Kljaic nur eine Stufe vor dem Heldenstatus
Von Volker Krusche
Lübbecke (WB). Die Stimmung bei Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke vor dem Saisonfinale ist gelöst. »Was ist Feiern?« wendet sich Jakub Szymanski nach einer Frage in der Pressekonferenz an Teammanager Zlatko Feric. »Das, was wir beide in Düsseldorf gemacht haben«, flachst der zurück.
Druck? Den scheint es schon seit Wochen nicht mehr zu geben. Oder aber Velimir Kljaic tritt in die Fußstapfen von Vlado Stenzel, dem Magier. Flatterte den Lübbecker Handballern das Kostüm noch vor nicht allzu langer Zeit bei jedem Windstoß hin und her, so wehrt die Mannschaft inzwischen jegliche Form des gegnerischen Sturms wie eine deutsche Eiche von sich ab.
Keine Frage, »Velco« dürfte, sollte am Samstag die Konkurrenz mitspielen und gegen 16.40 Uhr der direkte Klassenverbleib gesichert sein, in Lübbecke Heldenstatus erlangen. Der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort - Kljaic entpuppt sich als Wunderheiler. Der Kroate hat der Mannschaft genau das gegeben, was sie brauchte: »Peitsche oder Karotte! Das Team kann frei wählen. Wenn ein Spieler wie ein besoffener Millionär aufläuft, bekommt er gleich die Peitsche zu spüren.« Eine harte Hand, das war es, was die Jungs spüren mussten.
»Velco hat mehr Druck auf uns ausgeübt. Mit ihm ist alles straffer geworden«, weiß auch Jakub Szymanski, dass Kljaic der Schlüssel des inzwischen eingetretenen Erfolgs des TuS N-L ist. »Doch wir sind noch nicht fertig. Jetzt wollen wir gegen Hildesheim gewinnen, hoffen auf die richtigen Ergebnisse in den anderen Hallen und möchten dann ausgelassen feiern«, ergänzt Teammanager Zlatko Feric, der wie die Spieler genau weiß, welch glückliche Fügung die Verpflichtung von Velimir Kljaic war. »Allein wie er die Mannschaft taktisch auf Düsseldorf eingestellt hat, sie es dann umsetzte und der HSG nicht den Hauch einer Chance ließ, spricht Bände.«...