Beiträge von Karl

    @Frohwein: Bin ich mir nicht ganz so sicher - aber ein Ausstieg würde für ihn vermutlich auch ein teurer Spaß werden (aber wer weiß, vll. hat er ja vorgesorgt mit der vertraglichen Ausgestaltung seines Engagements - ich wüßte keinen beim HSV-Handball, der so eine Vorsorge in der Vergangenheit hätte verhindern können).

    Auf jeden Fall verdeutlichen solche Meldungen die Fragilität des Arenenhandball in Hamburg (für irgendwelche Rettungsaktionen von Externen ist übrigens gegenwärtig ein schlechter Zeitpunkt - aber man sollte nicht frohlocken, kann gut sein, daß es ein bißchen Show ist)

    Wenn da im Berliner Kurier irgendwas stände von Karabatic oder Serdarusic - da würde ich anehmen: naja.

    Sachen mit Szilagy sind hingegen eher nicht 'erfunden' - einfach, weil ihn außerhalb der Handballszene kein Mensch namentlich kennt (und das gilt sowohl für das Gros der Leserschaft des Kuriers als auch vermutlich für den Redakteur). So ist da kein Anreiz da, solche Sachen völlig zu 'erfinden' - wie konkret die Sache ist, das ist eine andere Geschichte.

    Die allgemeine Lage in Gummersbach ist zudem wenig transparent...

    Ah, danke für den Hinweis - in dem Blog wurde es aber zuerst publiziert (dort wurden übrigens, wenn ich es recht verstanden habe, tw. auch die inkriminierten Äußerungen von Weinreich ursprünglich publiziert). Aber die Zweitverwertung für 'zeit-onlne' war Zwanziger vermutlich schon vor dem Interview bekannt (und erklärt dessen zustandekommen).

    Ob Weinreich das Ganze beruflich nutzt, weiß ich nicht so recht: er war immerhin schon Ressortleiter Sport der 'Berliner Zeitung' - für vergleichbare Festanstellungen ist das alles nicht unbedingt förderlich (außerhalb des Printbereiches werden ihn die öffentlich-rechtlichen z.B. bestimmt nicht fest anstellen, das war aber auch vor der 'causa Zwanzige'r so)

    Ein sehr interessantes und aufschlußreiches Interview hat Zwanziger einem Blogbetreiber (!!!) zu der Sache gegeben - freilich nicht ohne populistische Elemente (bezogen auf den Spendenempfänger) :

    Zitat

    Zweitens wird es beim DFB so gehandhabt, dass die Mitarbeiter für solche Fälle, die durch ihr berufliches Wirken entstehen, durch ein Rechtsschutzversicherung abgesichert sind. Sollten wir tatsächlich vor Gericht verlieren, würde ich privat natürlich den gleichen Betrag an die European Gay & Lesbian Sports Federation spenden, weil ich dort die Arbeit von Tanja Walther sehr schätze


    Lesenswertes Interview mit Direkter Freistoss.de

    Tja, ich will Zwanziger noch nicht einmal völlig 'guten Willen' absprechen (vgl. seine Anmerkungen zu seinem persönlichen Hintergrund: der Begriff Demagoge ist schon stark mit NS besetzt) - aber es ist halt so, daß die Internetkommunikation für Führungspersonal dieser Generation ein 'Buch mit 7 Siegeln' ist.

    Hier noch ein Interview mit Aljoscha Schmidt anläßlich seines Wechsels nach Dankersen (ein bißchen über den Tusem ist auch dabei):

    Zitat

    "Apollo" gewährt Aljoscha Unterschlupf Interview: Neuer GWD-Linksaußen Schmidt wohnt zunächst bei Just / Wütender Rückblick auf die Tusem-Insolvenz

    (much). Wenn Aljoscha Schmidt, der neue Linksaußen des Handball-Bundesligisten GWD Minden, an die Vorgänge um die Insolvenz seines bisherigen Arbeitgebers Tusem Essen zurückdenkt, wird er wütend. Von Michael Lorenz

    In Minden fühlt sich der gebürtige Hesse hingegen bereits pudelwohl. Der 24-Jährige wohnt, zumindest bis er eine eigene Bleibe gefunden hat, in einer Wohngemeinschaft, die man getrost als nicht alltäglich bezeichnen kann.

    Nach der Insolvenz ihres bisherigen Klubs Tusem Essen waren mehrere Vereine an ihnen interessiert. Was gab den Ausschlag für GWD Minden?


    Weiter: MT-online

    Ich pack es mal hier rein: tja, jetzt ist die Diagnose publiziert: Meniskusriß in der Schulter

    Zitat

    Stephan Just droht eine Operation

    Ein Fragezeichen steht am Samstag beim "Pflichtspiel" um 15.00 Uhr gegen Bayer Dormagen hinter Malik Besirevic. Der Torhüter zog sich im Training eine Adduktoren-Zerrung zu. Zähne zusammen beißen heißt es erneut für Stephan Just. "Er ist wieder im Training, aber aufgrund seiner Schulterverletzung lange nicht der Alte", sieht Trainer Ratka die Wurfkraft des letztjährigen GWD-Schützenkönigs derzeit bei "20 bis 25 Prozent". Dennoch soll sich Just gegen Dormagen besser als zuletzt in Essen in den Dienst der Mannschaft stellen. "Eigentlich soll sein Meniskusriss in der Schulter konservativ behandelt werden. Aber wenn es nicht besser wird, dann kommen wir vielleicht nicht um eine Operation herum", verweist Ratka auf ein nun schon sehr langes reduziertes Trainingsprogramm seines Allrounders. Doch man will nicht mehr jammern. "Gegen Dormagen müssen wir volles Risiko gehen. Ausreden gibt es nicht mehr", fordert Ratka zwei Heimpunkte.


    MT-online

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Aber das hat sich ja Minden nun selbst zuzuschreiben. Ich sehe als wirklichen Verlierer eher Mannschaften, wie Göppingen, Großwallstadt oder auch die Füchse. Die verlieren nämlich Boden dadurch, dass bei Punktgleichheit am Ende die Tordifferenz eine entscheidende Rolle spielen kann.

    Seltsame Logik - konsequent weitergedacht hieße das: Göppingen, Großwallstadt oder auch die Füchse haben sich selbst zuzuschreiben, daß sie den Tusem nicht höher geschlagen haben...

    Der Kommentar ist der FAZ (Rainer Seele) ist bemerkenswert - offensichtlich völlig ohne tiefere (Sach-)Einzelfallkenntnis (oder auch nur der Beschäftigung mit dem Einzelfall) geschriebenes Blabla mit gängigen Klischees (die natürlich auch nicht ganz falsch sind)

    Nicht untypisch für Handballberichterstattung in sogenannten deutschenQualitätszeitungen.

    Unabhängig jetzt von den konkreten Kieler Verhältnissen: 6 Trommeln reichen ja nun auch wirklich aus - es ist ja einfach nervig, wenn z.B. 20 Leute mit 10 Trommeln anrücken - und das dann 'durchziehen'. Am besten noch über 60 Minuten, mit dem in Mode gekommenen 'Störtrommelrythmen' während des Angriffes der 'gegnerischen' Mannschaft.

    Findet hoffentlich Nachahmer in anderen Bundesligahallen!

    Der Name ist aber Dietmar Molthan. Hat z.B. zuletzt in der Aufstiegssaison 94/95 in der laufenden Serie Milomir Mijatovic (dessen Vorgänger er auch war) abgelöst und 2 Jahre später Lakomy. Hat auch den damaligen Tus Nettelstedt mal in der vor-Tiemeyerzeit Ende der 80er in der 2.BL. und Bad Salzuflen trainiert. Der Dankerser ist seit Mitte der 90er Jahre leitender Jugendtrainer, war auch DHB-Jugendtrainer (wenn ich mich recht erinnere, ging das im Twist auseinander) und z.B. am Anfang der letzten Saison zusammen mit Hotti Interimstrainer der Zweiten.

    Kann mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen, daß er überhaupt Interesse und Lust hätte, wieder eine Bundesliga-Profimannschaft zu trainieren (Möglichkeiten dazu hätte er bei anderen Vereinen seit seiner Zeit mit der GWD-Startruppe 96/97, die Nach-Bosmansaison, garantiert gehab- auf jeden Fall in der 2.Bl.. Bei der GWD-BL-mannschaft hätte er damals ja auch weiter Trainer bleiben können).

    Naja, ist eh egal, weil Trainer- und Mangerposition (und die des leitenden Jugendtrainers) diejenigen sind, die im Verein/in der Mannschaft am besten (bzw. optimal) personell besetzt sind - Verbesserungsbedarf besteht im Spielerkader: den Putics hab ich mal angedacht, wenn das mit Essen nix mehr wird: aber der wird kaum machbar sein (wie ist der eigentlich im Abwehrverhalten?). Mit 'Apollo' Just kann einen das allmählich schon Sorgen machen - eine längere Verletzungspause wäre für die Mannschaft kaum kompensierbar.

    Mit Wetzlar geht natürlich klar. Warum Du unbedingt den WHV und Stralsund parallelisierst, ist mir unklar (dann eher Füchse, die waren die Saison als Tabellenerster der Nordstaffel Vorgänger von Stralsund - und das Heimspiel gegen die Berliner hat Dankersen verloren). Dann wären es drei Punkte - aber ist eh ja eine reine Zahlenspielerei.

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Übrigens war Richard Ratka der Grund, warum der Thread für die erste Trainerentlassung (in der Halbzeit des Spiels in Balingen) eröffnet wurde.

    Ach, da muß ich nochmal im Spielthread nachgucken, auf wessen User Betreiben das geschah ;)

    Ich staune darüber, wie man Prognosen abgeben kann, wieviele Punkte man braucht für den Klassenerhalt - keine Ahnung (naja, 20 reichen immer). Aber ich mach mal beim Hochrechnen mit :):

    Beim (Maximal-) Saisonziel 24 Punkte bei GWD eigentlich voll im Kurs: man hat jetzt schon 4 mehr als letzte Saison (gegen Absteiger Lübbecke letzte Saison 0 Punkte; gegen Aufsteiger Strahsund diese Saison schon 2; gegen Balingen letzte Saison auswärts verloren, diese Saison gewonnen - die anderen Spiele hat Dankersen auch letztes Jahr verloren).

    Also kann man das jetzt auf 22 Punkte schon hochrechnen (18 letzte Saison + 4) - ein Drittel der Saison ist gespielt, wenn man so weitermacht kommt GWD also auf 30 Punkte (in jedem Saisondrittel macht man 4 Punkte gut).

    Tja, der Handball profitiert in der Berichterstattung vor allem auch von der 'Schwäche' anderer Sportarten (zuletzt Radsport, Eishockey hat sich durch Pay-TV auch schön demontiert).

    Ich entnehme den überregionale Zeitungen (außer manchmal Sport-Bild ;) ) kaum bislang unbekannte/unveröffentlichte Informationen - altbekanntes (dem Handballinteressierten) wird wiedergekäut (grad auch von der FAZ). Wenn Handball wirklich eine Boomsportart in den Medien wäre, dann hätten sich z.B. die Gründe für die Serdarusicentlassung nicht geheim halten lassen.

    Und wieviele Informationen (womöglich auch mal was neues!) finden sich denn in der überregionalen Presse jetzt gerade über Tusem Essen?

    Ps. Die Frage der Zuverlässigkeit der Zuschauerangaben kann man nicht mit dem Magdeburghinweis abtun - es ist doch Fakt, daß die Vereine bei den Angaben einen Ermessenspielraum haben (und zudem durch Frei- Jugend-Sponsorenkarten usw. das Ganze auch noch beeinflusst werden kann)

    Diesen (vorgeblichen) Fakt der stiegenden Zuschauerzahlen, die auf den Angaben der HBL beruhen, hinterfrage ich mal, da sie auf Eigenangaben der Vereine basieren.

    Was der Fall zu sein scheint, ist, daß 'Verramschungsaktionen' von Karten zunehmen (sei es über Sponsorenverkauf oder direkt).

    Einen steigenden Zuspruch durch (vollzahlende/reguläre) Karteninhaber glaube ich eher nicht zu beobachten (aus einer freilich äußerst unvollständigen Perspektive) - es gab auf jeden Fall kainen (generellen) Zuschauerboom in der HBL als Folge der Handballweltmeisterschaft.

    Edit: Arcosh: das verstehe ich nicht ganz: die aufgewärmte Geschichte mit den Russen war doch wirklich ein alter Hut - warum sollte ein Journalist darauf nicht völlig berechtigt hinweisen? (zudem in seinem persönlichen Blog)

    Zitat

    Original von kary_tusem
    Auch die Sparkasse Essen wird kein Geld beisteuern.

    Quelle

    Tja, war fast zu erwarten - aber jetzt sieht es endgültig überhaupt nicht gut aus. Es kann eigentlich nur noch um drastische Kostenreduzierung gehen - wenn ich Edelmeier richtig interpretiere, stellt er dann eine Insolvenzvermeidung (mit eigenen Mitteln) in Aussicht (oder?).

    @Meteo (oder wer es sonst weiß): ich nehme doch mal an, daß Krebietke und/oder Dragunski nicht hauptamtlich tätig sind? (die verlinkten Mitarbeiter von Wetzlar sind das überwiegend ja auch nicht)