Beiträge von Karl

    Frohwein schreibt:

    Zitat

    Die Sache ist in meinen Augen ganz einfach: NK geht es nur um die Kohle.

    Naja, das Beurteilung des Ganzen hängt davon ab, was zwischen Schwenker und Serdarusic konkret abgelaufen ist. Zum Nachdenken bringt, daß sich auch Kavticnic mit Serdarusic solidarisiert.

    So gefühlsmäßig würde ich finanzielle Gründe als eher nachrangig einschätzen: Karabatic verdient auch beim THW bestimmt prächtigst, die Ablöse würde sein in Mannheim zu erwartendes Gehalt erheblich reduzieren.

    Immer zu berücksichtigen ist Nadiners Hinweis auf kulturell unterschiedliche Ehrbegriiffe (stark unterschiedlich ausgeprägt z.B. wahscheinlich zwischen dem Gros der HE-User und dem Kroaten Karabatic) und das Deutsch halt nicht die Muttersprache von Karabatic (aber auch Serdarusic) ist (Hinweis an die hiesigen Zitatexegeten).

    Offensichtlich ist, daß Karabatic die Gründe nicht detailliert ausführen will, die zu den Wechselabsichten führten...., von daher entziehen sie sich einer Bewertung (nur: eine 'Schlammschlacht' beabsichtigt Karabatic zumindest im Moment offensichtlich nicht - die Frage ist, ob der THW und Schwenker starken Grund haben, diese zu vermeiden: ob es also den 'Schlamm' gibt und wie er aussieht).

    Kann man schlecht beurteilen - wenn der VFL natürlich gar keinen Antrag fristgemäß eingereicht hat, kann man ihn (in einer formalen Gesichtsweise) auch nicht nachbessern. Aber da sollte es doch eigentlich auch noch eine Möglichkeit geben...

    Naja, vll. hat Hotti das obige Statement auch (in Verbandssachen) gewohnt diplomatisch formuliert - und es steckt noch mehr hinter der Verweigerung: keine Ahnung

    Auf jeden Fall sollte das Jugendzertifikat kein 'Wettbewerb' um das korrekte Formularausfüllen' sein (und sich auch nicht sklavisch an den Kriterienkatalog orientieren)

    Viel interessanter als die Frage, warum der oder der Club das Prädikat bekommen hat, ist, warum einige Vereine dieses nicht bekommen haben....

    Da wird man in den nächsten Tagen bestimmt noch was hören.

    Im Moment erscheint einem das Resultat der Zertifikatsvergabe als Realsatire.... (die wohl begründet wird mit unsinnnigen Standards der Zertifikatsvergabe) und eine Abstrafung von Vereinen, die ohne Hauptamtlichkeit und Millionenaufwand (eigenes Trainingszentrum) engagierte und äußerst erfolgreiche Jugendarbeit leisten (z.B. traf es ja mit Dankersen den amtierenden deutschen B-Jugendmeister)

    Ps. Übrigens: GWD ist dieses Jahr zum wiederholten Mal mit dem renommiertesten Jugendförderungspreis des deutsch Sportes, dem "Grünen Band" für die Arbeit der Handballjugendabteilung ausgezeichnet worden (Link)

    Edit
    Mal gucken - das Mindener Tageblatt von heute.

    Zitat

    Fristverlängerung für GWD Im ersten Anlauf kein Jugend-Zertifikat Minden (kn). Die Vereinigung der Handball-Bundesligisten (HBL) hat jetzt wieder ihre Jugend-Zertifikate an die Profi-Klubs vergeben. Dabei fehlt diesmal der Name GWD Minden. Grund: "Wir müssen eine Fristverlängerung in Anspruch nehmen. In unseren Unterlagen fehlen einige Kleinigkeiten wie Lizenznachweise von Trainern. Aber wir gehen davon aus, dass wir das Zertifikat im zweiten Anlauf wieder erhalten werden", berichtet GWD-Vorsitzender Horst Bredemeier....


    MT.online: anklicken

    Ja, das gibts jetzt eine ziemliche klare 5er ('Premium-Event'-würdig) und 3er Gruppe.

    Würde mich ja irgendwie freuen, wenn es womöglich alle 3 (oder wenigsten 2) schaffen und so der HBL gehörig ihr Quality-Event (und dessen Vermarktung) in dieser Arena vermiesen.

    Interessant ist auch, wer mit Erläuterungen zum diesjährigen Verfahren auf der HBL-Homepage hervorgetreten ist

    Zitat

    Mark Schober, Leiter Marketing und Unternehmensentwicklung „ In dem unsere Klubs das Jugendzertifikat erwerben, leisten sie einen wichtigen Schritt zur Qualitätssicherung des Handballsports in Deutschland...


    Link

    Jugendarbeit als Marketing und Unternehmensentwicklung (!!) - tja, man ist sprachlos :rolleyes:

    "Qualitätssicherung" :pillepalle: (das 1. Mal, das ich diesen Smiley verwende)

    Heinrich schreibt:

    Zitat

    GWD hat das Zertifikat nicht erhalten? Kann das einer erklären?

    Ich hab jetzt keine Lust, den Kriterienkatalog anzuschauen - in Frage kämen z.B. fehlende Hauptamtlichkeit (kann ja nicht angehen, wenn die Arbeit neben-/ehrenamtlich gemacht wird) oder die Hallenproblematik (kann ja nicht angehen, daß der Verein nicht für ein paar Millionen eine zusätzliche Halle bauen kann).

    ich hoffe mal auf einen Formfehler bei der Antragstellung (sowas kann man ja dann noch wahrscheinlich ausbügeln) - ansonsten wäre das wirklich eine Lachnummer.

    @Frohwein: Bin ich mir nicht ganz so sicher - aber ein Ausstieg würde für ihn vermutlich auch ein teurer Spaß werden (aber wer weiß, vll. hat er ja vorgesorgt mit der vertraglichen Ausgestaltung seines Engagements - ich wüßte keinen beim HSV-Handball, der so eine Vorsorge in der Vergangenheit hätte verhindern können).

    Auf jeden Fall verdeutlichen solche Meldungen die Fragilität des Arenenhandball in Hamburg (für irgendwelche Rettungsaktionen von Externen ist übrigens gegenwärtig ein schlechter Zeitpunkt - aber man sollte nicht frohlocken, kann gut sein, daß es ein bißchen Show ist)

    Wenn da im Berliner Kurier irgendwas stände von Karabatic oder Serdarusic - da würde ich anehmen: naja.

    Sachen mit Szilagy sind hingegen eher nicht 'erfunden' - einfach, weil ihn außerhalb der Handballszene kein Mensch namentlich kennt (und das gilt sowohl für das Gros der Leserschaft des Kuriers als auch vermutlich für den Redakteur). So ist da kein Anreiz da, solche Sachen völlig zu 'erfinden' - wie konkret die Sache ist, das ist eine andere Geschichte.

    Die allgemeine Lage in Gummersbach ist zudem wenig transparent...

    Ah, danke für den Hinweis - in dem Blog wurde es aber zuerst publiziert (dort wurden übrigens, wenn ich es recht verstanden habe, tw. auch die inkriminierten Äußerungen von Weinreich ursprünglich publiziert). Aber die Zweitverwertung für 'zeit-onlne' war Zwanziger vermutlich schon vor dem Interview bekannt (und erklärt dessen zustandekommen).

    Ob Weinreich das Ganze beruflich nutzt, weiß ich nicht so recht: er war immerhin schon Ressortleiter Sport der 'Berliner Zeitung' - für vergleichbare Festanstellungen ist das alles nicht unbedingt förderlich (außerhalb des Printbereiches werden ihn die öffentlich-rechtlichen z.B. bestimmt nicht fest anstellen, das war aber auch vor der 'causa Zwanzige'r so)

    Ein sehr interessantes und aufschlußreiches Interview hat Zwanziger einem Blogbetreiber (!!!) zu der Sache gegeben - freilich nicht ohne populistische Elemente (bezogen auf den Spendenempfänger) :

    Zitat

    Zweitens wird es beim DFB so gehandhabt, dass die Mitarbeiter für solche Fälle, die durch ihr berufliches Wirken entstehen, durch ein Rechtsschutzversicherung abgesichert sind. Sollten wir tatsächlich vor Gericht verlieren, würde ich privat natürlich den gleichen Betrag an die European Gay & Lesbian Sports Federation spenden, weil ich dort die Arbeit von Tanja Walther sehr schätze


    Lesenswertes Interview mit Direkter Freistoss.de

    Tja, ich will Zwanziger noch nicht einmal völlig 'guten Willen' absprechen (vgl. seine Anmerkungen zu seinem persönlichen Hintergrund: der Begriff Demagoge ist schon stark mit NS besetzt) - aber es ist halt so, daß die Internetkommunikation für Führungspersonal dieser Generation ein 'Buch mit 7 Siegeln' ist.

    Hier noch ein Interview mit Aljoscha Schmidt anläßlich seines Wechsels nach Dankersen (ein bißchen über den Tusem ist auch dabei):

    Zitat

    "Apollo" gewährt Aljoscha Unterschlupf Interview: Neuer GWD-Linksaußen Schmidt wohnt zunächst bei Just / Wütender Rückblick auf die Tusem-Insolvenz

    (much). Wenn Aljoscha Schmidt, der neue Linksaußen des Handball-Bundesligisten GWD Minden, an die Vorgänge um die Insolvenz seines bisherigen Arbeitgebers Tusem Essen zurückdenkt, wird er wütend. Von Michael Lorenz

    In Minden fühlt sich der gebürtige Hesse hingegen bereits pudelwohl. Der 24-Jährige wohnt, zumindest bis er eine eigene Bleibe gefunden hat, in einer Wohngemeinschaft, die man getrost als nicht alltäglich bezeichnen kann.

    Nach der Insolvenz ihres bisherigen Klubs Tusem Essen waren mehrere Vereine an ihnen interessiert. Was gab den Ausschlag für GWD Minden?


    Weiter: MT-online

    Ich pack es mal hier rein: tja, jetzt ist die Diagnose publiziert: Meniskusriß in der Schulter

    Zitat

    Stephan Just droht eine Operation

    Ein Fragezeichen steht am Samstag beim "Pflichtspiel" um 15.00 Uhr gegen Bayer Dormagen hinter Malik Besirevic. Der Torhüter zog sich im Training eine Adduktoren-Zerrung zu. Zähne zusammen beißen heißt es erneut für Stephan Just. "Er ist wieder im Training, aber aufgrund seiner Schulterverletzung lange nicht der Alte", sieht Trainer Ratka die Wurfkraft des letztjährigen GWD-Schützenkönigs derzeit bei "20 bis 25 Prozent". Dennoch soll sich Just gegen Dormagen besser als zuletzt in Essen in den Dienst der Mannschaft stellen. "Eigentlich soll sein Meniskusriss in der Schulter konservativ behandelt werden. Aber wenn es nicht besser wird, dann kommen wir vielleicht nicht um eine Operation herum", verweist Ratka auf ein nun schon sehr langes reduziertes Trainingsprogramm seines Allrounders. Doch man will nicht mehr jammern. "Gegen Dormagen müssen wir volles Risiko gehen. Ausreden gibt es nicht mehr", fordert Ratka zwei Heimpunkte.


    MT-online

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Aber das hat sich ja Minden nun selbst zuzuschreiben. Ich sehe als wirklichen Verlierer eher Mannschaften, wie Göppingen, Großwallstadt oder auch die Füchse. Die verlieren nämlich Boden dadurch, dass bei Punktgleichheit am Ende die Tordifferenz eine entscheidende Rolle spielen kann.

    Seltsame Logik - konsequent weitergedacht hieße das: Göppingen, Großwallstadt oder auch die Füchse haben sich selbst zuzuschreiben, daß sie den Tusem nicht höher geschlagen haben...

    Der Kommentar ist der FAZ (Rainer Seele) ist bemerkenswert - offensichtlich völlig ohne tiefere (Sach-)Einzelfallkenntnis (oder auch nur der Beschäftigung mit dem Einzelfall) geschriebenes Blabla mit gängigen Klischees (die natürlich auch nicht ganz falsch sind)

    Nicht untypisch für Handballberichterstattung in sogenannten deutschenQualitätszeitungen.

    Unabhängig jetzt von den konkreten Kieler Verhältnissen: 6 Trommeln reichen ja nun auch wirklich aus - es ist ja einfach nervig, wenn z.B. 20 Leute mit 10 Trommeln anrücken - und das dann 'durchziehen'. Am besten noch über 60 Minuten, mit dem in Mode gekommenen 'Störtrommelrythmen' während des Angriffes der 'gegnerischen' Mannschaft.

    Findet hoffentlich Nachahmer in anderen Bundesligahallen!