Unter die Rubrik 'am Rande' gehört es eigentlich auch hin. Zur Erläuterung und Einordnung des Artikels: das örtliche Quasi-Monopolblatt (Mindener Tageblatt) hält es bei fast allen Auswärtsspielen (und Wilhelmshaven ist ja sooo weit weg) nicht für nötig, einen eigenen Berichterstatter zu entsenden (nebenbei: das Blatt ist ansonsten eine ordentliche Lokalzeitung). Das ist übrigens einzigartig in der HBL (und prägt die Qualität der Berichterstattung von den GWD-Auswärtsspielen). Bei den 'Geschehnissen' in WHV musste also 'recherchiert' werden (denselben Einsatz hätte man sich auch für manchen Spielbericht gewünscht - das C24 ist übrigens mittlerweile ein Lieblingsthema der Mindener Presse - also von 'todschweigen' oder so kann keine Rede sein - nuja, 'Boulevardthemen' prägen mittlerweile leider zunehmend an vielen Orten auch die regionale Sportberichterstattung - ist hier in den Diskussionen der HE aber ja auch nicht anders)
Durch die umfangreiche Berichterstattung/Diskussion (da hat auch das Internet eine Bedeutung) über das Commando (und auch selbstverständlich partiell durch das Verhalten einiger aus dem Umfeld/der Mitglieder des C24) fühlen sich 'problematische Kräfte' anderer Vereine offensichtlich herausgefordert (z.B. Ultras Flensburg, einige Lübbecker; oder auch Teile des Ordnungsdienstes in WHV; auf einer noch anderen Ebene: auch unsichere Polizisten - siehe Hildesheim) - und so kommt es dann gehäuft zu solchen Geschichten:
ZitatAlles anzeigenGanz so war es nicht"
Von Marcus RiechmannAM RANDE
Von Problemen, gar Rangeleien zwischen GWD-Fans auf der einen und Wilhelmshavener Zuschauern sowie dem Sicherheitsdienst der Nordfrost-Arena auf der anderen Seite war nach dem Bundesliga-Handballspiel zwischen dem Wilhelmshavener HV und GWD Minden am Samstag (28:23) die Rede. Immer wieder Stress mit den jungen Mindener Fans - dieser Eindruck konnte anhand dieser Meldungen leicht entstehen.
Doch diesem Eindruck will Helmut Wiedmann entgegenwirken. "Ganz so, wie es sich las, war es nicht", sagt der 60-jährige GWD-Anhänger. Der früher selbst für Dankersen auf Großfeld und in der Halle aktive Sportler beschreibt die Konfrontation in der Halbzeitpause nüchtern: Rund 20 bis 30 Fans der Gruppe Commando 1924 hätten im Sitzplatzbereich hinter dem Tor gestanden, WHV-Anhänger hätten sich belästigt gefühlt und schlussendlich hätte der Sicherheitsdienst in der Pause die Mindener vertrieben.
"Das war schon etwas rüde, die wurden massiv vertrieben", berichtet Wiedmann, der im Rahmen seiner Altersteilzeit nun häufiger auch Auswärtsspiele der GWD-Handballer begleitet und mit den Mitgliedern des Fan-Clubs und anderen GWD-Freunden in Wilhelmshaven etwas entfernt vom Geschehen saß. "Dass ist sicher nicht immer in Ordnung, was die Jungs machen, aber dieses Mal haben sie sich friedlich verhalten", führt Wiedmann aus. Die Aggression sei vom Sicherheitsdienst ausgegangen.
Letzteres bestätigt - wenig überraschend - die Geschäftsstelle des Wilhelmshavener HV nicht. Sonst stimmt sie aber in Gänze mit den Darstellungen Wiedmanns überein. "Da ist nicht viel gewesen", kommentierte Marketing-Mitarbeiter Benjamin Chatton. Die Mindener Fans hätten Stehplatzkarten gekauft, sich aber im Bereich freier Sitzplätze aufgehalten. Sie hätten andere Zuschauer mit ihrer lauten Unterstützung belästigt und die Sicht behindert. Zudem hätten einige der jungen Gäste auf den Sitzschalen gestanden. "Darum haben wir reagiert und die Mindener zurück zu den Stehplätzen gewiesen", sagte Chatton gestern. "Verbal aneinander geraten" sei man, sonst nichts. "Ich habe die Situation 25-mal erklärt, die waren trotzig. Am Ende sind sie gegangen. Kinderkram, mehr nicht. Einige waren angetrunken. Heute würden sie die Dinge sicher einsehen", sagte der Wilhelmshavener: "Nach dem Spiel war alles gut."
Viel Text darüber, dass eigentlich nicht viel passiert ist. Doch die Aufmerksamkeit und die besondere und zuweilen rüde Zuwendung durch das Ordnungspersonal bei Auswärtsspielen haben sich die Commando-Aktivisten mit dummen und überflüssigen Aktionen selbst eingebrockt. Die Geister, die man rief, wird man so leicht nicht wieder los. Aber in Wilhelmshaven waren die jungen Fans fast so zahm wie ihre grün-weißen Idole auf dem Spielfeld. Für die Fans mag das ruhig weiterhin gelten. Für die GWD-Handballer möglichst nicht.
Quelle: Mindener Tageblatt hier klicken
Ergänzen kann man übrigens noch, daß etliche der Dankerser 'Normalos' ihren erworbenen/zugewiesenen Sitzplatz in der Halle nicht eingenommen haben wg. der Qualität der Plätze (u.a. Sichtbehinderungen) - und auf die Stehplätze oder auch andere Sitzplätze auswichen - es saßen/standen also sehr viele nicht auf ihrem erworbenen Platz.
weiteres: GWD-Forum; GWD-Fanclub-Forum