Jugendhandball soll effektiver gefördert werden - Neue Stiftung engagiert sich
Vor einigen Jahren kam bei Ludger Timmerbeil und Wolfgang Dondorf die Idee auf, den Jugendhandballsport im Oberbergischen zu fördern. Zwar schlief dieses Vorhaben dann zunächst ein, aber durch das Engagement von Götz Timmerbeil wurde es jetzt umgesetzt. Dondorf setzte sich mit Jochen Kienbaum zusammen, und schnell war klar: Hier kann nur die Stiftung „Jugendhandballsport im Oberbergischen Kreis“ helfen.
Beide machten sich dann auf die Suche nach weiteren Stiftern. Zusammen mit Eberhard Kienbaum, Klemens Mürtz und Udo Schnell konnten Kienbaum und Dondorf ein Stiftungskapital in Höhe von 250.000 € erreichen. Die Stifter sind aber optimistisch, in absehbarer Zeit das Kapital auf eine Millionen Euro zu erhöhen. Aus den Erträgen ist es dann möglich, mit mindestens 40.000 bis 50.000 € jährlich Projekte zu unterstützen. Am heutigen Nachmittag fiel dann der Startschuss für die Stiftungsarbeit: Regierungspräsident Hans Peter Lindlar übergab dem Kuratorium und dem Vorstand die Stiftungsurkunde.
„Wir wollen der Gesellschaft etwas von unserem beruflichen Erfolg zurückgeben“, so Dondorf. Schließlich seien er und Kienbaum zu ihren aktiven Zeiten maßgeblich vom Handball geprägt worden. „Kampfgeist, Ehrgeiz, Professionalität und auch Respekt vor dem Gegner haben uns auch im beruflichen Leben geholfen.“
Im Rahmen der heutigen Feierstunde stellte Götz Timmerbeil, der als Vorsitzender fungiert, die Ziele der Stiftung vor. So soll zunächst das vorhandene Know-how gebündelt werden, damit eine Jugendförderung effektiver wird. Dabei machte Timmerbeil aber deutlich, dass der Bereich „Jugendhandball“ auf eine breitere Basis gestellt werden soll. „Es sollen nicht einzelne Vereine unterstützt werden. Auch wollen wir keine Talente aus ihren Vereinen heraus holen.“ Vielmehr wolle man mit der Stiftung eine sinnvolle Freizeitgestaltung der Jugendlichen erreichen, die es darüber hinaus ermöglicht, die Teamfähigkeit, die persönliche Leistungsbereitschaft und die Persönlichkeit der Jugendlichen zu entwickeln. „Jedes Kind, das sich handballerisch betätigt, ist besser dran, als die Kinder, die alleine zu Hause vor dem Fernseher sitzen und sich nicht zu beschäftigen wissen“, so Timmerbeil.
Und bereits jetzt, kurz nach der Gründung, hat die Stiftung schon ein größeres Projekt ins Auge gefasst. Da sich der Schulsport bei der Analyse der hiesigen Strukturen als „weißer Fleck“ entpuppt hat, will man Handballstützpunkte verteilt über den gesamten Oberbergischen Kreis – in enger Kooperation mit den dortigen Vereinen – einrichten. Timmerbeil: „Ohne bislang mit den Verantwortlichen gesprochen zu haben, können wir uns vorstellen, den ersten Stützpunkt an der Grundschule Steinenbrück zu errichten.“ Derzeit werde noch an dem genauen Konzept gearbeitet.
Die geplanten Projekte im Bereich Jugendhandball:
- Förderung des Jugendhandballsports in Oberberg
- Internationale Austauschprogramm
- Errichtung von Handballstützpunkten an den oberbergischen Grundschulen
- Talentsichtung und -förderung
- Wissenschaftliche, sportmedizinische und sozialpädagogische Betreuung
- Fort- und Weiterbildung von Jugendtrainern
- Punktuelle Zusammenarbeit mit der Handballakademie
- Individuelle Unterstützung einzelner Talente aus Oberberg
Die Verantwortlichen:
Das Kuratorium:
- Wolfgang Dondorf
- Jochen Kienbaum
- Eberhard Kienbaum
- Klemens Mürtz
- Udo Schnell
Der Vorstand:
- Götz Timmerbeil (Vorsitzender)
- Hendrik Haas (stellvertretender Vorsitzender)
- Bernd Fröhlich