Beiträge von Karl

    Ronaldo schreibt:

    Zitat

    Ich glaube nicht - nur bin ich mir da auch nicht ganz sicher. Ich meine auch, dass die keinen Profivertrag haben dürfen, dann kann man sie noch holen. So wie Xepkin oder im Jahr davor Agren in Berlin. Aber da bin ich mir eben nicht so ganz sicher.

    Nein, im Bereich des DHBs dürfen die Spieler überhaupt kein Spiel bestritten haben (unabhängig vom Vertragsspielerstatus). Agren war vereinslos, Xepkin hatte vor Jahren sein letztes Spiel absolviert (Tutschkin letztes Jahr beim WHV war auch vereinslos).

    In der Liga Asobal wird das anscheinend anders gehandhabt: Johann Petterson wurde z.B. im Frühjahr von Logrono verpflichtet, obwohl er Pflichtspiele in Skandinavien in der laufenden Saison absolviert hatte.

    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob die Krausverpflichtung in Lippe ;) so viel 'Euphorie' auslöst.

    Eine gewisse Diskrepanz zwischen Bekanntheitsgrad und bisher erbrachter sportlicher Leistung (außerhalb der WM - und da hat Baur ja auch reichlich auf RM gespielt) ist ja nun nicht ganz von der Hand zu weisen.

    Falls er es mit der Selbstvermarktung übertreibt, muß er schon sehr überzeugende sportliche Leistungen bringen - sonst kann es auch flink mit dem Lemgoer Publikum/Umfeld (das ja durchaus nicht unkritisch ist) Probleme geben.

    Nuja, das 'seltsame' bei GWD ist ja, daß sich gerade bislang die 'echt' einheimischen Jugendlichen durchgesetzt haben: Arne Niemeyers Vater (Weltmeister Rainer Niemeyer) hat lange Jahre bei GWD gespielt bzw. war Trainer (Arne kam in der B-Jigend aus Südhemmern/Altkreis Minden); Moritz Schäpsmeier hat noch nie bei einem anderen Verein als GWD gespielt (sein Vater war früher BL-SR für GWD, ist heute Hallensprecher und Mannschaftsbusfahrer); Andreas Simon spielte in der C-Jugend bei Lerbeck (ein angrenzender Nachbarort Dankersens - sein Vater war lange Jahre Jugendtrainer bei GWD); Buhrmester spielt auch schon seit der B-Jugend bei GWD (sein Onkel Jens ist mit GWD 95 in die BL aufgestiegen). Kunisch spielt auch schon seit der C-Jugend bei GWD (seine Mutter trainiert gegenwärtig die C-Jugend von GWD). Frank Habbe (Wilhelmshaven) hat in der Jugend nur für GWD gespielt; von Behren kam in der A-Jugend aus Hille (Altkreis Minden).

    Der einzige Spieler aus dem Jugendbereich im BL-Kader, der nicht aus dem Altkreis Minden stammt, ist Fiete Buschmann (Werther bei Bielefeld - seit der A-Jugend bei GWD).

    Insofern stimmt das nicht ganz mit dem "Zusammenziehen der Talente aus Niedersachsen und Westfalen". Das es jetzt aktuell gegenläufige Tendenzen gibt (z.B. Einrichtung einer 'Wohngruppe') steht auf einem anderen Blatt - und ist auch eine Reaktion auf entsprechende Aktivitäten der Konkurrenz, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität zu erhalten.

    Das GWD in einer Handballregion beheimatet ist, hat seine Vor- und Nachteile, schließlich wird in unmittelbarer Nähe von mehreren Vereinen gute Jugendarbeit betrieben (Hahlen/Stadttteil von Minden stand vor einigen Jahren z.B. im Endspiel um die Deutsche der A-Jugend; auch Nordhemmern hat eine sehr engagierte Jugendarbeit; Hille und Rothenuffeln hatten sehr starke Jahrgänge; Jöllenbeck, Altenhagen-Heepen und Lemgo sind auch im ca. 40 km-Radius von Minden entfernt).

    Nuja, 'professionell' würde ich die Jugendarbeit von GWD nicht unbedingt bezeichnen (vielleicht vom Erfolg) - sie basiert auf (quasi-)ehrenamtlicher Arbeit und Engagement. Die 'Professionalität' [z.B. im Sinne von (haupt)beruflicher Tätigkeit] ist auch eine Sache, die mir im HBL-Papier viel zu stark betont wird - warum muß ein Jugendkoordinator in Zukunft ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit einem Verein über mindestens 21 Wochenstunden haben? (da könnten sehr geeignete Personen arge Probleme wegen der Genehmigung einer Nebentätigkeit bekommen).

    Nuja, das der Tus N-Lübbecke (bzw. TuS Nettelstedt) in nunmehr 30 Jahren Handballbundesliga noch kein Eigengewächs (auch im weiteren Sinne) von überregionaler Bedeutung 'produzierte', liegt sicher nicht nur daran, daß es schon viele Angebote für gute Jugendspieler in Ostwestfalen gibt und gab ;)

    Bilbo schreibt:

    Zitat

    und das finde ich völlig daneben. 5mal die Woche Trainig in der A-Jugend? ? Wer außer den wenigen Riesentalenten, die die Zielrichtung Bundesliga haben, soll denn das mitmachen? Neben Schule/Ausbildung und Handball bleibt dann ziemlich genau NULL Zeit für irgendwas anderes

    Ja, zur fundierten Diskussion reicht leider der Artikel nicht aus. Die Verfasser des Konzepts sprechen von 5 Trainingseinheiten die Woche - eine Trainingseinheit muß 60 oder mehr Minuten umfassen (an wieviel Wochentagen die durchzuführen sind, bleibt den Vereinen überlassen)

    Auch sonst ist alles nicht ganz so dramatisch, wie es sich auf dem ersten Blick anliest (wenngleich etliches kritikwürdiges enthalten ist).

    Volksstimmeartikel:

    Zitat

    „Wir haben alles versucht, und beide Bands wären wahnsinnig gern nach Magdeburg gekommen, aber der Zeitpunkt ist leider äußerst ungünstig. Die Ärzte machen gerade Aufnahmen im Studio inklusive Video-Dreh, und die Hosen sind bei irgendeinem Festival in Aktion“, erklärte Kretzschmar-Managerin Ciz Schönberger zur Absage der „Zugnummern“, die mit dafür gesorgt hatten, dass die Tickets binnen kürzester Zeit ausverkauft waren. „Ich hoffe, dass es jetzt nicht Rückgabeflut kommt, denn das funktioniert nicht – gekauft ist nunmal mal gekauft“Schönberger gestern.

    Ahja, ausgesprochen seriös, die Managerin des Managers.

    Was ist denn das für eine Rückraumrechtshändersammlung dann? Boesen, Kaufmann, Stephan, Hegemann, Christopherssen, Kraus (Geirson kann ja auch gut Halb spielen - wie in der Nationalmannschaft gesehen)

    Soso, so schaut eine' Kooperation' aus:

    Zitat

    Doch auf die Kooperation der Basis ist Fitzek angewiesen: Die Klubs sollen die hoffnungsvollsten Talente an den HSV abtreten. Im Zeichen der Raute würden sie dann unter professionellen Bedingungen an höhere Aufgaben herangeführt - bis hin zu einer U 23, die idealerweise in der Zweiten Liga spielte.

    Und das Ganze, um Rudolph und sein Gebilde in hellerem Licht erstrahlen zu lassen:

    Zitat

    "Wir könnten es uns einfach machen und uns von der Jugendarbeit freikaufen", sagt der sportliche Leiter Christian Fitzek, "aber uns liegt auch daran, ein gelebter Verein zu werden."

    Wieland schreibt:

    Zitat

    Vielleicht gelänge es GWD „Melitta“ Minden doch noch einen brauchbaren Mittelmann zu kaufen

    Der Punkt wiederholt sich: ich glaube nicht, daß die Melitta-Werke an sowas interessiert wären.

    (in Minden fallen die Sponsoren eh traditionell nicht durch übertriebene Selbstdarstellung auf - schon gar nicht als Personen, aber auch nicht durch aufdringliche massenmediale (bzw. PR-) Inzenierung der fördernden Firmen).

    Ps. an den Folgen der 'reinen Umbenennung' 1985 von GW Dankersen zu GWD Minden hat man heute noch zu tragen - hinsichtlich des Bekanntheitsgrades außerhalb des Mindener Landes (mir schon häufiger passiert im Gespräch mit älteren, nur generell Sportinteressierten: "Ach, GWD Minden ist Grün-Weiß Dankersen - klar, das sagt mir was") und Akzeptanz des Namens.

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Glücklicherweise macht das Handball-Publikum Amerikanisierungen nicht mit. Namen wie "Die Panther", "Gladiators" oder auch "Rhein-Neckar-Löwen" haben sich nicht durchgesetzt, werden sich in diesem Sport nicht (bundesweit) durchsetzen.

    ...zudem wär es ja vielleicht auch so, daß z.B. die Provinzial einen 'THW Provinzial' nicht anstrebt - eine Benennung mit einem anderen Namensgeber aber nicht dulden würde.

    Das Ganze ist schon recht komplex, ist vielleicht einfacher, das Faß erst gar nicht aufzumachen.

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Mit z.B. "SG SAP Kronau/Östringen" oder "THW Provinzial Kiel" kann doch wohl jeder leben.

    Ist halt nur noch die (vernachlässigbare) Frage da, ob SAP bzw. die Provinzial sowas überhaupt anstreben (gerade die Mannheimer unternehmen ja große PR-Anstrengungen, nicht als 'Werksverein' dazustehen)

    Der Handball (und große Teile seiner Förderer) sind recht bodenständig - ich sehe eigentlich auch keinen Handlungsbedarf, irgendetwas an den bisherigen Regelungen zu ändern.

    PM Lübbecke:

    Zitat

    Im rechten Rückraum des TuS N-Lübbecke wird neben Dusan Tomic der italienische Nationalspieler Michele Skatar (21) auflaufen. Skatar ist gebürtiger Slowene und durchlief die kroatische Handballschule, ehe er nach Italien wechselte. Zuletzt war er für den Süd-Zweitligisten TSG Friesenheim aktiv.

    Meine Güte, der ist mit 21 aber schon rumgekommen.

    HW-Artikel:

    Zitat

    wobei nach unbestätigten Informationen jedem Verein mindestens 50.000 Euro überwiesen werden sollten.

    Was soll denn mit der anderen Hälfte des Geldes von Toyota passieren?

    Tja, 50 000 € für jeden Verein für nix (ich geh mal davon aus, daß wirklich Toyota nur die reinen Namensrechte kauft, keinerlei Werberechte in den Hallen - ich seh mit den lokalen Autohäusern dann eigentlich nicht so große Probleme).

    Ich kann keinem BL-Manager verdenken, der da sagt: okay (und hier in der HE gibt es dann eine Wortsperre für Toyota :lol: )

    Die Sache liegt aber doch anders, als ein Verkauf von Namensrechten von Vereinen

    Ein Verein wird in diesem Thread nie genannt: für die Leistungsträger Kusilev und Gudjonsson wurde bislang der Auricher Kreisläufer Henriksson verpflichtet:


    Ganzer Artikel: MT-Online

    Ach ja, und dann könnte es zu einem Comeback des vierfachen 'Trainer des Jahres' Bredemeier als Trainer des Regionaligisten GWD Minden II kommen (Hotti wäre dann Geschaftsführer der Gmbh; Kommanditist; Manager der Bl-Mannschaft; Vorsitzender der Hauptvereins und Trainer der RL-Mannschaft)

    Artikel: hier anklicken