Beiträge von Karl

    Ronaldo schreibt:

    Zitat

    Inzwischen finde ich den ganzen Rummel ja amüsant. Keinen Weltmeister in den eigenen Reihen, aber als erster profitieren, das verdient auch Respekt!

    Dazu paßt doch folgender Interviewausschnitt von dem WM-Helden Nr. 1 Heiner Brand (der sich ja offensichtlich schon längst seinem Heimatverein in seinem jetztigem Zustand entfremdet hat) nach dem Titelgewinn:

    Zitat


    Frage: Aber eine Auszeichnung beispielsweise Ihrer Heimatstadt Gummersbach, vielleicht den Ehrenring, würden Sie doch wohl gerne annehmen?

    Brandt: Ich weiß nicht, was geplant ist. Bei Gummersbach würde ich das immer genau prüfen, ich habe da eine gewisse Skepsis.

    Quelle: FAZ 5.02.

    Tja, da macht jetzt N-Lübbecke für mich recht unverständlich 'Randale' - das Spiel gegen den SCM wurde von Samstag 19.15 auf Sonntag 15h verlegt (sicherlich nicht schön, aber.... - zudem Sonntag 15h ist ja nicht der schlechteste Termin, jedenfalls besser als in der Woche):

    MT-Online

    Zitat

    Hagen Boßdorf wuchs als Kind zweier Lehrer in Waldsieversdorf auf. Seine Eltern unterrichteten an seiner Schule, wodurch er schon bald einen Ehrgeiz entwickelte, da von ihm erwartet wurde, überdurchschnittlich gut zu sein.

    Er spielte zunächst erfolgreich Handball und wurde Teil der Jugendauswahl der DDR. Da seine Trefferausbeute aber zu niedrig war, verlor er diese Position wieder. Dies bedeutete für ihn einen erheblichen Einbruch, da er von einer Olympiateilnahme- und Sieg geträumt hatte. Noch im gleichen Jahr fasste er den Entschluss, Sportreporter zu werden.

    Quelle: Wikipedia

    Spätes Trauma? :D

    Tobi schreibt:

    Zitat

    Die Reaktionen der jeweiligen Mannschaften hast Du ja auch geschickt aus dem Artikel gestrichen..

    Ich wollte 'on topic' bleiben :) (der Link führte ja zum ganzen Artikel)

    Mit dem 'Relikt aus DDR-Zeiten' habe ich übrigens durchaus freundlich gemeint. Ein stützendes Beispiel: Ich hatte in den 90ern zu GWD-Zweitligazeiten bei Ausflügen in die ostdeutsche Provinz immer den Eindruck, daß dort viele Handballanhänger das internationale Handballgeschehen (dazu gehörte auch die BRD) viel intensiver verfolgt haben als das gemeinhin in der Bundesrepublik der Fall gewesen ist.

    In Dortmund hat sich. bei dieser WM übrigens die Halle nach den Spielen der deutschen Mannschaft schlagartig geleert.

    Jetzt versucht BUH den sehr erfolgreichen Verlauf der WM in der Bördelandhalle (vielleicht ein Relikt aus 'DDR-Zeiten' daß man sich dort nicht nur für die eigene Mannschaft begeistern kann?) fü den Ausbau zu instrumentalisieren:

    Ganzer Artikel: Volksstimme (Renner)

    Eine Absage des Spieltags am Wochenende wär eigentlich keine schlechte Idee gewesen:

    Zitat

    Bereits am Wochenende steht der 19. Spieltag auf dem Programm. Zum Feiern und Ausruhen bleibt deshalb wenig Zeit. Nur das eigentlich für den 6. Februar vorgesehene Nachholspiel zwischen Magdeburg und Hildesheim wurde mit Rücksicht auf den zurückliegenden Kraftakt der WM-Teilnehmer verlegt. «Wer das ursprünglich geplant hatte, gehört gefedert und geteert», klagte Torhüter Johannes Bitter (SC Magdeburg) über die mitunter abstruse Termingestaltung im Handball.

    Weil die eigentlich nötige Regeneration fehlt, sorgt sich auch DHB-Mannschaftsarzt Berthold Hallmaier um die Gesundheit der WM-Sieger: «Viele Spieler haben doch kleine Blessuren, vor allen Dingen Prellungen, Muskelverhärtungen, Rückenprobleme», sagte er im TV-Sender N24.

    Allein fünf Nationalspieler stehen im Kader von Spitzenreiter THW Kiel und dem Tabellendritten HSV Hamburg, die am 10. Februar zum Gipfel in der Ostseehalle antreten. Verletzungen von Stars, wie die des Kieler Torhüters Henning Fritz (Muskelfaserriss in der Wade) im Finale gegen Polen, gab es in den vergangenen Monaten reichlich. Nicht zuletzt deshalb wird derzeit auf allen Ebenen intensiv über eine Neuordnung des Terminkalenders diskutiert.

    Doch die Kluft zwischen den Verbänden und den Vereinen ist groß. So hätte Horst Bredemeier die Gunst der Stunde liebend gern für eine Imagekampagne genutzt. «Normalerweise müsste diese Bundesliga-Woche ausfallen - zu Gunsten von PR-Terminen. Aber da hat die Liga gleich wieder geschrien», klagte der DHB-Vizepräsident

    Ganzer Artikel: KSTA - hier

    Einer der prominentesten deutschen Historiker 'outet' sich als Handballanhänger (obwohl - er hat es nie geleugnet, es hat bis gestern halt nur niemanden interessiert):


    Quelle: Die Welt

    Muß man mal sagen, daß man einen Moment an die Spieler denken kann, die diesen Triumpf wegen Verletzung nicht auf dem Spielfeld erleben durften [v.a. FvB - über den ich (und andere) hier schon manchmal hart geurteilt haben (rein als Spieler) oder auch Veliky]

    Teddy schreibt:

    Zitat

    Die IHF hat beschlossen, dass der Hallensprecher gegen die Statuten verstoßen hat

    Und damit hat die IHF recht. Am Fernseher wand ich die Publikumsanimation auch an der Peinlichkeitsgrenze (es handelt sich um eine WM - und kein HSV-Handballevent ;) ) Dortmund und Halle fand ich (soweit ich das mitbekommen habe) okay - aber in Köln wurde der Bogen deutlich überspannt.

    Ein Hallensprecher bei einer WM (und im Prinzip auch sonst) hat primär die Funktion, das Publikum zu informieren - und nicht einseitig das Publikum zur Unterstützung einer Mannschaft zu animieren.

    Handball-Welt (Olaf):

    Zitat

    5000 Euro Strafe für den DHB - Hallen-Einheizer übertrieb Aufwärmprogramm
    "Wollt Ihr das Deutschland Weltmeister wird" schrie Dieter Müller-Dumke vor der Halbfinal-Partie gegen Frankreich in sein Mikrofon und die Halle antwortete - verhalten - mit "Jaaa". Es klang zu sehr nach der berüchtigten Sportpalast-Frage nach dem totalen Krieg, als dass die Kölnarena darauf angesprungen wäre. Dafür sorgte Müller-Dumke mit seinem "Aufwärm-Programm" vor dem Spiel für heftige Kritik beim französischen Verband, der sich daraufhin bei der IHF beschwerte. Die Disziplinarkommission entschied nun, dass der DHB 5000 Euro Strafe zahlen muss, weil gegen Richtlinien verstoßen wurde.

    Die Auflagen der Internationalen Handball-Föderation (IHF) sehen vor, dass bei den WM-Spielen eine Gleichbehandlung der Mannschaften erfolgt. So ist es etwa dem Hallensprecher nicht erlaubt, für eine Mannschaft Partei zu ergreifen. Dass bei deutschen Toren jedoch die Stimmlage sich verändert und nur der Vorname vom Hallensprecher gesagt wird, während die Fans den Nachnamen rufen, nimmt die IHF hin. Sie kann es ohnehin nicht unterbinden.

    Doch die Auftritte von Müller-Dumke stießen zunehmend auf Kritik im Verband. "Heute steigt hier das Halbfinale Frankreich gegen", rief er und ging mit der Stimme am Ende dieser Frage so weit hoch, dass das Publikum wusste, was erwartet wurde. "Deutschland" riefen die 19.000. Im Stakkato folgte dann mehrfach Dumke mit dem Wort "gegen" und die Fans mit der Antwort "Deutschland".

    Den Franzosen ging das insgesamt zu weit, sie beschwerten sich offiziell. Nun muss der DHB Strafe zahlen und Dieter Müller-Dumke wird vor dem Finale wohl etwas zurückhaltender sein.


    Quelle: handball-welt

    Hab es nur am Fernseher mitbekommen, finde das Eingreifen der IHF aber völlig korrekt - nein sogar überfällig (Die Hallensprecher in Halle und der Westfalenhalle hatten erheblich mehr Niveau)

    Leider haben die SRs m.M.n. während des gesamten Turniers (bei allen Mannschften) zu wenig unternommen, daß es auf den Ersatztbänken etwas geordneter zugeht.

    Edit: Tschuldigung, wird schon im Patriotismus-Thread diskutiert

    Outsider:

    Zitat

    Karl: Mit was für einem Recht, und überhaupt warum, sollen Schiris Jubelaktionen, mögen sie noch so übertrieben sein verhindern?

    Gelbe Karte wg. unsportlichem Verhalten [habe ich in der Bundesliga (und anderen Spielklassen) schon häufiger gesehen - ist in letzter Zeit aber auch seltener geworden. Die 'Eventisierung' des Sports und die starke öffentliche Beachtung des Publikumsverhaltens wirkt sich halt auf die vorherrschende Regelauslegung aus]. Das Aufputschen der Zuschauer durch (vor allem) die deutsche Bank find ich in dem Ausmaß schon störend (auch das die SRs sehr viel Unruhe auf allen Auswechselbänken dulden).

    Nun werden natürlich die privaten Ebaykartenverkäufer kaum vom Finanzamt des Käufers akzeptierte Quittungen ausstellen, da sie sonst ja selbst vom Finanzamt wg. Umsatzsteuer, Mwst. usw. herangezogen werden können.

    Oder?

    Mini schreibt:

    Zitat

    Wenn wir gewinnen, kann man trotzdem behaupten, es seien Heimschiedsrichter gewesen, schließlich wollten sie zeigen, dass sie nicht gg Deutschland sind und haben deshalb pro Deutschland gepfiffen....

    Jaja, wie sie es machen, ist es falsch ;) .

    Ich würde es übrigens mal gerne sehen, wenn die SRs die 'intensive Kommunikation' (von Spielern und Bank) mit dem Publikum unterbinden würden (und auch übertriebene Jubelposen)- aber das werden sich französische SRs im Finale kaum trauen ;)

    Ronaldo: tja, ich hab eher Mitleid mit den Schiris (die in einer nicht einfachen Lage sind - als französische SRs noch weit mehr als z.B. als norwegische). Aber vielleicht wirds ja ne klare Sache - sonst gehts wohl wieder los: bei der zu erwartenden Intensivität des Spiels lassen sich Fehlentscheidungen eh nie vermeiden (ich denk, das war der Tenor eigentlich fast aller Kritiker der SR-Ansetzung hier)

    Ronaldo schreibt:

    Zitat

    Einige der Kommentare hier sind mehr als peinlich. Ohne das Verhalten der französischen Mannschaft und ihres Trainers in Schutz zu nehmen, aber deren Verhalten ist verständlicher als die Vorverurteilung von Schiedsrichtern, bevor das Spiel überhaupt begonnen hat. Man könnte meinen, einige legen sich ihre Argumentationslinie für eine Niederlage bereit. Traurig!

    Finde ich überhaupt nicht - die Diskussion hier im Thread ist doch recht sachlich

    Vorbehalte und Verwunderung wird man ja noch äußern dürfen, ohne in einer so undifferenzierten Form ;) 'angegriffen' zu werden.

    Ps. Zur ganzen SR-Diskussion habe ich hier
    einen m.E. sehr interessanten Artikel aus der NZZ (vom 31.01 - also vor der Eskalation) eingestellt (Posting: heute 16.51)