NSUler schreibt:
Zitat
Mir wird da auch viel zu wenig auf den "Mensch" eingegangen. Der muss das ganze ja auch verarbeiten. Und nicht jede 21-jährige kann von heute auf morgen in einem wildfremden Land leben, Handball spielen und Leistung bringen. Das Umfeld spielt da auch eine wesentliche Rolle. Trennung von Familie oder Lebenspartner*in können auch ein großer Faktor sein.
Hm, hab so meine Zweifel, ob so eine Anmerkung hier auch stehen würde, wenn es um einen (imaginären) Wechsel einer jungen ausländischen Spielerin nach Deutschland gehen würde 
Übrigens kannst Du unbesorgt sein, eine 'Massenwanderung' von deutschen Talenten nach z.B. Rumänien (nehme das Beispiel, weil ich das Land am meisten beobachte) steht mit Sicherheit nicht an - schon weil die Rumänen daran gar nicht interessiert sind...
Da gibt es breite Diskussionen, warum man eigentlich überhaupt Leistungssport macht unter Einbezug von ausländischen Spielerinnen - klar, ein Grund für die Diskussionen ist, weil die öffentliche Hand Hauptfinanzier ist. Sowas muss legitimiert werden...
IIn Rumänien gibts so verbreitete Argumentationen, wie die, wir machen andere Länder stark und 'füttern' deren Spieler durch (und werden dann als Dank regelmäßig durch EHF und SRs verarscht
siehe zuletzt Olympiaquali - ich geb jetzt nur Denkmuster wieder) - wenn man jetzt auch noch anfangen würde, ausländische Nachwuchsspielerinnen hoch zu dotieren (Leben im Ausland ist halt nicht billig) und auszubilden...(Ukraine und so wäre denkbar und passiert, aber Skandinavien und Deutschland... - okay, Einzelfälle wären sicher denkbar und würden mit Stolz aufgenommen werden)
Braila kann einen Schwung altgedienter Brasiliannerinnen verpflichten, weil, die Weltmeisterinnen waren, Titel geholt haben usw - wenn die alle 22jährig wären undn 'frisch' aus der brasilianischen Liga kämen, dann wäre das kaum vermittelbar...Die Verpflichtung ausländischer Spielerinnen ist ein Mittel, ein gehobenes Niveau im Vereinshandball herzustellen, die es einheimischen Spielerinnen ermöglicht, 'zu lernen'...(und natürlich auch ein gewisser Stolz darauf, an die Donaumündung nahe der Grenze zu Moldawien so vielfach ausgezeichnete und mit Meriten versehen Spielerinnen holen zu können, die vergangenen Erfolge werden auch immer sämtlich aufgeführt - im Männerhandball oder Fussball wären solche Verpflichtungen natürlich aus finanziellen Gründen undenkbar)
Da wird viel mehr in Kategorien der nationalstaatlichen Förderung des Handballsportes argumentiert als in Deutschland (selbst bei CSM, wo nächstes Jahr kaum noch eine Rumänin spielen wird - Thema führe ich mal in einem passenderen Thread aus). Und klar, vor 20 Jahren war Rumänien ein großes Handballexportland - heute braucht keine Spielerin mehr das Land zu verlassen. und sogar Welthandballerinnen wie Neagu kann man eine passende Umgebung bieten. Das ist nur durch die Verpflichtung ausländischer Spielerinnen möglich...
Also, keine Panik....NSUler