Beiträge von Karl

    Ganz kurz (nur einen Aspekt aufgreifend):
    Olaf schreibt:

    Zitat

    Rackauckas hätte ja problemlos als Student geführt werden können.

    Das stimmt so nicht (Nicht-EU-Ausländer!). Ein tieferes Interesse für die persönlichen Verhältnisse der ausländischen Spieler von Seiten der HBL wäre zudem ein massiver Eingriff in die Privatssphäre der Betroffenen (was hat die HBL mit dem Gasthaus zu tun?). Die Kündigung des Gasthauses erfolgte übrigens nach dem Bericht aus innerbetrieblichen Gründen.

    Ganz davon abgesehen, sehe ich keine Anzeichen dafür, daß die Aufenthaltsgenehmigung rückwirkend entzogen wird (Ist ein entsprechendes Verfahren gegen R. schon eingeleitet worden?)

    Das das alles sehr unbefriedigend ist, steht außer Frage - die Verantwortung dafür trägt aber die Politik/Behörden und nicht die HBL

    @Frohwein:

    Zitat

    wird auch die Auffassung vertreten

    Wer vertritt denn die Auffassung? (es gibt immer irgendjemanden, der irgendwelche Auffassungen vertritt)

    Nicht die Spielberechtigung ist erschlichen worden, sondern evtl. die Aufenthaltsgenehmigung (das ist ein feiner - aber entscheidender Unterschied).

    Im Fall Aurich liegt ein Medienbericht vor (bei dem die Vermutung naheliegt, daß die Informationsweitergabe von einer prozeßführenden Seite instrumentalisiert eingesetzt wird).

    Die Mgdeburger Verträge fallen anders als die Aufenthaltsgenehmigung in die originäre Zuständigkeit der HBL. Die Aufenthaltsgenehmigung ist da (keineswegs widerrufen oder so) ...und damit ist 'Schluß' für die HBL. Und selbst, wenn sie zu Unrecht erteilt worden wäre, hätte das höchstwahrscheinlich keine sportrechtlichen Konsequenzen.

    Michel schreibt:

    Zitat

    Wenn ich das so lese, ist es der HBL also völlig egal, wie die Arbeitserlaubnis, die Voraussetzung für die Spielberechtigung ist, zustande kommt.

    Ja, selbstverständlich - was sollte die HBL denn anderes machen ?(

    Das Ganze ist natürlich sehr unbefriedigend - da die Auslanderämter faktisch (hinsichtlich Kontrollen und so) regional natürlich unterschiedlich verfahren.

    Dormagen hat z.B. angegeben, aus rechtlichen Gründen auf die Verpflichtung von Nicht-EU-Ausländern verzichtet (und sah z.B. in der Relegation gegen Lübbecke darin einen Wettbewerbsnachteil).

    Etwas seltsam, daß es jetzt zur Angewohnheit geworden ist, Gehälter zu veröffentlichen (ich geh mal davon aus, daß die devote KN nichts erfindet).

    Tja, das eine Jahr Jicha würde dem THW dann 630 000 € + Arbeitgeberanteil kosten

    So, die Ostfriesischen Nachrichten widmen sich heute dem Thema - die Position der HBL ist eindeutig (und war auch zu erwarten). Zu den Umständen des Falles will sich der OHV offensichtlich nicht näher äußern (ist ja auch sein gutes Recht):


    Quelle: Ostfriesische Nachrichten 20.6.

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Unter dem Vorbehalt eines Grüchts aus der Ecke dort oben: Frank Duhlies soll auch Gesellschafter der Spielbetriebs GmbH sein, die den Spieler eingestellt hat, nicht "nur" 3. Vorsitzender des e.V.

    Mag sein, spielt aber auch keine große Rolle.

    Die Widerklage (so deren Inhalt in dem Artikel korrekt wiedergegeben ist) wird vermutlich eher taktischer Natur sein: schließlich besteht keine große Aussicht die gezahlten Gelder an den in Litauen weilenden Rackmauskas je wiederzusehen (und spontan gesagt: den Anspruch zu bekommen noch weniger).

    Aber wie gesagt: ich denke, um den Fall zuverlässig bewerten zu können, braucht man halt die Sichtweise der Auricher Seite (und die solllte im eigenen Interesse dazu ruhig Stellung nehmen - Rücksichten auf den Prozeßgegner braucht sie jetzt ja nicht mehr zu nehmen)

    Ronaldo schreibt:

    Zitat

    Schoppe wird im Übrigen nicht als der Berater von Rackauskas sondern nur als Vermittler bezeichnet.

    Wenn das faktisch auch so sein sollte (also auschließlich Vermittlung bzw. Kontaktherstellung), dann macht das natürlich einen großen Unterschied.

    Zu dem zweiten Absatz hab ich ja schon geschrieben, daß es der HBL eigentlich nicht interessieren kann, wie jemand an seine Aufenthaltsberechtigung gelangt ist (Hauptsache, sie liegt bei der Erteilung der Spielgenehmigung vor). Die zitierten Paragrphen in dem HW-Artikel sagen nicht gegenteiliges zu dieser Auffassung aus.

    Ellob schreibt:

    Zitat

    Der Dumme an der ganzen Geschichte ist der Spieler. Der tut mit Leid .....

    Ganz kurz (obwohl es viel zu sagen gäbe): Rackmauskas hat den Vertrag unterschrieben und die Konstruktion akzeptiert. Da stellt sich die Frage nach der Qualität der Beratung durch den Spielerberater Frank Schoppe - seriöserweise kann man eigentlich nicht einen Spieler unter den in Aurich gegebenen ausländerrechtlichen Rahmenbedingungen in die 2. Handballbundesliga vermitteln.

    Eine Stellungnahme des OHV Aurichs liegt nicht vor - der HW Artikel gibt offensichtlich den Sachverhalt aus der Perspektive Schoppes bzw. des nicht genannten Anwalts wieder (das ist ja auch okay, da im HW-Artikel daraus kein Geheimnis gemacht wird).

    Zu dem Mandat: naja, ist natürlich schon ein bißchen komisch - aber vielleicht fühlte sich der 3. Vorsitzende des OHVs dem Gasthaus moralisch verpflichtet.

    Ronaldo: Das mit den Punktabzügen stufe ich zunächst mal als sachlich unfundierte Drohgebährde der Interessenvertreter von Rackmauskas gegenüber dem OHV ein.

    Ach, da wär ich vorsichtig: wie gesagt: Duhlies ist der Rechtsvertreter des Gasthauses (dessen Kündigung ja nachvollziehbar ist). Das er zugleich ein Ehrenamt beim OHV Aurich besitzt, spielte bei der Verhandlung (über die wird ja berichtet!) prinzipiell keine Rolle.

    Die ganzen Probleme entstehen durch eine unzeitgemäße Ausländergesetzgebung (es ist ja absurd, daß ein Kellner eine Aufenthaltsberechtigung erhält - ein Leistungssportler für die 2.Bl. aber nicht)

    Nuja, nach der Darstellung des Artikels (bzw. Schoppes oder des namentlich nicht genannten Rechtsanwalts, kann man wohl sagen) wurde die Aufenthaltsgenehmigung schon zu Unrecht erteilt (bzw. von dem Antragsteller 'erschlichen').

    Nur: das geht der HBL jawohl kaum was an. Die Grundlage für die Spielberechtigung war die gültige Aufenthaltsgenehmigung (wie diie nun entstanden ist, wird der HBL vom Reglement her, herzlich egal sein)

    Edit: Ronaldo: Naja, Duhlies argumentiert in der Verhandlung als Rechtsvertreter des Gasthauses (nicht als OHV-Offizieller!).

    Aber die Aufenthaltsgenehmigung war ja da...(Schlüsselfrage: spielt es eine Rolle, ob sie vom Ausländeramt zu Unrecht erteilit wurde? Ich kann es mir nicht so recht vorstellen - da würde sich der DHB/HBL das Leben aber sehr schwer machen)

    So, nach Handball-world (Kornes) ist jetzt die nächste Abstiegsdiskussion wegen einer zu Unrecht erteilten Spielberechtigung da (und gibt sehr interessante Einblicke in das Geschätsgebahren einiger Handballbundesligisten): http://www.handball-world.com/o.red.c/news.p…=1&auswahl=9371

    Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wie eine zu Unrecht erteilte Aufenthaltsberechtigung zu einem nachträglichen Entzug der Spielberechtigung führen könnte.

    Das sind doch 2 ganz verschiedene Ebenen - oder?

    Ich versteh jetzt ehrlich gesagt nicht so ganz, warum ihr hier die Verbindung des THWs mit der Provinzial in Zweifel zieht (gibt es da Indizien?).

    Gerade seitdem die S.-H. Provinzial von Münster übernommen wurde, wäre ein Ausstieg der Provinzial eine Symbolisierung der westfälischen 'Fremdherrschaft'. Und an diesen gravierenden Imageschaden (nach so langer erfolgreicher und bekannter Partnerschaft!) ist nun eigentlich wirklich niemand interessiert (es sei denn, man wolle von Münster aus eindringlich der bisherigen Provinzialorganisation in S.-H. bzw. einzelnen Sparkassenfunktionären demonstieren, wer nunmehr 'Herr im Haus' sei).

    Ja, 25 Jahre GWD-Fanclub ist fürwahr ein Grund zum Gratulieren!

    Sinnbildlich steht er für die Stärke des Dankerser Handballs - große Kontinuität (sei es auf der Seite der Spieler, Förderer, Vereinsführung oder auch der Zuschauer) und schnörkellose Tatkraft, ohne große Rumrederei. Der Beitrag seiner Mitglieder zum Erhalt eines leistungsorientierten Handballs kann man nicht überschätzen - wenn man eine Halle betritt, in der eine Dankerser Mannschaft Handball spielt, begegnen einem überall seine Mitglieder (sei es auf der Bank als Betreuer, Zeitnehmer usw; hinter und an der Theke, als Ordner oder als Kassierer).

    Ich denke, gerade das zeichnet den Fanclub aus: er ist ein integraler Bestandteil und Säule des 'Gebildes' GWD: 'dabeisein und mithelfen statt draußen sein und Konsument' - das gilt für für sehr viele seiner Mitglieder.

    Der Fantreff hat sich nach dem Spiel zu dem 'Treffpunkt' engagierter und interessierter Zuschauer entwickelt, weit, weit über die Mitgliederschaft des Fanclubs hinaus.

    Auch als Nichtmitglied darf ich die Ausführungen von Frank vielleicht noch ergänzen, um an die Verdienste von Exnationaltorwart und GWD-Geschäftsführer Helmut Meisolle zu erinnern, der sicher in vielen Hallen noch bekannt sein wird und in diesem Monat vor 5 Jahren gestorben ist. Die von ihm souverän geleiteten und niveauvoll gestalteten Auswärtsfahrten trugen sicherlich maßgeblich zum Aufschwung des Fanclubs und auch des gesteigerten Interesses einer jüngeren (und älteren), unorganisierten Anhängerschaft in den 90er Jahren bei (und sind wohl bei allen Teilnehmern der Fahrten mit vielen Erinnerungen verbunden).

    Gerade um das zu diskutieren, ist das ja ein Aspekt.

    Ps. Wenn man in der sachlichen Klarstellung (mit der Zusatzinformation des Abstiegs) einen 'Angriff' sieht - ja: was soll man dazu sagen... :rolleyes:

    (Charisma zitiert: PM Lübbecke - HOK):

    Zitat

    Sergo Datukashvili, georgischer Nationalspieler, stand in den letzten drei Jahren beim schwedischen Erstligisten Ystad IFK unter Vertrag und wurde in der Saison 05/06 zum besten Halblinken der Liga gewählt.

    Ystad IFK gibt es nicht. Die beiden Erstligisten heißen IFK Ystad und Ystads IF (Lübbecke hat in dieser Saisonvorbereitung gegen beide Vereine gespielt!).

    Der Neuzugang hat bei dem diesjährigen Absteiger IFK Ystad gespielt.

    Hm, laut NDR-Programmdirektor Herres im Mamburger Abendblatt (13.06.07) planen NDR und WDR ein gemeinsames Handballmagazin:

    Zitat

    ABENDBLATT: Auf den WDR lassen Sie nichts kommen. Bahnt sich da was an?

    HERRES: Bei NDR und WDR gibt es in der Tat Schnittmengen und ähnliche Zukunftsvorstellungen. Da drängt es sich auf, noch enger zu kooperieren.

    ABENDBLATT: Konkret bitte!?

    HERRES: Nun, der WDR plant etwa ein neues Format mit Gerhard Delling für das WDR-Fernsehen. Wir reden darüber mit den Kölnern, das findet abgestimmt mit uns statt, denn ich kann mir vorstellen, dass dies auch eine Farbe für das NDR-Fernsehen sein kann. So wie wir ja auch bereits "Dittsche" in unserem Programm ausstrahlen. Außerdem arbeiten wir mit dem WDR gerade an einem gemeinsamen Handball-Magazin


    Quelle: Hamburger Abendblatt