Ein ganz interssantes Fazit aus Dankerser Sicht zum Spielothek-Cup (ein paar Bemerkungen zum Kreisrivalen gibt es auch):
ZitatAlles anzeigen"Kein großer Unterschied zwischen Rang 6 und 15"
Die Mindener Verantwortlichen Horst Bredemeier und Richard Ratka machen Lichtblicke im GWD-Rumpfkader aus
Lübbecke (kn). "So groß war der Unterschied zwischen Platz sechs und Rang 15 nicht", bilanzierte "Hotti" Bredemeier nach dem 31:26-Finalsieg des TuS N-Lübbecke über GWD Minden im Handball-Spielothek-Cup.
Der Manager der Dankerser spielte mit diesem Satz auf die offiziellen Saisonerwartungen der beiden rivalisierenden Handball-Aushängeschilder des Kreises Minden-Lübbecke an. Lübbeckes Hauptsponsor Paul Gauselmann hatte als Saisonziel seiner Mannschaft bei der Pressekonferenz zum Turnier "Platz 6" angegeben. Minden wäre mit dem Klassenerhalt, also Rang 15, zufrieden.
Die Vorstellung des Mindener Rumpfkaders (ohne die Verletzten Niemeyer, Kusilew und Gudjonsson) reichte am Samstag also immerhin zu einer leichten Stichelei in Richtung Lübbecke aus.
"Unsere Defensive hat gut gestanden. Abgesehen vom Start haben wir stets gegengehalten und letztlich ist der Erfolg des TuS um zwei Tore zu hoch ausgefallen", lautete Bredemeiers Fazit.
Auch Trainer Richard Ratka, der sich an einigen Entscheidungen des Vlothoer Gespanns Veit/Brandt sichtlich rieb, war mit der Wiederholung der Vorjahresplatzierung (Platz 2) zufrieden. "Angesichts unserer Verletztenmisere war das o. k. Nettelstedt war im Gegensatz zu uns komplett und hätte eigentlich höher gewinnen müssen und können", fasste Richard Ratka seine Eindrücke zusammen.
Weil mit dem Trio Niemeyer, Kusilew, Gudjonsson drei Spieler der ersten Sechs fehlten, übernahm Stephan Just mit gesundem Selbstvertrauen das Kommando der Grün-Weißen. Leicht, locker und unangefochten holte sich "Apollo" die Torjägerkrone des Turniers, verzettelte sich phasenweise jedoch in Privat-Duelle mit seinem ehemaligen Magdeburger Mannschaftskollegen Torsten Friedrich im TuS-Gehäuse.
Darüber hinaus legte Minden viel Wert auf die weitere Festigung des neuen Deckungs-Innenblocks mit den Neuligen Hynek und Cehajic. Im Angriff wurde munter experimentiert und die Positionen durchgewechselt. Mit Stephan Just, Jan-Fiete Buschmann und später auch Andreas Simon durften gleich drei Spieler ihre Fähigkeiten als Regisseurs-Ersatz für den fehlenden Gudjonsson zeigen. Just war die erfolgreichste aber auch risikoreichste Variante. Fiete Buschmann versuchte etwas zu häufig, Jung-Kreisläufer Georg Auerswald in Szene zu setzen. Andy Simon dürfte auf dieser Position als möglicher "Joker" gelten.
"Wir dürfen uns durch die drei Verletzungen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Wir müssen weiter an uns glauben. Schließlich werden wir auch in den ersten Punktspielen in dieser Konstellation auflaufen müssen", bleibt Richard Ratka trotz der personellen Rückschläge positiv gestimmt und macht wie im Vorjahr einfach nur das Beste aus der Situation.
Was bleibt ihm anderes übrig? Kurzfristige Noteinkäufe wird es laut Bredemeier bei GWD nicht geben.
"Wir verfallen nicht in Panik" sagt Manager Bredemeier und sucht nach kleinen Freuden in Szenen wie dieser: "Es gab eine Situation, da haben wir in Unterzahl mit unseren jungen Eigengewächsen gespielt, während auf Lübbecker Seite sechs Ausländer standen."
Quelle: Knicker - Mindener Tagebaltt