Neuer FAZ-Artikel (diesmal von Frank Heike). Der Anfang:
ZitatDie Wege sind kurz zwischen den Zentren der Macht: Vom Hauptsponsor „Provinzial“ in seinem geduckten Bau am Bahnhof über die backsteinrote Geschäftsstelle des THW Kiel bis zum deutschen Handball-Tempel sind es nur fünf Minuten. Man war und ist sich immer nah beim THW in Kiel, dieser Landeshauptstadt
Man war und ist sich immer nah beim THW in Kiel, dieser Landeshauptstadt, die trotz ihrer Größe etwas angenehm Provinzielles hat. Das, was das Betuliche dieser Stadt überstrahlt, ist der Handball, zu Hause in der Ostseehalle am Europaplatz. Dort thront die Halle, noch einmal ausgebaut, damit die VIP mehr Platz haben.
Handball ist ein gesellschaftliches Ereignis in Kiel. Handball ist Stadtgespräch im Bus, beim Bäcker, beim Krafttraining. Die Rentner treibt es bei Wind und Regen in den zentralen Sophienhof, hier trinken sie ihren Kaffee im „Engelchen“ und lesen in den konkurrenzlosen „Kieler Nachrichten“ das Neueste von der Affäre, die den THW und den deutschen Handball in seinen Grundfesten erschüttert. Das heißt: Sie lesen manches auch nicht.