Beiträge von Karl

    @Wieland: ja, das ist das Problem des VFLs - Krämer ist seit Februar 06 Privatier . Er selbst will es wohl nicht wahr haben: aber der von dem VFL instrumentalisierte Einfluß und die Kontakte basierten auf Krämers beruflicher Position - und nicht auf der hohen Wertschätzung seiner Persönlichkeit.

    Nuja, ist ja nicht die einzige (Lokal-)größe, die nach dem Verlust seiner (Macht-)basis ein eher hilfloses Bild abgibt.

    Nuja, wenn ich das recht sehe, dann ist der sog. '2. Anzug' der 1. Viertelstunde' die Aufstellung mit:

    Andersson (Tor); Lundström, Jicha, Lund, Andersson, Kavtichcnik und Anic

    gewesen.

    So schaut es aus: die Dänen wollen die 'Möchtegern- Kolonialherren' ;) von der SG Flensburg-Handewitt offensichtlich gar nicht haben:

    Zitat

    Geplanter Dänemark-Auftritt der SG Flensburg-Handewitt vor dem Aus?

    Das angedachte Bundesligaspiel der SG Flensburg-Handwitt im angrenzenden Dänemark wird wohl nicht zustande kommen. "Wir haben beschlossen, als erste Mannschaft in Europa ein Punktspiel im Ausland auszutragen", hatte der neue Geschäftsführer Fynn Holpert Mitte August angekündigt. Nun aber scheint der Plan der SG am Veto der dänischen Handball-Liga zu scheitern.

    Wie das Internet-Portal sporten.tv2.dk berichtete, hat die Führung der dänischen Liga dem Ansinnen des Bundesligisten eine Absage erteilt. Während SG-Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen im avisierten Spiel gegen den VfL Gummersbach mit entsprechendem Medieninteresse einen großen Mehrwert für die dänischen Klubs sah, konnten die Verantwortlichen in Dänemark einen größeren Nutzen für sich nicht erkennen. Ein reines Export-Spiel der Bundesliga in Dänemark würde nicht das Interesse an der dänischen Liga steigern, vermeldete sporten.tv2.dk.

    Quelle: Handball-world

    Lothar schreibt:

    Zitat

    GW Dankersen --> GWD Minden
    TuS Nettelstedt --> TuS N-Lübbecke

    Wo ist da der Unterschied?

    Der Unterschied ist, daß man bei GWD im Zuge der Namensänderung des Hauptvereins 1985 keinen Schlußstrich unter das 'Kapitel' GW Dankersen gezogen hat, sondern, daß sich außer dem Namen überhaupt nichts verändert hat.

    In Nettelstedt war es hingegen im Zuge eines 'tiefgreifenden 'Umstrukturierungsprozesses' (das ist doch jetzt sehr freundlich formuliert). Es sollte auch einen Umbruch symbolisieren (der Name TuS Nettelstedt war ja, wieder sehr freundlich formuliert, zu jener Zeit nicht sehr positiv besetzt)

    Fazit: durch die 'Verwandlung' in Lübbecke sollte auch ein 'Schlußstrich' unter das Kapitel 'TuS Nettelstedt' gezogen werden - bei GWD verbanden sich mit der Umbenennung vage Hoffnungen, bei völliger Wahrung der Kontinuität abgesehen vom Namen.

    Wieland schreibt:

    Zitat

    und ich vermute mal, dass Lektüre wie die Sport-Bild noch nie durch deine Finger gewandert ist.

    Nee, Sportbild macht doch nach meiner (zugegeben kursorischen) Wahrnehmung eine (im Rahmen des Genres) sehr gute Handballberichterstattung (Sven Beckedahl!).

    Wenn hier so mancher ;) auch über die KN ein wenig lästert, dann sollte man aber auch herausstellen, daß die Handballredakteure schon über große allgemeine Fachkompetenz verfügen - und das (auch internationale!) Handballgeschehen intensiv verfolgen. Der 'Tunnelblick' und die Fixierung auf den Verein im eigenen Verbreitungsgebiet ist da ja auch nicht ganz so stark vorhanden (über die famose THW-Homepage kriegt man ja einen guten Überblick über die KN) - das steht im krassen Gegensatz zu so mancher Lokalsportredaktion in den Heimatblättchenredaktionen der Handballbundesligisten.

    Nur halt, wenn sie über den THW schreiben - dann wirds häufig ein wenig 'drollig'.

    eben mal kurz Liveticker geschaut: zweir Seltsamkeitren auf Seiten von Lübbecke: HZ 15:12 für Nordhorn; Datukashvili mit 9/1 Tore! - Tomic hat es geschafft binnen 8.05 Minuten 3 Zeitstrafen zu bekommen (das ist doch eigentlich BL-Rekord verdächtig)

    Ich 'kopier' mal einen Bericht der Lippischen Landeszeitung aus dem TBV-Forum:

    Zitat

    Neuer Name lässt auf sich warten

    Obwohl die 78 anwesenden Mitglieder in einer Probeabstimmung mit überwältigender Mehrheit (73 Ja-Stimmen, 4 Enthaltungen, 1 Gegenstimme) ihre Sympathie für eine Umbenennnung in "TBV ProVital Lemgo" bekundeten, steht der rechtliche Vollzug des Vorhabens bis auf weiteres in den Sternen.

    Grund: Die Spielordnungen sowohl in der Handball-Bundesliga als auch im Bereich des DFB lassen die Aufnahme eines Sponsors in den Vereinsnamen aktuell nicht zu.
    Um 20.39 Uhr schenkte Volker Zerbe, Geschäftsführer der TBV- Bundesligahandballer, den Mitgliedern reinen Wein ein. "Wir können heute nur unsere Absicht erörtern, denn juristisch gibt es noch viel zu klären. schließlich streben wir eine einvernehmliche Richtung an."
    So wurden die beim Einlass überreichten gelben und blauen Pappkärtchen später nur zur Probe in die Höhe gehoben.


    LZ via TBV-Forum

    Nur eine Gegenstimme (bei allerdings nicht geheimer Abstimmung) finde ich schon recht erstaunlich.

    Der TBV strebt jetzt also eine 'lex Lemgo' an (mit welcher Berechtigung/Argumentation ?() - spannend ist, was passiert, wenn er sie nicht bekommt.

    @jochenj:Na, ich weiß nicht, um so etwas (Umbenennung städtischen Eigentums) gibt es doch eine kommunalpolitische Diskussion, wo auch ein öffentlicher 'Begründungszwang' entsteht.

    Edit: Alphadex schreibt:

    Zitat

    Vermutlich hat der neue Vipraum der auf dem Parkdeck nebenan gebaut wird auch etwas mit dem Deal zu tun, das nur am Rande.

    Ah so, das wäre dann ein ähnlicher Deal, wie ihn Gauselmann mit dem Kreis Minden-Lübbecke plant. Errichtung eines VIP-Zentrums (vollständig auf seine eigenen Kosten), dafür Umbennung der Kreisporthalle in 'Merkur-Arena' (die Halle verbleibt im Eigentum des Kreises, der sie auch weiterhin betreibt)

    Das ist aber m.W. noch nicht reif für eine Entscheidung im Kreistag.

    Tja, Hallenumbauten sind im wesentlichen VIP-Raum(erweiterungs)bauten (passt ja gut zum Threadtitel)

    Huhn schreibt:

    Zitat

    auch der tus nettelstedt hat sich ja irgendwann, in nicht allzu ferner vergangenheit, ein heute geradezu unauffälliges "n"" im vereinsnamen "angelacht"

    Jaja, manchmal kann sowas auch ganz einfache Gründe haben. Das 'N' im Namen blieb erhalten, weil es einen TuS Lübbecke bereits gab und gibt. So blieb nach der Insolvenz (und dem damit verbundenen Einschnitt, der auch namensmäßig deutlich werden sollte) und der 'Übernahme' durch Gauselmann doch noch 'notgedrungen' ein namensmäßiger Bezug zu Nettelstedt erhalten (das 'N'). Ich denk mal, dem Gros der Anhängerschaft wird das sehr recht gewesen sein.

    Okay, war etwas überzogen formuliert (für den hier eingestellten Artikel aber weniger!): es fällt mir aber immer wieder auf, daß häufig von dem Autor in Klischees geschrieben wird (bzw. die Sebstbezüglichkeit/Selbstreferentialität der Massenmedien auch sehr stark die FAZ erreicht hat). Das es da Unterschiede zu den Texten einer Marketingagentur gibt, das ist klar.

    Aber: hat Heike eigentlich selbst überhaupt mit Karabatic gesprochen? Dem Artikel vermag ich das nicht entnehmen - die Zitate (und auch einige Formulierungen bzw. 'charakterisierende Beschreibungen' von Karabatic) kommen mir seltsam bekannt vor (und das sind welche im Paarmann-Tenor - wie auch der ganze Artikel). Paarmann wird auf höherer sprachlicher Ebene 'reproduziert' (der Heike-Artikel ist auch ironiefrei - so ist zumindest meine Lesart)

    Zu Rainer Seele folgender hier eingestellter Artikel (Wieland 2.9.06) :
    Link
    Da wird in einem (gut geschriebenem) Artikel über den Niedergang der SGL behauptet, daß Bogdan Wenta einst für Leutershausen spielte (es war sein Bruder) Sowas sind ja keine Flüchtigkeitsfehler, sonder verraten mangelhafte fachliche Souveränität.

    Wenn man sich die Sportberichterstatung z.b. auch kleinerer Schweizer Zeitungen (z.B. Basler Zeitung) - dann merkt man halt deutliche Unterschiede zum allgemein dürftigen Nuveau des deutschen Sportjournalismus (zu guten Teilen kommt das aufgrund der allgemein größeren Fachkompetenz der Schweizer Sportjournalisten - und der stärkeren Fixierung auf 'sportfachliche' Aspekte).

    Eggers sehe ich auch als einzigen 'echten' Handballjournalisten der in überregionalen Zeitungen (bzw. in größeren und nationalweit verbreiteten/beachteten Regionalzeitungen) publiziert (das Problem besteht allerdings auch, daß die Sportredaktionen natürlich gewisse Erwartungshaltungen gegenüber den Journalisten haben, die diese erfüllen müssen - und wenn der Karabatic-Artikel der Erwartungshaltung des FAS entspricht - nuja :( ).

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Dushebajew ging für Minden und Nettelstedt auf Torejagd. Vom letzteren erholt sich GWD doch immer noch Augenzwinkern

    Das stimmt für GWD nicht - Talant kam nach der Spielbetriebsgesellschaftsgründung

    Ps. Richardson hat in Großwallstadt gespielt - und nicht in Wallau.

    Danke für die Mühe, Hereticus!

    Hier noch eine Illustration (tut mir leid, daß es jetzt wieder die RNL betrifft), die in die Argumentation Deines Artikels paßt. Der Spieler Groetzki hat letztes Jahr für Pforzheim/Eutingen gespielt - und stand nicht im endgültigen Kader der Junioren-WM (Ps. neulich wurde er von seiner Managerin/PR-Frau 'interviewt' - Handball-World hat das 'Interview' übernommen)


    Quelle: Open-PR

    lothar: Deine Darstellung verkürzt meinbe Erinnerung der Sachverhalte/Diskussionen. Das 'Problem' und der 'Bremser' war die olympische Bewegung. Die Diskussion um Trikotwerbung war einige Jahre vor Klempel (hier gingen die Widerstände von den Fernehanstalten und dem NOC aus). Überhaupt hatte der Fall 'Klempel' keine ganz so große Bedeutung, da monetäre Anreize für (v.a. ausländische) Spitzenspieler schon außerhalb jeder Diskussion standen (man mußte sich allerdings an die bestimmte 'Regeln' halten, diese 'auszuzahlen') - mit dem Zusammenbruch des Ostblocks (als - etwas scheinheilige-) Bewahrer des IOC-Reglements, sind dann die Beschränkungen zusammengefallen.

    Aber: in den 80ern gab es eine große Diskussion: Handball nur noch in Großstädten: Schwabing, Milbertshofen, den Füchsen usw. wurde eine große Zukunft prophezeit - der Handball in den Mittelstädten 'todgeschrieben'.

    Und, wer waren die 'Aufsteiger' der 90er Jahre: Vereine aus Lemgo und Flensburg.