Der Manager (Horst Bredemeier) ist derzeit auf zwei Baustellen aktiv. Zum einen muss er noch die Lücke im Etat der aktuellen Saison schließen. 200 000 Euro fehlen hier. In einer größeren Runde mit Gesellschaftern und Sponsoren hat Bredemeier dieses Defizit auf den Tisch gebracht. "Wir brauchen das Geld jetzt und wir brauchen es in den kommenden Spielzeiten um unseren Etat auf einem stabilen Niveau zu halten", sagt der Manager. Die Gesellschafter allein könnten das Loch nicht stopfen. "Das ist keine dauerhafte Lösung, wir müssen die Last verteilen und die Aufgaben gemeinsam schultern", stellt Bredemeier klar. Bis zur nächsten Sitzung sollen alle Beteiligten in sich gehen und nach Lösungen forschen.
Zweiter Aufgabenbereich ist die Suche nach neuen Spielern. Am Kreis (Dimitri Kusilew) und im Rückraum (Snorri Gudjonsson) besteht Handlungsbedarf. Ein Name, der sich geradezu als Alternative auf der Kreisläuferposition aufdrängt, ist Patrick Fölser. Deckungsstark und erfahren erfüllt der beim TuS N-Lübbecke ausgemusterte Österreicher zwei wesentliche GWD-Anforderungen. Trotzdem steht er noch nicht im Vordergrund der Mindener Überlegungen. "Er hat sich in dieser Saison nicht nachhaltig durch seine Leistungen angeboten", sagt Richard Ratka zur sportlichen Seite. Bredemeier betont allerdings: "Fölser ist ein interessanter Mann, der weiter in der Bundesliga spielen will. Wir haben aber noch kein Gespräch geführt." Ob Fölser überhaupt ins enge finanzielle Konzept der Mindener passt, dazu wollten weder Trainer noch Manager genaueres sagen.
Überhaupt ist die Verpflichtung neuer Akteure noch ein weites Feld bei GWD. "Wir werden Spieler testen", sagt Bredemeier. Über das wer, wie und wann mag er nicht viel reden. "Das ist alles eine Frage des Marktes", erklärt er. In der vergangenen Saison gelang es erst in quasi letzter Minute, die Lücken im Kader mit den Verpflichtungen von Mirza Cehajic und Jiri Hynek zu schließen.