Beiträge von Karl

    Huhn schreibt:

    Zitat

    auch der tus nettelstedt hat sich ja irgendwann, in nicht allzu ferner vergangenheit, ein heute geradezu unauffälliges "n"" im vereinsnamen "angelacht"

    Jaja, manchmal kann sowas auch ganz einfache Gründe haben. Das 'N' im Namen blieb erhalten, weil es einen TuS Lübbecke bereits gab und gibt. So blieb nach der Insolvenz (und dem damit verbundenen Einschnitt, der auch namensmäßig deutlich werden sollte) und der 'Übernahme' durch Gauselmann doch noch 'notgedrungen' ein namensmäßiger Bezug zu Nettelstedt erhalten (das 'N'). Ich denk mal, dem Gros der Anhängerschaft wird das sehr recht gewesen sein.

    Okay, war etwas überzogen formuliert (für den hier eingestellten Artikel aber weniger!): es fällt mir aber immer wieder auf, daß häufig von dem Autor in Klischees geschrieben wird (bzw. die Sebstbezüglichkeit/Selbstreferentialität der Massenmedien auch sehr stark die FAZ erreicht hat). Das es da Unterschiede zu den Texten einer Marketingagentur gibt, das ist klar.

    Aber: hat Heike eigentlich selbst überhaupt mit Karabatic gesprochen? Dem Artikel vermag ich das nicht entnehmen - die Zitate (und auch einige Formulierungen bzw. 'charakterisierende Beschreibungen' von Karabatic) kommen mir seltsam bekannt vor (und das sind welche im Paarmann-Tenor - wie auch der ganze Artikel). Paarmann wird auf höherer sprachlicher Ebene 'reproduziert' (der Heike-Artikel ist auch ironiefrei - so ist zumindest meine Lesart)

    Zu Rainer Seele folgender hier eingestellter Artikel (Wieland 2.9.06) :
    Link
    Da wird in einem (gut geschriebenem) Artikel über den Niedergang der SGL behauptet, daß Bogdan Wenta einst für Leutershausen spielte (es war sein Bruder) Sowas sind ja keine Flüchtigkeitsfehler, sonder verraten mangelhafte fachliche Souveränität.

    Wenn man sich die Sportberichterstatung z.b. auch kleinerer Schweizer Zeitungen (z.B. Basler Zeitung) - dann merkt man halt deutliche Unterschiede zum allgemein dürftigen Nuveau des deutschen Sportjournalismus (zu guten Teilen kommt das aufgrund der allgemein größeren Fachkompetenz der Schweizer Sportjournalisten - und der stärkeren Fixierung auf 'sportfachliche' Aspekte).

    Eggers sehe ich auch als einzigen 'echten' Handballjournalisten der in überregionalen Zeitungen (bzw. in größeren und nationalweit verbreiteten/beachteten Regionalzeitungen) publiziert (das Problem besteht allerdings auch, daß die Sportredaktionen natürlich gewisse Erwartungshaltungen gegenüber den Journalisten haben, die diese erfüllen müssen - und wenn der Karabatic-Artikel der Erwartungshaltung des FAS entspricht - nuja :( ).

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Dushebajew ging für Minden und Nettelstedt auf Torejagd. Vom letzteren erholt sich GWD doch immer noch Augenzwinkern

    Das stimmt für GWD nicht - Talant kam nach der Spielbetriebsgesellschaftsgründung

    Ps. Richardson hat in Großwallstadt gespielt - und nicht in Wallau.

    Danke für die Mühe, Hereticus!

    Hier noch eine Illustration (tut mir leid, daß es jetzt wieder die RNL betrifft), die in die Argumentation Deines Artikels paßt. Der Spieler Groetzki hat letztes Jahr für Pforzheim/Eutingen gespielt - und stand nicht im endgültigen Kader der Junioren-WM (Ps. neulich wurde er von seiner Managerin/PR-Frau 'interviewt' - Handball-World hat das 'Interview' übernommen)


    Quelle: Open-PR

    lothar: Deine Darstellung verkürzt meinbe Erinnerung der Sachverhalte/Diskussionen. Das 'Problem' und der 'Bremser' war die olympische Bewegung. Die Diskussion um Trikotwerbung war einige Jahre vor Klempel (hier gingen die Widerstände von den Fernehanstalten und dem NOC aus). Überhaupt hatte der Fall 'Klempel' keine ganz so große Bedeutung, da monetäre Anreize für (v.a. ausländische) Spitzenspieler schon außerhalb jeder Diskussion standen (man mußte sich allerdings an die bestimmte 'Regeln' halten, diese 'auszuzahlen') - mit dem Zusammenbruch des Ostblocks (als - etwas scheinheilige-) Bewahrer des IOC-Reglements, sind dann die Beschränkungen zusammengefallen.

    Aber: in den 80ern gab es eine große Diskussion: Handball nur noch in Großstädten: Schwabing, Milbertshofen, den Füchsen usw. wurde eine große Zukunft prophezeit - der Handball in den Mittelstädten 'todgeschrieben'.

    Und, wer waren die 'Aufsteiger' der 90er Jahre: Vereine aus Lemgo und Flensburg.

    Hm, mich verwundert, daß hier noch niemand angedeutet hat, daß Kretschmars harsche Reaktion gegenüber den RNL auch durchaus eine (verständliche) private Komponente haben könnte (Stichwort: Harder/von Almsieck)

    Jau - und so kommt die "nette Idee" (Arcosh) bei den Zuschauern an:

    Zitat Olaf:

    Zitat

    Da trugen jedenfalls einige Spieler die Strümpfe bis zum Knie hochgezogen und irgendein schwarzer Schriftzug war zu erkennen.

    Wart mal ab - nehme mal ganz stark an, daß die Socken bald auch erwerbbar sind.

    Von dem Erlös finanzieren dann die RNL ihre beiden neuen Polen vom SCM :lol:

    Ein offenes Interview mit dem GWD-Manager und Vorsitzenden Horst Bredemeier führte das Mindener Tageblatt (es enthält auch z.B. Details zum Toyota-Vertrag).

    Ich glaub, das ist auch ganz interessant für diejenigen zu lesen, die nicht speziell an GWD interessiert sind. Deutlich wird auch, daß die massenmediale Rede von einem 'Handball-Boom' hinsichtlich der HBL-Mitglieder einer Differenzierung bedarf.


    Quelle: Mindener Tageblatt

    Hier noch eine interessante Zahl aus der heutigen Neuen Westfäischen, die in recht kleiner Aufmachung deskriptiv/positiv (keinerlei Problematisierung - war von dem Blättchen aber auch nicht zu erwarten) von den weitreichenden Änderungen berichtet:

    Zitat

    Durch eine Aufstockung ihrer Kommanditeinlage um 1.565.200 Euro ist die Heristo AG neuer Hauptgesellschafter des TBV

    Naja, das sollte aber doch eigentlich schon zu einer gewissen Zurückhaltung verpflichten ;)

    Aber sicherlich versucht Kretschmar konsequenterweise schon eifrig, den Vertrag mit Kubes wieder aufzulösen! (vielleicht kommt er ja auch 'abhanden' :lol: )

    Artikel:

    Zitat

    Man bedient sich ja gerne schamlos." Derart frühzeitige verpflichtungen von Spielern seien skurril und bekloppt, urteilte Kretzschmar:

    Hm, hat denn Magdeburg nicht schon Kubes für 2008 verpflchtet? ?(

    Ali schreibt:

    Zitat

    "diktatur der mehrheit über die minderheit"

    Nuja, das gibt es auch bei den Handballspielregeln :)

    Interessant ist übrigens auch das 'heimliche Vorgehen' des TBVs. Selbst in der OWL-Presse hab ich bis dato nichts zur Umbenennung gelesen.

    Ein Vorgehen qua Klage gegen die HBL würde eigentlich überhaupt nicht zum 'alten' TBV passen - aber der 'gehört' jetzt ja praktisch dem Fleisch- und Hundefutterkonzern.

    Edit: PM TBV Lemgo:

    Zitat

    . In den neuen Beirat wurden Peter Jahrmarkt, Oliver Risken, Hans-Jürgen Meschkat, Dr. Rainer Grote, Ralf Weber, Paul Reimann und Klaus Röpke gewählt.


    Quelle: HW

    Die ersten viergenannten Beiratsmitglieder (von insgesamt 7) entstammen dem Kontext (nach einer flüchtigen Google-Recherche) des Heristo/Stockmeyer-Konzern - man kann also wirklich von einer Übernahme des TBV Lemgos (Bl-Spielbetrieb) sprechen und nunmehr von einem Werksverein.

    Schade! :rolleyes: (und das bei dem traditionellen Stolz auf die lippische Eigenständigkeit)

    Nuja, das Ganze (wie das auch immer durchgeführt werden soll) passt auf jeden Fall in das unseriöse/hemdsärmlige Image der ostwestfälischen/Versmolder (Bad Rothenfelde ist da mal eingemeindet) Fleischindustrie - Stockmeyer hat sich da ja in den letzten Jahren auch hervorgetan (zur Einführung, siehe: Abschnitt 6 des oben verlinkten Wikipedia-Artikels).

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Gibt es dieses Produkt (des Hauptsponsors) schon? Wenn nicht, ist der denkbare Schachzug - erst den Verein umzubenennen, dann Produkt auf den Markt zu bringen - clever.

    ?( - natürlich gibt es das Produkt/den Markennamen schon: http://www.provital.de/ (man achte zudem auf das große 'V' in "ProVital', das auch in den Vereinsnamen einfließen wird)

    Vielleicht soll 'ProVital' aber nur TBV 'für die Lebenskraft' (auf Pidgin- Latein - Lippe als angeblicher Ort der Varusschlacht) Lemgo heißen (obwohl, so wie z.B. die Einladung für die ao JHV ausgestaltet ist...., da kämen die eigentlich nicht mit durch. Der 'Fall' VFL BHW Hameln liegt anders). Oder die französische Ausprägung soll an die napoleonische Besatzungszeit erinnern - clever, clever... :()

    Nuja gut - der Konsens wird dann hier wohl mal wieder für diese Lächerlichkeit lauten: ist 'clever'

    (Letztes) Edit: Zu Heristo/Stockmeyer ganz interessanter Überblick: http://de.wikipedia.org/wiki/Heristo

    Hereticus schreibt:

    Zitat

    Wurstfabrik Kleinfürstentum

    Die Wurstfabrik ist aber noch nicht einmal im Fürstentum (Schaumburg-) Lippe beheimatet ;)

    Mal gucken, ob da noch eine weitere 'Kröte' kommt (ich denke so an weitere Spiele im recht zentral gelegenem Halle - in der Nähe der neuen 'Herrscher' bzw. 'Besitzer' des TBVs). Tja, von 'Fleischbaronen' kriegt man nichts 'geschenkt'.

    Ich kann eigentlich auch, wie Hereticus, gut auf den 'WM-Boom' (so er denn überhaupt existiert, was man für die HBL-Mitgliedsvereine mit guten Gründen anzweifeln kann) verzichten.

    Was bringt er? Samstag 15h Termine, 'komische' Umbenennungen; Forcierung der eh schon im vorhandenen 'Gehälterinflation'; Toyota usw.

    Die HBL würde auch sehr gut funktionieren mit nur der Hällfte ihres Finanzvolumens - smypathischer wäre sie auf jeden Fall. Und Vereine wie Lemgo wären nicht 'gezwungen' (sind sie das wirklich?) zu solchen Mittel der Refinanzierung zu greifen, um (zu hoffen) ihrem eigenen Anspruchsniveau weiterhin gerecht zu bleiben.

    Im TBV-Forum ist die Tagesordnung für die außerordentliche Mitgliederversammlung am 31.8. eingestellt worden::Link

    Dort TOP IV:

    Zitat

    1. Der Verein trägt den Namen „TBV Lemgo 1911 e.V.“

    Der Vereinsname soll ergänzt werden. Der Vorstand schlägt der Mitgliederversammlung daher vor, den Vereinsnamen in „TBV ProVital Lemgo 1911 e.V.“ zu ergänzen.

    2. Weiter schlägt der Vorstand vor, in § 1 der Satzung unter Ziffer 4 folgende Ergänzung einzufügen:

    Der Verein trägt den Namen „TBV ProVital Lemgo 1911 e.V.“