Beiträge von Karl

    Michel B.

    Zitat

    Der Vertrag ist nicht aufgelöst, er ruht auf Wunsch der Bayern nur.

    Das die Bayern daran interessiert sind ist Klar. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß das auch wg. Versicherungsgründen in Deislers Interesse liegt (eine Berufsunfähigkeit jetzt durchzusetzen, würde sich schweirig gestalten - wenn bei Vertragsende keine (psychische) Spielfähigkeit da ist - ja, dann siehts schon besser mit den Aussichten aus).

    Bei GWD schauts so aus, daß aus der Stammsieben Schäpsmeier und Simon noch Zweitspielrecht für die Regionalligamannschaft haben (dies in dieser Saison aber noch nicht ausgeübt haben); der zweite TW der BL-Mannschaft Buhrmester spielt regelmäßig in der RL-Mannschaft. Kunisch wird weit überwiegend in der RL-Mannschaft eingesetzt; Witte (2 Einsätze über 60 min in der Bl-Mannschaft diese Saison) ist A-Jugendlicher.

    Tja. ich bin mir gar nicht sicher, ob Lübking den damaligen Wechsel insgeheim in einer stillen Stunde nicht vielleicht doch als größten Fehler seines Lebens ansieht.

    Edit:

    Zitat

    Seine Karriere begann in Dankersen und führte ihn über TuS Nettelstedt und TBV Lemgo zurück nach Dankersen.

    Das ist falsch. Nachdem er den TBV Lemgo verließ, war er als über 40jähriger Spielertrainer beim TuS Möllbergen (Landesliga/Verbandsliga) und beim TuS Lahde/Quetzen (Bezirksliga).

    In der Hinrunde 04/05 hat Johanesson schon ein paar Spiele (neben der Reha) für GWD gemacht (übrigens in tw. beieindruckender Manier). Die Knieverletzung war für die (geplante) Zentralfigur des GWD-Spiels und für den Verein eine ganz bittere Sache (man kann sogar die These aufstellen, daß das Hannovergastspiel wegen dieser Verletzung gescheitert ist).

    Auch Tutschkin, Dujshebajev, Frändesjö und Andersson hatten ja lange Verletzungspausen in ihrer Dankerser Zeit - da hat man viel Pech gehabt (und u.a. deshalb auch nicht den Durchbruch in die absolute nationale Spitze Ende der 90er Jahre/Anfang 21.Jhd. geschafft)

    Die ist natürlich indiskutabel - und ein schönes Beispiel für diese merkwürdige massenmediale Brand Verehrung (der bei Lichte gesehen ja gar kein besonders erfolgreicher Bundestrainer ist), die ihm schon seine Amtszeit von Anbeginn an begleitet.

    Ansonsten find ich das Heft aber schon kaufenswert (3,80 € sind auch okay) - schon allein wegen dem Statistikteil. Da gibt es übrigens überraschende Erkenntnisse - z.b. wenn man sich die ewige Torschützenliste der WM genauer anguckt (S. 34): von den dort aufgelisteten 42 Spielern haben 7 in ihrer Karriere das GWD-Trikot getragen - eine Anzahl, die kein anderer Verein der Welt erreicht!!

    Position 4: Alexander Tutschkin - 178 Tore (5 Teilnahmen)
    Position 7: Talant Dujshebajew - 170 Tore (6 Teilnahmen)
    Position 13: Stephane Stoecklin - 149 Tore (5 Teilnahmen)
    Position 17: Johan Petterson - 144 Tore (6Teilnahmen)
    Position 23: Magnus Andersson - 125 Tore (7 Teilnahmen)
    Position 32: Patrekur Johanesson - 111 Tore (4 Teilnahmen)
    Position 41: Martin Frändesjö - 102 Tore (4 Teilnahmen)

    Insgesamt ist das HW-Sonderheft ein schönes Beispiel für die Vorteile des Printmediums gegenüber dem Internet.

    Bibo schreibt:

    Zitat

    Einen jungen Trainer ohne Erstligaerfahrung zu holen, der erst einer Station hinter sich hat, ist immer ein gewagter Schritt...

    Nuja, RR hat ja reichhaltigste Erfahrungen als herausragender Spieler, allerdings in nur 2 Vereinen (Bergkamen und Düsseldorf) - das Haifischbecken Gummersbach war dann natürlich vom Umfeld her schon ein Schritt (auch wenn der VFL damals nur ein selbsternannter Spitzenverein war). Außerdem hatte er, wenn ich mich recht erinnere, keinen entscheidenden Einfluß auf die Kaderzusammenstellung nehmen können.

    Klajic kann natürlich auch längerfristig arbeiten (siehe in Essen und Wallau/Massenheim); unsinnig ist es auch, Ratka generell die Fähigkeit abzusprechen, eine Spitzenmannschaft trainieren zu können (es ist ja z.B. nicht so, daß er ibei GWD nur mit absoluten 'Nonames' arbeitet, sondern auch z.B. mit dem Mittelmann des isländischen Nationalmannschaft). In Minden sind natürlich die Umstände schon günstiger (das gilt aber für wohl fast jeden Trainer), in Ratkas Fall allein schon wegen des Verhältnisses zu Hotti Bredemeier (der Ratka ja schon fast 10 Jahre in Düsseldorf trainierte).

    Edit:
    Mythbuster: mit der Charakterisierung 'Kampf eintrichtern' (sinngemäß) wirst Du Ratkas Arbeit mit der Dankerser Mannschaft der letzten beiden Saisons nicht gerecht.

    Als Klajic GWD 2004 übernommen hatte, war die Mannschaft nach dem 11. Spieltag mit einem Punkt Tabellenletzter - das Abwehrverhalten war desolat, dem Spiel fehlte die Struktur, die Mannschaft fiel regelmäßig nach Rückständen auseinander (Rainer Niemeyer hatte es wegen der Integration der vielen Neuzugänge und vor allem der Johannessonverletzung aber auch nicht einfach). Klajic hat meiner Einschätzung nach aus den Möglichkeiten das Beste gemacht (taktisch war das teilweise schon sehr gut). Seine gute Arbeit in Minden wurde dann ja auch mit dem Trainerstuhl in Gummersbach honoriert.

    In der Situation (und mit der TuI-Arena als Spielort) mußte einfach gehandelt werden und ein 'erfahrener Hund' von außen geholt werden - und die Rückrunde war ja auch ordentlich.

    Das GWD den Klassenerhalt nur per Zufall erreicht hat, ist nicht richtig. Am Ende stand man auf dem Relegationsplatz (die Relegation brauchte dann wegen der Lizenzentzüge nicht mehr gespielt werden).

    Zitat

    Original von Wieland


    Ein sehr erfrischendes Interview mit Aussagen (siehe oben) die man sonst nicht so oft liest.

    Seine Mission hat Velco Klajic aber auch bei GWD erfüllt - war schon genau der richtige Mann zum damaligen Zeitpunkt.

    Ps. In der Tat, wenn man sich so einige andere Interviews in diesem Thread so anguckt (häufig ja son PR-Geschreibsel) fällt das Schäpsmeier-Interview positiv auf .

    Naheliegend ist der Gedanke schon - ich bin allerdings sehr skeptisch, ob Mudrow wirklich zu N-Lübbecke gehen würde (und als Lemgoer Trainer überblickt er die Verhältnisse dort ja).

    Ein Mudrow würde sicherlich nur zu N-Lübbecke gehen (falls Gauselmann überhaupt Interesse an ihm hätte), wenn ihm verbindliche Zusagen hinsichtliche Kompetenzen (und finanzieller und sonstiger Spielraum bei der Kaderzusammenstellung) gegeben werden würden.

    TommiAxner: Nuja, erste Beiträge sind naturgemäß sehr schwer einzuschätzen.

    Die Punktevorgaben von Gauselmann sind natürlich von Pfänder nicht erfüllt worden - dazu noch die tw. völlig verfehlte (Mittelblock!!) und nicht billige Einkaufspolitik (zudem ohne Zeitdruck getätigt). Mudrow hat in der Vor-Tiemeyerzeit übrigens bei N-Lübbecke mal eine Saison recht erfolgreich da gespielt(da wird jetzt ja Wert darauf gelegt, jemanden als 'Nettelstedter' zu verkaufen - siehe 'neues Konzept') - aber ob der sich darauf einließe?

    Mal abwarten! Dagegen würde sprechen, daß die dann ja schon wieder einen neues Konzeptentwickler beauftragen müßten. Wie gesagt: erstes Posting.

    Ps. Nuja, Pfänder würde die Arbeitslosigkeitsstatistik ja nicht 'verschlimmern' - hat ja Vertrag bis Ende der Saison (eine Trennung wäre also für den TuS nicht allzu teuer. Es wird allerdings schon ein paar zusätzliche Euros gekostet haben, Feric zu verpflichten). Gesellschaftspolitisch höchst verdienstvoll von N-Lübbecke war es übrigens Roch im Jahre 2006 mit einem Vertrag bis 2009 zu versorgen.

    härter-schneller zum Artikel der Süddeutschen

    Zitat

    na ja, jedem das seine.für mich trieft hier zuviel gute-alte-zeit-nostalgie aus den zeilen, ganz zu schweigen von dem versuch, aus einem menschen eine ikone zu machen.

    Tja, ein paar nette Beobachtungen und Anekdoten sind ja drin (die Stilmittel sind allerdings problematisch, so ein bißchen 'popkulturmäßig') - die Ikonisierung von Brand hat ja schon bald nach seinem Amtsantritt eingesetzt (so ganz unironisch ist er selbst angesichts dieses Zustands allerdings nicht - neulich hat er bei einer Einladung vom GWD-Sponsorenpool mal angemerkt, daß er sich vor 25 Jehren nicht hat vorstellen können, mal in Minden beklatscht zu werden).

    Ne kleine sachlliche Inkorrektheit/Ergänzung:

    Zitat

    Man sagte: Wenn die Russen kommen, gibt es nur einen Mann, der sie stoppen kann: Heiner Brand. Gemeint waren die Handball-Russen, aber in der Zeit des kalten Kriegs hatte der Satz einen besonderen Klang.

    Den Spitznamen des 'Russen-Schrecks' hatte aber Rainer Niemeyer (deshalb wurde der Dankerser Torhüter auch 1978 im Endspiel gegen die UDSSR von Stenzel statt Rudi Rauer nominiert)