Just steht bei GWD Minden vor der Unterzeichnung eines neuen Zweijahresvertrages. "Es sieht nicht schlecht aus. Der neue Vertrag ist für beide Seiten annehmbar. Ich muss jetzt nur noch unterschreiben", so der 27-Jährige. GWD steht in dieser Personalie unter Druck, weil mit Snorri Gudjonsson der etatmäßige Spielmacher zur nächsten Serie nach Dänemark wechseln wird.
"Wenn natürlich noch ein Traum-Angebot von Cuidad Real kommt, dann müsste man noch einmal nachdenken", flachst der gebürtige Eisenacher und zeigt, dass er nach wie vor ein Spaßvogel ist. Genau diese Unbekümmertheit und das Vertrauen in die eigenen Stärken haben "Apollo" Just zum torgefährlichsten und damit derzeit wichtigsten Spieler bei GWD Minden gemacht. "Er genießt bei den Mindenern genau die Freiräume, die ihm Vereine wie SC Magdeburg nicht zugestanden haben. Engst du ihn ein und nimmst ihm das, dann hast du keine Freude an ihm", charakterisierte ihn kürzlich Ex-Nationaltorhüter Michael Krieter in einer TV-Übertragung.
"Ich muss in der Mindener Mannschaft Verantwortung übernehmen. Aber ich kann sicher besser als andere mit Kritik umgehen. Mir macht es nicht so viel aus, von Medien oder in Fan-Foren kritisiert zu werden", so Stephan Just. Manchmal der Held und Matchwinner, manchmal der Depp und Loser. Just weiß um den schmalen Grat. "Das ist ein blöder Vergleich", hält Just jedoch gar nichts davon, in Schubladen gesteckt zu werden. Immerhin spielte und spielt er bei den Mindenern seine Rolle so gut, dass es über seinen Berater Anfragen aus der Liga gab. "Ja, es waren einige da. Man hört sich das an und weiß zumindest, dass man gute Arbeit gemacht hat", sieht Just im Interesse an seiner Person eine Bestätigung.