Seinem Ziel, eine starke Allianz gegen die internationalen Verbände zu schmieden, ist Hildebrandt in der Schweiz näher gekommen. «Die Profiligen in Spanien, Deutschland, Dänemark und Frankreich sprechen in diesem Punkt eine gemeinsame Sprache.» Allein die Ligen in Spanien und Deutschland stellen bei der Euro 06 rund 125 Akteure.
Seinem Ziel, eine starke Allianz gegen die internationalen Verbände zu schmieden, ist Hildebrandt in der Schweiz näher gekommen. «Die Profiligen in Spanien, Deutschland, Dänemark und Frankreich sprechen in diesem Punkt eine gemeinsame Sprache.» Allein die Ligen in Spanien und Deutschland stellen bei der Euro 06 rund 125 Akteure.
Streit um WM- und EM-Turnus
Hildebrandt will zwar weiterhin intensive Gespräche mit IHF und EHF suchen. Aber für den Fall, dass sich keine schnelle Einigung ergebe, werde er «in letzter Instanz» den Gang an den Europäischen Gerichtshof nicht scheue: «Dann werden wir prüfen lassen, ob es rechtens ist, dass die Spieler als unsere Arbeitnehmer mehr als 80 Tage abgestellt werden müssen mit dem Ziel, dass die internationalen Verbände mit ihren Turnieren Geld verdienen.» Freilich weiss auch Hildebrandt, dass die Strukturen der internationalen Verbände einen schnellen Kompromiss der Positionen kaum zulassen. Denn dort wollen Verbände wie Argentinien oder Katar - die aussereuropäischen Mitglieder verfügen über rund zwei Drittel der Stimmen im IHF-Plenum - am liebsten jährlich eine Weltmeisterschaft, um die Spiele ihres Nationalteams aufzuwerten. Insofern scheint die Forderung der grossen Profiligen, WM und EM nicht mehr alle zwei, sondern nur alle vier Jahre auszutragen, nicht durchsetzbar. Nicht unwahrscheinlich also, dass sich die Parteien des Handballs, so nicht bald Ausgleichszahlungen fliessen, bald vor Gericht begegnen.