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Ronaldo: Lemgo liegt nicht in Ostwestfalen
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Ronaldo: Lemgo liegt nicht in Ostwestfalen
Nuja, das 'seltsame' bei GWD ist ja, daß sich gerade bislang die 'echt' einheimischen Jugendlichen durchgesetzt haben: Arne Niemeyers Vater (Weltmeister Rainer Niemeyer) hat lange Jahre bei GWD gespielt bzw. war Trainer (Arne kam in der B-Jigend aus Südhemmern/Altkreis Minden); Moritz Schäpsmeier hat noch nie bei einem anderen Verein als GWD gespielt (sein Vater war früher BL-SR für GWD, ist heute Hallensprecher und Mannschaftsbusfahrer); Andreas Simon spielte in der C-Jugend bei Lerbeck (ein angrenzender Nachbarort Dankersens - sein Vater war lange Jahre Jugendtrainer bei GWD); Buhrmester spielt auch schon seit der B-Jugend bei GWD (sein Onkel Jens ist mit GWD 95 in die BL aufgestiegen). Kunisch spielt auch schon seit der C-Jugend bei GWD (seine Mutter trainiert gegenwärtig die C-Jugend von GWD). Frank Habbe (Wilhelmshaven) hat in der Jugend nur für GWD gespielt; von Behren kam in der A-Jugend aus Hille (Altkreis Minden).
Der einzige Spieler aus dem Jugendbereich im BL-Kader, der nicht aus dem Altkreis Minden stammt, ist Fiete Buschmann (Werther bei Bielefeld - seit der A-Jugend bei GWD).
Insofern stimmt das nicht ganz mit dem "Zusammenziehen der Talente aus Niedersachsen und Westfalen". Das es jetzt aktuell gegenläufige Tendenzen gibt (z.B. Einrichtung einer 'Wohngruppe') steht auf einem anderen Blatt - und ist auch eine Reaktion auf entsprechende Aktivitäten der Konkurrenz, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität zu erhalten.
Das GWD in einer Handballregion beheimatet ist, hat seine Vor- und Nachteile, schließlich wird in unmittelbarer Nähe von mehreren Vereinen gute Jugendarbeit betrieben (Hahlen/Stadttteil von Minden stand vor einigen Jahren z.B. im Endspiel um die Deutsche der A-Jugend; auch Nordhemmern hat eine sehr engagierte Jugendarbeit; Hille und Rothenuffeln hatten sehr starke Jahrgänge; Jöllenbeck, Altenhagen-Heepen und Lemgo sind auch im ca. 40 km-Radius von Minden entfernt).
Nuja, 'professionell' würde ich die Jugendarbeit von GWD nicht unbedingt bezeichnen (vielleicht vom Erfolg) - sie basiert auf (quasi-)ehrenamtlicher Arbeit und Engagement. Die 'Professionalität' [z.B. im Sinne von (haupt)beruflicher Tätigkeit] ist auch eine Sache, die mir im HBL-Papier viel zu stark betont wird - warum muß ein Jugendkoordinator in Zukunft ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit einem Verein über mindestens 21 Wochenstunden haben? (da könnten sehr geeignete Personen arge Probleme wegen der Genehmigung einer Nebentätigkeit bekommen).
Nuja, das der Tus N-Lübbecke (bzw. TuS Nettelstedt) in nunmehr 30 Jahren Handballbundesliga noch kein Eigengewächs (auch im weiteren Sinne) von überregionaler Bedeutung 'produzierte', liegt sicher nicht nur daran, daß es schon viele Angebote für gute Jugendspieler in Ostwestfalen gibt und gab ![]()
Bilbo schreibt:
Zitatund das finde ich völlig daneben. 5mal die Woche Trainig in der A-Jugend? ? Wer außer den wenigen Riesentalenten, die die Zielrichtung Bundesliga haben, soll denn das mitmachen? Neben Schule/Ausbildung und Handball bleibt dann ziemlich genau NULL Zeit für irgendwas anderes
Ja, zur fundierten Diskussion reicht leider der Artikel nicht aus. Die Verfasser des Konzepts sprechen von 5 Trainingseinheiten die Woche - eine Trainingseinheit muß 60 oder mehr Minuten umfassen (an wieviel Wochentagen die durchzuführen sind, bleibt den Vereinen überlassen)
Auch sonst ist alles nicht ganz so dramatisch, wie es sich auf dem ersten Blick anliest (wenngleich etliches kritikwürdiges enthalten ist).
Volksstimmeartikel:
Zitat„Wir haben alles versucht, und beide Bands wären wahnsinnig gern nach Magdeburg gekommen, aber der Zeitpunkt ist leider äußerst ungünstig. Die Ärzte machen gerade Aufnahmen im Studio inklusive Video-Dreh, und die Hosen sind bei irgendeinem Festival in Aktion“, erklärte Kretzschmar-Managerin Ciz Schönberger zur Absage der „Zugnummern“, die mit dafür gesorgt hatten, dass die Tickets binnen kürzester Zeit ausverkauft waren. „Ich hoffe, dass es jetzt nicht Rückgabeflut kommt, denn das funktioniert nicht – gekauft ist nunmal mal gekauft“Schönberger gestern.
Ahja, ausgesprochen seriös, die Managerin des Managers.
Was ist denn das für eine Rückraumrechtshändersammlung dann? Boesen, Kaufmann, Stephan, Hegemann, Christopherssen, Kraus (Geirson kann ja auch gut Halb spielen - wie in der Nationalmannschaft gesehen)
Oh ja, danke - ob man aber 'Leben' mit/durch Geld produzieren kann?
Von Geld und quasi 'Professionalität' ist ja sehr viel die Rede in dem Artikel - eigentlich sind das ja Gegenbegriffe zu 'Leben'.
Ja, damit wird man dann in der HSV-Logik (und Mentalität) zum "geliebten Verein" (Zitat).
Soso, so schaut eine' Kooperation' aus:
ZitatDoch auf die Kooperation der Basis ist Fitzek angewiesen: Die Klubs sollen die hoffnungsvollsten Talente an den HSV abtreten. Im Zeichen der Raute würden sie dann unter professionellen Bedingungen an höhere Aufgaben herangeführt - bis hin zu einer U 23, die idealerweise in der Zweiten Liga spielte.
Und das Ganze, um Rudolph und sein Gebilde in hellerem Licht erstrahlen zu lassen:
Zitat"Wir könnten es uns einfach machen und uns von der Jugendarbeit freikaufen", sagt der sportliche Leiter Christian Fitzek, "aber uns liegt auch daran, ein gelebter Verein zu werden."
Wieland schreibt:
ZitatVielleicht gelänge es GWD „Melitta“ Minden doch noch einen brauchbaren Mittelmann zu kaufen
Der Punkt wiederholt sich: ich glaube nicht, daß die Melitta-Werke an sowas interessiert wären.
(in Minden fallen die Sponsoren eh traditionell nicht durch übertriebene Selbstdarstellung auf - schon gar nicht als Personen, aber auch nicht durch aufdringliche massenmediale (bzw. PR-) Inzenierung der fördernden Firmen).
Ps. an den Folgen der 'reinen Umbenennung' 1985 von GW Dankersen zu GWD Minden hat man heute noch zu tragen - hinsichtlich des Bekanntheitsgrades außerhalb des Mindener Landes (mir schon häufiger passiert im Gespräch mit älteren, nur generell Sportinteressierten: "Ach, GWD Minden ist Grün-Weiß Dankersen - klar, das sagt mir was") und Akzeptanz des Namens.
Lothar schreibt:
ZitatGlücklicherweise macht das Handball-Publikum Amerikanisierungen nicht mit. Namen wie "Die Panther", "Gladiators" oder auch "Rhein-Neckar-Löwen" haben sich nicht durchgesetzt, werden sich in diesem Sport nicht (bundesweit) durchsetzen.
...zudem wär es ja vielleicht auch so, daß z.B. die Provinzial einen 'THW Provinzial' nicht anstrebt - eine Benennung mit einem anderen Namensgeber aber nicht dulden würde.
Das Ganze ist schon recht komplex, ist vielleicht einfacher, das Faß erst gar nicht aufzumachen.
Wenn man sich die Biographien vieler neuer Spieler anguckt, würde es die nicht weiter stören...
Meteo schreibt:
ZitatKauft der TuS etwa die Lizenz von Altea auf großes Grinsen
Nuja, der geographische Standort der TuS-Mannschaft ist eigentlich beliebig. ![]()
Lothar schreibt:
ZitatMit z.B. "SG SAP Kronau/Östringen" oder "THW Provinzial Kiel" kann doch wohl jeder leben.
Ist halt nur noch die (vernachlässigbare) Frage da, ob SAP bzw. die Provinzial sowas überhaupt anstreben (gerade die Mannheimer unternehmen ja große PR-Anstrengungen, nicht als 'Werksverein' dazustehen)
Der Handball (und große Teile seiner Förderer) sind recht bodenständig - ich sehe eigentlich auch keinen Handlungsbedarf, irgendetwas an den bisherigen Regelungen zu ändern.
Na gut, wenn das nicht außergewöhnlich ist, mit 21 schon in 4 Ländern Handball gespielt zu haben...
PM Lübbecke:
ZitatIm rechten Rückraum des TuS N-Lübbecke wird neben Dusan Tomic der italienische Nationalspieler Michele Skatar (21) auflaufen. Skatar ist gebürtiger Slowene und durchlief die kroatische Handballschule, ehe er nach Italien wechselte. Zuletzt war er für den Süd-Zweitligisten TSG Friesenheim aktiv.
Meine Güte, der ist mit 21 aber schon rumgekommen.
HW-Artikel:
Zitatwobei nach unbestätigten Informationen jedem Verein mindestens 50.000 Euro überwiesen werden sollten.
Was soll denn mit der anderen Hälfte des Geldes von Toyota passieren?
Tja, 50 000 € für jeden Verein für nix (ich geh mal davon aus, daß wirklich Toyota nur die reinen Namensrechte kauft, keinerlei Werberechte in den Hallen - ich seh mit den lokalen Autohäusern dann eigentlich nicht so große Probleme).
Ich kann keinem BL-Manager verdenken, der da sagt: okay (und hier in der HE gibt es dann eine Wortsperre für Toyota
)
Die Sache liegt aber doch anders, als ein Verkauf von Namensrechten von Vereinen
Ein Verein wird in diesem Thread nie genannt: für die Leistungsträger Kusilev und Gudjonsson wurde bislang der Auricher Kreisläufer Henriksson verpflichtet:
ZitatAlles anzeigenRatkas Ruf nach "verlängertem Arm" verhallt
Für namhafte Verpflichtungen mangelt es GWD an finanziellen Mitteln / Saison 2006/2007 mit Minus abgeschlossen
Minden (mt). Es hat ganz den Anschein, als bliebe die Verpflichtung von Anders Henriksson (OHV Aurich) die einzige des Handball-Bundesligisten GWD Minden. Der 30-jährige Schwede wird den nach Dänemark (Aarhus) abgewanderten Dimitri Kusilew am Kreis ablösen. Ein Nachfolger für Spielmacher Snorri Gudjonsson (nach Gudme/Dänemark) ist dagegen nicht in Sicht.
Von Jürgen Knicker"Wir sind stets auf der Suche nach interessanten Spielern. Aber der Markt gibt derzeit nichts her", erklärt Mindens Manager Horst Bredemeier auf Nachfrage. "Man sieht doch an der Tatsache, dass zuletzt Transfers herausragender Spieler aus bestehenden Verträgen nur mit hohen Ablösesummen stattfanden, wie schwierig die Lage ist", spricht "Hotti" von einem leergefegten Spielermarkt.
GWD-Trainer Richard Ratka hatte am Ende der letzten Serie seinen Wunsch nach einer verlängerten Hand auf dem Spielfeld geäußert. Also ein möglichst international erfahrener Mann, der das Tempo variieren kann und an dem sich die jungen Mindener Akteure orientieren können.
"Wenn es diesen Spieler gibt, dann bin ich bereit, bei unseren Sponsoren dafür betteln zu gehen", verweist Bredemeier in einem Atemzug auch gleichzeitig auf die wie gewohnt angespannte finanzielle Lage der Mindener.
Nach Bredemeiers Worten hat der Tabellenvierzehnte die letzte Saison 2006/2007 mit einem Minus von 200 000 Euro abgeschlossen. Zwar habe GWD nach dem Ende seines Engagements mit der Tui-Arena Hannover seine Einnahmen im Marketing-Bereich um 50 Prozent erhöhen können, doch dies reiche nicht, um den Etat von 2,1 Millionen Euro zu decken.
"Priorität hat im nächsten Spieljahr ein ausgeglichener Haushalt", macht Bredemeier klar, dass bei den Personalplanungen keine großen Sprünge zu erwarten sind. Auch im nächsten Jahr plant GWD wieder mit einem 2,1-Millionen-Etat. Darin enthalten sei wiederum ein fünfstelliger Betrag für den Abbau der Altschulden. Hierzu hat sich GWD in seinen Lizenzauflagen verpflichtet.
Der Etat für Spieler und Trainer betrage 1,4 Millionen Euro, so Bredemeier. Schwer im Magen liegt den Mindenern die Erhöhung der Versicherungs-Prämien für die Berufsgenossenschaft. Um happige 30 Prozent explodierten die Kosten in diesem Bereich.
Gut entwickele sich derzeit der Dauerkarten-Vorverkauf für die kommende Serie, so der Manager. Bredemeier: "Bisher haben wir fast 400 Tickets abgesetzt....
Ganzer Artikel: MT-Online
Ach ja, und dann könnte es zu einem Comeback des vierfachen 'Trainer des Jahres' Bredemeier als Trainer des Regionaligisten GWD Minden II kommen (Hotti wäre dann Geschaftsführer der Gmbh; Kommanditist; Manager der Bl-Mannschaft; Vorsitzender der Hauptvereins und Trainer der RL-Mannschaft)
Artikel: hier anklicken
Spike schreibt:
ZitatAber als fan zahlt man es halt!...Was ich damit sagen will....man fährt trotzdem hin!Auch wenn man darüber sauer ist oder es falsch findet!Man ist halt FAN!
Na, da braucht man sich eigentlich nicht zu wundern, daß das Wort 'Fan' gemeinhin häufig eher eine negative Konnotation hat.
Huhn schreibt:
ZitatWobei sich über die Preise im GW-Stadion fast mehr Nettelstedter als Lemgoer Fans aufgeregt haben ( falls Du das meinst, Karl ). Ich glaube, seinerzeit nahm man einen Top-Zuschlag für dieses Spiel.
Nee, das mein ich nicht, sondern persönliche Erfahrungen (ich lebe in Bielefeld und da bleiben viele Kontakte mit Lippern nicht aus
)
Es geht mir nicht darum, wie das objektiv ist, sondern wie es von vielen empfunden wird:
Ein Beispiel:
Wenn das Gespräch irgendwie auf Handball kommt (meistens von mir
)- und ich mal so generell sportinteressierte (häufig ältere) Lipper frage, dann kommt so als Standardantwort: das ist mir zu teuer - das kostet doch 30€ - mit meiner Frau 60, außerdem kriegt man ja auch schlecht Karten.
Das der Hallenumbau nach VIP-Bedürfnissen erfolgte, ist übrigens auch durchaus wahrgenommen worden (preisgünstige Stehplätze waren in Lemgo vor dem Umbau ja sehr viele da - und die waren von sehr guter Qualität)
Man kann es ein wenig mit den Bayreuther Festspielen vergleichen. Die sind immer ausverkauft (weit höher übrigens überbucht als die Ostseehalle) - und haben trotzdem relativ moderate Preise (weitaus weniger, als man hätte nehmen können).
Das macht zu einem Großteil den Mythos der Festspiele auf dem Grünen Hügel aus(die gebotene Qualität ist zudem immer noch Weltklasse).
Wenn der THW die Preisschraube immer weiter anzieht (könnte man von der Eintrittspreiserhöhung eigentlich überhaupt die in den Wind geschossenen Jeppesen-Ablöse ausgleichen?). so mag sich das vielleicht kurzfristig rechen.
Mittel- und langfristig kann das aber äußerst negative Folgen haben. Wenn man 40€ für eine Eintrittskarte zahlt, dann steigt natürlich das Anspruchsdenken (und über die Hälfte der BLspiele sind einfach nicht 'toll', sondern einseitig), auch die Identifikation mit der Mannschaft kann dann durchaus bei sportlichen Mißerfolgen sinken ("und dafür zahlen meine Frau und ich 1300€ die Saison" + den Kosten für CL).
Der THW hat ein sehr traditionelles und bodenständiges Publikum (das sind keine gesellschaftlichen Eliten und kein 'Zahnärztepublikum') - diese Bodenhaftung und Verwurzelung in der Bevölkerung kann mittelfristig verlorengehen - wer rückt denn nach bei Freiwerden eines Stammblatts? Antwort: Besserverdienende, die locker Wahnsinnssummen bei Ebay hinlegen.
Hier in OWL konnte ich beim TBV Lemgo übrigens ganz gut beobachten, wie die Eintrittspreisgestaltung (die bei weitem nicht Bundesligaspitze ist!) das Image eines Vereins schaden kann.