Beiträge von Karl

    Huhn schreibt:

    Zitat

    Wobei sich über die Preise im GW-Stadion fast mehr Nettelstedter als Lemgoer Fans aufgeregt haben ( falls Du das meinst, Karl ). Ich glaube, seinerzeit nahm man einen Top-Zuschlag für dieses Spiel.

    Nee, das mein ich nicht, sondern persönliche Erfahrungen (ich lebe in Bielefeld und da bleiben viele Kontakte mit Lippern nicht aus ;) )

    Es geht mir nicht darum, wie das objektiv ist, sondern wie es von vielen empfunden wird:

    Ein Beispiel:
    Wenn das Gespräch irgendwie auf Handball kommt (meistens von mir ;) )- und ich mal so generell sportinteressierte (häufig ältere) Lipper frage, dann kommt so als Standardantwort: das ist mir zu teuer - das kostet doch 30€ - mit meiner Frau 60, außerdem kriegt man ja auch schlecht Karten.

    Das der Hallenumbau nach VIP-Bedürfnissen erfolgte, ist übrigens auch durchaus wahrgenommen worden (preisgünstige Stehplätze waren in Lemgo vor dem Umbau ja sehr viele da - und die waren von sehr guter Qualität)

    Man kann es ein wenig mit den Bayreuther Festspielen vergleichen. Die sind immer ausverkauft (weit höher übrigens überbucht als die Ostseehalle) - und haben trotzdem relativ moderate Preise (weitaus weniger, als man hätte nehmen können).

    Das macht zu einem Großteil den Mythos der Festspiele auf dem Grünen Hügel aus(die gebotene Qualität ist zudem immer noch Weltklasse).

    Wenn der THW die Preisschraube immer weiter anzieht (könnte man von der Eintrittspreiserhöhung eigentlich überhaupt die in den Wind geschossenen Jeppesen-Ablöse ausgleichen?). so mag sich das vielleicht kurzfristig rechen.

    Mittel- und langfristig kann das aber äußerst negative Folgen haben. Wenn man 40€ für eine Eintrittskarte zahlt, dann steigt natürlich das Anspruchsdenken (und über die Hälfte der BLspiele sind einfach nicht 'toll', sondern einseitig), auch die Identifikation mit der Mannschaft kann dann durchaus bei sportlichen Mißerfolgen sinken ("und dafür zahlen meine Frau und ich 1300€ die Saison" + den Kosten für CL).

    Der THW hat ein sehr traditionelles und bodenständiges Publikum (das sind keine gesellschaftlichen Eliten und kein 'Zahnärztepublikum') - diese Bodenhaftung und Verwurzelung in der Bevölkerung kann mittelfristig verlorengehen - wer rückt denn nach bei Freiwerden eines Stammblatts? Antwort: Besserverdienende, die locker Wahnsinnssummen bei Ebay hinlegen.

    Hier in OWL konnte ich beim TBV Lemgo übrigens ganz gut beobachten, wie die Eintrittspreisgestaltung (die bei weitem nicht Bundesligaspitze ist!) das Image eines Vereins schaden kann.

    Auch Mraz hatte (selbstverständlich) noch Vertrag - und ist damit der 10. Abgang bei N-Lübbecke.

    Naja, gekauft wird ja auch ordentlich (aus der Bundesliga scheint sich aber keiner zu finden, der da hinwechseln wil- Tesch kam ja von einem Absteiger)

    Die KN zu der negativen Seite des Handballmagazins(in dem Artikel ist jetzt die Rede von einer gemeinsamen Sendung mit der Fußballregionalliga):


    Quelle: THW-Homepage

    Ulli schreibt:

    Zitat

    Glückwunsch an Schutterwald!
    Ich glaube, Handball ist auch deswegen die schönste Sportart, weil man vorher nie so genau weiß, was passiert…..!

    Schließe mich der Gratulation an! [Tschuldigung - konnte so erscheinen: mein letztes Posting war in keiner Form abwertend gegenüber der Schutterwalder Mannschaft gemeint. Gut auch, daß ein Verein mit einer Oberligamannschaft (wenngleich ein Verein mit 'Namen') bewiesen hat, daß es nicht notwendigerweise einer BL-mannschaft (und entsprechender Infrastruktur) bedarf, um Jugendarbeit auf höchstem Niveau zu betreiben. So wurde dem großen Favoriten K/Ö mit seiner aufwendigen Jugendarbeit 'ein Bein gestellt']

    Schwaniwolli schreibt:

    Zitat

    Die Halle in Bad Ems hat mich auch weiterhin darin bestärkt, dass ein F4 bei der Jugend mehr als schwachsinnig ist. Die Sporthalle ist eine bessere Schulturnhalle mit ca. 550 Sitzplätzen, die nicht ausreichten. Die Orga in Bad Ems klappte allerdings sehr gut. Den Gastgebern kann man keinen Vorwurf machen.

    Aber der DHB sollte seine eigenweillige Vergabe der Turniere so schnell wie möglich überdenken oder die F4 Turniere gleich wieder abachaffen.

    Ja, die zweite Möglichkeit wäre das Beste.

    Habe die Schutterwalder Mannschaft im Viertelfinale in der Dankerser Sporthalle gesehen (5-Toreniederlage der Ortenauer ). Muß sagen, daß ich nicht gedacht habe, den kommenden Deutschen B-Jugendmeister gesehen zu haben.

    Sportlich liegt ein Schatten über die neuen Jugendmeister (für die die Jugendlichen nätürlich gar nichts können) - Solingen hatte z.B. Heimrecht, zudem kann man über eine Austragung von Halb- und Finale an 2 Tagen eigentlich nur den Kopf schütteln.

    tobinho: Die Zuschauerresonanz in den letzten Jahren war unterschiedlich - z.B. bei den Finalspielen von GWD in den letzten Jahren kamen so um die 1500 Zuschauer (richtig Publikum zieht in Minden/Dankersen nur das Finale und das Halbfinale - und das hätte ja ohne Ausscheiden in Bad Ems stattgefunden)

    Die Jugendlichen wurden um ihren großen Auftritt vor heimischen Publikum regelrecht 'betrogen' (und um 2 Spiele auf hohem Niveau); die teilnehmenden Vereine um eine Präsentation ihrer Vorzeigemannschaften in heimischer Halle - und nicht zuletzt auch das Publikum, das in seiner Breite sich wohl kaum auf den Weg zum Endrundenort gemacht haben wird (mit Übernachtung!).

    Huhn: Nuja, Storck (und auch Stockmeyer) haben Produktpaletten, für die eine Werbefigur 'Kraus' denkbar wäre. Aber da spielen in der Regel auch Präferenzen der Inhaber (und auch emotionale Dinge) bei diesen firmengeführten Unternehmen ja häufig eine Rolle. Wenn Kraus eine Ablöse kosten würde (also bei einem Wechsel zu dieser Saison) müßte die ja irgendjemand bezahlen (falls die nicht vollständig durch der Jicha- und Holpert-Ablöse abgedeckt ist bzw. diese tw. zur sonstigen Etatabdeckung für die nächste Saison verwendet werden müssen) .Ab 2008 wird dann ja wahrscheinlich das Gehalt von Stephan frei (wenngleich ich ihm ein erfolgreiches Comeback wünsche)

    Die (Stuttgarter) Zeitungsmeldung mit dem 8-Mio-Etat hatte ich dem TBV natürlich nicht 'vorgeworfen' - allerdings wurde im Vorfeld der PK am Donnerstag schon eine Erwartungshaltung vom TBV (und der OWL-Presse) aufgebaut, die dann doch nicht ganz eingelöst wurde (kann gut sein, daß das auch ein wenig 'Muskelspiel wg. der auszuhandelnden Jichaablöse war).

    Zu Boesen: man weiß halt nicht, wie der Auflösungsvertrag en detail aussieht - ein 'Schnäppchen wird der aber bestimmt nicht (wenn man halt am der Ablöse spart, muß man häufig beim Gehalt draufpacken).

    Wie dem auch sei: wenn der Boesen noch käme, hätte der TBV eine sehr gute Mannschaft zusammen (mit der Abwehrformation müßte man aber erst mal schauen, Hermann ist alles andere als ein begnadeter Abwehrspieler, Kaufmann auch nicht).

    Ps. Zum 'Meilenstein': Ich interpretier das so, daß der TBV weiter im Konzert der Großen (auch finanziell) mitspielen kann - und daß dies ohne den Stockmeyervertrag gefährdet gewesen sei.

    Natürlich war (und ist) der TBV ein solider (und recht finanzkräftiger) Verein - das Problem ist allerdings, ob er der doch mittlerweile hohen Erwartungshaltung weiterhin gerecht werden kann. Die sich abzeichnende Mannschaft ist aber ein gutes Fundament.

    Owl-Andy schreibt:

    Zitat

    Bei Mimi Kraus ist es wohl so, das er von Gerry Weber und Storck allein finanziert wird!!

    Das kann ich mir durchaus vorstellen - oder ich sag mal so, das hört sich nicht unrealistisch an. Dann kämen aber die 3 größten Sponsoren (Kraus wird teuer wg. Bravoboyzuschlag) aus Halle (Stockmeyer mit Bad Rothenfelde nahe Halle).

    Ob es da bei den 3 Spielen im Gerry-Weber-Stadion bleibt?

    Zitat

    Original von owl-andy
    Zu deiner Beruhigung Karl : Die Höhe des Engagements der Heristo AG überschreitet die 1. Mio €, also schon nicht schlecht!

    Die NW von heute schreibt folgendes: "Insidern zufolge soll er (der Vertrag von Stockmeyer/Heristo -Karl) bei entsprechendem Erfolg 500 000€ im Jahr klar übersteigen" (bei nachprüfbaren Informationen ist die Neue Westfälische eigentlich immer ganz zuverlässig).

    Nuja, da war der Fleischbaron anscheinend doch nicht so großzügig (gilt ja auch gemeinhin nicht als die Art der rund um Halle/Versmold reichlich vorhandenen Spezie ;) )

    Nuja, Marktkauf ist anscheinend ausgestiegen (wird ja in die Edeka vollends integriert - und die Zentrale in Bielefeld aufgelöst), von einem Wiedereinstieg von Schüco und BSS auch keine Spur; herforder hat sein Engagement verringert (sind ja letzte Woche übrigens von Warsteiner übernommen worden) - was ist eigentlich mit Odset? (wegen Werbeverbot für staatlcihe Lottogesellschaften?)

    Also einen höheren Etat als letztes Jahr kann ich da bei dem TBV nicht erkennen - eine Ablöse für Kraus müßte vermutlich extern finanziert werden.

    Im Westfalen-Blatt klang dann noch die Erleichterung über den neuen Hauptsponsor durch - Reimann beklagte sich zudem über die Gehaltsvorstellungen der Spieler, an denen die großen Vier (Hamburg, Kiel, Mannheim, Flensburg-Handewitt) dran sind.

    Okay, mit Baur (der hatte seinen Vertrag zu einem optimalen Zeitpunkt gemacht) und Schwarzer sind 2 Schwergewichte von der Gehaltsliste weg, aber u.a. Kaufmann und Hermann sind gekommen. Intiuitiv sehe ich da soviel finanziellen Spielraum nicht (trotz der Ablöse für Jicha - aber da muß ja ein Nachfolger her).

    Die ganzen Meldungen von Sponsorennetzwerk (Höhepunkt: Artikel Stuttgarter Zeitung) und so, scheinen eher ein Bluff gewesen zu sein (an dem der TBV durchaus auch mitstrickte). Eigentlich war es alles auch ganz glaubhaft - schließlich ist Lemgo pressemäßig in ganz OWL ungeheuer präsent - und familiengeführte Großunternehmen gibt es in der Nähe von Halle reichlichst.

    Nichtsdestotrotz wird Lemgo natürlich nächstes Jahr eine sehr starke Mannschaft zur Verfügung haben.

    @ Olaf: Naja, auffällig ist, daß sich die HBL anscheinend zu dem Thema nicht äußert. Da stelle ich mal einen Zusammenhang mit dem zur Zeit laufenden Dauerkartenverkauf her... Mich macht das mißtrauisch.

    Auf dem ersten Blick schaut die Tatsache ganz gut aus, daß es ein Handballmagazin gibt, aber wenn man sich die Implikationen überlegt...

    Fest steht natürlich, daß das Sendeformat nicht so aussehen kann, wie das Magazin bei HBL-TV (das Format ist kaum Ö-R-tauglich - vor allem, wenn es im 1. Programm landen sollte). Die Hallenbesucher werden den Ö-R in ihrer ganzen Arroganz herzlich egal sein.

    Fußballbundesligisten haben z.B. ein ganz anderes Einzugsgebiet - ein Großteil des Publikums ist es gewöhnt, den Tag mit dem Besuch eines Spiels abzuschreiben.

    Ein Beispiel (das kenn ich halt am besten):
    Handballvereine haben hingegen ein viel kleineres Einzugsgebiet, bei einem Verein wie GWD (zugegebenermaßen mit extrem kleinen Einzugsgebiet - eigentlich nur 'Altkreis Minden') haben schätzungsweise so um die 80-90% der Zuschauer einen Anfahrtsweg von bis zu einer 1/2 Stunde. Zudem ist im Altkreis Minden sicherlich die größte Handballerdichte in Deutschland (pro Kopf) zu verzeichnen.

    Welche Vereine im TV präsent sind - ja, das kann man ja jetzt schon sehen! (und das wird sich kaum ändern)

    Wenn der Dauerkartenanteil nicht allzu hoch ist, muß zudem vor jedem Spiel die Entscheidung getroffen werden, das Spiel zu besuchen - Vereine mit niedirigem Dauerkartenverkäufen werden von den evtl. 'Neuerungen' besonders hart betroffen werden.

    Nuja, in Kiel und FL ist es Dauerkartenpublikum - die sind leidensfähig, und mit denen kann man ja fast alles machen ;)

    Das Problem mit Sa 14/15 h ist ja nicht nur der Fußball, sondern Arbeit (Einzelhandel!); Familie; Einkaufen und vor allem auch, wenn man selbst aktiv spielt!

    Und wenn man die Angewohnheit hat, in der Halle noch ein wenig zu verweilen und ein paar Bierchen nach dem Spiel zu trinken, dann ist ein Spielende am Samstag um 15.30h auch nicht grad optimal.

    Ps. Wenn das 'Horrorszenario' Realität werden sollte, wäre es an der Zeit eine Initiative zu starten mit dem Titel:

    'Weniger Handball im Fernsehen!' ;)

    Na, da kannst Du Dich dann schon mal auf die Beerdigung vorbereiten!

    Über was will man denn am Samstag 17 h in einem Magazin berichten? Antwort: über Spiele, die am Samstag um 14 oder 15h anfangen.

    Eine Ausnahme kann die sehr gut belegte Halle in Köln sein (evtl. auch Berlin, Mannheim - bei der Ostseehalle ist das ja nicht mehr so problematisch wie infrüheren Zeiten). Die meisten BL-Hallen stehen den Bundesligisten ja weitgehend frei zur Verfügung.

    Dann besuchst Du vermutlich selten Hallen oder hast variable Möglichkeiten freier Zeiteinteilung ;)

    Führ Dir mal vor Augen, was es bedeutet, wenn ale BL-Spiele bis Samstag 17h abgeschlossen sein müssen!

    Ps. da im Fernsehsportjournalismus ja sich das Tagesaktualitätsprinzip durchgesetzt hat, würde am Samstag bestimmt nicht von einem Spiel berichtet werden, daß am Freitag stattfinden würde. Für CL-Teilnehmer kann es auch nett werden: Donnerstag in Rußland; Samstagnachmittag um 14h in der Bundesliga.

    Na, da wird ja immer doller. ;)

    Das würde heißen, daß es HBL-Spiele nur noch in der Woche oder am Samstag um 15h geben würde. Wenn es ein Magazin im 1. Programm wäre, würde die HBL das dann höchstwahrscheinlich auch forcieren.

    Ich glaub nicht, daß ich übertreibe, wenn ich sage, daß das der atmosphärische Todestoß für den BL-Handball in seiner bisherigen Art in einigen Hallen bedeuten würde.

    Ps. Es könnte sich natürlich beim 1. Programm dann auch eher um die Zusammenfassung eines 'Spiels der Woche' handeln.