Beiträge von Karl

    Der Bericht/Rezension der Welt:

    Quelle (und eine Bildstrecke): Welt-Online

    Meikel: die von Dir angesprochene zweite Hälfte der 90er Jahre kann man (sehr verkürzt) durchgehend als Bemühen des VFLs ansehen (der damals an fast jedem 'Wettbieten' beteiligt war), mit einer nicht finanzierten Mannschaft (die hat nie "ständig die Hucke voll bekommen". sondern war durchgehend sehr ordentlich besetzt) an alte Zeiten anzuknüpfen (die wirtschaftlichen Realitäten und strukturellen Defizite wollte man einfach nicht zur Kenntnis nehmen - man ist ja der 'große VFL'). Dann beim Crash kam plötzlich das pressewirksame Jammern und die Hiferufe.

    Tja, Mittelmaß kam damals für den VFL nicht in Frage - und auch jetzt greift man wieder nach der Taube auf dem Dach (mit dem Köln-Umzug - und mit Krämer hat man ja jemanden, für den Mittelmaß nun gar nicht in Frage kommt)
    Wie es wirklich ausschaut rund um die Köln-Arena - keine Ahnung (aber Krämer glaube ich kein Wort von seinen öffentlichen Verlautbarungen, Zahlen und Berechnungen, was die Köln-Arena angeht). Genug Grund zur tiefen Skepsis gibt es - Snuffmasters und Lorans Postings und Bedenken sind ja sehr plausibel.

    Huhn schreibt:

    Zitat

    Wenn, wie in Deinem Beispiel angegeben, Lemgo 7 Heimspiele in Halle machen würde - wäre es für mich vorbei mit der Jahreskarte. Handball ist mir wichtig, ich mag das Spiel, die Atmosphäre, das Treffen mit alten Freunden und Belannten - in Lemgo, ohne einen Zeitaufwand, der restliche Notwendigkeiten oder Lästigkeiten

    Das war auch (soweit ich das mitbekommen habe) das vorherrschende Resümme von den Hannoverfahrern - da herrschte doch manches Mal 'Pflichbewußtsein' vor (da hast Du recht: in Hannover hat man eigentlich nichts zu suchen - es gibt schon allein historisch überhaupt keinerlei Verbindungen vom 'preußischen' Minden nach Hannover - außer der relativen geographischen Nähe)

    @nur 3 Spiele des TBVs in Halle: das finde ich gut: nicht nur Bier, sondern auch Handball 'braucht Heimat' - das war übrigens auch ein wichtiges Fazit/Bestätigung aus der Hannovererfahrung. Ach ja, bei 20 Minuten Wegstrecke nach Halle ist es mir noch nicht eingefallen, da zum TBV hinzufahren - da nehm ich doch lieber die Stunde ins Lüttfeld auf mich (auch wenn es mir da nach dem Umbau nicht mehr so recht gefällt).

    @Mods: wir wissen - off topic

    Ah - hätte ich auch drauf kommen können :nein:

    Tja, die Hannovergeschichte wurde hier ja schon oft diskutiert - letztendlich war sie zum damaligen Zeitpunkt alternativlos (berücksichtigen sollte man, daß der Hauptverein wegen seiner Altschulden in arge Probleme käme, wenn keine BL-Mannschaft mehr vorhanden wäre - die Prozesse haben ja bewiesen, daß das Risiko primär auf der Papenburgseite lag).

    'Verrat' trifft die Sache und die Motivation der Verantwortlichen bestimmt nicht (sondern das Gegenteil: den Erhalt des leistungsorientierten Handballs in Minden). Die Umbennung in Hannover hatte ja außer dem Absolvieren von der Hälfte der Spiele in dieser Arena quasi keine Bedeutung (das wär ungefähr so, als wenn der TBV 7 Spiele in Halle absolvieren würde).

    Man hat da vieles unterschätzt: die Bundeslandgrenze (Sponsorensuche! - das wäre Papenburgs Aufgabe gewesen)); das es nicht funktioniert, wenn eine 60 km entfernter Verein da ein paar Spiele macht - und vor allen Dingen waren die sportlichen Voraussetzungen wegen der Johannessonverletzung (der Ex-Essener war als absolute Leitfigur eingeplant) nicht gegeben. Das Gummersbacher Beispiel war halt zu verlockend.

    @Minden/Dankersen: Die bauliche Anlage der Mindener Kampahalle ist halt nicht besonders stimmungsfördernd [und an traditionellen Handballstandorten, wie Eugen-Haas-Halle, Kiel oder im Elsenfeld (nicht, wenn der TVG in Aschaffenburg spielt!) geht es eh häufig ruhiger zu - das ist ein ganz interessantes Phänomen]. Eine regionale Mentalitätssache spielt da bestimmt auch noch rein (oder auch die Dichte der Handballvereine im Mindener Land im gehogenen Leistungsbereich, die GWD bei manchem im Publikum dann zum 'Zweitverein' machen) In Gesprächen dominiert die Bezeichnung Dankersen (als Anfeuerung eigentlich ausschließlich - naja, ist ja auch dreisilbig). Wenn man sich aber mit Jugendlichen (z.B. vom C24) unterhält, gebrauchen die häufig die Bezeichnung 'Minden' - ist schon gewöhnungsbedürftig.

    @Zerbe: Das hat mit einem Auftritt von ihm in den 90ern nach seiner schweren Schulterverletzung zu tun (da hatte er eine 'ruppige Phase' - wo er das wohl kompensieren wollte ;)) Außerdem war da immer der Ärger über die SRs des TBV Deutschlands ;) (so wurde es von vielen empfunden, macht aber keinen Sinne, Spiele, die fast 10 Jahre zurückliegen, noch zu diskutieren ;) ) Aber: alles hat seinen Grund... (ob der nun gut ist, tja, das ist eine andere Frage)

    Huhn schreibt:

    Zitat

    ( wieder erkennbar ist: der "Ausritt" nach Minden war ja neben einer grandiosen Milchmädchenrechnung aus meiner Sicht durchaus auch ein Verrat an der Tradition )

    Nuja, weiß jetzt nicht genau, was Du jetzt mit "Ausritt nach Minden" meinst - die bis zur Kommunalreform selbstständige Gemeinde 'Dankersen' liegt ca. 4 km vom Mindener Stadtzentrum entfernt (aber mit Dorfstrukturen) - Spielstätte in der Handballbundesliga war seit ihrer Errichtung die Mindener Kreissporthalle ( davor in den 50/60er Jahren in der Halle auf dem Simeonsplatz und die Doppelturnhalle, jeweils im Mindener Stadtzentrum gelegen). Die großen Spiele wurden im Weserstadion am Rande der Mindener Innenstadt ausgetragen. Alle Spiele der 2. Mannschaft und der Jugendmannschaften werden in der Dankerser Sporthalle ausgeragen (Fassungsvermögen ca. 500 Zuschauer)

    Die (reine) Umbenennung 85 sehe ich auch sehr skeptisch. Das war damals aber halt eine 'Notlage' (angesicht des Professionalisierungsschubs des Handballs in der Mitte der 80er), die man mit untauglichen Mittel versuchte zu bewältigen (86 kam der Abstieg)

    Mal eine Impression aus Lübbecke (Neue Westfälische - Placke)

    Zitat

    Bei einem Großteil der neuen Akteure gibt es noch sprachliche Barrieren, da sie der deutschen Sprache noch nicht mächtig sind. Branko Kokir fungiert in den meisten Fällen als Dolmetscher für seine Landsleute, die sich am Mittwochabend angesichts des Interesses der Fans sichtlich wohl fühlten. Die meisten von ihnen sprechen allerdings Englisch, so dass eine Unterhaltung möglich ist. "Natürlich ist es wichtig, dass die neuen Spieler möglichst schnell Deutsch lernen. Augenblicklich ist es noch so, dass Velimir Kljaic seine Ansprachen zuerst auf Deutsch und dann auf Kroatisch hält", erläuterte Zlatko Feric den verbalen Ablauf der Trainingseinheiten.

    Ganzer Artikel: NW (kostenfreie registrierung notwendig)

    Meikel schreibt zu Khan (neuer Trainer von GWD Ii):

    Zitat

    Ein absoluter Fachmann, dazu ein Vulkan auf der Bank! Sehr guter Fang für GWD. Den habe ich auch mal irgendwann für eine Profimannschaft als Cheftrainer auf dem Schirm, wenn er es denn will!

    Mal schaun, so Trainer zu sein von einer 2. Mannschaft mit einem sehr kleinen festen Kader ist gewöhnungsbedürftig (vor allem wenn man Mentalität und Umfeld nicht so genau kennen kann) - einen Trainer, der im Rheinland wohnt, hatte man auch noch nicht bei GWD. Na, muß man gucken (bei aller unbestrittenen Qualifikation), ob das gut geht.

    Die andere Regionalligamannschaft Nordhemmern/Mindenerwald (Nordhemmern ist ein Dorf mit ca. 1500 EW; Mindenerwald eine Streusiedlung - in unmittelbarer Nachbarschaft in der Großgemeinde Hille befinden sich zudem noch etliche traditionsreiche Konkurrenzvereine der gehobenen Leistungsklasse) aus dem Altkreis Minden war ja die Überraschungsmannschaft der letzten Saison - als Aufsteiger aus der OL Westfalen schrammte man am Aufstieg in die 2. BL. (das wäre sehr interessant geworden!!) vorbei. Einen Ausblick auf die kommende Saison gibt das Mindener Tageblatt:


    Minden Tageblatt

    Hier ein Nachbericht aus dem Mindener Tageblatt von heute (waren mit Brormann und Leiding ja 2 Ex-Bundesligaspielerinnen von Eintracht Minden beteiligt, die jetzt bei Eintracht Oberlübbe im Altkreis Minden tätig sind):


    Quelle: Mindener Tageblatt

    Osatufer schreibt:

    Zitat

    Die Göppinger sind halt Schwaben und in Minden hat es eben nicht so dicke.... Augenzwinkern

    Irgendwie stimmts: je höher die Mannschaft am Ende der Saison zu erwarten ist, desto mißlungener (sorry: 'origineller') ist das Mannschaftsphoto (ganz klassisch z.B. das diesen Thread eröffende der Füchse)

    @Ostufer: Nuja, die einen brauchen halt nur zwei Bänke beim Training (vorhergehendes Photo von OWL-Andy von GWD oder FAG) - bei anderen Vereinen beschäftigen sich anscheinend Agenturen wochenlang damit.

    @Melsunger, Kieler und Lübbecke Bild: also irgendwie gefallen mir diese Studiohintergründe nicht - da finde ich die althergebrachten 'Hallenphotos' (bei gutem Wetter 'vor' - bei schlechtem 'in der Halle') doch wesentlich natürlicher.

    Diese üblich gewordenen aufdringlichen Werbebanden verschönern auch nicht gerade die Photos (vorsichtig gesagt)

    Meteo:

    Zitat

    Ich hatte mich nur auf aktuelle Bundesligisten beschränkt, die im Hallenhandball Erfolge feierten. Feldhandball ist halt ne ganz andere Sportart in meinen Augen.

    Tschuldigung - aber das ist eine ausgesprochen sonderbare Einschätzung.

    Feld und Halle (quasi als Nebenbeschäftigung) waren eng miteinander verknüpft. Das wäre ungefähr so gewesen, als ob Du den Deutschen Meister im Hallenfußball (falls es so was gäbe) zum Deutschen Meister im Fußball erklären würdest. Die dominierenden Spieler und Vereine auf Feld und Halle hatten zudem ein sehr hohes Maß am Übereinstimmung (um nicht zu sagen, waren weitgehend identisch) Ein Problem war bis in die 70er hinein schon schlichtweg das Fehlen von größeren Sporthallen (oder von Sporthallen mit 40X20m Spielfeld und Publikumsrängen überhaupt).

    Meteo:

    Zitat

    . Ein Titel wie Traditionsverein wird halt willkürlich und von jedem anders vergeben, wie Karls Entzug dieses Status für die Füchse beweist.

    Das ist mitnichten willkürlich - anders als die anderen genannten 'Traditionsvereine' der HBL haben die Füchse z.B.als hier einzige zur Diskussion stehende Mannschaft keinen nationalen Titel gewonnen. Und z.B.: Welchen heute noch weithin bekannten ehemaligen Handballer verbindet man mit den Füchsen und ist dort 'groß' geworden? (da haben die anderen Vereine auch alle mindestens eine 'Legende' hervorgebracht). Zudem haben die Füchse ja nunmal nicht allzu viele Jahre in der 1. Bundesliga verbracht - und waren als einziger der genannten Vereine auch etliche Jahre 'völlig weg' von der nationalen Ebene.

    Wöller: Meteo und ich beziehen sich jetzt natürlich nur auf Vereine, die aktuell in der HBL spielen - also die 'aktuellen' ;) 'Traditionsvereine' der Handball-Bundesliga.

    Ahso, okay, diese Statistiken, die über das Internet erhältlich sind, verfälschen immer etwas, da bis ca. Ende der 60 Jahre/Anfang der 70er 'das Feld' zählte.

    Wenn man z.B. Meisterschaften addiiert (zum Rekordmeister oder so), dann sollte man bis Ende der 60er (oder Saison 70/71) die Feldhandballerfolge zu Rate ziehen.

    Meteo schreibt:

    Zitat

    nunja, nicht alle Vereine waren bereits 1966 in der Bundesliga. Großwallstadt rutschte gerade soeben noch mit einem halben Jahr 60er-Jahre Erfahrung in die Liste rein, da sie erst in der Saison 69/70 dazustießen.

    Ich kenn die Geschichte des TVGs jetzt nicht so genau - aber es war schon nicht nur die Mannschaft der (ausgehenden) 70er/beginnenden 80er Jahre, z.B. ein Spiel noch aus den 60ern kenn ich aus Erzählungen (GWD wurde nach der 5. Endspielteilnahme zum ersten Mal 'Deutscher Meister'):

    Zitat

    Insgesamt sechsmal konnte der TV Grosswallstadt von 1961 bis 1973 in die Endrunden-Spiele um die Deutsche Meisterschaft einziehen.

    In der Einführungssaison der zweiteiligen Bundesliga 1967 war der TV Grosswallstadt zum ersten Mal richtig nahe am Gewinn des bedeutendsten deutschen Titels dran. 20.000 Fans am "Bieberer Berg" in Offenbach wollten miterleben, welche Mannschaft sich zum ersten Mal in die Annalen als Deutscher Meister würde eintragen können. Als Sieger der Gruppe Süd traf der TV Grosswallstadt auf Grün-Weiß Dankersen, die den starken Nationalspieler Herbert Lübking in ihren Reihen hatten. Obwohl dem TVG-Akteur Theo Sauer acht Tore gelangen, mussten sich die Wallstädter in ihrem ersten überregionalen Endspiel mit 16:19 geschlagen geben.


    Quelle: hier

    Die Fixierung auf die Halle verfälscht halt ;)

    Edit: ein 'bißchen' off-topic, aber solche 'Nebendiskussionen' müssen ja auch irgendwie sein (und sind vielleicht interessanter als manches Vorbereitungsspielergebnis ;) )

    Meteo schreibt:

    Zitat

    Die Liste von Karls Traditionsklubs in der Bundesliga würde dann folgende Vereine umfassen:

    VfL Gummersbach, GW Dankersen, Reinickendorfer Füchse, THW Kiel, Frisch Auf Göppingen und der TV Großwallstadt

    (Reihenfolge chronologisch)

    Den SC Magdeburg sollte man sicherlich auch noch zu den 'Traditionsvereinen' der Bundesliga hinzuzählen. Da käme man dann immerhin auf 6 von 18 Vereinen (Füchse hab ich jetzt nicht dazugezählt).

    @meteo: auch wenn es off-topic ist: mir ist nicht ganz klar, wie Du das mit "chronologisch" meinst ?

    Das ist eine Liste, die ich plausibel finde (wobei die Füchse längere Zeit ein 'One-Man-Unternehmen' des Immobilienmaklers Bendzko waren, die würde ich deshalb nicht unbedingt dazuzählen - und auch sonst gegenüber den genannten Vereinen etwas abfallen).

    @Meteo: der Abwehrspezialist aus Minden, ohne den der Tusem keinen Titel gewonnen hätte, spielte in Dankersen aber nur einige Jahre (ich glaube, der damalige Trainer der 2. Mannschaft 'Hotti' Bredemeier hatte ihn zunächst für die 2. verpflichtet) - wenn ich mich nicht täusche, kam er gebürtig aus dem Ruhrgebiet.

    Huhn: zwischen den 5 genannten Vereinen (jetzt ohne Füchse) und dem TBV gibt es schon gravierende Unterschiede - wenn man den Begriff nicht inflationär verwenden möchte.

    Einen Verein, dessen 'Aufstieg' ich noch nicht mitbekommen habe :)

    Ne, ernsthaft: also in den 60er Jahren sollte der Verein schon ne Rolle gespielt haben - war denn nicht der TBV selbst in der ersten Hälfte der 70er nicht selbst in Westfalen noch bedeutungslos? (ist ne Frage - Zweitligaaufstieg war 1981, beinahe wärs im nächsten Jahr dann ja auch wieder runtergegangen)

    Bericht der MT-Pressestelle:

    Zitat

    Ein Sieg über den ostwestfälischen Traditionsclub, der für die Bartenwetzer so etwas wie das heimliche Vorbild ist.

    Naja, ein "Traditionsclub" ist Lemgo sicherlich nicht (ähnlich wie die SG Flensburg-Handwitt) - "heimliches Vorbild" verwundert: anhand der Mannschaftszusammensetzung der Melsunger kann man davon nichts merken.

    Naka, da kann man jetzt die (alljärhlich sich wiederholende) Frage diskutieren, wer eigentlich auf so ein Mannschaftsphoto 'gehört'.

    (das wird interessanterweise von den verschiedenen Vereinen unterschiedlich gehandbabt - und das ist nicht unbedingt zufällig)

    jaja, der Junior scheint nicht nur auf dem Bild beim TuS von der 3. Reihe letztes Jahr (fast) in die 1. vorgerückt zu sein - allerdings nicht auf dem Bild rechts ganz vorne wie der Vater letztes Jahr, sondern links vorne (etwas verdeckt) plaziert: man setzt halt eigene Akzente.