Beiträge von Karl

    Da kriegst Du am besten einen (unterhaltsamen) Überblick in die 'Chronik des Sports' aus dem Chronik-Verlag (Harenberg) - ist in (fast) jeder Stadtbibliotheken vorhanden.

    Hier eine bibliographische Angabe (gibt es aber auch in x-verschiedenen Auflagen): UMMINGER, Walter: Die Chronik des Sports. Dortmund: Chronik-Verlag in der Harenberg Kommunikation Verlags- und Mediengesellschaft 1990

    Nun, jetzt fällt man in Düsseldorf von einem Extrem (geäußerte Erwartungshaltung vor dem GWD-Spiel) ins andere:

    Zitat

    "Alles unter zehn Toren Differenz wäre ein Erfolg", würde sich Präsident Schierle wie auch die HSG mit einer sich in Grenzen haltenden Niederlage gegen die derzeit auf dem vierten Tabellenplatz stehenden Kieler schon zufrieden geben. "Es geht für uns darum ein gutes Spiel abzuliefern. Das Ergebnis ist zweitrangig", forderte Coach

    "Wir dürfen angesichts des Gegners nicht vor lauter Staunen unter die Räder kommen", warnt Nils Lehmann.


    Quelle: NRZ

    Da wird die Lotto-Zentrale schon ein paar' Details' bei der Personenbeschreibung geändert haben....

    Ist natürlich klar, daß sie einige (teilfiktive?) Angaben und eine kleine Geschichte rausrücken, weil dann darüber geredet wird (sieht man ja hier ;) ) .

    Wenn man nur erzählt: Mann und NRW - wie langweilig. Nee, da muß ne Geschichte konstruiert werden (Dienstag nach Arbeitsende kommt der Lottobote und sowas)

    Nuja, letztendlich haben sie dann in der Nationalmannschaft immer wieder auf Tutschkin zurückgegriffen (noch jahrelang nach seinem Autounfall) auch als es nun gar nicht mehr so recht ging...

    Ist aber klar, in der BL muß man mit einem (nicht erzwungenen) Einsatz eines Rechtshänders auf RR Erfolg haben - wenn man sich als Trainer nicht Kritik aussetzen möchte (es sieht halt auch wenig elegant aus).

    Das 'fachlich' war nicht wörtlich zu nehmen - aber einen (außergewöhnlichen) Informationsgehalt kann man dem Artikel nicht absprechen.

    [in den Lokalzeitungen im westfälisch-niedersächsischen Raum greift ansonsten auch immer mehr die Unart um sich, die Berichterstattung auf irgendwelche Stories zu fixieren - solch ein recht detaillierter (und auf das Geschehen auf dem Handballfeld fixierter) Artikel ist eigentlich kaum zu finden]

    tomi1...schreibt:

    Zitat

    hallo, werd ein referat über handball halten und wollt mal fragen ob man irgendwo einen überblick hat welche mannschaft welche trikotfarben hat??

    Bin mir aber gar nicht sicher, ob Dein Lehrer das wirklich als Bestandteil eines Referates haben möchte ;)

    Nuja, interessanter ist vielleicht für beide Mannschaften folgende Frage:

    Zitat

    Wie viele Punkte reichen zum Klassenerhalt? Die Trainer Richard Ratka und Nils Lehmann diskutierten diese Frage noch lange nach dem 33:31-Sieg des Handball-Bundesligisten GWD Minden gegen die HSG Düsseldorf. In der Antwort waren sie sich schließlich einig: "16 bis 18 Punkte!" In der vergangenen Saison hatte sich Wetzlar mit 19 Punkten dank der besseren Tordifferenz auf den viertletzten Tabellenplatz gerettet.

    "Der Abstand wird immer größer", stellte Nils Lehmann fest. "Acht Mannschaften spielen um den Klassenerhalt.Also muss man sieben Heimspiele gewinnen und den Rest der Punkte auswärts sammeln", ergänzte der Düsseldorfer Trainer, der gern die ersten beiden Auswärtszähler aus Minden mitgenommen hätte. Da jedoch GWD – wie zuvor Düsseldorf gegen Balingen – seine Pflichtheimpunkte holte, bilden beide nach sieben Spieltagen zusammen mit Wilhelmshaven, Hildesheim und TuS N-Lübbecke (jeweils 2:12 Punkte) den harten Kern der Abstiegszone. Eingerahmt von der HSG Wetzlar (0:14), BHW Balingen-Weilstetten (4:10) und MT Melsungen (4:8). "Ich bin mir sicher, dass Wilhelmshaven zu Melsungen aufschließen wird und die beiden Mannschaften die untere Wertung anführen werden", meinte GWD-Trainer Richard Ratka zur weiteren Entwicklung in dem Tabellenbereich.

    Quelle: NW-Lübbecke 10.10. (Brase)

    Ps.
    Man muß ja manchmal über die Düsseldorfer ein wenig stauen, Nils Lehmann auf der Pressekonferenz zum Kiel-Spiel:

    Zitat

    „Wir haben nun das erste Mal in Minden verloren, vielleicht waren sich auch einige Spieler einfach zu sicher, dass wir das Spiel gewinnen“, so Nils Lehmann auf der heutigen Pressekonferenz.

    Ps.2
    Düsseldorf hat nach dem Wiederaufstieg in Minden einmal Remis gespielt und einmal knapp (mit 2 Toren) gewonnen.

    Quelle: =2678&tx_ttnews[backPid]=500&cHash=52db146bec]Düsseldorf-Homepage

    Danke für die Einschätzung Kathy!

    Zitat

    Was mich aber etwas "stört" an dem o.g. Artikel der HIAZ (eben erst gesehen!), dass er von mab und tbr verfasst wurde. mab ist Eintrachts Pressesprecher - hält der nicht zu seinem Trainer??

    Ja, das ist nicht immer einfach einzuschätzen, wenn Leute sowohl Pressearbeit für einen Bundesligaverein machen - und zudem Mitarbeiter der örtlichen Tageszeitung sind. Dieses Verschwimmen der Grenzen von Pressearbeit für den Verein und (Tageszeitungs-) Jounalismus ist leider immer häufiger zu beobachten.

    (Wobei es natürlich auch Lokalsportredakteure gibt, die quasi 'freiwillig' als PR-Journalisten für den BL-Verein in dem Verbreitungsgebiet ihrer Zeitung fungieren)

    Quelle: =1111&tx_ttnews[backPid]=2&cHash=e7af42ddd2]Homepage Flensburg-Handewitt

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Ich wollte damit sagen, dass die Kluft zwischen den Top-Vereinen und dem Rest auch dadurch immer größer wird.

    Das ist ein großes Problem, das mal einen eigenen Thread wert wäre.

    Das Problem sehe ich aber allgemein weniger im Wegkaufen der Spieler von unterdurchschnittlichen BL-Mannschaften durch deutsche Spitzenmannschaften, sondern vielmehr primär darin, daß sich diese Mannschaften mittlerweile sehr schwer tun, auf dem internationalen Markt adäquaten Ersatz zu finden.

    Mit der sich abzeichnenden steigenden Attraktivität der CL wird sich das wohl noch verschärfen [wenn ein Spieler Nationalmannschaft und CL in einer starken Klubmannschaft auch in einer nicht ganz so starken Liga spielen kann - warum sollte er das gegen Nationalmannschaft und stressigen Abstiegskampf (mit 'Klatschengarantie' gegen die deutschen CL-Teilnehmer) tauschen?].

    Und: je höher des Leistungsgefälle in der Bundesliga wird, desto unattraktiver werden die unteren Mannschaften.

    Man überlege sich zudem nur mal, wieviel potentielle Interessenten es in der BL für einen wirklich starken (möglichst auch in der Abwehr) RL es im Moment gibt (bzw. bis vor kurzem gab) - und diese Interessenten gibts ja nicht nur in Deutschland.

    Ob der erfolgreichste Torschütze nun der Kreisläufer oder der Halblinke ist - das macht für mich aber schon einen entscheidenden Unterschied.

    Mein Tip ist, daß der Autor nicht in der Halle war (die Informationen zu dem agressivem Spielbeginn der Düsseldorfer wären dann der im Netz erhältlichen Pressekonferenz entnommen).

    Man könnte bei HW ja vielleicht immer schreiben (wie in der 'seriösen' Tagespresse früher üblich): Aus der....halle berichtet xy (und wenns nicht so war, das einfach weglassen bzw. das mit der Ortangabe, bzw. red.-Angabe deutlich machen).

    lothar: das mit Remer ist schon klar ;) (Zitate von gegnerischen Mannschaften stellt Plön ja auch häufiger in einen THW 'verherrlichenden' Kontext).

    N-Lübbecke ist aber natürlich kein Laienspielersemble (auch wenn Hermann nicht dabei war), sondern eine durch alle Positionen hindurch doppelt besetzte Mannschaft mit größtenteils sehr erfahrenen (National-)Spielern (da findet sich z.B. die aktuelle isländische Nr. 1 im Tor über 50 Minuten auf der Bank wieder; und auf LA steht mit Sudzum ein aktueller serbischer Nationalspieler mit über 90 Länderspielen).

    Ps. Spieler aufbauen, die dann weggehen? Da fällt mir nur van Olphen ein! (Hermann ist ja noch da; Fazekas war auch vor seiner Lübbecker Zeit kein Unbekannter).

    Ps 2: Jenny kann ich gut verstehen - wäre interessant, wie der Zuschauerzuspruch in Kiel bei solchen Spielen (bei gleichbleibenden Eintrittspreisen) wäre, wenn man nicht quasi zur Dauerkarte 'gezwungen' würde.

    Alii schreibt:

    Zitat

    apropos: hat der schäpsmeier 2001 nicht noch für den TSV gespielt und im a-jugend-finale gegen den SCM verloren?

    Nein, Schäpsmeier hat immer für den TSV Grün-Weiß Dankersen-Minden gespielt - und stand in den verlorenen A-Jugend-Endspielen 2003 (zusammen mit Simon und Buhrmester) gegen den SCM im Aufgebot.

    Von der A-Jugend-Endspielmannschaft des TSV Hahlen (Ortsteil von Minden) von 2001 sind die drei (!) Pohlmannbrüder zu GWD II gewechselt - hatten aber allesamt sehr viel Pech mit einer schier endlosen Verletzungsserie - Sven spielt bei GWD II, seine beiden Brüder Jan und Marc sind zu dieser Saison wieder zu ihrem Stammverein (Oberliga) gewechselt.

    Hilfreich wäre bei handball-world sowieso generell, wenn man irgendwie ersehen könnte, ob der Verfasser des Berichts vor Ort gewesen ist (in dem von Bezze zitierten Spielbericht wird das sehr stark durch die Detailliertheit suggeriert - kann aber nicht sein, wie der eklatante Just-Fehler beweist).

    Vielleicht sollte man da differenzieren:
    a) zwischen absolut reiner Karriere im Stammverein;
    b) Spieler aus dem Handballkreis, die in der Jugend zum BL-Verein gestoßen sind;
    c) Spieler aus der Region (z.B. Regierungsbezirk), die in den Jugendmannschaften des BL-Vereins gespielt haben;
    d) 'angeworbene' Jugendliche (wenn Gummersbach z.B. Jugendliche aus Berlin holt).

    Bei GWD fällt das z.B. im 13er engeren Bundesligakader so aus:
    a) Schäpsmeier;
    b) Niemeyer, Simon (wobei die beiden Väter eine Beziehung zu GWD haben), Buhrmester, Kunisch (hab dunkel in Erinnerung, daß er die allerersten Schritte bei Eintracht Minden gemacht hat);
    c) Buschmann (Werther bei Bielefeld)

    Einziger deutscher Spieler, der seine ersten Handballschritte nicht im Altkreis Minden (bzw. in Ostwestfalen - Buschmann) gemacht hat, wäre damit der zur letzten Saiison verpflichtete Just.

    Edit:
    Ein etwas seltsames (oder auch nicht ?( ) Kuriosum ist, daß bei allen Spielern (außer Buschmann, glaub ich) familiäre Verbindungen zum Handball bestehen:
    Schäpsmeiers Vater war Bundesligaschiedsrichter für GWD; Niemeyers Vater Weltmeister 1978; Simons Vater ist ein sehr bekannter Jugendtrainer im HV Westfalen; Kunisch Mutter ist die vielfache DDR-Nationalspielerin Conny Kunisch (Magdeburg - später Eintracht Minden); Buhrmesters Vetter ist der ehemalige Bundesligatorhüter Jens Buhrmester.

    Bericht:

    Zitat

    Für Tim Remer, dem 21-jährigen TuS-Neuzugang, war die eigene Ostseehallenpremiere trotzdem "ein einziger Traum." Vor so vielen Menschen zu spielen, "das ist unvorstellbar", schwärmte der Niederländer. Die Klatsche verdrängte er. "Wir hatten nur einen Gedanken im Kopf: Hoffentlich gibt es keine Riesenblamage mit 50 Toren oder mehr."

    Das sind aber auch seltsame Ansprüche und Äußerungen eines Bundesligaspielers.

    Ps:
    Wenn das Spiel in Kiel fürRehmer "ein einziger Traum" war - wie sieht dann wohl ein 'Alptraum' aus? (oder ist ihm weitgehend egal, wie das Spiel ausgeht?)