Beiträge von Karl

    Man kann die Idee mit dem echten Endspiel noch ein bißchen weiterspinnen:

    A- und B -Jugend (weiblicher Bereich: eine Woche früher oder später an einem anderen Ort) an einem Ort: Spiele hintereinander austragen. Da hat man schon mal die Mitreisenden von 4 Vereinen versammelt (für die sich nicht die Übernachtungsproblematik mit ihrem Zeit- und Kostenaufwand stellt). Die Siegerehrung kann dann auch durch ein Präsidiumsmitglied des DHB (bzw. den Präsidenten) durchgeführt werden - vll. läßt der Herren-Bundestrainer sich da auch blicken (wär ja eine Freude für jedes Veranstalterherz).

    Das ganze vll. noch per Livestream im Internet übertragen - das wäre doch eigentlich eine Veranstaltung, für die sich einige Bewerber finden müßten.

    pko: GWD mußte auch erst Halb- und Finalspiele um die Westfalenmeisterschaft bestreiten, dann dasselbe um die Westdeutsche ( jeweils Hin- und Rückspiele - mehr Spiele können es doch auch in anderen Regionalverbänden nicht sein).

    Ronaldo. ja, das erste Spiel nach der Pause (daheim gegen Burgdorf im Viertelfinale 27:20) war wohl das relativ schwächste der Mannschaft in der Runde um die DM (und das einzige, das der 'normale' Zuschauer in der Dankerser Sporthalle von der Meisterschaft gesehen hat)

    Wie dem auch sei, die Terminfrage kann eigentlich kein zwingendes Argument für die Durchführung von Final Fours sein (darum ging es ja).

    Edit: Vorschlag: Was aber vielleicht eine feine Sache sein könnte, daß wären echte Endspiele (A-und B-Jugend) an einem zu vergebenden Ort. Dann hätte man zwischen den Halbfinalspielen und dem Finale einen Zeitraum, an dem auch Aufmerksamkeit generiert wird - und halt auch ein echtes Endspiel (wie früher im Herrenbereich vor Einführung der eingleisigen Bundesliga).

    Aber nee - Final-Four hört sich ja modisch an.

    kaktusoli schreibt:

    Zitat

    mit einer Ausnahme- man spart rein zeitlich zwei Spieltage ein

    Die Dankerser B-Jugend war zwischen Ende April (Endspiel Westdeutsche - Rückspiel) und dem 31. Mai (Viertelfinale Deutsche) ohne Spie!l

    ...und Verzicht auf die tolle Medienpräsenz und Öffentlichkeit, die der DHB mit der Austragung versprochen hat.... (die Fernsehanstalten und Korrespondenten der großen überregionalen Zeitungen standen ja Schlange...).

    Nee, jetzt mal im Ernst: nennt einen Grund für die Final Fours: außer, daß es für Auswahltrainer usw. bequem ist, alles an einem WE im Blick zu haben. Aber das ist ja nun kein Argument...

    fietje: ja, ich glaub, es geht hier eher nicht darum, den Ausrichter 'mies' zu machen, sondern darum, die Diskussion über den Austragungsmodus des Final Four nach der diesjährigen Austragungsrunde wieder aufzunehmen.

    Da kann man ja nun durchaus fragen: waren das nun so tolle Veranstaltungen, die es rechtfertigen, den beteiligten Mannschaften ('normalen' Zuschauern, Vereinen) 2 Heimspiele zu 'klauen' ?

    Zudem ist ein Austragen des Halbfinals und des Finals an 2 aufeinanderfolgenden Tagen sportlich auch etwas fragwürdig.

    Von etwas allgemeinem Interesse für fachlich Interessierte an der Dankerser Meistermannschaft dürfte noch dieser (Überblicks-) Artikel aus der Dienstagsausgabe des Mindener Tageblatts (Julian Rüter) sein:


    MT-Online

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Aber ist schon recht, selbst Welthandballer wie Dujshebajew sind früher der guten Luft wegen, schließlich ist die Region an der Weser sehr attraktiv, nach Minden gekommen. Augenzwinkern

    Ja, Meteo, so ist es "schon recht" :) - Talant hat die Gegend (und die Verhältnisse im Handball dort) ja schon im vorangehenden Jahr bei seinem kurzen Engagement 20 km westlich der Weser kennengelernt - nur mit dem dortigen Verein hat es nicht recht gepasst: und so hat er sich halt direkt an die Weser 'verbessert' (und dort immerhin 3 Saisons gespielt, bevor er zu Ciudad Real wechselte)

    Fällt schon ein bißchen auf: 6 der 7 erstplazierten Mannschaften (Nordhorn nicht) sind mit einem Vertreter in der neuen HBL-Führung vertreten; dazu noch Hanning (die Füchse lassen sich wg, des Metropolencharakters Berlins nicht richtig zuordnen) und Derad als einziges Führungsmitglied, das man klar einem eher 'kleinen' Verein (nicht 'EC-Cup-Teilnehmer') zuordnen kann.

    Nein, die Altschuilden sind in den ersten beiden Jahren nach dem Aufstieg 95 und in den Jahren zuvor entstanden (u.a. rückwirkende Nachforderungen 1997 der Sozialversicherungen wg, geänderter Rechtsauslegung - das Bosman-Urteil um die Jahreswende 95/96 führte aber auch zu sofortigen sehr umfangreichen Transferaktivitäten: da war das damalige Bundesligamanagement von GWD ein 'Vorreiter' , z.B. mit der Sola- oder Stoecklinverpflichtung 1996). Die Schulden verblieben nach der Gründung der Spielbetriebsgesellschaft 1997 beim Hauptverein - und werden gegenwärtig noch mit den Einnahmen aus dem Bundesligaspielbetrieb planmäßig abgetragen.

    Die Verpflichtungen von. z.B. Dujshebajev und Tutschkin (beide 1998), Magnus 'Magic' Andersson (1997) usw. erfolgten aber nach der Gründung der Spielbetriebsgesellschaft (und der damit verbundenen Rückkehr von Hotti Bredemeier) 1997 - haben also mit der Entstehung der nunmehrigen Restschulden nichts zu tun.

    Ja, dann guck Dir mal die damalige Mannschaftsaufstellung an (bzw. die erste Sieben):
    http://www.thw-provinzial.de/thw/98gemind.htm

    In den Vorsaisons spielte mit Stoecklin auch ein aktueller 'Welthandballer' für GWD (für ihn kam zusammen mit Talant 'Sascha' Tutschkin).

    Leider verletzte sich Dujshebajev im 3. Saisonspiel in Bad Schwartau schwer - ansonsten wäre in der Saison alles möglich gewesen. In der Zeit haben die Dankerser auch einiges Pech gehabt - die nächste Saison wurde 'versaut' durch einen schweren Autounfall von Tutschkin. Im darauffolgenden Jahr wurde Dujshebajev unmittelbar vor dem Final Four wegen (angeblicher) Vorgängen bei dem TuS Nettelstedt inhaftiert usw...

    Ja, wenn ich mir das so anschaue, hat die Dankerser Jugend im männlichen Bereich als einzige 'nicht-SG' ein Endspiel erreicht. Ist auch ganz beruhigend zu sehen, daß man so etwas auch weiterhin ohne Internat (und prachtvoller Halle bzw. Trainingszentrum a la z.B. Kronau) erreichen kann.

    Minden wird allerdings demnächst Standort einer von 2 'Sportschulen' im Gymnasialbereich des Bundeslandes NRW (die andere ist schön paritätisch ins Rheinland nach Düsseldorf vergeben worden - Gesamtschulbereich ist in Solingen angesiedelt; die Konzeption abschließende 2 weitere Standorte sind geplant) - man kann davon ausgehen, das Handball in Minden keine 'Nebensportart' sein wird.

    Muß man mal gucken, wie es morgen läuft: der GWD-Rückraum ist sicherlich mit den beiden Linkshändern Oevermann (Mitte - kann auch sehr gut RR spielen) und Rauchschwalbe (relativ klein, aber sehr durchsetzungs- zweikampf-, wurfstark), sowie dem hochaufgeschossenen Fuchs ( Rl-mit Tordrang) sehr ordentlich besetzt. Dazu dann noch die aggressive 6-0 (nicht unähnlich derjenigen der 1. Mannschaft). Okay, ich kenne die Mannschaft der Handballfreunde aus Oftersheim/Schwetzingen überhaupt nicht - da erübrigt sich jede Prognose.

    In Erinnerung rufen möchte ich aber noch mal die Kritik am Modus - es ist schade, das den Jugendlichen (und den 'normal' Interessierten, für die eine Fahrt nach Baunatal an gleich 2 Tagen nicht zur Diskussion steht) zwei Heimspiele und 'große Auftritte' vor heimatlicher Kulisse 'geklaut' werden.

    Achja - und warum gibt es eigentlich keinen 'Internet-livestream' von den Final Fours? ?( Der Aufwand ist ja mittlerweile für so etwas machbar - und Interessierte hätte es garantiert gegeben (wie ja auch das rege Interesse an diesem Thread beweist).

    Zeebee schreibt:

    Zitat

    Schon seltsam. Auf der Mindener Homepage gibt es keinen Yannik Rauchschwalbe im Kader der B1.

    Er ist aber auf dem Photo des verlinkten Spielberichts auf der Hauptvereinsseite abgebildet

    Yannick Rauchschwalbe spielt auf RR im ersten Jahr B-Jugend - und ist zusammen mit seinem Vater Detlef (Trainer der B-Jugend - ehemaliger BL-spieler) vor der Saison von der C-Jugend von Handball Lemgo zu den Dankersern gestoßen.

    Zitat

    GWD-B-Jugend zieht ins DM-Finale ein! Rauchschwalbe-Team gelingt 30:25 (13:10) über Magdeburg

    Die GWD-B-Jugend hat es geschafft: mit 30:25 (13:10) konnte das Team von Trainer Detlef Rauchschwalbe die favorisierte JSpG Magdeburg/Steinfurt besiegen und sich somit die Final-Teilnahme um die deutsche Meisterschaft sichern.

    Im ersten Halbfinale des Final-Four-Turniers in Baunatal setzten sich die Mindener Spieler von Beginn an in Führung. Zur Halbzeit behaupteten Markus Fuchs und Co. einen knappen 13:10-Vorsprung. Vor allem Torhüter Tristan Frerichs, der schon im Viertelfinale überzeugte, avancierte mit 20 Paraden zum Matchwinner. Erfolgreichster Feldspieler war Nationalspieler Yannik Rauchschwalbe. Dem Rotschopf gelangen sagenhafte 12 Tore.

    Der Final-Gegner wird im Spiel TSG Friesenheim gegen Oftersheim/Schwetzingen ermittelt.

    GWD Minden: Frerichs, Tödheide; Fuchs (7), Lindemann (3), Schmidt (3), Oevermann (5/3), Rauchschwalbe (12), Süllberg-Tewes, Voßbrink, Berg, Köster, Maaß, Wiecking, Schorlemer.


    Quelle: GWD-Online

    Glaub ich nicht, daß die Melitta-Werke sich in der Form exponieren würden (nebenbei: jeder Verein muß übrigens auch immer Firmen finden, die diesen Namenskram mitmachen incl. Akzeptanz der anderen Sponsoren/Förderer: stell ich mir auch nicht ganz einfach vor) - aber 'Weinerplan-Hellas Essen' - ja, hätte es garantiert gegeben ;)

    Das mit der Namenswahl ist ja nur ein Aspekt des HW-Artikels zur Ligaversammlung. Den Artikel finde ich übrigens trotz aller tw. Detailliertheit sehr nebulös - z.B. wer sind die Träger des ('oppositionellen') Antrages auf weitreichende Satzungsänderungen und v.a. welche Motivation ('Leitidee') haben sie?

    Das sie die Möglichkeit zur Namensänderung 'erkämpfen' wollen, macht mich zunächst sehr skeptisch - die Attraktivität des Handballs z.B. bei der WM 07 basierte auch darauf, daß er eine 'Antithese' zur überkommerzialisierten Fußballwelt war (und selbst die räumen ja den Vereinen nicht das recht auf Namensänderungen ein - aus guten Gründen).

    Falls es zu Namensänderungen kommen sollten, wäre das ein Indiz für die Refinanzierungsprobleme der Handballbundesligisten. Dabei haben die Bundesligisten meiner Ansicht nach weniger ein Einnahmeproblem, als vielmehr ein Kostenproblem (z.B. angesichts steigender Spielergekosten, auch wg. eines sehr engen Spielermarktes). Einnahmesteigerungen würden sofort von den dann steigenden Kosten wieder aufgefressen werden...

    Wenn man die Erfahrungen aus den Hallenumbenennungen überträgt, dann würde übrigens häufig der Sparkassenverein (naja, da findet man noch einen 'hipperen' Namen) x gegen den Sparkassenverein y spielen.

    Ach nö.

    Elusis: Das ist eine Diskussion, die sich im Anschluß an die Meldung des Interesses von GWD an Ingimundarsson entwickelt hat (und der Meldung aus einer Forenquelle, des evtl. gleichzeitigen Interesse des TuSEMs an ihn, der gegenwärtig außer Versakov ohne RL dasteht). Man muß sowas ja auch im Kontext diskutieren können ;)

    Wenn ich die Meldungen in der Printausgabe des MTs in den letzten Tagen richtig interpretiere, dann steht der Wechsel fest. I. informiert in Norwegen geade seinen Trainer Christian Berge von dem Wechsel. Das wohl noch keine Vertragsunterschrift erfolgt ist, braucht niemanden zu irritieren - es ist in Minden üblich, daß zwischen der Einigung und der Meldung des auch formalen 'Vollzugs' Zeit vergeht.

    Leider ist die Verpflichtung kein gutes Zeichen hinsichtlich FvB, da I. im Mittelblock und auf RL eingesetzt werden soll. Naja, als Shooter ist er in Norwegen nicht gerade hervorgetreten, der GWD-Mittelblock verliert durch seine 1,90m auch einiges an Größe - verschärft wird die Problematik dadurch, daß die beiden Halbdeckungsspieler Simon und Schäpsmeier mit 1,82m und 1,88m auch keine Riesen sind.

    Da bin ich gespannt, wie Richard Ratka die Problematik löst.

    Ps. bei Haaß stand irgendwo (in der Mindener Presse) was von einer Ablösesumme im niedrigen fünfstelligen Bereich. Auch wenn ich sonst mal gerne über die 'Kröten' schimpfe, muß man anerkennen, daß sie einem (recht) jungen deutschen Nationalmannschaftskandidaten da nicht den Weg zu einem Einsatz als Stammspieler in der BL verbauen (und Haaß wäre sicherlich für K/Ö auch 08/09 finanzierbar gewesen, auf der Ablösesumme wird der Etat auch nicht basieren - und zu recht regelmäßigen Einsätzen als Ergänzungsspieler dort wäre er garantiert auch gekommen).

    Mag übrigens evtl. sein, daß bei der Freigabe für GWD, auch eine Rolle gespielt hat (im Sinne einer'positiven Gesprächsathmosphäre'), daß die Dankerser Vereinsführung bei dem Werben von K/Ö um Arne Niemeyer vorletztes Jahr kein 'Riesentheater' gemacht hat (das Vorgehen der Mannheimer war ja auch korrekt, da Niemeyer stets betont hat, seinen Vertrag bei GWD im Falle einer Nichteinigung der Vereine mit voller Kraft zu erfüllen - und so ist es dann auch gelaufen).

    Ach, da gibt es so viele weitere denkbare Faktoren: Trainer, Manager, Mannschaftskameraden, sonstiges engeres Umfeld: auch der Wille, nicht alle halbe Jahr den Verein zu wechseln... (auch mußte K/Ö ja erstmal die Freigabe erteilen)

    Das sind ja alles keineswegs Versteigerungen, wenngleich natürlich die finanziellen Rahmenbedingungen bei solchen (Weiter-) Verpflichtungen so ungefähr konkurrenzfähig sein müssen.

    Und wenn Meteo die (mittlerweile langjährige) Gesamtverpflichtungsstrategie von GWD kennen würde, dann wüßte er, daß ein recht kleiner Stamm an absolut bundesligaerfahrenen/-reifen Kräften gehalten wird (das klappte bislang auch immer), der dann 'aufgefüllt' wird (aus den eigenen Reihen oder auch mit 'unbekannten' Gastspielern aus dem Ausland).

    Wenn man sich die geographischen/auch politischen Rahmenbedingungen des Vereins aus dem Essener Süden so anschaut, so ist es aber schon erstaunlich, daß ein Verein aus dem Randgebiet von NRW in allen Belangen mit einem so bekannten Verein wie dem TuSEM mithalten kann. Für die Essener Vereinsführung/Verein spricht sowas nicht gerade - naja klar, kann gut sein. daß die die Rufschädigung durch Reederei-Affäre (als der TuSEM zu 'arrogant' war, seine Kosten für die teure Truppe den Einnahmen anzupassen - und halt im unteren Mittelfeld zu versinken) da bis heute nachhaltig nachwirkt (und dann: 3 Trainer binnen einem Jahr; 'Kaderrauschmisse' im Laufe der Saison; Dittrich und Friedrich waren auch schnell wieder weg, usw....)