sperrgrund.

    Ob man das (angesichts des prinzipiell geschlossenen Benutzerkreises) allerdings wirklich unbedingt von Seiten der SRs vor 'ordentliche Gerichte' bringen muß, wage ich mal sehr zu bezweifeln.

    Nun, das wird vermutlich als eine nutzerübergreifende 'Dauerwerbung' angesehen, die praktisch zur Einrichtung der Halle (so ähnlich wie Wände) gehört (bei Kreissporthallen sind es z.B. häufig Fahnen/Banner des Halleneigners). Für so etwas gibt es immer Hilfsargumente, die man so oder so sehen kann. Da bin ich auch eher für Flexibilität - die HBL ist ja primär zur Unterstützung der Vereine und nicht zu ihrer Reglementierung gegründet worden.

    Ist schon eine andere Sache als die 'große Kiste', die wir hier diskutieren.

    Ich lese den Satz (auch gestern war das schon) ähnlich wie Frohwein: kann gut sein, daß die HBL sehr bald einen neuen (zusätzlichen) Ehrenvorsitzenden hat ;)

    @Rechtsfrage: nochmal Dank an Frohwein! Ist schon interessant, sich mal so Präambeln durchzulesen - die HBL ist von seinem Selbstverständnis her ein reiner wirtschaftlicher Zweckverband: mit Sport(sgeist) hat das nur Rande zu tun (dafür ist der DHB zuständig). Ich sehe anhand der zitierten Stellen da jetzt auch kaum Ansatzpunkte.

    Die könnte aber die DHB-Satzung hergeben - nur einen Verein aus dem DHB rauszuschmeissen, ist natürlich eine 'harte Aktion' - und kaum machbar (und wird mit der Rechtsordnung sehr schwierig sein - und v.a. 'Übeltäter' wäre ja die Spielbetriebsgesellschaft). Verbotsverfahren wg. "Bildung einer kriminellen Vereinigung" zeichnet sich auch (im Moment) nicht ab :lol:

    Eine Möglichkeit wären noch sportartenübergreifende Grundsätze und Regelungen: ich denke da an den DOSB (im Dopingrecht spielt das doch eine Rolle).

    Naja: ich wäre ja neugierig auf eine Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft (nicht daß ich das wünsche - aber wär halt interessiert) - dann würden die HBL-Juristen bestimmt sehr, sehr findig werden (ich tippe mal darauf, daß der Lizenzentzug an einem Verfahrensfehler scheitern wird :lol: )

    @:ojessen/Bilbo: Antwort findet sich in meinem Posting (heute) 20.08h.

    Vll. kann es für das Finden einer Möglichkeit sogar von Vorteil sein, daß die Rechtsordnung nur auf den Spielbetrieb des DHBs anwendbar ist ? (ist jetzt nur mal so ein 'Brainstorming')